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    <title>Sonntags-Talk</title>
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    <copyright>SALZBURG24</copyright>
    <language>de-at</language>
    <pubDate>Sun, 10 Aug 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
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      <title>Sonntags-Talk</title>
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      <title>Eismacher Celal Karaarslan: &quot;Ich will mit Alpz Gelato eine Weltmarke werden&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wenn man in Salzburg an Eis denkt, dürften wohl viele Menschen an Celal Karaarslan und sein Alpz Gelato denken. Einst in Zell am See (Pinzgau) begonnen, gibt es seit nunmehr über fünf Jahren das Kaffeehaus am Platzl in der Linzer Gasse mitten in der Salzburger Altstadt. Doch Karaarslan ist mehr als ein Eisverkäufer. Er war schon zwei Mal Sieger beim weltweiten "Gelato Festival" und stellte heuer im Frühjahr einen offiziellen Guinness-Weltrekord mit den meisten Eissorten auf – und zwar 1.301. Darunter gibt es viele kuriose Sorten wie Sardellen oder Lachszitrone. Eigenen Angaben zufolge war Alpz Gelato außerdem das erste Geschäft mit Dubaischokolade-Eis im Sortiment</p><p>„Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt Karaarslan im Sonntagstalk bei SALZBURG24, der mit vier Jahren als Sohn eines Gastarbeiters nach Österreich kam. Mittlerweile führt er vier Filialen: Zwei in der Stadt Salzburg und zwei in der Türkei, dem Heimatland des 53-Jährigen. Dabei soll es aber nicht bleiben. Seine Pläne verrät Eismacher Karaarslan im Sonntagstalk-Podcast.</p><p><strong>Sonntagstalk mit Celal Karaarslan: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>Gab es – als du ein Kind war – ein bestimmtes Geschmackserlebnis, dass dich geprägt hat?</strong></p><p><i>In der Türkei, wo ich auf die Welt gekommen bin, gibt es extrem viele Haselnussplantagen. Und die haben mich eigentlich über mein ganzes Leben bis jetzt begleitet und mir auch zwei Preise beschert. Also die Haselnüsse sind schon etwas ganz Besonderes für mich. Ich habe bisher 148 verschiedene Haselnuss-Eissorten gemacht. </i></p><p><strong>Was bedeutet das Eis für dich ganz persönlich? Ist das mehr Genuss, mehr Handwerk oder auch mehr Experimentierfeld?</strong></p><p><i>Eigentlich alles. Bei mir ist es so: Sobald ich was mache und das Plafond erreiche, dann verliere ich die Lust daran. Bei Eis habe ich das noch nicht geschafft. Also trotz der ganzen Preise und diesem Weltrekord habe ich das immer noch nicht geschafft. Und es geht immer noch weiter. Mit 13 Jahren Erfahrung als Eismacher habe ich diesen Plafond noch nicht erreicht.</i></p><p><strong>Verspürst du überhaupt Druck oder Stress? </strong></p><p><i>Mittlerweile nicht mehr. Ich bin jetzt seit 31 Jahren selbstständig. Also am Anfang habe ich mich schon fertig gemacht. Ich habe nicht schlafen können, obwohl ich müde war. Aber mittlerweile mache ich einen Schritt nach dem anderen. Bevor ich das eine nicht erledigt habe, kommt das andere nicht her. Also da fange ich es erst gar nicht an. Es eine Einteilungssache und diese Einteilung passiert mir eigentlich ganz gut. Ich arbeite zwar viele Stunden und bin geistig und körperlich gefordert. Aber jetzt kann ich sehr gut damit umgehen.</i></p><p><strong>Hast du noch Ziele, wenn ihr schon so viel erreicht habt? </strong></p><p><i>Ja, ich will eine Weltmarke mit meinem Alpz Gelato werden. Das ist mein größter Wunsch.</i></p><p><strong>Was fehlt bis dahin noch? </strong></p><p><i>Ich glaube, es braucht noch ein bis zwei Jahre internationale Erfahrung und ein gutes Team. Wir sind jetzt ein sehr gutes Team, das ausreichend ist für das, was wir jetzt im Moment machen. Aber für eine internationale Marke brauche ich eine andere Art von Team, das ich mir noch aufbauen muss.</i></p><p>Der Sonntagstalk auf SALZBURG24 pausiert ein paar Wochen und ist Ende September wieder zurück. Bis dahin könnt ihr die älteren Ausgaben anhören mit spannenden Einblicken von lokalen Persönlichkeiten, bewegenden Geschichten und aktuellen Themen aus Salzburg und darüber hinaus. Viel Spaß beim Nachhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 10 Aug 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in Salzburg an Eis denkt, dürften wohl viele Menschen an Celal Karaarslan und sein Alpz Gelato denken. Einst in Zell am See (Pinzgau) begonnen, gibt es seit nunmehr über fünf Jahren das Kaffeehaus am Platzl in der Linzer Gasse mitten in der Salzburger Altstadt. Doch Karaarslan ist mehr als ein Eisverkäufer. Er war schon zwei Mal Sieger beim weltweiten "Gelato Festival" und stellte heuer im Frühjahr einen offiziellen Guinness-Weltrekord mit den meisten Eissorten auf – und zwar 1.301. Darunter gibt es viele kuriose Sorten wie Sardellen oder Lachszitrone. Eigenen Angaben zufolge war Alpz Gelato außerdem das erste Geschäft mit Dubaischokolade-Eis im Sortiment</p><p>„Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt Karaarslan im Sonntagstalk bei SALZBURG24, der mit vier Jahren als Sohn eines Gastarbeiters nach Österreich kam. Mittlerweile führt er vier Filialen: Zwei in der Stadt Salzburg und zwei in der Türkei, dem Heimatland des 53-Jährigen. Dabei soll es aber nicht bleiben. Seine Pläne verrät Eismacher Karaarslan im Sonntagstalk-Podcast.</p><p><strong>Sonntagstalk mit Celal Karaarslan: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>Gab es – als du ein Kind war – ein bestimmtes Geschmackserlebnis, dass dich geprägt hat?</strong></p><p><i>In der Türkei, wo ich auf die Welt gekommen bin, gibt es extrem viele Haselnussplantagen. Und die haben mich eigentlich über mein ganzes Leben bis jetzt begleitet und mir auch zwei Preise beschert. Also die Haselnüsse sind schon etwas ganz Besonderes für mich. Ich habe bisher 148 verschiedene Haselnuss-Eissorten gemacht. </i></p><p><strong>Was bedeutet das Eis für dich ganz persönlich? Ist das mehr Genuss, mehr Handwerk oder auch mehr Experimentierfeld?</strong></p><p><i>Eigentlich alles. Bei mir ist es so: Sobald ich was mache und das Plafond erreiche, dann verliere ich die Lust daran. Bei Eis habe ich das noch nicht geschafft. Also trotz der ganzen Preise und diesem Weltrekord habe ich das immer noch nicht geschafft. Und es geht immer noch weiter. Mit 13 Jahren Erfahrung als Eismacher habe ich diesen Plafond noch nicht erreicht.</i></p><p><strong>Verspürst du überhaupt Druck oder Stress? </strong></p><p><i>Mittlerweile nicht mehr. Ich bin jetzt seit 31 Jahren selbstständig. Also am Anfang habe ich mich schon fertig gemacht. Ich habe nicht schlafen können, obwohl ich müde war. Aber mittlerweile mache ich einen Schritt nach dem anderen. Bevor ich das eine nicht erledigt habe, kommt das andere nicht her. Also da fange ich es erst gar nicht an. Es eine Einteilungssache und diese Einteilung passiert mir eigentlich ganz gut. Ich arbeite zwar viele Stunden und bin geistig und körperlich gefordert. Aber jetzt kann ich sehr gut damit umgehen.</i></p><p><strong>Hast du noch Ziele, wenn ihr schon so viel erreicht habt? </strong></p><p><i>Ja, ich will eine Weltmarke mit meinem Alpz Gelato werden. Das ist mein größter Wunsch.</i></p><p><strong>Was fehlt bis dahin noch? </strong></p><p><i>Ich glaube, es braucht noch ein bis zwei Jahre internationale Erfahrung und ein gutes Team. Wir sind jetzt ein sehr gutes Team, das ausreichend ist für das, was wir jetzt im Moment machen. Aber für eine internationale Marke brauche ich eine andere Art von Team, das ich mir noch aufbauen muss.</i></p><p>Der Sonntagstalk auf SALZBURG24 pausiert ein paar Wochen und ist Ende September wieder zurück. Bis dahin könnt ihr die älteren Ausgaben anhören mit spannenden Einblicken von lokalen Persönlichkeiten, bewegenden Geschichten und aktuellen Themen aus Salzburg und darüber hinaus. Viel Spaß beim Nachhören!</p>
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      <itunes:summary>Er ist der wohl bekannteste Eismacher bzw. -Verkäufer Salzburgs: Celal Karaarslan hat mit seinen Kreationen renommierte Preise gewonnen und heuer einen Weltrekord für die meisten Sorten aufgestellt. Im Sonntagstalk gibt der 53-Jährige Einblick in seine Arbeit, erklärt seine Liebe zu Haselnüssen und schildert seine ambitionierten Pläne mit seiner Marke Alpz Gelato.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Er ist der wohl bekannteste Eismacher bzw. -Verkäufer Salzburgs: Celal Karaarslan hat mit seinen Kreationen renommierte Preise gewonnen und heuer einen Weltrekord für die meisten Sorten aufgestellt. Im Sonntagstalk gibt der 53-Jährige Einblick in seine Arbeit, erklärt seine Liebe zu Haselnüssen und schildert seine ambitionierten Pläne mit seiner Marke Alpz Gelato.</itunes:subtitle>
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      <title>Künftiger Rockhouse-Geschäftsführer Joni Zott: &quot;Ich starte in keine leichte Zeit&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Das Rockhouse im Salzburger Stadtteil Schallmoos gibt es bereits seit dem Jahr 1993. Es wurde von einem Team rund um den aktuellen Geschäftsführer Wolfgang Descho ins Leben gerufen. In den vergangenen 32 Jahren entwickelte es sich zu einem Veranstaltungshaus mit Fokus auf Rock- und Pop-Musik. Außerdem finden lokale Musiker:innen Möglichkeiten für Proben und Auftritte sowie Workshops zur Weiterbildung vor.</p><p>Mittlerweile übergeben die Rockhouse-Urgesteine an die nachfolgende Generation. Eingeleitet hat den Generationenwechsel im Jahr 2023 Programmchef Wolf Arrer, dessen Position Jonathan Zott übernommen hat. Mit dem Anfang Juli eingeleiteten Rückzug von Wolfgang Descho in die Pension wird Zott im Sommer 2026 als Geschäftsführer übernehmen. Der 39-jährige Musik-Manager war zuvor lange Zeit bei der Booking-Agentur Arcadia aktiv – im Rockhouse findet Zott nun ein gut eingespieltes Team vor und steht dabei dennoch auch vor Herausforderungen. Im Sonntagstalk hat er von seinem beruflichen Werdegang und seinen Plänen für das Rockhouse erzählt.</p><h2>Sonntagstalk mit Joni Zott: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Joni, dein Werdegang im Rockhouse kann sich sehen lassen: Angefangen hat es mit einem Proberaum vor über 20 Jahren, mittlerweile bist du Programmchef und bald Geschäftsführer. Hättest du dir diese Entwicklung selbst jemals erdenken können?