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    <title>Nahost. Nah dran.</title>
    <description>Der preisgekrönte Journalist und langjährige Nahost-Experte Karim El-Gawhary nimmt euch mit, die arabische Welt hautnah zu erfahren. Er erzählt Geschichten aus dem Leben in der Region, analysiert kompakt aktuelle Ereignisse und hilft Konflikte einzuordnen. Dazu kommen inspirierende Gesprächspartner und ausführliche Talks. Dort ist genug Zeit, einmal länger als die üblichen kurzen Nachrichtenminuten in die Welt unserer unmittelbaren europäischen Nachbarn einzutauchen.</description>
    <copyright>Karim El-Gawhary</copyright>
    <language>de-at</language>
    <pubDate>Wed, 24 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
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      <title>Nahost. Nah dran.</title>
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      <title>#9 Aktuelle Analyse Iran – USA: Wie geht es weiter nach der gemeinsamen Absichtserklärung?</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Verhandlungen in der Schweiz zielen darauf ab, ein fragiles Waffenstillstands‑Abkommen in ein echtes Friedensabkommen zu überführen; die Runde endete mit einer Absichtserklärung, die trotz gegenseitigen Misstrauens einen echten Schritt nach vorne darstellt. In einer gemeinsamen Erklärung von Katar und Pakistan wurde eine positive, konstruktive Atmosphäre und die Schaffung eines Ausschusses für weitere Verhandlungen sowie technischer Arbeitsgruppen hervorgehoben. Konkret wurden zwei De‑Esklationsinstrumente vereinbart: eine Hotline für Vorfälle in der Straße von Hormus und ein gemeinsamer Krisenstab zur Stabilisierung von Golf und Libanon. Die Umsetzung im Libanon bleibt schwierig, weil die USA und Iran von ihren jeweiligen Verbündeten abhängig sind — Israel beziehungsweise die Hisbollah — und die israelische Regierung mit der Absichtserklärung unzufrieden ist. Als praktisches Zugeständnis wurden – sozusagen von den USA als Vorkasse - zwei Tranchen eingefrorener iranischer Gelder freigegeben (insgesamt 12 Milliarden Dollar) und das US‑Finanzministerium erließ eine 60‑tägige Sanktionsausnahme für iranisches Öl, was Teheran ermöglicht, zum Markpreis zu verkaufen. Iran spricht von Fortschritten bei Gesprächen über die Meerenge, den Libanon, Sanktionsregeln und die Freigabe der Gelder, betont aber, man stehe noch am Anfang. Die Atomfragen bleiben vage: Berichte über die Bereitschaft, IAEA‑Inspektoren wieder einzuladen, wurden von US‑Seite als Meilenstein gefeiert, ein konkreter Zeitplan dafür fehlt jedoch. </p>
<p>Wie kann es weitergehen? Mit der Zeit und einem dann vielleicht wachsemden Vertrauen zwischen beiden Seiten, könnten die großen verbleibenden Lücken in einem endgültigen Abkommen doch gefüllt werden. Es ist aber durchaus auch möglich, dass die nächsten Monate und Gespräche uneindeutig bleiben und die Iraner diese Zeit aussitzen und die US-Vorkasse ausnutzen. In diesem Fall dürfte es für Donald Trump allerdings schwer sein, einen unpopulären Krieg mit dem Iran ohne ein wirklich strategisches Ziel wieder aufzunehmen.</p>
<p> </p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 24 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Produktion: Felix Tappeiner, Musik: Nour Ashour)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Verhandlungen in der Schweiz zielen darauf ab, ein fragiles Waffenstillstands‑Abkommen in ein echtes Friedensabkommen zu überführen; die Runde endete mit einer Absichtserklärung, die trotz gegenseitigen Misstrauens einen echten Schritt nach vorne darstellt. In einer gemeinsamen Erklärung von Katar und Pakistan wurde eine positive, konstruktive Atmosphäre und die Schaffung eines Ausschusses für weitere Verhandlungen sowie technischer Arbeitsgruppen hervorgehoben. Konkret wurden zwei De‑Esklationsinstrumente vereinbart: eine Hotline für Vorfälle in der Straße von Hormus und ein gemeinsamer Krisenstab zur Stabilisierung von Golf und Libanon. Die Umsetzung im Libanon bleibt schwierig, weil die USA und Iran von ihren jeweiligen Verbündeten abhängig sind — Israel beziehungsweise die Hisbollah — und die israelische Regierung mit der Absichtserklärung unzufrieden ist. Als praktisches Zugeständnis wurden – sozusagen von den USA als Vorkasse - zwei Tranchen eingefrorener iranischer Gelder freigegeben (insgesamt 12 Milliarden Dollar) und das US‑Finanzministerium erließ eine 60‑tägige Sanktionsausnahme für iranisches Öl, was Teheran ermöglicht, zum Markpreis zu verkaufen. Iran spricht von Fortschritten bei Gesprächen über die Meerenge, den Libanon, Sanktionsregeln und die Freigabe der Gelder, betont aber, man stehe noch am Anfang. Die Atomfragen bleiben vage: Berichte über die Bereitschaft, IAEA‑Inspektoren wieder einzuladen, wurden von US‑Seite als Meilenstein gefeiert, ein konkreter Zeitplan dafür fehlt jedoch. </p>
<p>Wie kann es weitergehen? Mit der Zeit und einem dann vielleicht wachsemden Vertrauen zwischen beiden Seiten, könnten die großen verbleibenden Lücken in einem endgültigen Abkommen doch gefüllt werden. Es ist aber durchaus auch möglich, dass die nächsten Monate und Gespräche uneindeutig bleiben und die Iraner diese Zeit aussitzen und die US-Vorkasse ausnutzen. In diesem Fall dürfte es für Donald Trump allerdings schwer sein, einen unpopulären Krieg mit dem Iran ohne ein wirklich strategisches Ziel wieder aufzunehmen.</p>
<p> </p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:title>#9 Aktuelle Analyse Iran – USA: Wie geht es weiter nach der gemeinsamen Absichtserklärung?</itunes:title>
      <itunes:author>Produktion: Felix Tappeiner, Musik: Nour Ashour</itunes:author>
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      <itunes:summary>Wie verwandelt man ein fragiles Waffenstillstands-Abkommen in ein echtes Friedensabkommen? Das ist die Aufgabe der direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, deren ersten Runde in der Schweiz zu Ende gegangen ist. Karim El-Gawhary analysiert in dieser Podcast-Folge, wo wir dreieinhalb Monate nach dem Ende des Krieges und nach wochenlangen Verhandlungen stehen. Er ordnet die Beschlüsse und die Bedeutung der Absichtserklärung und der weiteren technischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran ein. 