</strong></p><p><i>JONI ZOTT: Nein, eigentlich nicht. Gewünscht vielleicht schon ein bisschen, aber dass es jetzt wirklich so kommt, das habe ich mir nicht gedacht. Ich kann mich noch an die ersten Shows etwa von 4Lyn oder Donots erinnern. Da habe ich Konzerte kennengelernt, was das bedeutet und wie sich das anfühlt. Also von dem her – arg, wie sich das entwickelt hat.</i></p><p><strong>Kommen wir zu deinen Plänen für das Rockhouse. Was schwebt dir vor und was willst du vielleicht anders machen als dein Vorgänger?</strong></p><p><i>Schwierig zu sagen. Aber die Forderung vom Vorstand ist schon klar: Jetzt muss es Veränderungen geben. Das wünschen sie sich, das ist einfach an der Zeit. In welche Richtung es geht, das traue ich mir aktuell nicht zu sagen. Ich habe als Programmchef in der ersten Phase versucht, so wenig Veränderung wie möglich reinzubringen. Denn wenn eine neue Person in ein bestehendes Team kommt, das seit 30 Jahren zusammenarbeitet, ist ohnehin auf einmal eine neue Dynamik vorhanden. Das kann man gar nicht aufhalten.</i></p><p><i>Das Rockhouse steht aber gut da und arbeitet super. Natürlich gibt es das ein oder andere, das man ändern kann und das wir ändern werden. Aber ich lasse das noch ein bisschen auf mich zukommen.</i></p><p><strong>Wo liegen aus deiner Sicht die finanziellen Herausforderungen in der Zukunft?</strong></p><p><i>Ich glaube, es ist mittlerweile jedem klar, dass die nächsten Jahre nicht so lustig werden, was die Budgets angeht. Das wird natürlich auch die freie Szene treffen, das wird auch uns treffen. Ich glaube, das wird herausfordernd, ich starte hier in keine leichte Zeit hinein. Da das Rockhouse aber immer wirtschaftlich sehr gut und gewissenhaft gearbeitet hat, werden wir auch hier gut durchkommen – wir sind das ohnehin auch gewohnt. Die Subventionen werden in den nächsten Jahren also zumindest nicht erhöht. Gleichzeitig wollen die Artists aber mehr Gage. Wir wollen schauen, dass die Preise für unsere Gäste so fair wie möglich bleiben. Das werden die Herausforderungen in den nächsten Jahren.</i></p><h2>Sonntagstalk auf SALZBURG24</h2><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Thomas Pfeifer mit Celal Karaarslan von Alpz Café & Bistro über seine Eiskreationen sprechen.</p>
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      <pubDate>Sun, 3 Aug 2025 10:09:33 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <title>Neuer Salzburger Ärztekammerpräsident: &quot;Wir müssen mit unseren Mitteln sorgsamer umgehen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Internist Matthias Vavrovsky wurde Ende Juni zum neuen Präsidenten der Salzburger Ärztekammer gewählt. Der 37-Jährige folgt auf Karl Forstner, der seit 2007 an der Spitze der Salzburger Ärzteschaft stand. Vavrovsky ist in Salzburg geboren und aufgewachsen und der jüngste Ärztekammerpräsident in Österreich.</p><p>Das Gesundheitssystem in Österreich steht aktuell vor großen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird älter, zugleich werden immer mehr Leistungen in Anspruch genommen, die zum Teil auch von den Patient:innen selbst bezahlt werden. Kritik aus der Politik gab es zuletzt an der Kassenfusion – Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) bezeichnete den Schritt etwa kürzlich als „Fehler“. Zugleich tun sich Chancen auf – durch Telemedizin und Künstliche Intelligenz sollen die Lenkung der Patient:innen erleichtert, die Spitäler und Ordinationen entlastet und zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Was Vavrovsky darüber denkt, wofür es die Ärztekammer braucht und wie es um die Versorgung in Salzburg steht, hört ihr im Podcast.</p><h2>Sonntagstalk mit Matthias Vavrovsky: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie ist die Ärztekammer aufgebaut und was liegt in ihrem Einflussbereich?</strong></p><p><i>Matthias Vavrovsky: Die Ärztekammer hat eine ganz klar gesetzlich geregelte Aufgabe: Sie ist die Interessensvertretung der Ärzteschaft. Sie vertritt die Ärzte in sozialen, wirtschaftlichen und beruflichen Belangen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ärztekammer ist, dass sie Berufs- und Standesansehen bewahren soll und für die Einhaltung der Berufs- und Standespflichten verantwortlich ist. Sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und hat Aufgaben im Bereich der Selbstverwaltung übertragen. Das heißt, die Ärzte verwalten sich in vielen Bereichen selbst. Jetzt sagt man natürlich: „Wenn sie sich selbst überprüfen, kommt dabei etwas Gescheites heraus?“ Das ist durchaus so, weil uns die Bewahrung des Rufes und das Ansehen der Ärzteschaft sehr stark am Herzen liegen. In diesem Wirkungsspektrum gibt es unterschiedliche Aufgaben. Es geht um Abschlüsse von Verträgen – sei es mit der Sozialversicherung oder Gehaltsverhandlungen mit Krankenhäusern. Es gibt ein Berichtswesen für standespolitische Fragestellungen. Wir führen die Ärzteliste – das heißt, wir überprüfen, ob ein Arzt auch wirklich ein Arzt ist und ob er bei uns arbeiten kann. Wir regeln viele Dinge rund um die Ärzteausbildung, überprüfen hier die Qualität und stellen fest, ob ein Arzt seine Ausbildung abgeschlossen hat oder nicht. Wir sind aber auch Anlaufstelle für Patientenbeschwerden, haben eine Disziplinarkommission und sind natürlich eine Servicestelle. Wenn jemand eine Praxis gründen will oder Rechtsauskunft braucht, können wir die anbieten.</i></p><p><strong>Stichwort Patientenlenkung – u.a. durch Digitalisierung: Es soll ja auch den Allgemeinmediziner:innen bzw. Hausärzt:innen eine stärkere Steuerungsfunktion zukommen. Sie sind als erste Anlaufstelle gedacht und vermitteln die Patient:innen weiter und verschaffen sich zunächst einen Überblick darüber, was nötig ist und was nicht. Reicht das aus Ihrer Sicht aus, um das Gesundheitssystem, so wie es jetzt ist, auch in den nächsten Jahrzehnten aufrecht zu erhalten?</strong></p><p><i>Es fängt damit an, dass Beschwerden beim Patienten auftreten. Dann entsteht eine gewisse Sorge beim Patienten, etwas abklären zu lassen. Wichtig ist auch, dass die Patienten nicht zu früh und nicht zu spät kommen, weil das sonst wieder mehr Leistung verursacht. Aber auf jeden Fall entsteht beim Patienten, nachdem er Beschwerden bemerkt, ein gewisses Bedürfnis, das abklären bzw. behandeln zu lassen. Viele tun sich schwer einzuschätzen, wie dringlich es ist. Wir haben ein ganz gut ausgebautes Hausarztsystem – Einzelordinationen, es kommen Primärversorgungszentren dazu, die ein gewisses Spektrum mitabbilden. Was jetzt in Entwicklung ist, ist dass der Patient die Möglichkeit hat, noch niederschwelliger das Telefon in die Hand zu nehmen und eine Gesundheitshotline anzurufen und hier die Akuität evaluieren zu lassen und zu klären, wo er im Gesundheitssystem optimal einsteigen kann. Die medizinische Triage ist echt schwierig. Wir im Krankenhaus bekommen auch ständig Anrufe in der Notaufnahme. Das medizinisch einzuschätzen, ist oft nicht leicht. Wenn wir Fehlleitungen haben, ist es auch nicht das Ziel, das wir erreichen wollen. Aber hier den Patienten eine Stütze an die Hand zu geben – digital, telemedizinisch und einmal zu klären, wo man überhaupt hin muss, wäre ein erster Schritt, den wir jetzt entwickeln müssen. […]</i></p><p><i>Die nächste Stufe ist die Primärversorgung. Dazu gehören nicht nur Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, sondern auch Kinderärzte, man diskutiert über Augenheilkunde und Frauenärzte, die eine gewisse Lenkungsfunktion einnehmen können. Und dann gibt es eine Fülle von anderen Spezialisten, die zusätzlich in unserem System arbeiten, wo womöglich jetzt schon Wartezeiten entstanden sind. Wenn ein Akutpatient in der Primärversorgung auftaucht und ich für ihn einen schnellen Termin brauche, dann brauchen wir womöglich ein Terminplanungssystem, wo der Hausarzt schnell einen Termin beim Internisten oder Orthopäden vereinbaren kann, den der Patient in den nächsten Tagen wahrnehmen kann, wenn es sonst keine alternative Versorgung gibt. Diese Dinge kommen womöglich auch in Salzburg zum Einsatz. Das Hauptthema, das hier immer mitschwingt, ist die Beschränkung. Sage ich, dass es nur noch einen Weg gibt und der Patient kann nicht nach links oder rechts? Das sehe ich sehr kritisch, weil wir damit sehr wesentliche Charakteristika unseres Gesundheitssystems wie die Patientenautonomie verlieren. […]</i></p><p><strong>Wie schätzen Sie die Struktur in Salzburg ein? Was läuft bisher gut, was braucht es aus Ihrer Sicht in Zukunft?</strong></p><p><i>Ich glaube, in Salzburg stehen wir sehr gut da. Wir sind eine sehr junge Ärzteschaft, speziell im niedergelassenen Bereich. Wir haben kaum Stellenprobleme, es sind alle Stellen gut besetzt. Es gibt die eine oder andere Stelle, die schwierig zu besetzen ist, aber das sind sehr wenige. Wir haben in Salzburg ein relativ breites Spektrum an stationärer Versorgung. Wir haben ein Universitätsklinikum, das Spitzenmedizin anbietet, wir haben gute Standardversorger, die den Patienten eine Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten bieten. Und im ländlichen Bereich haben wir unterschiedliche Versorgungsstufen. […] Natürlich gibt es gewisse Herausforderungen. Vielleicht sollten wir uns noch besser vernetzen innerhalb der Spitäler, was Wissenstransfer und Ausbildung anbelangt. Vielleicht müssen sich gewisse Standorte, um sie besser erhalten zu können, auf gewisse Kompetenzen orientieren. […] Das wird auch manchmal kritisch gesehen, weil man sagt, dass es vermehrte Anfahrtswege gibt, aber ich glaube da sticht durchaus die Qualität. […] Primärversorgungszentren in Salzburg wachsen organisch. Das heißt, ich habe nicht von heute auf morgen irgendwo ein Überangebot, sondern wir evaluieren mit der Versicherung und mit dem Land genau, wo wir ein Primärversorgungszentrum brauchen, weil die Bevölkerung von dieser Struktur womöglich profitiert. […] Im fachärztlichen Bereich sind wir gut aufgestellt. Wir erleben auch hier die Rationierung im Gesundheitswesen, Kassenstellen stagnieren eher. Es gibt die eine oder andere Stelle, die wir noch zusätzlich ausverhandelt haben. Wir haben genauso Wartezeiten in Salzburg, das brauchen wir auch nicht schönreden. Aber ich glaube trotzdem, dass die Salzburgerinnen und Salzburger in unserem Bundesland gut versorgt sind. [..]</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Moritz Naderer mit dem neuen Rockhouse-Geschäftsführer Jonathan Zott über die Zukunft der Eventlocation in der Stadt Salzburg.</p>