Selbst zu dieser Absichtserklärung zu kommen, die das meiste für ein endgültiges Abkommen ausspart, war nicht einfach. Das gegenseitige Misstrauen ist groß. Die iranischen Entscheidungsprozesse und wer das Land regiert, bleibt undurchsichtig. Und auf der anderen Seite herrscht ein unberechenbarer US-Präsident, dessen Entscheidungen und Auftritte eher einer unlenkbaren Rakete gleicht, als dem Ergebnis rationale Entscheidungen. Was passiert also mit der Straße von Hormus, dem Libanon, den Atomgesprächen, den Sanktionen gegen den Iran und den eingefrorenen iranischen Geldern.
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      <itunes:subtitle>Wie verwandelt man ein fragiles Waffenstillstands-Abkommen in ein echtes Friedensabkommen? Das ist die Aufgabe der direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, deren ersten Runde in der Schweiz zu Ende gegangen ist. Karim El-Gawhary analysiert in dieser Podcast-Folge, wo wir dreieinhalb Monate nach dem Ende des Krieges und nach wochenlangen Verhandlungen stehen. Er ordnet die Beschlüsse und die Bedeutung der Absichtserklärung und der weiteren technischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran ein. 
Selbst zu dieser Absichtserklärung zu kommen, die das meiste für ein endgültiges Abkommen ausspart, war nicht einfach. Das gegenseitige Misstrauen ist groß. Die iranischen Entscheidungsprozesse und wer das Land regiert, bleibt undurchsichtig. Und auf der anderen Seite herrscht ein unberechenbarer US-Präsident, dessen Entscheidungen und Auftritte eher einer unlenkbaren Rakete gleicht, als dem Ergebnis rationale Entscheidungen. Was passiert also mit der Straße von Hormus, dem Libanon, den Atomgesprächen, den Sanktionen gegen den Iran und den eingefrorenen iranischen Geldern.
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      <title>#8 Der ökologische Fußabdruck der Nahost-Kriege und warum die Region ein Klimakrisen-Hotspot ist</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Region Nahost gehört zu den weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten. Der Arabische Golf erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, während sich auch der Mittelmeerraum deutlich schneller aufheizt. Extreme Hitze, Wasserknappheit, Desertifikation und steigende Meeresspiegel bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen.</p>
<p>Trotz der negativen Entwicklungen sieht der Vortrag auch einen positiven Trend: Die globale Energiewende wird zunehmend nicht durch Umweltbewusstsein, sondern durch das Bedürfnis nach Energiesicherheit vorangetrieben.</p>
<p>Zwei große Krisen – Russlands Angriff auf die Ukraine und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – haben gezeigt, wie verwundbar Staaten durch fossile Energien sind. Fossile Brennstoffe können als geopolitische Waffe eingesetzt werden, während erneuerbare Energien nach ihrer Installation weitgehend unabhängig von internationalen Konflikten funktionieren</p>
<p>China wird als der entscheidende Gewinner dieser Entwicklung beschrieben. Das Land hat seine Strategie aufgrund seiner starken Abhängigkeit von Ölimporten grundlegend verändert und ist heute weltweit führend bei Solar- und Windenergie.</p>
<p>China verfügt über eine installierte Solarleistung von fast 900 Gigawatt, produziert enorme Mengen erneuerbarer Energie und exportiert mittlerweile mehr grüne Technologien als die USA fossile Energien. Durch günstige Preise und hohe Produktionskapazitäten prägt China zunehmend die Energiesysteme in Afrika, Asien und anderen Regionen.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umweltbelastung durch Kriege und Militärs. Militärische Emissionen werden oft nicht erfasst, obwohl sie zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören. Würde das Militär aller Staaten als eigenes Land gelten, läge es bei den Emissionen weltweit auf Platz vier.</p>
<p>Doch paradoxerweise sind es in Kriegen nicht der CO2-Ausstoss militärischer Hardware oder die Zerstörung, sondern der Wiederaufbau der für die mit Abstand meisten Emissionen. Man könne den Menschen in Gaza aber nicht sagen, dass ihre Häuser nicht wieder aufgebaut werden können, weil das für zu viel Emissionen sorgt. „Wir müssen dafr sorgen, dass nichts zerstört wird“, argumentiert El-Gawhary. In diesem Sinne, sagt er, sei der Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern rein ökologisch gesehen immer die schadenfreiste Variante.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Produktion: Manuel Correa, Musik: Nour Ashour, Dank an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Grazer Eco-Festivals GECO, Produktion: FelixTappeiner)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/8-der-okologische-fuabdruck-der-nahost-kriege-und-warum-die-region-ein-klimakrisen-hotspot-ist-pbgntFYY</link>
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<p>Trotz der negativen Entwicklungen sieht der Vortrag auch einen positiven Trend: Die globale Energiewende wird zunehmend nicht durch Umweltbewusstsein, sondern durch das Bedürfnis nach Energiesicherheit vorangetrieben.</p>
<p>Zwei große Krisen – Russlands Angriff auf die Ukraine und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – haben gezeigt, wie verwundbar Staaten durch fossile Energien sind. Fossile Brennstoffe können als geopolitische Waffe eingesetzt werden, während erneuerbare Energien nach ihrer Installation weitgehend unabhängig von internationalen Konflikten funktionieren</p>
<p>China wird als der entscheidende Gewinner dieser Entwicklung beschrieben. Das Land hat seine Strategie aufgrund seiner starken Abhängigkeit von Ölimporten grundlegend verändert und ist heute weltweit führend bei Solar- und Windenergie.</p>
<p>China verfügt über eine installierte Solarleistung von fast 900 Gigawatt, produziert enorme Mengen erneuerbarer Energie und exportiert mittlerweile mehr grüne Technologien als die USA fossile Energien. Durch günstige Preise und hohe Produktionskapazitäten prägt China zunehmend die Energiesysteme in Afrika, Asien und anderen Regionen.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umweltbelastung durch Kriege und Militärs. Militärische Emissionen werden oft nicht erfasst, obwohl sie zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören. Würde das Militär aller Staaten als eigenes Land gelten, läge es bei den Emissionen weltweit auf Platz vier.</p>
<p>Doch paradoxerweise sind es in Kriegen nicht der CO2-Ausstoss militärischer Hardware oder die Zerstörung, sondern der Wiederaufbau der für die mit Abstand meisten Emissionen. Man könne den Menschen in Gaza aber nicht sagen, dass ihre Häuser nicht wieder aufgebaut werden können, weil das für zu viel Emissionen sorgt. „Wir müssen dafr sorgen, dass nichts zerstört wird“, argumentiert El-Gawhary. In diesem Sinne, sagt er, sei der Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern rein ökologisch gesehen immer die schadenfreiste Variante.</p>
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      <itunes:summary>Diese Podcast-Folge ist ein Vortrag, den Karim El-Gawhary beim Grazer Eco-Festival gehalten hat. Er verbindet darin drei zentrale Themen: da sind die Auswirkungen der Klimakrise im Nahen Osten und Nordafrika. Die Region beherbergt gleich mehrere „Klima Hotspots“. 