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      <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/neuer-salzburger-arztekammerprasident-wir-mussen-mit-unseren-mitteln-sorgsamer-umgehen-ehTKi5aE</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Internist Matthias Vavrovsky wurde Ende Juni zum neuen Präsidenten der Salzburger Ärztekammer gewählt. Der 37-Jährige folgt auf Karl Forstner, der seit 2007 an der Spitze der Salzburger Ärzteschaft stand. Vavrovsky ist in Salzburg geboren und aufgewachsen und der jüngste Ärztekammerpräsident in Österreich.</p><p>Das Gesundheitssystem in Österreich steht aktuell vor großen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird älter, zugleich werden immer mehr Leistungen in Anspruch genommen, die zum Teil auch von den Patient:innen selbst bezahlt werden. Kritik aus der Politik gab es zuletzt an der Kassenfusion – Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) bezeichnete den Schritt etwa kürzlich als „Fehler“. Zugleich tun sich Chancen auf – durch Telemedizin und Künstliche Intelligenz sollen die Lenkung der Patient:innen erleichtert, die Spitäler und Ordinationen entlastet und zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Was Vavrovsky darüber denkt, wofür es die Ärztekammer braucht und wie es um die Versorgung in Salzburg steht, hört ihr im Podcast.</p><h2>Sonntagstalk mit Matthias Vavrovsky: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie ist die Ärztekammer aufgebaut und was liegt in ihrem Einflussbereich?</strong></p><p><i>Matthias Vavrovsky: Die Ärztekammer hat eine ganz klar gesetzlich geregelte Aufgabe: Sie ist die Interessensvertretung der Ärzteschaft. Sie vertritt die Ärzte in sozialen, wirtschaftlichen und beruflichen Belangen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ärztekammer ist, dass sie Berufs- und Standesansehen bewahren soll und für die Einhaltung der Berufs- und Standespflichten verantwortlich ist. Sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und hat Aufgaben im Bereich der Selbstverwaltung übertragen. Das heißt, die Ärzte verwalten sich in vielen Bereichen selbst. Jetzt sagt man natürlich: „Wenn sie sich selbst überprüfen, kommt dabei etwas Gescheites heraus?“ Das ist durchaus so, weil uns die Bewahrung des Rufes und das Ansehen der Ärzteschaft sehr stark am Herzen liegen. In diesem Wirkungsspektrum gibt es unterschiedliche Aufgaben. Es geht um Abschlüsse von Verträgen – sei es mit der Sozialversicherung oder Gehaltsverhandlungen mit Krankenhäusern. Es gibt ein Berichtswesen für standespolitische Fragestellungen. Wir führen die Ärzteliste – das heißt, wir überprüfen, ob ein Arzt auch wirklich ein Arzt ist und ob er bei uns arbeiten kann. Wir regeln viele Dinge rund um die Ärzteausbildung, überprüfen hier die Qualität und stellen fest, ob ein Arzt seine Ausbildung abgeschlossen hat oder nicht. Wir sind aber auch Anlaufstelle für Patientenbeschwerden, haben eine Disziplinarkommission und sind natürlich eine Servicestelle. Wenn jemand eine Praxis gründen will oder Rechtsauskunft braucht, können wir die anbieten.</i></p><p><strong>Stichwort Patientenlenkung – u.a. durch Digitalisierung: Es soll ja auch den Allgemeinmediziner:innen bzw. Hausärzt:innen eine stärkere Steuerungsfunktion zukommen. Sie sind als erste Anlaufstelle gedacht und vermitteln die Patient:innen weiter und verschaffen sich zunächst einen Überblick darüber, was nötig ist und was nicht. Reicht das aus Ihrer Sicht aus, um das Gesundheitssystem, so wie es jetzt ist, auch in den nächsten Jahrzehnten aufrecht zu erhalten?</strong></p><p><i>Es fängt damit an, dass Beschwerden beim Patienten auftreten. Dann entsteht eine gewisse Sorge beim Patienten, etwas abklären zu lassen. Wichtig ist auch, dass die Patienten nicht zu früh und nicht zu spät kommen, weil das sonst wieder mehr Leistung verursacht. Aber auf jeden Fall entsteht beim Patienten, nachdem er Beschwerden bemerkt, ein gewisses Bedürfnis, das abklären bzw. behandeln zu lassen. Viele tun sich schwer einzuschätzen, wie dringlich es ist. Wir haben ein ganz gut ausgebautes Hausarztsystem – Einzelordinationen, es kommen Primärversorgungszentren dazu, die ein gewisses Spektrum mitabbilden. Was jetzt in Entwicklung ist, ist dass der Patient die Möglichkeit hat, noch niederschwelliger das Telefon in die Hand zu nehmen und eine Gesundheitshotline anzurufen und hier die Akuität evaluieren zu lassen und zu klären, wo er im Gesundheitssystem optimal einsteigen kann. Die medizinische Triage ist echt schwierig. Wir im Krankenhaus bekommen auch ständig Anrufe in der Notaufnahme. Das medizinisch einzuschätzen, ist oft nicht leicht. Wenn wir Fehlleitungen haben, ist es auch nicht das Ziel, das wir erreichen wollen. Aber hier den Patienten eine Stütze an die Hand zu geben – digital, telemedizinisch und einmal zu klären, wo man überhaupt hin muss, wäre ein erster Schritt, den wir jetzt entwickeln müssen. […]</i></p><p><i>Die nächste Stufe ist die Primärversorgung. Dazu gehören nicht nur Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, sondern auch Kinderärzte, man diskutiert über Augenheilkunde und Frauenärzte, die eine gewisse Lenkungsfunktion einnehmen können. Und dann gibt es eine Fülle von anderen Spezialisten, die zusätzlich in unserem System arbeiten, wo womöglich jetzt schon Wartezeiten entstanden sind. Wenn ein Akutpatient in der Primärversorgung auftaucht und ich für ihn einen schnellen Termin brauche, dann brauchen wir womöglich ein Terminplanungssystem, wo der Hausarzt schnell einen Termin beim Internisten oder Orthopäden vereinbaren kann, den der Patient in den nächsten Tagen wahrnehmen kann, wenn es sonst keine alternative Versorgung gibt. Diese Dinge kommen womöglich auch in Salzburg zum Einsatz. Das Hauptthema, das hier immer mitschwingt, ist die Beschränkung. Sage ich, dass es nur noch einen Weg gibt und der Patient kann nicht nach links oder rechts? Das sehe ich sehr kritisch, weil wir damit sehr wesentliche Charakteristika unseres Gesundheitssystems wie die Patientenautonomie verlieren. […]</i></p><p><strong>Wie schätzen Sie die Struktur in Salzburg ein? Was läuft bisher gut, was braucht es aus Ihrer Sicht in Zukunft?</strong></p><p><i>Ich glaube, in Salzburg stehen wir sehr gut da. Wir sind eine sehr junge Ärzteschaft, speziell im niedergelassenen Bereich. Wir haben kaum Stellenprobleme, es sind alle Stellen gut besetzt. Es gibt die eine oder andere Stelle, die schwierig zu besetzen ist, aber das sind sehr wenige. Wir haben in Salzburg ein relativ breites Spektrum an stationärer Versorgung. Wir haben ein Universitätsklinikum, das Spitzenmedizin anbietet, wir haben gute Standardversorger, die den Patienten eine Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten bieten. Und im ländlichen Bereich haben wir unterschiedliche Versorgungsstufen. […] Natürlich gibt es gewisse Herausforderungen. Vielleicht sollten wir uns noch besser vernetzen innerhalb der Spitäler, was Wissenstransfer und Ausbildung anbelangt. Vielleicht müssen sich gewisse Standorte, um sie besser erhalten zu können, auf gewisse Kompetenzen orientieren. […] Das wird auch manchmal kritisch gesehen, weil man sagt, dass es vermehrte Anfahrtswege gibt, aber ich glaube da sticht durchaus die Qualität. […] Primärversorgungszentren in Salzburg wachsen organisch. Das heißt, ich habe nicht von heute auf morgen irgendwo ein Überangebot, sondern wir evaluieren mit der Versicherung und mit dem Land genau, wo wir ein Primärversorgungszentrum brauchen, weil die Bevölkerung von dieser Struktur womöglich profitiert. […] Im fachärztlichen Bereich sind wir gut aufgestellt. Wir erleben auch hier die Rationierung im Gesundheitswesen, Kassenstellen stagnieren eher. Es gibt die eine oder andere Stelle, die wir noch zusätzlich ausverhandelt haben. Wir haben genauso Wartezeiten in Salzburg, das brauchen wir auch nicht schönreden. Aber ich glaube trotzdem, dass die Salzburgerinnen und Salzburger in unserem Bundesland gut versorgt sind. [..]</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Moritz Naderer mit dem neuen Rockhouse-Geschäftsführer Jonathan Zott über die Zukunft der Eventlocation in der Stadt Salzburg.</p>
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      <title>Biologe Martin Schlager: &quot;Lebensraumqualität für Insekten nimmt ab&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>In den warmen Sommermonaten erfüllt emsiges Summen zahlreicher Insekten heimische Gärten, Balkone und die Natur. Überhaupt gibt es in ganz Österreich rund 4.000 Schmetterlingsarten, 8.000 Käferarten, 9.000 Fliegenarten und 11.000 Hautflüglerarten, zu denen etwa auch Wespen und Bienen gehören. Ein Großteil davon besucht im Laufe ihres Lebens unterschiedlichste Blüten und bestäubt diese – das ist die Grundlage für ein funktionierendes Ökosystem.</p><p>Die wohl bekanntesten Vertreter von ihnen sind die Wildbienen – nicht zu verwechseln mit den staatenbildenden Honigbienen. Es sind die einzigen Insekten, die ihr gesamtes Leben über von Pollen bzw. Nektar abhängig sind. Während einige Arten zahlreiche unterschiedliche Pflanzen anfliegen, gibt es auch Spezialisten, wie eine aktuell zu beobachtende Unterart der Sägehornbiene, die ausschließlich Blüten des Weiderichs besucht.</p><p>Über die Rolle der Insekten in unserem Ökosystem haben wir ausführlich mit Martin Schlager geredet. Der Biologe und Bestäubungsökologe ist Teil des österreichischen Wildbienenrats und gibt einen detaillierten Einblick in das Leben der fliegenden Pollensammler.</p><p><strong>Sonntagstalk mit Martin Schlager: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Wie steht es um die Artenvielfalt der heimischen Insekten?</strong></p><p><i>MARTIN SCHLAGER: [..] Wenn man jetzt nur die Zahlen anschaut, würde man feststellen, dass man immer neue Arten bei uns entdeckt. In Salzburg gibt es 342 Bienenarten und jedes Jahr kommen etwa fünf, sechs dazu. In Österreich sind wir mittlerweile bei 708. Das hat den Grund, dass durch die Klimaveränderung sich auch die Lebensräume ändern und Arten aus wärmeren Regionen vom Süden zu uns kommen. Und die stellen wir dann fest. Es reicht ein Individuum aus, um eine neue Art festzustellen. Auf der anderen Seite ist es schwierig, Arten, die ausgestorben sind, wirklich als solche zu betiteln, denn das Nichtvorhandensein ist viel schwieriger nachzuweisen. […] Wenn man sich das mal genauer anschaut, wie sich die Lebensräume verändern und welche Arten kommen, stellt man fest: meistens sind es generalistische Arten, also Arten, die mit verschiedensten Lebensräumen klarkommen. Und auf der anderen Seite sind Verlierer dieses ganzen Prozesses spezialisierte Arten, wie die Alpenhummel. Das ist eine kälteangepasste Art, die quasi nie unter 2.500 Meter anzutreffen ist. Und die kriegt ein Problem, wenn sie die Lebensräume so verändern, dass sie nicht mehr nach oben wandern kann in die kühleren Regionen. Dann verliert die Art ihre Lebensgrundlage und stirbt aus.