Er beschäftigt sich aber auch mit den geopolitischen Folgen des Iran-Krieges und der Schließung der Straße von Hormus auf die zukünftige globale Energiepolitik. Ausgerechnet Drill-Baby-Drill-Donald-Trump hat dem Ausbau erneuerbarer Energien mit diesem Krieg einen Bärendienst erwiesen. 
Zuletzt geht es um den ökologischen Fußabdruck von Kriegen – besonders in der Nahostregion und die Umweltkosten, die der Iran- Libanon oder Gaza-Krieg verursacht hat.
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      <itunes:subtitle>Diese Podcast-Folge ist ein Vortrag, den Karim El-Gawhary beim Grazer Eco-Festival gehalten hat. Er verbindet darin drei zentrale Themen: da sind die Auswirkungen der Klimakrise im Nahen Osten und Nordafrika. Die Region beherbergt gleich mehrere „Klima Hotspots“. 
Er beschäftigt sich aber auch mit den geopolitischen Folgen des Iran-Krieges und der Schließung der Straße von Hormus auf die zukünftige globale Energiepolitik. Ausgerechnet Drill-Baby-Drill-Donald-Trump hat dem Ausbau erneuerbarer Energien mit diesem Krieg einen Bärendienst erwiesen. 
Zuletzt geht es um den ökologischen Fußabdruck von Kriegen – besonders in der Nahostregion und die Umweltkosten, die der Iran- Libanon oder Gaza-Krieg verursacht hat.
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      <title>#7 Aktuelle Analyse: Iran-Deal: Verlierer, Gewinner und Spoiler</title>
      <description><![CDATA[<p>Viele Details des US-Iran-Abkommens sind nach dem Jetzt-Stand noch unklar, und selbst nach der Unterzeichnung bleibt vieles offen. Beide Seiten stellen den Deal in ihrer Öffentlichkeit als Sieg dar, analysiert Karim El-Gawhary. </p>
<p>Bisher bekannte Kernpunkte des US-Iran Deals sind eine Waffenruhe auf allen Fronten, die nach iranischer Forderung ausdrücklich den Libanon beinhaltet. Außerdem soll die US-Seeblockade und im Gegenzug die Schließung der Straße von Hormus beendet werden. Innerhalb von 60 Tagen sollen dann die Atomverhandlungen beginnen. Unklarheiten gibt es bei den Sanktionen gegen den Iran und bie der Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.</p>
<p>Trump befindet sich in einer schwierigen Lage. Der Deal stellt zunächst eher den Zustand vor dem Krieg wieder her. Beim Atomprogramm muss Trump erst wieder das Niveau des Obama-Abkommens erreichen. Es ist fraglich, ob er das politisch als „Sieg“ verkaufen kann</p>
<p>Die Umsetzung wird nicht einfach. Beide Seiten halten Druckmittel zurück. Die USA die Sanktionen und Iran der Atomverhandlungen. Schon kleine Verstöße könnten das Abkommen kippen</p>
<p>Die Achillesferse ist der Libanon. Israel bleibt dort militärisch präsent. Die Hisbollah sieht israelische Truppen als legitime Ziele. Das Eskalationsrisiko bleibt damit hoch. Allerdings kontrolliert der Iran die Hisbollah, während es fraglich bleibt, ob Trump seinen israelischen Alliierten einbremsen kann. Teile der israelischen Regierung lehnen das Abkommen offen ab. Netanjahu könnte den Deal aktiv unterlaufen</p>
<p>Das wird zu Spannungen zwischen Trump und Netanjahu führen. Trump ist auf Israels Verhalten angewiesen, hat aber begrenzten Einfluss auf Netanjahu. Der entwickelt sich zunehmend zur politischen Belastung für Trump.</p>
<p>Fazit: Das Abkommen ist ein fragiler Zwischenstand. Entscheidend wird sein, ob es im Libanon hält – dort könnte sich entscheiden, ob der Deal Bestand hat oder scheitert.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 15:23:48 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Produktion: Felix Tappeiner, Musik: Nour Ashour)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/7-aktuelle-analyse-iran-deal-verlierer-gewinner-und-spoiler-x6xDtIUE</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Viele Details des US-Iran-Abkommens sind nach dem Jetzt-Stand noch unklar, und selbst nach der Unterzeichnung bleibt vieles offen. Beide Seiten stellen den Deal in ihrer Öffentlichkeit als Sieg dar, analysiert Karim El-Gawhary. </p>
<p>Bisher bekannte Kernpunkte des US-Iran Deals sind eine Waffenruhe auf allen Fronten, die nach iranischer Forderung ausdrücklich den Libanon beinhaltet. Außerdem soll die US-Seeblockade und im Gegenzug die Schließung der Straße von Hormus beendet werden. Innerhalb von 60 Tagen sollen dann die Atomverhandlungen beginnen. Unklarheiten gibt es bei den Sanktionen gegen den Iran und bie der Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.</p>
<p>Trump befindet sich in einer schwierigen Lage. Der Deal stellt zunächst eher den Zustand vor dem Krieg wieder her. Beim Atomprogramm muss Trump erst wieder das Niveau des Obama-Abkommens erreichen. Es ist fraglich, ob er das politisch als „Sieg“ verkaufen kann</p>
<p>Die Umsetzung wird nicht einfach. Beide Seiten halten Druckmittel zurück. Die USA die Sanktionen und Iran der Atomverhandlungen. Schon kleine Verstöße könnten das Abkommen kippen</p>
<p>Die Achillesferse ist der Libanon. Israel bleibt dort militärisch präsent. Die Hisbollah sieht israelische Truppen als legitime Ziele. Das Eskalationsrisiko bleibt damit hoch. Allerdings kontrolliert der Iran die Hisbollah, während es fraglich bleibt, ob Trump seinen israelischen Alliierten einbremsen kann. Teile der israelischen Regierung lehnen das Abkommen offen ab. Netanjahu könnte den Deal aktiv unterlaufen</p>
<p>Das wird zu Spannungen zwischen Trump und Netanjahu führen. Trump ist auf Israels Verhalten angewiesen, hat aber begrenzten Einfluss auf Netanjahu. Der entwickelt sich zunehmend zur politischen Belastung für Trump.</p>
<p>Fazit: Das Abkommen ist ein fragiler Zwischenstand. Entscheidend wird sein, ob es im Libanon hält – dort könnte sich entscheiden, ob der Deal Bestand hat oder scheitert.</p>
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      <itunes:summary>Noch sind viele Details über den genauen Inhalt des Abkommens zwischen den USA und dem Iran unklar. Aber es ist schwer, sich vorzustellen, dass US-Präsident Donald Trump das Ganze als einen Sieg verkaufen kann, mit dem er seinen Krieg gegen den Iran im Nachhinein rechtfertigen kann. Doch selbst, ob das, was nun am Freitag unterschrieben wird hält, ist fraglich. Die Achillesferse des Abkommens befindet sich im Libanon. Dort kann der israelische Premier Benjamin Netanjahu das Erreichte jederzeit torpedieren.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Noch sind viele Details über den genauen Inhalt des Abkommens zwischen den USA und dem Iran unklar. Aber es ist schwer, sich vorzustellen, dass US-Präsident Donald Trump das Ganze als einen Sieg verkaufen kann, mit dem er seinen Krieg gegen den Iran im Nachhinein rechtfertigen kann. Doch selbst, ob das, was nun am Freitag unterschrieben wird hält, ist fraglich. Die Achillesferse des Abkommens befindet sich im Libanon. Dort kann der israelische Premier Benjamin Netanjahu das Erreichte jederzeit torpedieren.</itunes:subtitle>
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      <title>#6 Das vergessene Gaza: zwei österreichische Einsatzleiter berichten über die humanitäre Lage - mit Jürgen Högl und Marcus Bachmann</title>
      <description><![CDATA[<p>Karim El-Gawhary eröffnet die Folge „Im Schatten des Irankrieges“ mit dem Hinweis, dass der Krieg gegen Iran, die Lage am Golf und die Sperre der Straße von Hormus die Situation in Gaza aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt haben, obwohl dort weiterhin mehr als zwei Millionen Menschen in einer politisch verursachten Notlage leben. Jürgen Högl vom Österreichischen Roten Kreuz und Marcus Bachmann von Ärzte ohne Grenzen erklären, dass sich die Lage auch nach dem vereinbarten Waffenstillstandsplan letzten Oktober nicht verbessert hat. Die israelische Armee kontrolliert große Teile des Gazastreifens, Übergänge bleiben weitgehend geschlossen und Hilfslieferungen liegen weit unter dem Bedarf.</p>
<p>Sie zeigen auf, wie der Fokus auf die „Zahl der LKWs“ als Kennziffer die tatsächliche Versorgungslage verschleiert, da Lastwagen kleiner geworden sind, kommerzielle Waren mitgezählt werden und viele humanitär essenzielle Güter wegen willkürlich gehandhabter Verbote an der Grenze scheitern.</p>
<p>Anhand konkreter Beispiele – von Desinfektionsmitteln und Plastikteilen für Sauerstoffkonzentratoren über Medikamente bis hin zu Rollstühlen und Krücken – machen die Gesprächspartner deutlich, dass Krankenhaus-Hygiene, Intensivmedizin, Brandverletztenversorgung und Reha-Strukturen strukturell sabotiert werden und dadurch vermeidbare Todesfälle in großer Zahl auftreten.</p>
<p>Ausführlich beschrieben werden die Folgen für die Zivilbevölkerung: Familien, die entscheiden müssen, nicht wie viel man isst, sondern wer isst, schwere Mangelernährung bei Schwangeren und Neugeborenen, überfüllte Brutkästen, prekäre Unterkünfte, Ratten- und Ungezieferplagen, zusammenbrechende Wasser- und Abwassersysteme sowie improvisierte Latrinen, die die Menschen in einen Teufelskreis aus Krankheit und Verwundbarkeit treiben.</p>
<p>Bachmann und Högl betonen, dass weder das Wasser- noch das Gesundheitssystem technische, sondern vor allem politische Probleme haben: Diesel, Schmieröl, Ersatzteile, Generatoren und Pumpen werden blockiert, während humanitäre Mindeststandards bei Wasser, Müllentsorgung und Sanitärversorgung klar verfehlt werden und internationale Akteure wie Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und UNRWA an Kapazitätsgrenzen stoßen.</p>
<p>Im Gespräch reflektieren die Gäste ihre persönliche Frustration darüber, mit voll beladenen Hilfskonvois „vor verschlossenen Türen“ zu stehen, und warnen vor einer globalen „Dehumanisierung“ der Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza, die sie als menschengemachte Katastrophe beschreiben, deren Beendigung und deren humanitäre Linderung durch politisches Handeln – auch seitens der EU, Österreichs und regionaler Nachbarn – jederzeit möglich wäre.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 05:56:39 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary, Marcus Bachmann, Jürgen Högl)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/das-vergessene-gaza-zwei-osterreichische-einsatzleiter-berichten-uber-die-humanitare-lage-mit-jurgen-hogl-und-marcus-bachmann-vKQhDwBx</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Karim El-Gawhary eröffnet die Folge „Im Schatten des Irankrieges“ mit dem Hinweis, dass der Krieg gegen Iran, die Lage am Golf und die Sperre der Straße von Hormus die Situation in Gaza aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt haben, obwohl dort weiterhin mehr als zwei Millionen Menschen in einer politisch verursachten Notlage leben. Jürgen Högl vom Österreichischen Roten Kreuz und Marcus Bachmann von Ärzte ohne Grenzen erklären, dass sich die Lage auch nach dem vereinbarten Waffenstillstandsplan letzten Oktober nicht verbessert hat. Die israelische Armee kontrolliert große Teile des Gazastreifens, Übergänge bleiben weitgehend geschlossen und Hilfslieferungen liegen weit unter dem Bedarf.</p>
<p>Sie zeigen auf, wie der Fokus auf die „Zahl der LKWs“ als Kennziffer die tatsächliche Versorgungslage verschleiert, da Lastwagen kleiner geworden sind, kommerzielle Waren mitgezählt werden und viele humanitär essenzielle Güter wegen willkürlich gehandhabter Verbote an der Grenze scheitern.</p>
<p>Anhand konkreter Beispiele – von Desinfektionsmitteln und Plastikteilen für Sauerstoffkonzentratoren über Medikamente bis hin zu Rollstühlen und Krücken – machen die Gesprächspartner deutlich, dass Krankenhaus-Hygiene, Intensivmedizin, Brandverletztenversorgung und Reha-Strukturen strukturell sabotiert werden und dadurch vermeidbare Todesfälle in großer Zahl auftreten.</p>
<p>Ausführlich beschrieben werden die Folgen für die Zivilbevölkerung: Familien, die entscheiden müssen, nicht wie viel man isst, sondern wer isst, schwere Mangelernährung bei Schwangeren und Neugeborenen, überfüllte Brutkästen, prekäre Unterkünfte, Ratten- und Ungezieferplagen, zusammenbrechende Wasser- und Abwassersysteme sowie improvisierte Latrinen, die die Menschen in einen Teufelskreis aus Krankheit und Verwundbarkeit treiben.</p>
<p>Bachmann und Högl betonen, dass weder das Wasser- noch das Gesundheitssystem technische, sondern vor allem politische Probleme haben: Diesel, Schmieröl, Ersatzteile, Generatoren und Pumpen werden blockiert, während humanitäre Mindeststandards bei Wasser, Müllentsorgung und Sanitärversorgung klar verfehlt werden und internationale Akteure wie Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und UNRWA an Kapazitätsgrenzen stoßen.</p>
<p>Im Gespräch reflektieren die Gäste ihre persönliche Frustration darüber, mit voll beladenen Hilfskonvois „vor verschlossenen Türen“ zu stehen, und warnen vor einer globalen „Dehumanisierung“ der Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza, die sie als menschengemachte Katastrophe beschreiben, deren Beendigung und deren humanitäre Linderung durch politisches Handeln – auch seitens der EU, Österreichs und regionaler Nachbarn – jederzeit möglich wäre.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Im Schatten des Irankrieges richtet Karim El-Gawhary den Fokus auf die weitgehend vergessene humanitäre Katastrophe im Gazastreifen und spricht mit Jürgen Högl (Rotes Kreuz) und Markus Bachmann (Ärzte ohne Grenzen) über ihre Arbeit und ihren Frust: Prall gefüllte Lager in Ägypten mit humanitären Gütern stehen leeren Spitälern und Lagern in Gaza gegenüber. „Es ist, wie an Tür zu stehen und im Rücken Lastwagenladungen, hunderte von Tonnen von Hilfsgütern zu haben, aber die Tür ist verschlossen. Und das ist nicht die Folge logistischer Schwierigkeiten, sondern politischer Entscheidungen Israels, welche Hilfe reinkommen darf und welche nicht. 