</i></p><p><strong>Wir leben rund um Salzburg in einem recht dicht besiedelten Gebiet. Welche Rolle spielen Stadtgebiete für Bestäuber?</strong></p><p><i>Es ist schon fast makaber, wenn man das so sagen kann. Man hat festgestellt, dass in den Städten oder in den Siedlungsräumen eine höhere Biodiversität herrscht als in der freien Landschaft. […] Die Grundregel ist, ich schaue von oben in der Vogelperspektive auf eine Landschaft drauf und je mehr Vielfalt ich da sehe, desto mehr Arten, desto mehr Biodiversität kann diese Fläche beheimaten. Bei uns Menschen ist das genauso, manche Leute wollen es lieber ein bisschen kühler, so wie ich. Ich komme aus dem Salzkammergut. Ich komme mit Regen und mit ein bisschen frischerem Wind komplett gut klar. Und anders ist es etwa bei einem Wiener Kollegen, den ich zu mir einlade, der die Wärme gewohnt ist. Und genauso funktioniert das eben bei den Arten auch und bei der Biodiversität. Solche verschiedenen Lebensräume findet man mittlerweile eher im Siedlungsgebiet. Und da können Gärten zu Rückzugsgebieten werden, die einen Wert haben für die Artenvielfalt und für die Lebensräume. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man jetzt an die Gärtner, an die Einzelpersonen herantritt und sagt, mit einfachsten Maßnahmen kann man die Natur bestmöglich im Garten fördern und so auch das dann wieder in die weitere Landschaft tragen.</i></p><p><strong>Eine Möglichkeit sind Insektenhotels, die zuhauf im Handel zu finden sind. Was halten Sie davon und was müsste ein perfektes Insektenhotel für Eigenschaften mitbringen?</strong></p><p><i>Es gibt sehr viele schlechte Insektenhotels. Man muss prinzipiell mal sagen, in die meisten Insektenhotels gehen fast nur Wildbienen. Und da nur die Stängelnister. Der Rest nistet im Boden in selbst gegrabenen Löchern. Also nur ein Bruchteil der Arten schafft es in die Insektenhotels. Für die ganzen anderen Käfer, Schmetterlinge usw. ist das nichts. Ist das jetzt ein Grund, dass man keine Nisthilfen aufhängt? Nein, nicht unbedingt. Man sollte die trotzdem aufhängen, aber es muss einem klar sein, was die für einen Nutzen haben, und der ist halt begrenzt. Es gibt dabei einen Bildungsaspekt. Wenn man das seinen Enkeln oder Kindern zeigt, ist das ein sehr lehrreicher Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf. Für das perfekte Insektenhotel ist es am einfachsten, man geht in ein Baugeschäft. Dann gibt es diese Schilfmatten bzw. Schilfröhren. Das Wichtigste ist, dass man eine hinten geschlossene Röhre hat mit mindestens 15 cm Länge und einfach viele von diesen Schilfhalmen anbietet. […] Der maximale Durchmesser sollte bei acht Millimetern liegen, weil sich eine invasive Bienenart sonst darin einnistet, die anderen Bienen gegenüber sehr aggressiv ist und diese tötet. Die hat natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber man muss sie nicht unbedingt fördern. Das ist nämlich auch etwas, was man bedenken muss: Wenn ich ein gewisses Artenspektrum fördere, fördere ich automatisch auch die Parasiten dazu. Und so ein Insektenhotel, wenn es eine gewisse Größe hat, ist auch für die Parasiten eine Brutstätte, was nicht schlecht ist unbedingt.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Kathrin Krispler mit dem neuen Präsidenten der Salzburger Ärztekammer über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen. Einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 20 Jul 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Während einige Arten zahlreiche unterschiedliche Pflanzen anfliegen, gibt es auch Spezialisten, wie eine aktuell zu beobachtende Unterart der Sägehornbiene, die ausschließlich Blüten des Weiderichs besucht.</p><p>Über die Rolle der Insekten in unserem Ökosystem haben wir ausführlich mit Martin Schlager geredet. Der Biologe und Bestäubungsökologe ist Teil des österreichischen Wildbienenrats und gibt einen detaillierten Einblick in das Leben der fliegenden Pollensammler.</p><p><strong>Sonntagstalk mit Martin Schlager: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Wie steht es um die Artenvielfalt der heimischen Insekten?</strong></p><p><i>MARTIN SCHLAGER: [..] Wenn man jetzt nur die Zahlen anschaut, würde man feststellen, dass man immer neue Arten bei uns entdeckt. In Salzburg gibt es 342 Bienenarten und jedes Jahr kommen etwa fünf, sechs dazu. In Österreich sind wir mittlerweile bei 708. Das hat den Grund, dass durch die Klimaveränderung sich auch die Lebensräume ändern und Arten aus wärmeren Regionen vom Süden zu uns kommen. Und die stellen wir dann fest. Es reicht ein Individuum aus, um eine neue Art festzustellen. Auf der anderen Seite ist es schwierig, Arten, die ausgestorben sind, wirklich als solche zu betiteln, denn das Nichtvorhandensein ist viel schwieriger nachzuweisen. […] Wenn man sich das mal genauer anschaut, wie sich die Lebensräume verändern und welche Arten kommen, stellt man fest: meistens sind es generalistische Arten, also Arten, die mit verschiedensten Lebensräumen klarkommen. Und auf der anderen Seite sind Verlierer dieses ganzen Prozesses spezialisierte Arten, wie die Alpenhummel. Das ist eine kälteangepasste Art, die quasi nie unter 2.500 Meter anzutreffen ist. Und die kriegt ein Problem, wenn sie die Lebensräume so verändern, dass sie nicht mehr nach oben wandern kann in die kühleren Regionen. Dann verliert die Art ihre Lebensgrundlage und stirbt aus.</i></p><p><strong>Wir leben rund um Salzburg in einem recht dicht besiedelten Gebiet. Welche Rolle spielen Stadtgebiete für Bestäuber?</strong></p><p><i>Es ist schon fast makaber, wenn man das so sagen kann. Man hat festgestellt, dass in den Städten oder in den Siedlungsräumen eine höhere Biodiversität herrscht als in der freien Landschaft. […] Die Grundregel ist, ich schaue von oben in der Vogelperspektive auf eine Landschaft drauf und je mehr Vielfalt ich da sehe, desto mehr Arten, desto mehr Biodiversität kann diese Fläche beheimaten. Bei uns Menschen ist das genauso, manche Leute wollen es lieber ein bisschen kühler, so wie ich. Ich komme aus dem Salzkammergut. Ich komme mit Regen und mit ein bisschen frischerem Wind komplett gut klar. Und anders ist es etwa bei einem Wiener Kollegen, den ich zu mir einlade, der die Wärme gewohnt ist. Und genauso funktioniert das eben bei den Arten auch und bei der Biodiversität. Solche verschiedenen Lebensräume findet man mittlerweile eher im Siedlungsgebiet. Und da können Gärten zu Rückzugsgebieten werden, die einen Wert haben für die Artenvielfalt und für die Lebensräume. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man jetzt an die Gärtner, an die Einzelpersonen herantritt und sagt, mit einfachsten Maßnahmen kann man die Natur bestmöglich im Garten fördern und so auch das dann wieder in die weitere Landschaft tragen.</i></p><p><strong>Eine Möglichkeit sind Insektenhotels, die zuhauf im Handel zu finden sind. Was halten Sie davon und was müsste ein perfektes Insektenhotel für Eigenschaften mitbringen?</strong></p><p><i>Es gibt sehr viele schlechte Insektenhotels. Man muss prinzipiell mal sagen, in die meisten Insektenhotels gehen fast nur Wildbienen. Und da nur die Stängelnister. Der Rest nistet im Boden in selbst gegrabenen Löchern. Also nur ein Bruchteil der Arten schafft es in die Insektenhotels. Für die ganzen anderen Käfer, Schmetterlinge usw. ist das nichts. Ist das jetzt ein Grund, dass man keine Nisthilfen aufhängt? Nein, nicht unbedingt. Man sollte die trotzdem aufhängen, aber es muss einem klar sein, was die für einen Nutzen haben, und der ist halt begrenzt. Es gibt dabei einen Bildungsaspekt. Wenn man das seinen Enkeln oder Kindern zeigt, ist das ein sehr lehrreicher Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf. Für das perfekte Insektenhotel ist es am einfachsten, man geht in ein Baugeschäft. Dann gibt es diese Schilfmatten bzw. Schilfröhren. Das Wichtigste ist, dass man eine hinten geschlossene Röhre hat mit mindestens 15 cm Länge und einfach viele von diesen Schilfhalmen anbietet. […] Der maximale Durchmesser sollte bei acht Millimetern liegen, weil sich eine invasive Bienenart sonst darin einnistet, die anderen Bienen gegenüber sehr aggressiv ist und diese tötet. Die hat natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber man muss sie nicht unbedingt fördern. Das ist nämlich auch etwas, was man bedenken muss: Wenn ich ein gewisses Artenspektrum fördere, fördere ich automatisch auch die Parasiten dazu. Und so ein Insektenhotel, wenn es eine gewisse Größe hat, ist auch für die Parasiten eine Brutstätte, was nicht schlecht ist unbedingt.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Kathrin Krispler mit dem neuen Präsidenten der Salzburger Ärztekammer über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen. Einfach reinhören!</p>
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      <title>Sonntagstalk mit Historikerin Sabine Veits-Falk: „Die Vergangenheit ist wie ein Rucksack, den man mit sich trägt“</title>
      <description><![CDATA[Eine Welle an Hexenverfolgungen, vertriebene Protestanten und vergessene medizinische Pionierinnen  – wer Salzburgs Geschichte genauer unter die Lupe nimmt, stößt auch auf überraschende Wendungen und dunkle Kapitel. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt Historikerin und Stadtarchiv-Leiterin Sabine Veits-Falk, warum die Vergangenheit weit mehr ist als Erinnerung – und wie sehr sie unser Denken und Handeln bis heute prägt. „Wie war das früher?“ – Mit dieser einfachen Frage beginnt für viele Menschen das Interesse an Geschichte.  So auch bei der Historikerin und Leiterin des Salzburger Stadtarchivs, Sabine Veits-Falk. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt sie, warum Geschichte nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Spiegel der Gegenwart ist – und was die Geschichte von Frauen in Salzburg über unsere Gesellschaft verrät.