Die Gäste beschreiben dramatische Folgen wie Mangelernährung, kollabierende Wasser- und Gesundheitssysteme, verwehrte medizinische Evakuierungen. Sie sprechen von einer noch nie dagewesenen Ratten- und Ungezieferplage aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Im Schatten des Irankrieges richtet Karim El-Gawhary den Fokus auf die weitgehend vergessene humanitäre Katastrophe im Gazastreifen und spricht mit Jürgen Högl (Rotes Kreuz) und Markus Bachmann (Ärzte ohne Grenzen) über ihre Arbeit und ihren Frust: Prall gefüllte Lager in Ägypten mit humanitären Gütern stehen leeren Spitälern und Lagern in Gaza gegenüber. „Es ist, wie an Tür zu stehen und im Rücken Lastwagenladungen, hunderte von Tonnen von Hilfsgütern zu haben, aber die Tür ist verschlossen. Und das ist nicht die Folge logistischer Schwierigkeiten, sondern politischer Entscheidungen Israels, welche Hilfe reinkommen darf und welche nicht. 
Die Gäste beschreiben dramatische Folgen wie Mangelernährung, kollabierende Wasser- und Gesundheitssysteme, verwehrte medizinische Evakuierungen. Sie sprechen von einer noch nie dagewesenen Ratten- und Ungezieferplage aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse.</itunes:subtitle>
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      <title>#5 Warum Österreich die Freude am Sitz im UN-Sicherheitsrat schnell vergehen könnte</title>
      <description><![CDATA[<p>Was wird passieren, wenn die österreichische Doppelmoral in Sachen Völkerrecht nun auch verstärkt auf internationaler Bühne sichtbar wird? Dieser Frage geht Karim El-Gawhary in dieser Folge nach, nachdem Österreich einen Sitz im UN-Sicherheitstat erhalten hat. Das Messen im Völkerrecht mit zweierlei Maß, ob in Israel, Gaza, dem Libanon oder auch bei amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran, ist in der österreichischen Außenpolitik das gleiche, das Deutschland seine internationale Glaubwürdigkeit und seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat gekostet hat. Der einzige Unterschied ist, argumentiert El-Gawhary, dass das kleine Österreich mit seiner Doppelmoral bisher im deutschen Windschatten global weniger wahrgenommen wurde.</p>
<p>Aber der österreichische Sitz im UN-Sicherheitsrat wird das ändern. Und nicht nur das: Die israelische Regierung, glaubt El-Gawhary, wird versuchen, das kleine Österreich als einen der wenigen verbliebenen Verbündeten im Sicherheitsrat unter Druck zu setzten und zu instrumentalisieren.</p>
<p>Aber der österreichische Sitz im UN-Sicherheitsrat wird auch die internationale Wahrnehmung der österreichischen Außenpolitik mit seinen Doppelstandards sicherlich vergrößern. Und nicht nur das: Die israelische Regierung wird versuchen, das kleine Österreich als einen der wenigen verbliebenen Verbündeten im Sicherheitsrat unter Druck zu setzten und zu instrumentalisieren.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Tue, 9 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/5-warum-osterreich-die-freude-am-sitz-im-un-sicherheitsrat-schnell-vergehen-konnte-y8UCjsCl</link>
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<p>Aber der österreichische Sitz im UN-Sicherheitsrat wird das ändern. Und nicht nur das: Die israelische Regierung, glaubt El-Gawhary, wird versuchen, das kleine Österreich als einen der wenigen verbliebenen Verbündeten im Sicherheitsrat unter Druck zu setzten und zu instrumentalisieren.</p>
<p>Aber der österreichische Sitz im UN-Sicherheitsrat wird auch die internationale Wahrnehmung der österreichischen Außenpolitik mit seinen Doppelstandards sicherlich vergrößern. Und nicht nur das: Die israelische Regierung wird versuchen, das kleine Österreich als einen der wenigen verbliebenen Verbündeten im Sicherheitsrat unter Druck zu setzten und zu instrumentalisieren.</p>
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      <itunes:title>#5 Warum Österreich die Freude am Sitz im UN-Sicherheitsrat schnell vergehen könnte</itunes:title>
      <itunes:author>Karim El-Gawhary</itunes:author>
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      <itunes:summary>Die Freude in Österreich ist groß: Das Land ist für zwei Jahre in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Das große Nachbarland Deutschland hat es dagegen nicht ins höchste UN-Gremium geschafft. In dieser Episode erklärt Karim El-Gawhary, warum der österreichischen Diplomatie die Freude allerdings schnell vergehen könnte. Das kleine Österreich ist bisher im Windschatten des großen Deutschlands global einfach weniger wahrgenommen worden. Der Sitz im UN-Sicherheitsrat wird nun schnell die gleichen österreichischen Doppelstandards im Völkerrecht offenlegen, in Sachen Israel, Gaza, Westjordanland, Libanon und dem Iraq. Und diesmal wird das international nicht deutsche, sondern österreichische Glaubwürdigkeit kosten.  So könnte der Segen des Sitzes im Sicherheitsrat ganz schnell zum Fluch der österreichischen Außenpolitik werden.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Die Freude in Österreich ist groß: Das Land ist für zwei Jahre in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Das große Nachbarland Deutschland hat es dagegen nicht ins höchste UN-Gremium geschafft. In dieser Episode erklärt Karim El-Gawhary, warum der österreichischen Diplomatie die Freude allerdings schnell vergehen könnte. Das kleine Österreich ist bisher im Windschatten des großen Deutschlands global einfach weniger wahrgenommen worden. Der Sitz im UN-Sicherheitsrat wird nun schnell die gleichen österreichischen Doppelstandards im Völkerrecht offenlegen, in Sachen Israel, Gaza, Westjordanland, Libanon und dem Iraq. Und diesmal wird das international nicht deutsche, sondern österreichische Glaubwürdigkeit kosten.  So könnte der Segen des Sitzes im Sicherheitsrat ganz schnell zum Fluch der österreichischen Außenpolitik werden.</itunes:subtitle>
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      <title>#4 Über den neuen Iran-Israel-Krieg und Trumps Test</title>
      <description><![CDATA[<p>Karim El-Gawhary beschreibt in dieser Episode ein neues Eskalationsniveau im Iran-Israel-Konflikt: Nach israelischen Angriffen auf Beirut greift der Iran nun direkt Israel mit Raketen an, woraufhin Israel wiederum Ziele im Iran bombardiert. Zentral ist die Strategie Irans, die libanesische und iranische Front untrennbar miteinander zu verbinden: Nur wenn der Krieg im Libanon endet, sollen auch im Iran die Waffen schweigen und ein Abkommen mit den USA möglich werden. Aus Sicht Teherans ist der aktuelle Waffengang ein bewusster Test, ob Trump in der Lage und willens ist, Netanjahu im Libanon zu stoppen, oder ob Israel weiterhin jeden Ausgleich zwischen Washington und Teheran sabotieren kann.</p>
<p>Gelingt es Trump nicht, Israel im Libanon zu bremsen, droht laut El-Gawhary eine weitere Eskalation – von möglichen iranischen Aktionen an der Meerenge Bab el-Mandab bis hin zu Angriffen auf Ölanlagen und Pipelines am Golf, die derzeit die Sperrung der Straße von Hormuz umgehen. El-Gawhary schließt mit der Einschätzung, dass Trump an einem entscheidenden Kreuzweg steht: Entweder investiert er ernsthaft politisches Kapital, um den Krieg im Libanon zu stoppen, oder er riskiert langfristig eine noch tiefere Verstrickung der USA in einen direkten Krieg mit dem Iran.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 8 Jun 2026 12:55:27 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/4-uber-den-neuen-iran-israel-krieg-und-trumps-test-ZZqlBqPl</link>
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<p>Gelingt es Trump nicht, Israel im Libanon zu bremsen, droht laut El-Gawhary eine weitere Eskalation – von möglichen iranischen Aktionen an der Meerenge Bab el-Mandab bis hin zu Angriffen auf Ölanlagen und Pipelines am Golf, die derzeit die Sperrung der Straße von Hormuz umgehen. El-Gawhary schließt mit der Einschätzung, dass Trump an einem entscheidenden Kreuzweg steht: Entweder investiert er ernsthaft politisches Kapital, um den Krieg im Libanon zu stoppen, oder er riskiert langfristig eine noch tiefere Verstrickung der USA in einen direkten Krieg mit dem Iran.</p>
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      <itunes:author>Karim El-Gawhary</itunes:author>
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      <itunes:summary>In dieser Folge ordnet Karim El-Gawhary die jüngste Eskalation zwischen Iran und Israel ein, bei der direkte iranische Raketenangriffe auf Israel und israelische Luftschläge auf den Iran aufeinanderfolgen. Er erklärt, warum Teheran die libanesische und iranische Front bewusst miteinander verknüpft und den Konflikt als Test dafür nutzt, ob US-Präsident Donald Trump den israelischen Premier Netanjahu im Libanon tatsächlich stoppen kann oder will. El-Gawhary zeigt auf, welche politischen und militärischen Optionen Trump hat – und welche regionalen Eskalationsszenarien drohen, wenn es nicht zu einem echten Ende des Krieges im Libanon kommt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>In dieser Folge ordnet Karim El-Gawhary die jüngste Eskalation zwischen Iran und Israel ein, bei der direkte iranische Raketenangriffe auf Israel und israelische Luftschläge auf den Iran aufeinanderfolgen. Er erklärt, warum Teheran die libanesische und iranische Front bewusst miteinander verknüpft und den Konflikt als Test dafür nutzt, ob US-Präsident Donald Trump den israelischen Premier Netanjahu im Libanon tatsächlich stoppen kann oder will. El-Gawhary zeigt auf, welche politischen und militärischen Optionen Trump hat – und welche regionalen Eskalationsszenarien drohen, wenn es nicht zu einem echten Ende des Krieges im Libanon kommt.</itunes:subtitle>
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      <title>#3 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 2</title>
      <description><![CDATA[<p>Im zweiten Teil des Gesprächs von Karim El-Gawhary mit seinem Vater Magdi El-Gawhary geht es wieder um die persönliche Familiengeschichte rund um das Olympia-Attentat von 1972 und dessen Nachwirkungen in Deutschland und Ägypten. Magdi El-Gawhary schildert die traumatische Nacht-und-Nebel-Aktion, seine Jahre fern der Familie und den langen Rechtsstreit, der erst nach Jahrzehnten in ein garantiertes Aufenthaltsrecht und später die Einbürgerung mündet.</p>
<p>Im Gespräch geht es auch darum, warum die Idee die Geiseln und Täter nach Kairo auszufliegen und dort zu trennen gescheitert ist. Die Geiseln hätten gerettet werden können, aber die israelische Staatsdoktrin nicht mit Terroristen zu verhandeln und das Ziel der deutschen Politik, die Olympischen Spiele um jeden Preis fortzusetzen, hätten das verhindert, argumentiert Magdi.</p>
<p>Er erzählt auch von späteren Begegnungen mit einem damaligen jungen Polizisten, der bei der gescheiterten Befreiungsaktion am Flughafen von Fürstenfeldbruck dabei war, einem Treffen mit  der PLO-Führungsperson Abu Iyad, der als Drahtzieher des Anschlags galt, sowie mit Ankie Spitzer, der Sprecherin der Angehörigen der damals getöteten israelischen Athleten. Kritisch diskutiert werden die dilettantische deutsche Sicherheitsplanung, ungeklärte Fragen rund um die Fehlinformation über angeblich befreite Geiseln, sowie die unzureichende Aufarbeitung des Anschlags sowie die verbliebenen Fragen, die bis heute ungeklärt sind.</p>
<p>Die Folge thematisiert außerdem, wie das Olympia-Attentat und die Ausweisung des Vaters die Kindheit von Karim El-Gawhary prägten, wie seine frühen Begegnungen mit Journalisten dazu führten, selbst diesen Beruf zu ergreifen. Zum Schluss reflektieren beide, wie das Stück Zeitgeschichte und dessen Folgen sich mit ihrer privaten Biografie und Familiengeschichte verschränkt haben.</p>
<p><strong>Links zur Folge:</strong></p>
<p><a href="https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/1-interview-mit-meinem-vater-uber-das-attentat-von-munchen-1972-teil-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#1 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 1</a></p>
<p>Kamera: Aiman Atef</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Thu, 4 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary, Magdi El-Gawhary)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/3-interview-mit-meinem-vater-uber-das-attentat-von-munchen-1972-teil-2-To_FL2hf</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Teil des Gesprächs von Karim El-Gawhary mit seinem Vater Magdi El-Gawhary geht es wieder um die persönliche Familiengeschichte rund um das Olympia-Attentat von 1972 und dessen Nachwirkungen in Deutschland und Ägypten. Magdi El-Gawhary schildert die traumatische Nacht-und-Nebel-Aktion, seine Jahre fern der Familie und den langen Rechtsstreit, der erst nach Jahrzehnten in ein garantiertes Aufenthaltsrecht und später die Einbürgerung mündet.</p>