Warum Salzburgs Geschichte bis heute sichtbar ist

„Es geht um ein Nachdenken, ein Reflektieren“, sagt sie. Geschichte sei weit mehr als einfach die Vergangenheit, sondern sei bei genauerem Hinschauen immer wieder auch in der Gegenwart sichtbar – in Einstellungen, Haltungen oder sozialen Mustern. „Viele Menschen übernehmen Verhaltensweisen, ohne zu wissen, woher diese kommen. Das können familiäre oder auch gesellschaftliche Prägungen sein“, erklärt Veits-Falk. 

Ein besonderes Anliegen ist der Historikerin die Frauen- und Geschlechtergeschichte Salzburgs – ein Thema, das sie seit ihrer Dissertation begleitet. Damals hat sie mit sich Armut in Stadt und Land Salzburg auseinandergesetzt und festgestellt: „Es hat einen eklatanten Unterschied gemacht, ob man als Frau oder Mann arm war – und wie damit umgegangen wurde.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt die 58-Jährige, inwiefern Salzburgs Geschichte von Brüchen, Neuanfängen und überraschenden Wendungen geprägt ist – und was wir daraus für heute lernen können.

Sonntagstalk mit Sabine Veits-Falk: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Man spürt Ihre Begeisterung für die Geschichte und das Feld, für das Sie sich entschieden haben. Was ist es, das Sie daran so fasziniert und „catcht“?

SABINE VEITS-FALK: Zum einen ist es ganz einfach das Interesse daran, wie Menschen in der Vergangenheit gelebt haben. Ganz banal ausgedrückt: Wie war das eigentlich früher? Schon als Kind habe ich gerne den Erzählungen meiner Großeltern zugehört. Mein Uropa hat sogar noch vom Ersten Weltkrieg berichtet, auch davon, was in der Familie damals passiert ist. Zum anderen ist es aber auch ein reflektierter Prozess. Es gibt diesen schönen Ausspruch: „Grabe, wo du stehst“ – also beschäftige dich mit deiner eigenen Vergangenheit, mit deinen Wurzeln. Und das bezieht sich nicht nur auf die persönliche Geschichte, sondern wirkt weit darüber hinaus auch in die Gesellschaft: Warum ist etwas so, wie es ist? Wie ist es dazu gekommen? Oft tragen wir die Vergangenheit wie einen Rucksack mit uns herum und wissen eigentlich gar nicht warum.

Inwiefern wirkt denn die Vergangenheit ganz konkret auf die Gegenwart?

In vielerlei Hinsicht – sei es politisch, rechtlich oder kulturell – und ganz besonders, wenn es um Mentalitäten, Haltungen und Einstellungen geht. Wenn bestimmte Dinge immer wieder weitergegeben werden, übernimmt man vieles ganz automatisch. Man verinnerlicht Verhaltensmuster, ohne wirklich darüber nachzudenken, und fragt sich dann oft: „Warum reagiere ich eigentlich so?“ Ich bin zwar keine Psychologin, aber ich bin überzeugt, dass das sehr häufig mit unserer Geschichte zu tun hat. Mit dem, woher wir kommen, was in unseren Familien passiert ist und mit der Kultur, in der wir aufwachsen und leben.

Gibt es historische Ereignisse oder Entwicklungen, die Sie als besonders prägend für Salzburg einstufen würden?

Prägend waren auf jeden Fall die Römerzeit, das Mittelalter mit dem heiligen Rupert, aber auch dunkle Kapitel: Ende des 17. Jahrhunderts etwa fand der sogenannte Zauberer-Jackel-Prozess statt, ein Hexenprozess, der sich sehr stark von anderen dieser Zeit unterscheidet. Damals versuchte der Erzbischof, sich der bettelnden und vagierenden Menschen zu entledigen, indem er sie verfolgte. Wenig rühmlich war auch die Protestanten-Ausweisung in den Jahren 1731 und 1732, bei der rund 20.000 Menschen aus dem Innergebirg Salzburg verlassen mussten. In ganz Europa blickte man damals kritisch auf Salzburg und die Folgen für die aufgenommenen Gebiete, die als „Salzburger Exulanten“ bekannt wurden. Erst mit der Eisenbahn ab 1860, der Anbindung an große Zentren, der Stadterweiterung und der Regulierung der Salzach begann in Salzburg der Aufbruch in die Moderne. Die Jahrhundertwende brachte einen großen Modernisierungsschub. Doch es folgten erneut Zäsuren: Der Erste Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit und vor allem die NS-Zeit, die Österreich und Deutschland tief geprägt hat – auch in unseren Denkmustern und Haltungen bis heute.

PLATZHALTER: Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche.  
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      <pubDate>Sun, 13 Jul 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:title>Sonntagstalk mit Historikerin Sabine Veits-Falk: „Die Vergangenheit ist wie ein Rucksack, den man mit sich trägt“</itunes:title>
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      <itunes:summary>Eine Welle an Hexenverfolgungen, vertriebene Protestanten und vergessene medizinische Pionierinnen  – wer Salzburgs Geschichte genauer unter die Lupe nimmt, stößt auch auf überraschende Wendungen und dunkle Kapitel. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt Historikerin und Stadtarchiv-Leiterin Sabine Veits-Falk, warum die Vergangenheit weit mehr ist als Erinnerung – und wie sehr sie unser Denken und Handeln bis heute prägt. „Wie war das früher?“ – Mit dieser einfachen Frage beginnt für viele Menschen das Interesse an Geschichte.  So auch bei der Historikerin und Leiterin des Salzburger Stadtarchivs, Sabine Veits-Falk. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt sie, warum Geschichte nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Spiegel der Gegenwart ist – und was die Geschichte von Frauen in Salzburg über unsere Gesellschaft verrät.

Warum Salzburgs Geschichte bis heute sichtbar ist

„Es geht um ein Nachdenken, ein Reflektieren“, sagt sie. Geschichte sei weit mehr als einfach die Vergangenheit, sondern sei bei genauerem Hinschauen immer wieder auch in der Gegenwart sichtbar – in Einstellungen, Haltungen oder sozialen Mustern. „Viele Menschen übernehmen Verhaltensweisen, ohne zu wissen, woher diese kommen. Das können familiäre oder auch gesellschaftliche Prägungen sein“, erklärt Veits-Falk. 

Ein besonderes Anliegen ist der Historikerin die Frauen- und Geschlechtergeschichte Salzburgs – ein Thema, das sie seit ihrer Dissertation begleitet. Damals hat sie mit sich Armut in Stadt und Land Salzburg auseinandergesetzt und festgestellt: „Es hat einen eklatanten Unterschied gemacht, ob man als Frau oder Mann arm war – und wie damit umgegangen wurde.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt die 58-Jährige, inwiefern Salzburgs Geschichte von Brüchen, Neuanfängen und überraschenden Wendungen geprägt ist – und was wir daraus für heute lernen können.

Sonntagstalk mit Sabine Veits-Falk: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Man spürt Ihre Begeisterung für die Geschichte und das Feld, für das Sie sich entschieden haben. Was ist es, das Sie daran so fasziniert und „catcht“?

SABINE VEITS-FALK: Zum einen ist es ganz einfach das Interesse daran, wie Menschen in der Vergangenheit gelebt haben. Ganz banal ausgedrückt: Wie war das eigentlich früher? Schon als Kind habe ich gerne den Erzählungen meiner Großeltern zugehört. Mein Uropa hat sogar noch vom Ersten Weltkrieg berichtet, auch davon, was in der Familie damals passiert ist. Zum anderen ist es aber auch ein reflektierter Prozess. Es gibt diesen schönen Ausspruch: „Grabe, wo du stehst“ – also beschäftige dich mit deiner eigenen Vergangenheit, mit deinen Wurzeln. Und das bezieht sich nicht nur auf die persönliche Geschichte, sondern wirkt weit darüber hinaus auch in die Gesellschaft: Warum ist etwas so, wie es ist? Wie ist es dazu gekommen? Oft tragen wir die Vergangenheit wie einen Rucksack mit uns herum und wissen eigentlich gar nicht warum.

Inwiefern wirkt denn die Vergangenheit ganz konkret auf die Gegenwart?

In vielerlei Hinsicht – sei es politisch, rechtlich oder kulturell – und ganz besonders, wenn es um Mentalitäten, Haltungen und Einstellungen geht. Wenn bestimmte Dinge immer wieder weitergegeben werden, übernimmt man vieles ganz automatisch. Man verinnerlicht Verhaltensmuster, ohne wirklich darüber nachzudenken, und fragt sich dann oft: „Warum reagiere ich eigentlich so?“ Ich bin zwar keine Psychologin, aber ich bin überzeugt, dass das sehr häufig mit unserer Geschichte zu tun hat. Mit dem, woher wir kommen, was in unseren Familien passiert ist und mit der Kultur, in der wir aufwachsen und leben.

Gibt es historische Ereignisse oder Entwicklungen, die Sie als besonders prägend für Salzburg einstufen würden?

Prägend waren auf jeden Fall die Römerzeit, das Mittelalter mit dem heiligen Rupert, aber auch dunkle Kapitel: Ende des 17. Jahrhunderts etwa fand der sogenannte Zauberer-Jackel-Prozess statt, ein Hexenprozess, der sich sehr stark von anderen dieser Zeit unterscheidet. Damals versuchte der Erzbischof, sich der bettelnden und vagierenden Menschen zu entledigen, indem er sie verfolgte. Wenig rühmlich war auch die Protestanten-Ausweisung in den Jahren 1731 und 1732, bei der rund 20.000 Menschen aus dem Innergebirg Salzburg verlassen mussten. In ganz Europa blickte man damals kritisch auf Salzburg und die Folgen für die aufgenommenen Gebiete, die als „Salzburger Exulanten“ bekannt wurden. Erst mit der Eisenbahn ab 1860, der Anbindung an große Zentren, der Stadterweiterung und der Regulierung der Salzach begann in Salzburg der Aufbruch in die Moderne. Die Jahrhundertwende brachte einen großen Modernisierungsschub. Doch es folgten erneut Zäsuren: Der Erste Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit und vor allem die NS-Zeit, die Österreich und Deutschland tief geprägt hat – auch in unseren Denkmustern und Haltungen bis heute.

PLATZHALTER: Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt&apos;s jede Woche. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Eine Welle an Hexenverfolgungen, vertriebene Protestanten und vergessene medizinische Pionierinnen  – wer Salzburgs Geschichte genauer unter die Lupe nimmt, stößt auch auf überraschende Wendungen und dunkle Kapitel. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt Historikerin und Stadtarchiv-Leiterin Sabine Veits-Falk, warum die Vergangenheit weit mehr ist als Erinnerung – und wie sehr sie unser Denken und Handeln bis heute prägt. „Wie war das früher?“ – Mit dieser einfachen Frage beginnt für viele Menschen das Interesse an Geschichte.  So auch bei der Historikerin und Leiterin des Salzburger Stadtarchivs, Sabine Veits-Falk. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt sie, warum Geschichte nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Spiegel der Gegenwart ist – und was die Geschichte von Frauen in Salzburg über unsere Gesellschaft verrät.

Warum Salzburgs Geschichte bis heute sichtbar ist

„Es geht um ein Nachdenken, ein Reflektieren“, sagt sie. Geschichte sei weit mehr als einfach die Vergangenheit, sondern sei bei genauerem Hinschauen immer wieder auch in der Gegenwart sichtbar – in Einstellungen, Haltungen oder sozialen Mustern. „Viele Menschen übernehmen Verhaltensweisen, ohne zu wissen, woher diese kommen. Das können familiäre oder auch gesellschaftliche Prägungen sein“, erklärt Veits-Falk. 

Ein besonderes Anliegen ist der Historikerin die Frauen- und Geschlechtergeschichte Salzburgs – ein Thema, das sie seit ihrer Dissertation begleitet. Damals hat sie mit sich Armut in Stadt und Land Salzburg auseinandergesetzt und festgestellt: „Es hat einen eklatanten Unterschied gemacht, ob man als Frau oder Mann arm war – und wie damit umgegangen wurde.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erklärt die 58-Jährige, inwiefern Salzburgs Geschichte von Brüchen, Neuanfängen und überraschenden Wendungen geprägt ist – und was wir daraus für heute lernen können.

Sonntagstalk mit Sabine Veits-Falk: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Man spürt Ihre Begeisterung für die Geschichte und das Feld, für das Sie sich entschieden haben. Was ist es, das Sie daran so fasziniert und „catcht“?

SABINE VEITS-FALK: Zum einen ist es ganz einfach das Interesse daran, wie Menschen in der Vergangenheit gelebt haben. Ganz banal ausgedrückt: Wie war das eigentlich früher? Schon als Kind habe ich gerne den Erzählungen meiner Großeltern zugehört. Mein Uropa hat sogar noch vom Ersten Weltkrieg berichtet, auch davon, was in der Familie damals passiert ist. Zum anderen ist es aber auch ein reflektierter Prozess. Es gibt diesen schönen Ausspruch: „Grabe, wo du stehst“ – also beschäftige dich mit deiner eigenen Vergangenheit, mit deinen Wurzeln. Und das bezieht sich nicht nur auf die persönliche Geschichte, sondern wirkt weit darüber hinaus auch in die Gesellschaft: Warum ist etwas so, wie es ist? Wie ist es dazu gekommen? Oft tragen wir die Vergangenheit wie einen Rucksack mit uns herum und wissen eigentlich gar nicht warum.

Inwiefern wirkt denn die Vergangenheit ganz konkret auf die Gegenwart?

In vielerlei Hinsicht – sei es politisch, rechtlich oder kulturell – und ganz besonders, wenn es um Mentalitäten, Haltungen und Einstellungen geht. Wenn bestimmte Dinge immer wieder weitergegeben werden, übernimmt man vieles ganz automatisch. Man verinnerlicht Verhaltensmuster, ohne wirklich darüber nachzudenken, und fragt sich dann oft: „Warum reagiere ich eigentlich so?“ Ich bin zwar keine Psychologin, aber ich bin überzeugt, dass das sehr häufig mit unserer Geschichte zu tun hat. Mit dem, woher wir kommen, was in unseren Familien passiert ist und mit der Kultur, in der wir aufwachsen und leben.

Gibt es historische Ereignisse oder Entwicklungen, die Sie als besonders prägend für Salzburg einstufen würden?

Prägend waren auf jeden Fall die Römerzeit, das Mittelalter mit dem heiligen Rupert, aber auch dunkle Kapitel: Ende des 17. Jahrhunderts etwa fand der sogenannte Zauberer-Jackel-Prozess statt, ein Hexenprozess, der sich sehr stark von anderen dieser Zeit unterscheidet. Damals versuchte der Erzbischof, sich der bettelnden und vagierenden Menschen zu entledigen, indem er sie verfolgte. Wenig rühmlich war auch die Protestanten-Ausweisung in den Jahren 1731 und 1732, bei der rund 20.000 Menschen aus dem Innergebirg Salzburg verlassen mussten. In ganz Europa blickte man damals kritisch auf Salzburg und die Folgen für die aufgenommenen Gebiete, die als „Salzburger Exulanten“ bekannt wurden. Erst mit der Eisenbahn ab 1860, der Anbindung an große Zentren, der Stadterweiterung und der Regulierung der Salzach begann in Salzburg der Aufbruch in die Moderne. Die Jahrhundertwende brachte einen großen Modernisierungsschub. Doch es folgten erneut Zäsuren: Der Erste Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit und vor allem die NS-Zeit, die Österreich und Deutschland tief geprägt hat – auch in unseren Denkmustern und Haltungen bis heute.