<p>Im Gespräch geht es auch darum, warum die Idee die Geiseln und Täter nach Kairo auszufliegen und dort zu trennen gescheitert ist. Die Geiseln hätten gerettet werden können, aber die israelische Staatsdoktrin nicht mit Terroristen zu verhandeln und das Ziel der deutschen Politik, die Olympischen Spiele um jeden Preis fortzusetzen, hätten das verhindert, argumentiert Magdi.</p>
<p>Er erzählt auch von späteren Begegnungen mit einem damaligen jungen Polizisten, der bei der gescheiterten Befreiungsaktion am Flughafen von Fürstenfeldbruck dabei war, einem Treffen mit  der PLO-Führungsperson Abu Iyad, der als Drahtzieher des Anschlags galt, sowie mit Ankie Spitzer, der Sprecherin der Angehörigen der damals getöteten israelischen Athleten. Kritisch diskutiert werden die dilettantische deutsche Sicherheitsplanung, ungeklärte Fragen rund um die Fehlinformation über angeblich befreite Geiseln, sowie die unzureichende Aufarbeitung des Anschlags sowie die verbliebenen Fragen, die bis heute ungeklärt sind.</p>
<p>Die Folge thematisiert außerdem, wie das Olympia-Attentat und die Ausweisung des Vaters die Kindheit von Karim El-Gawhary prägten, wie seine frühen Begegnungen mit Journalisten dazu führten, selbst diesen Beruf zu ergreifen. Zum Schluss reflektieren beide, wie das Stück Zeitgeschichte und dessen Folgen sich mit ihrer privaten Biografie und Familiengeschichte verschränkt haben.</p>
<p><strong>Links zur Folge:</strong></p>
<p><a href="https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/1-interview-mit-meinem-vater-uber-das-attentat-von-munchen-1972-teil-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#1 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 1</a></p>
<p>Kamera: Aiman Atef</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:title>#3 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 2</itunes:title>
      <itunes:author>Karim El-Gawhary, Magdi El-Gawhary</itunes:author>
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      <itunes:summary>Im zweiten Teil des Gesprächs von Karim El-Gawhary mit seinem Vater Magdi El-Gawhary geht es wieder um die persönliche Familiengeschichte rund um das Olympia-Attentat von 1972, bei dem Magdi zwischen Behörden und Attentätern vermittelt hatte. Es geht um seine anschließende Ausweisung aus Deutschland sowie den jahrzehntelangen juristischen Kampf um Rückkehr und Anerkennung.
Zugleich reflektiert Magdi über ein halbes Jahrhundert später über die Ereignisse. Er erzählt auch von seinem späteren Treffen mit Abu Iyad, einem der PLO-Drahtzieher des Attentats und mit Ankie Spitzer, der Sprecherin der Angehörigen der damals getöteten israelischen Olympia-Sportlern. Beide sind sich einig, dass es bis heute zum Olympia-Attentat viele offene Fragen gibt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Im zweiten Teil des Gesprächs von Karim El-Gawhary mit seinem Vater Magdi El-Gawhary geht es wieder um die persönliche Familiengeschichte rund um das Olympia-Attentat von 1972, bei dem Magdi zwischen Behörden und Attentätern vermittelt hatte. Es geht um seine anschließende Ausweisung aus Deutschland sowie den jahrzehntelangen juristischen Kampf um Rückkehr und Anerkennung.
Zugleich reflektiert Magdi über ein halbes Jahrhundert später über die Ereignisse. Er erzählt auch von seinem späteren Treffen mit Abu Iyad, einem der PLO-Drahtzieher des Attentats und mit Ankie Spitzer, der Sprecherin der Angehörigen der damals getöteten israelischen Olympia-Sportlern. Beide sind sich einig, dass es bis heute zum Olympia-Attentat viele offene Fragen gibt.</itunes:subtitle>
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      <title>#2 Über Israels Vormarsch im Libanon</title>
      <description><![CDATA[<p>Karim El-Gawhary nimmt die Hörerinnen und Hörer mit nach Libanon und beschreibt, wie die israelische Armee mit massiven Angriffen und einem Vormarsch bis zur Kreuzritterburg Beaufort einen gefährlichen Kurs fährt, der stark an die Besatzung des Südlibanon von 1982 bis 2000 erinnert. Er legt dar, dass Israels politische Rechnung nur aufgehen könnte, wenn die schwache libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnet – ein Szenario, das er als unrealistisch und potenziell bürgerkriegsgefährdend bewertet. Zugleich erklärt El-Gawhary, wie die erneute Präsenz israelischer Truppen der Hisbollah als „Schutzmacht“ der schiitischen Bevölkerung neue Legitimität und ein riesiges Rekrutierungspotenzial verschafft. Auf diplomatischer Ebene zeigt er, wie der Iran die Verhandlungen mit den USA aussetzt, solange kein echter Waffenstillstand im Libanon erreicht ist, und wie Donald Trumps Versuche, einen fragilen Waffenstillstand zu vermitteln, an den Realitäten vor Ort zu scheitern drohen. Am Ende warnt El-Gawhary mit Verweis auf den israelischen Kolumnisten Gideon Levy vor einem dramatischen Moment, in dem sich entscheidet, ob Israel in einen umfassenden Libanonkrieg und damit in eine erneute Eskalation mit Iran und im gesamten Nahen Osten steuert.</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 3 Jun 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary)</author>
      <link>https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/2-uber-israels-vormarsch-im-libanon-WQ3DH6Pa</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Karim El-Gawhary nimmt die Hörerinnen und Hörer mit nach Libanon und beschreibt, wie die israelische Armee mit massiven Angriffen und einem Vormarsch bis zur Kreuzritterburg Beaufort einen gefährlichen Kurs fährt, der stark an die Besatzung des Südlibanon von 1982 bis 2000 erinnert. Er legt dar, dass Israels politische Rechnung nur aufgehen könnte, wenn die schwache libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnet – ein Szenario, das er als unrealistisch und potenziell bürgerkriegsgefährdend bewertet. Zugleich erklärt El-Gawhary, wie die erneute Präsenz israelischer Truppen der Hisbollah als „Schutzmacht“ der schiitischen Bevölkerung neue Legitimität und ein riesiges Rekrutierungspotenzial verschafft. Auf diplomatischer Ebene zeigt er, wie der Iran die Verhandlungen mit den USA aussetzt, solange kein echter Waffenstillstand im Libanon erreicht ist, und wie Donald Trumps Versuche, einen fragilen Waffenstillstand zu vermitteln, an den Realitäten vor Ort zu scheitern drohen. Am Ende warnt El-Gawhary mit Verweis auf den israelischen Kolumnisten Gideon Levy vor einem dramatischen Moment, in dem sich entscheidet, ob Israel in einen umfassenden Libanonkrieg und damit in eine erneute Eskalation mit Iran und im gesamten Nahen Osten steuert.</p>