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      <title>Sonntagstalk mit Eva Gitschthaler vom Verein Rainbows: &quot;Das Schlimmste ist, wenn man Kindern etwas verschweigt&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wenn sich die eigenen Eltern trennen oder gar ein Elternteil verstirbt, fehlen vielen Erwachsenen im Umgang mit den betroffenen Kindern die Worte. Dabei sei Schweigen das Schlimmste, was man den Kindern antun könne. Davon ist die systemische Familientherapeutin Eva Gitschthaler überzeugt. Die gebürtige Pongauerin leitet seit 2015 den Verein Rainbows Salzburg. Seit über 30 Jahren bietet Rainbows österreichweit eine Begleitung für Kinder und Jugendliche, die von Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffen sind. Im Vorjahr waren das in Salzburg 360 Kinder und Jugendliche.</p><p>Im Sonntagstalk sprechen wir darüber, wie man mit Kindern grundsätzlich über schwierige Themen redet, aber auch was wir Erwachsene von den Jüngsten im Umgang mit dem Tod lernen können.</p><h2>Sonntagstalk mit Eva Gitschthaler: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Ihr begleitet Kinder nicht nur nach Trennungen, sondern auch nach Trauerfällen in der Familie. Wie spricht man denn mit Kindern über solch schwierige Themen?</strong></p><p>EVA GITSCHTHALER: <i>Es ist wichtig, dass man den Kindern gegenüber ehrlich und offen ist. Das Schlimmste ist, wenn man Kindern etwas verschweigt. Weil Kinder wissen immer, wenn irgendwas nicht stimmt. Sie bekommen das mit, auch wenn man versucht, nicht drüber zu sprechen. Wichtig ist aber, kindgerechte Antworten zu geben und immer nur so viel Information, wie das Kind gerade verträgt. Bei Kindern kann es sein, dass wenn man ihnen vom Tod eines Elternteils erzählt, dass sie zuerst gar nicht richtig darauf reagieren und einfach wieder weiterspielen. Es kann sein, dass sie gleich in Tränen ausbrechen. Wichtig ist, dass man dem Kind vermittelt, ich bin da, du kannst mir Fragen stellen, ich halte das aus. Kinder sind in solchen Fällen oft sehr angepasst und wollen uns Erwachsene schützen.</i></p><p><strong>Für viele Erwachsene ist das Thema Sterben sehr tabu behaftet. Welche Vorstellungen haben Kinder vom Tod?</strong></p><p><i>Kinder gehen genauso, wie es sein sollte, sehr natürlich damit um. Manchmal würde ich mir wünschen, dass wir Erwachsenen noch so ein bisschen wie Kinder denken. Gerade Vier- bis Siebenjährige haben ein magisches Denken. Die sagen dann wirklich, du schau mal raus aus dem Fenster, die Mama oder der Papa winkt gerade herunter. Kinder können das sehr bildhaft beschreiben. Ich muss zu dem Kind dann natürlich sagen, dass ich das jetzt nicht sehe, aber dass ich mir das sehr schön vorstelle. Schwieriger wird es ab dem Alter von sieben, acht Jahren. Ab da wird die Endgültigkeit begreifbar, dass der Papa wirklich nie mehr kommt. Aber auch da ist es wichtig, ehrlich zu bleiben und mit dem Kind zum Beispiel einen gedanklichen Ort zu erschaffen, wo denn der Papa jetzt ist. Kinder sind da sehr kreativ. Sie sind wirklich offen, was das Thema betrifft. Da haben eher wir Erwachsenen Angst davor, was so ein Gespräch auslösen könnte.</i></p><p><strong>Im Hinblick auf das aktuelle Weltgeschehen oder die jüngsten Ereignisse in Graz. Wie bzw. ab wann sollten Eltern solche Nachrichten mit Kindern thematisieren?</strong></p><p><i>Ich muss mir vor Augen halten, dass es einfach sein kann, dass mein Kind das von anderen erfährt. Dann kommt mein Kind nach Hause und sagt, meine Freundin hat erzählt, da ist ein Bub in eine Schule gegangen und hat mit einem Gewehr alle erschossen. Das wird von Kind zu Kind anders formuliert, auch etwas dazu gedichtet. Daher ist es sehr wichtig, dass ich das zu Hause abfange und das Kind informiere, dass etwas sehr Schlimmes in Österreich passiert ist. Sonst fängt mein Kind an, sich Gedanken zu machen und selbst Fantasien zu spinnen. Da ist es besser, altersentsprechend miteinander darüber zu sprechen.</i><br /><i>Einem Kind mit beispielsweise sieben Jahren, kann ich schon sagen, dass ein Mann andere Menschen erschossen hat. Dann muss man schauen, wie reagiert es auf diese Information. Wenn es erstmal nichts sagt, durchaus abwarten. Oft kommt das Thema vorm Schlafen gehen noch einmal auf. Du Mama, wie war das genau? Wichtig ist, immer in kleinen Dosen zu antworten und dann wieder abzuwarten.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Historikerin Sabine Veits-Falk zu Gast bei Anna Gruber. Sie sprechen über prägende Ereignisse in der Geschichte Salzburgs und welchen historischen Salzburgerinnen mehr Anerkennung gebührt.  Einfach reinhören!</p><p>Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter <%LINK type="" text="redaktion@salzburg24.at" href="mailto:redaktion@salzburg24.at?subject=Sonntagstalk" %>. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <pubDate>Sun, 6 Jul 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Wir trennen uns, aber wie sagen wir es den Kindern? Wenn im Leben einschneidende Ereignisse bevorstehen, verschlägt es vielen Erwachsenen im Umgang mit ihren Kindern die Sprache. Dabei sei Schweigen in solchen Fällen alles andere als das sprichwörtliche Gold. Im heutigen Sonntagstalk sprechen wir mit Eva Gitschthaler, Familientherapeutin und Landesleiterin des Vereins Rainbow, über die richtigen Worte bei schwierigen Themen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Wir trennen uns, aber wie sagen wir es den Kindern? Wenn im Leben einschneidende Ereignisse bevorstehen, verschlägt es vielen Erwachsenen im Umgang mit ihren Kindern die Sprache. Dabei sei Schweigen in solchen Fällen alles andere als das sprichwörtliche Gold. Im heutigen Sonntagstalk sprechen wir mit Eva Gitschthaler, Familientherapeutin und Landesleiterin des Vereins Rainbow, über die richtigen Worte bei schwierigen Themen.</itunes:subtitle>
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      <title>&quot;In Österreich wird man nicht reich mit E-Sports&quot;: Sonntagstalk mit Salzburger Ex-E-Sportler Johannes Findling</title>
      <description><![CDATA[<p>Dieses Wochenende finden in der Stadt Salzburg nicht nur das Stadtfest und die Unite Parade statt, sondern auch die Gamingmesse Level Up. Wir haben anlässlich dessen mit Ex-E-Sportler Johannes Findling aus Puch (Tennengau) gesprochen, der für das österreichische Nationalteam bei der Europameisterschaft und Weltmeisterschaft in Counter-Strike, einem beliebten Taktik-Shooter-Spiel, angetreten ist. Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 verrät er, wie man Profi-Gamer wird, wie die Szene in Salzburg und Österreich zusammenhält und warum Gaming als Joboption für junge Menschen hierzulande eher unrealistisch ist.</p><p>Sonntagstalk mit Ex-E-Sportler Johannes Findling: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Wie würdest du die E-Sports-Szene in Salzburg beziehungsweise Österreich beschreiben?</strong></p><p><i>JOHANNES FINDLING: Als klein. Früher, als ich angefangen habe, war die Szene richtig groß in Österreich. Wir haben richtig große Turniere gehabt, mit sehr, sehr vielen Teilnehmern. Das hat sich über die Jahre verändert. Jeder wird älter. Die Leute gründen eine Familie, gehen studieren und haben andere Ziele, weil E-Sports in Österreich auch nicht lukrativ ist. Jeder E-Sportler in Österreich macht das aus Liebe zum Wettkampf und nicht aus Liebe zum Geld. In Österreich wird man nicht reich mit E-Sports.</i></p><p><strong>Was denkst du, woran das liegt?</strong></p><p><i>Das System gibt das einfach nicht her. In Österreich ist niemand auf E-Sports angewiesen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Geld zu machen. Und man muss auch Geld machen, weil das Leben teuer ist. Man kann nicht einfach dasitzen und auf E-Sports setzen. Und dazu kommen Zivildienst beziehungsweise Bundesheer. Das schränkt die Chancen für junge Spieler ziemlich ein. […] In Deutschland gibt es zum Beispiel keine Wehrpflicht. Und dann spielst du gegen Deutsche, die durchgehend spielen konnten. Das merkt man. Das würde auch jeder Fußballer merken, wenn er ein halbes Jahr nicht trainieren kann mit seinem Team. Du bleibst hinten, du bleibst liegen.</i></p><p><strong>Wer wird E-Sportler?</strong></p><p><i>Das ist ganz unterschiedlich. Nationalität oder Lebensort sind komplett egal. Aber nur die Besten werden E-Sportler. Die, die Zeit reinstecken wollen und Opfer bringen, zum Beispiel Freundschaften oder Schule.</i></p><p><strong>Wie reagierst du auf Kritik an E-Sports, zum Beispiel wegen Spielsucht oder wegen fehlender Bewegung?</strong></p><p><i>Daran gibt es nichts auszusetzen, das ist wirklich so. Vor allem wenn ich mir die junge Generation anschaue. Viele sind schon als Kind kräftiger, das ist schade. Sie zocken von Anfang an. Es ist gemütlich, es ist cool und es gibt Dopamin in Massen. Für die Kinder ist das schlecht, denke ich. Bei vielen bin ich mir auch hundertprozentig sicher, dass sie spielsüchtig sind. Ich war selbst spielsüchtig, als ich angefangen habe. Es hat nichts mehr gegeben außer zocken. Da müsste man gegensteuern.</i></p><p><strong>Kann man professioneller Gamer werden, ohne Spielsucht zu haben?</strong></p><p><i>Schwierig. Ich glaube nicht, nein. Du musst spielen, du musst deine zehn Stunden am Tag spielen. Die Spielsucht kann sich legen, wenn das Hobby zum Beruf wird. Wenn man abliefern muss, weil man damit Geld verdient und ständig Turniere hat, dann freut man sich nicht mehr aufs Spielen.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Eva Gitschthaler vom Verein Rainbow Salzburg zu Gast bei Michaela Posch. Einfach reinhören!</p><p>Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter redaktion@salzburg24.at. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <pubDate>Sun, 29 Jun 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Wochenende finden in der Stadt Salzburg nicht nur das Stadtfest und die Unite Parade statt, sondern auch die Gamingmesse Level Up. Wir haben anlässlich dessen mit Ex-E-Sportler Johannes Findling aus Puch (Tennengau) gesprochen, der für das österreichische Nationalteam bei der Europameisterschaft und Weltmeisterschaft in Counter-Strike, einem beliebten Taktik-Shooter-Spiel, angetreten ist. Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 verrät er, wie man Profi-Gamer wird, wie die Szene in Salzburg und Österreich zusammenhält und warum Gaming als Joboption für junge Menschen hierzulande eher unrealistisch ist.</p><p>Sonntagstalk mit Ex-E-Sportler Johannes Findling: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Wie würdest du die E-Sports-Szene in Salzburg beziehungsweise Österreich beschreiben?</strong></p><p><i>JOHANNES FINDLING: Als klein. Früher, als ich angefangen habe, war die Szene richtig groß in Österreich. Wir haben richtig große Turniere gehabt, mit sehr, sehr vielen Teilnehmern. Das hat sich über die Jahre verändert. Jeder wird älter. Die Leute gründen eine Familie, gehen studieren und haben andere Ziele, weil E-Sports in Österreich auch nicht lukrativ ist. Jeder E-Sportler in Österreich macht das aus Liebe zum Wettkampf und nicht aus Liebe zum Geld. In Österreich wird man nicht reich mit E-Sports.</i></p><p><strong>Was denkst du, woran das liegt?</strong></p><p><i>Das System gibt das einfach nicht her. In Österreich ist niemand auf E-Sports angewiesen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Geld zu machen. Und man muss auch Geld machen, weil das Leben teuer ist. Man kann nicht einfach dasitzen und auf E-Sports setzen. Und dazu kommen Zivildienst beziehungsweise Bundesheer. Das schränkt die Chancen für junge Spieler ziemlich ein. […] In Deutschland gibt es zum Beispiel keine Wehrpflicht. Und dann spielst du gegen Deutsche, die durchgehend spielen konnten. Das merkt man. Das würde auch jeder Fußballer merken, wenn er ein halbes Jahr nicht trainieren kann mit seinem Team. Du bleibst hinten, du bleibst liegen.</i></p><p><strong>Wer wird E-Sportler?</strong></p><p><i>Das ist ganz unterschiedlich. Nationalität oder Lebensort sind komplett egal. Aber nur die Besten werden E-Sportler. Die, die Zeit reinstecken wollen und Opfer bringen, zum Beispiel Freundschaften oder Schule.</i></p><p><strong>Wie reagierst du auf Kritik an E-Sports, zum Beispiel wegen Spielsucht oder wegen fehlender Bewegung?</strong></p><p><i>Daran gibt es nichts auszusetzen, das ist wirklich so. Vor allem wenn ich mir die junge Generation anschaue. Viele sind schon als Kind kräftiger, das ist schade. Sie zocken von Anfang an. Es ist gemütlich, es ist cool und es gibt Dopamin in Massen. Für die Kinder ist das schlecht, denke ich. Bei vielen bin ich mir auch hundertprozentig sicher, dass sie spielsüchtig sind. Ich war selbst spielsüchtig, als ich angefangen habe. Es hat nichts mehr gegeben außer zocken. Da müsste man gegensteuern.</i></p><p><strong>Kann man professioneller Gamer werden, ohne Spielsucht zu haben?</strong></p><p><i>Schwierig. Ich glaube nicht, nein. Du musst spielen, du musst deine zehn Stunden am Tag spielen. Die Spielsucht kann sich legen, wenn das Hobby zum Beruf wird. Wenn man abliefern muss, weil man damit Geld verdient und ständig Turniere hat, dann freut man sich nicht mehr aufs Spielen.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Eva Gitschthaler vom Verein Rainbow Salzburg zu Gast bei Michaela Posch. Einfach reinhören!</p><p>Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter redaktion@salzburg24.at. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <itunes:summary>Während Stadtfest und Unite Parade die Straßen füllen, lockt die Level-Up-Messe zahlreiche Gaming-Fans in die Stadt. Der Salzburger Ex-E-Sportler Johannes Findling spricht im Sonntagstalk über harte Realitäten im digitalen Wettkampf, den schwierigen Spagat zwischen Leidenschaft und Spielsucht und warum E-Sports hierzulande ein Nischenphänomen bleibt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Während Stadtfest und Unite Parade die Straßen füllen, lockt die Level-Up-Messe zahlreiche Gaming-Fans in die Stadt. Der Salzburger Ex-E-Sportler Johannes Findling spricht im Sonntagstalk über harte Realitäten im digitalen Wettkampf, den schwierigen Spagat zwischen Leidenschaft und Spielsucht und warum E-Sports hierzulande ein Nischenphänomen bleibt.</itunes:subtitle>