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      <itunes:title>#2 Über Israels Vormarsch im Libanon</itunes:title>
      <itunes:author>Karim El-Gawhary</itunes:author>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von „Nahost. Nah dran.“ analysiert Karim El-Gawhary die massiven israelischen Angriffe im Libanon und fragt, ob Premierminister Benjamin Netanjahu damit einen politischen Gewinn erzielen kann. Er zeigt, wie der militärische Vormarsch Israels im Südlibanon an die Besatzung von 1982–2000 erinnert und paradoxerweise der Hisbollah neue Legitimität verschafft. Gleichzeitig beleuchtet er, wie der Konflikt die Verhandlungen zwischen den USA und Iran torpediert und den gesamten Nahen Osten an den Rand einer weiteren Eskalation bringt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>In dieser Folge von „Nahost. Nah dran.“ analysiert Karim El-Gawhary die massiven israelischen Angriffe im Libanon und fragt, ob Premierminister Benjamin Netanjahu damit einen politischen Gewinn erzielen kann. Er zeigt, wie der militärische Vormarsch Israels im Südlibanon an die Besatzung von 1982–2000 erinnert und paradoxerweise der Hisbollah neue Legitimität verschafft. Gleichzeitig beleuchtet er, wie der Konflikt die Verhandlungen zwischen den USA und Iran torpediert und den gesamten Nahen Osten an den Rand einer weiteren Eskalation bringt.</itunes:subtitle>
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      <title>#1 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 1</title>
      <description><![CDATA[<p>Ein sehr persönliches Gespräch mit dem eigenen Vater Magdi, der bei Olympia-Anschlag 1972 zwischen den deutschen Behörden und den palästinensischen Attentätern vermittelt hat. Das Gespräch zwischen Vater und Sohn beleuchtet nicht nur die dramatischen Ereignisse rund um den Anschlag, sondern auch dessen langfristige Auswirkungen auf die Familie und wirft kritische Fragen zur offiziellen Aufarbeitung auf.</p>
<p>Am 5. September 1972 überfiel ein palästinensisches Kommando der Organisation “Schwarzer September” das israelische Quartier im Olympiadorf München und nahmen elf Athleten als Geiseln, zwei wurden sofort erschossen. Der damals 31-jährige Magdi El-Gawhary wurde als Nahost-Experte vom Auswärtigen Amt als Vermittler eingesetzt und führte Gespräche mit dem Führer Issa, um eine friedliche Lösung zu erreichen. Gemeinsam mit arabischen Diplomaten entwickelte er einen Ausreiseplan nach Ägypten, doch stattdessen endete die Geiselnahme in einer katastrophal gescheiterten Befreiungsaktion am Flughafen Fürstenfeldbruck mit 17 Toten. Trotz Dankesschreibens des Auswärtigen Amts wurde Magdi zwei Wochen später in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgewiesen und verbrachte zweieinhalb Jahre im ägyptischen Exil. Nach einem zehnjährigen Rechtsstreit erhielt er ein garantiertes Aufenthaltsrecht, erst 20 Jahre nach der Ausweisung wurde er eingebürgert.</p>
<p>Kamera: Aiman Atef</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 27 May 2026 11:13:22 +0000</pubDate>
      <author>office@stefanlassnig.at (Karim El-Gawhary, Magdi El-Gawhary)</author>
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<p>Am 5. September 1972 überfiel ein palästinensisches Kommando der Organisation “Schwarzer September” das israelische Quartier im Olympiadorf München und nahmen elf Athleten als Geiseln, zwei wurden sofort erschossen. Der damals 31-jährige Magdi El-Gawhary wurde als Nahost-Experte vom Auswärtigen Amt als Vermittler eingesetzt und führte Gespräche mit dem Führer Issa, um eine friedliche Lösung zu erreichen. Gemeinsam mit arabischen Diplomaten entwickelte er einen Ausreiseplan nach Ägypten, doch stattdessen endete die Geiselnahme in einer katastrophal gescheiterten Befreiungsaktion am Flughafen Fürstenfeldbruck mit 17 Toten. Trotz Dankesschreibens des Auswärtigen Amts wurde Magdi zwei Wochen später in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgewiesen und verbrachte zweieinhalb Jahre im ägyptischen Exil. Nach einem zehnjährigen Rechtsstreit erhielt er ein garantiertes Aufenthaltsrecht, erst 20 Jahre nach der Ausweisung wurde er eingebürgert.</p>
<p>Kamera: Aiman Atef</p>
<p><p>Musik: Nour Ashour</p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:title>#1 Interview mit meinem Vater: Über das Attentat von München 1972, Teil 1</itunes:title>
      <itunes:author>Karim El-Gawhary, Magdi El-Gawhary</itunes:author>
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      <itunes:summary>Karim El-Gawhary spricht in der ersten Folge seines Podcasts mit seinem Vater Magdi El-Gawhary über das Olympia-Attentat in München 1972. Magdi versuchte damals als Nahost-Experte zwischen deutschen Behörden und palästinensischen Attentätern zu vermitteln, wurde aber zwei Wochen später aus Deutschland ausgewiesen. Es ist das erste Mal, dass die beiden öffentlich über diese familiengeschichtliche Episode sprechen, die bis heute Fragen aufwirft.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Karim El-Gawhary spricht in der ersten Folge seines Podcasts mit seinem Vater Magdi El-Gawhary über das Olympia-Attentat in München 1972. Magdi versuchte damals als Nahost-Experte zwischen deutschen Behörden und palästinensischen Attentätern zu vermitteln, wurde aber zwei Wochen später aus Deutschland ausgewiesen. Es ist das erste Mal, dass die beiden öffentlich über diese familiengeschichtliche Episode sprechen, die bis heute Fragen aufwirft.</itunes:subtitle>
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