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      <title>Sozialarbeiter Eckhart Falkensteiner: &quot;Sucht wird eine Gesellschaft immer begleiten&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Illegaler Drogenkonsum findet zwar oftmals im Verborgenen statt, es ist aber längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Ob Cannabis, Partydrogen oder stark abhängig machende Opioide – auch in Salzburg gibt es freilich Suchtgiftmissbrauch. Wer mit dem eigenen Konsum nicht mehr zurecht kommt, findet Hilfe u.a. bei der Drogenberatung. Die Suchthilfe-Klinik ist heuer im Frühjahr von der St.-Julien-Straße zur Christian-Doppler-Klinik umgezogen.</p><p>Anlässlich des Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch am 26. Juni sprechen wir mit einem Salzburger Sozialarbeiter, der seit über 20 Jahren in der Suchtberatung tätig ist. Eckhart Falkensteiner erklärt, wie sich die Drogensituation in Salzburg entwickelt hat, wie eine Beratung abläuft – und warum Aufklärung heute nicht nur in Schulen, Ausbildungsbetrieben und Co stattfinden muss, sondern auch im Internet.</p><h2>Sonntagstalk mit Eckhart Falkensteiner: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie läuft eine Drogenberatung konkret ab?</strong></p><p><i>ECKHART FALKENSTEINER: Menschen kommen im Idealfall mit einem vorher vereinbarten Termin zu uns. Also wenn wer einfach vorbeikommt und darauf hofft, dass wir Zeit haben, dann versuchen wir das zu befriedigen – aber das geht natürlich oft nicht, weil wir mit Gesprächen beschäftigt sind. Das heißt im Idealfall Terminvereinbarung und dann sitzen wir uns gegenüber. Anfangs geht es immer darum zu erklären, was wir machen und wer ich bin. Ich betone die Schweigepflicht, dass alles, was wir reden, unter uns bleibt und dass mein Job überhaupt keine Kontrollaufgabe ist. Wir setzen uns hin und reden darüber: Was machen Sie, wie ist Ihre Lebenssituation, was macht Ihnen Sorgen, was haben Sie gut im Griff, wo tauchen die Probleme auf. Und dann versuchen wir zu schauen, wo meine Rolle dabei sein könnte, was kann ich anbieten, was fällt mir an Vorschlägen ein. Es geht nie darum, dass wir die Experten sind, die von Anfang an wissen, welche die Lösung die beste ist für den Menschen ist, sondern es geht immer ganz stark darum, bei jedem einzelnen Menschen sehr genau hinzuhören und sich mit jedem Einzelnen gemeinsam auf die Suche zu machen: Das könnte hilfreich sein, was halten Sie davon? Klingt das für Sie nach einem sinnvollen Schritt?</i></p><p><strong>Von wann bis wann ist die Suchthilfe-Klinik geöffnet?</strong></p><p><i>Wir sind ja bisher in der St.-Julien-Straße gewesen. Im März sind wir in das neue Suchttherapiezentrum am Parkplatz von der Christian-Doppler-Klinik übersiedelt, wo ganz viele Einrichtungen aus dem Bereich Suchtarbeit in einem Haus zusammengefasst sind. Die Drogenberatung selber hat jetzt keine fixen Öffnungszeiten mehr, sondern ist mehr in diesem Gesamtverbund eingebunden. Aber grundsätzlich ist zu den üblichen Büroöffnungszeiten von 8 oder 9 in der Früh bis 16 Uhr eigentlich im Haus immer jemand erreichbar. Termine können ausgemacht und erste Infos eingeholt werden. Und wenn es speziellere Fragen sind, wo es gleich jemanden aus der Drogenberatung braucht, dann versuchen die Kolleg:innen jemanden zu erreichen, der oder die gerade verfügbar ist.</i></p><p><strong>Welche Kennzeichen hat Drogenmissbrauch?</strong></p><p><i>Es gibt sechs Diagnose-Kriterien der Abhängigkeit, Erkrankung oder Sucht. Die haben weniger mit der Menge zu tun, sondern man schaut, welche Wirkung das auf den Menschen hat und was verändert es im Leben. Das erste ist, das Betroffene einen ganz starken inneren Zwang verspüren, die Substanz immer wieder zu konsumieren. Das zweite ist ein sogenannter Kontrollverlust. Das heißt, dass die Menschen im Laufe der Zeit immer mehr die Kontrolle verlieren über den Beginn und das Ende des Konsums und über Menge des Konsums. Ich habe also keine Kontrolle über die Substanz, sondern die Substanz über mich. Das dritte ist im Laufe der Zeit eine Dosissteigerung, das heißt ich brauche immer mehr von den Mitteln, um überhaupt die Wirkung zu spüren. Das vierte, was nicht für alle Substanzen gilt, aber bei manchen sehr wichtig und sehr im Vordergrund steht, sind die Entzugserscheinungen. Der Körper hat sich so daran gewohnt, dass die Substanz immer im Kreislauf in einer bestimmten Konzentration vorhanden ist und das führt zu Ausfallerscheinungen wie Schmerzen, Kreislaufzusammenbrüchen und kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Wenn die Substanz plötzlich wegfällt, reagiert der Körper mit Entzug darauf. Beim fünften Punkt steht das Suchtmittel im Laufe der Zeit immer mehr im Lebensmittelpunkt. Der Rest des Alltagslebens wird immer mehr um diese Sucht rundherum gebaut. Und damit verschwinden Bereiche, die früher für die Menschen wichtig waren. Wie finanziere ich es, wie beschaffe ich es, wie schaue ich, dass mich keiner erwischt, wie erhole ich mich vom Konsum? Das sind immer mehr die zentralen Lebensthemen. Und das sechste und letzte von diesen Kriterien ist, Menschen stellen selber fest, das kann so nicht weitergehen, das tut mir nicht gut, die Schäden werden immer größer, die Nachteile des Konsums überwiegen die Vorteile und sie schaffen es aber trotzdem nicht, das einfach zu verändern. Also sie machen trotzdem weiter und geraten immer tiefer rein.</i></p><p><i>Als medizinische Diagnose sagt man, erst wenn mindestens drei von diesen sechs Kriterien bei jemandem in den letzten Wochen und Monaten vorhanden waren, dann spricht man von dieser schweren psychiatrischen Erkrankungssucht oder Abhängigkeitssyndrom, die nicht wirklich heilbar ist, also eine chronisch verlaufende Krankheit ist.</i></p><p><strong>Anlaufstellen in Salzburg:</strong></p><p>Psychosozialer Dienst: https://www.salzburg.gv.at/themen/soziales/psychosoziale-beratung-und-betreuung <br />Suchthilfe-Drogenberatung: http://www.suchthilfe-salzburg.at/kontakt/suchtberatung/drogenberatung/<br />Rat auf Draht: Telefonnummer 147 oder online: https://www.rataufdraht.at/</p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Kommenden Sonntag spricht Redakteurin Anna-Lena Baldauf mit einem e-Sportler, also einem professionellem Computerspieler, über die aktuellen Entwicklungen in der Szene. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 22 Jun 2025 10:12:22 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Eckhart Falkensteiner erklärt, wie sich die Drogensituation in Salzburg entwickelt hat, wie eine Beratung abläuft – und warum Aufklärung heute nicht nur in Schulen, Ausbildungsbetrieben und Co stattfinden muss, sondern auch im Internet.</p><h2>Sonntagstalk mit Eckhart Falkensteiner: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie läuft eine Drogenberatung konkret ab?</strong></p><p><i>ECKHART FALKENSTEINER: Menschen kommen im Idealfall mit einem vorher vereinbarten Termin zu uns. Also wenn wer einfach vorbeikommt und darauf hofft, dass wir Zeit haben, dann versuchen wir das zu befriedigen – aber das geht natürlich oft nicht, weil wir mit Gesprächen beschäftigt sind. Das heißt im Idealfall Terminvereinbarung und dann sitzen wir uns gegenüber. Anfangs geht es immer darum zu erklären, was wir machen und wer ich bin. Ich betone die Schweigepflicht, dass alles, was wir reden, unter uns bleibt und dass mein Job überhaupt keine Kontrollaufgabe ist. Wir setzen uns hin und reden darüber: Was machen Sie, wie ist Ihre Lebenssituation, was macht Ihnen Sorgen, was haben Sie gut im Griff, wo tauchen die Probleme auf. Und dann versuchen wir zu schauen, wo meine Rolle dabei sein könnte, was kann ich anbieten, was fällt mir an Vorschlägen ein. Es geht nie darum, dass wir die Experten sind, die von Anfang an wissen, welche die Lösung die beste ist für den Menschen ist, sondern es geht immer ganz stark darum, bei jedem einzelnen Menschen sehr genau hinzuhören und sich mit jedem Einzelnen gemeinsam auf die Suche zu machen: Das könnte hilfreich sein, was halten Sie davon? Klingt das für Sie nach einem sinnvollen Schritt?</i></p><p><strong>Von wann bis wann ist die Suchthilfe-Klinik geöffnet?</strong></p><p><i>Wir sind ja bisher in der St.-Julien-Straße gewesen. Im März sind wir in das neue Suchttherapiezentrum am Parkplatz von der Christian-Doppler-Klinik übersiedelt, wo ganz viele Einrichtungen aus dem Bereich Suchtarbeit in einem Haus zusammengefasst sind. Die Drogenberatung selber hat jetzt keine fixen Öffnungszeiten mehr, sondern ist mehr in diesem Gesamtverbund eingebunden. Aber grundsätzlich ist zu den üblichen Büroöffnungszeiten von 8 oder 9 in der Früh bis 16 Uhr eigentlich im Haus immer jemand erreichbar. Termine können ausgemacht und erste Infos eingeholt werden. Und wenn es speziellere Fragen sind, wo es gleich jemanden aus der Drogenberatung braucht, dann versuchen die Kolleg:innen jemanden zu erreichen, der oder die gerade verfügbar ist.</i></p><p><strong>Welche Kennzeichen hat Drogenmissbrauch?</strong></p><p><i>Es gibt sechs Diagnose-Kriterien der Abhängigkeit, Erkrankung oder Sucht. Die haben weniger mit der Menge zu tun, sondern man schaut, welche Wirkung das auf den Menschen hat und was verändert es im Leben. 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      <itunes:summary>Sucht kennt keine Klischees – und keine einfachen Lösungen. In Salzburg konsumieren Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Lebensrealitäten illegale Drogen – nicht immer sichtbar, aber spürbar für jene, die tagtäglich mit den Folgen konfrontiert sind. Im Sonntagstalk-Podcast spricht der langjährige Sozialarbeiter Eckhart Falkensteiner über die Realität der Suchtberatung, die neue Rolle der digitalen Aufklärung und darüber, warum es mehr als nur gute Ratschläge braucht, um Menschen aus der Abhängigkeit zu helfen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Sucht kennt keine Klischees – und keine einfachen Lösungen. In Salzburg konsumieren Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Lebensrealitäten illegale Drogen – nicht immer sichtbar, aber spürbar für jene, die tagtäglich mit den Folgen konfrontiert sind. Im Sonntagstalk-Podcast spricht der langjährige Sozialarbeiter Eckhart Falkensteiner über die Realität der Suchtberatung, die neue Rolle der digitalen Aufklärung und darüber, warum es mehr als nur gute Ratschläge braucht, um Menschen aus der Abhängigkeit zu helfen.</itunes:subtitle>
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      <title>HOSI-Gründer Walter Klappacher: &quot;Viele sind bemüht, Homosexualität geheim zu halten&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Der Juni gilt als „Pride Month“, die HOSI in der Stadt Salzburg hat mit dem eigenen 45-jährigen Jubiläum heuer gleich doppelt Grund zum Feiern. Wir haben das zum Anlass genommen und mit einem der Gründer:innen, Walter Klappacher, mehr über die Entstehungsgeschichte der HOSI Salzburg zu erfahren. Im Sonntagstalk hat uns der 84-Jährige von den Anfängen und seiner eigenen Motivation erzählt. Außerdem ging der Buchautor und begeisterte Höhlenforscher auf Parallelen zur aktuellen Zeit und erzählte, was es mit seiner Leidenschaft für die Berge auf sich hat. Dabei meldete sich auch Hündin „Fiffi“  mitunter lautstark zu Wort.</p><h2>Walter Klappacher im Sonntagstalk – ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALBURG24: Jetzt ist es ziemlich genau 45 Jahre her, seit die HOSI in Salzburg gegründet wurde. Was war damals deine Motivation, diesen Prozess in Gang zu setzen?</strong></p><p><i>WALTER KLAPPACHER: Der eigentliche Schaden war durch die Gesetzgebung schon vorhanden. Ich habe damals als junger Mensch ganz schön darunter gelitten und bin deshalb zwei Mal aus der Schule geflogen. Jedenfalls war es die Zeit, in der Bruno Kreisky doch sehr viel verändert. Und da kam auch die Sache mit der Homosexualität auf. Ich habe damals in Wien studiert, da war die Sache schon etwas weiter fortgeschritten. Es gab einen starken sozialistischen Studentenbund, der die erste HOSI an der Uni Wien gegründet hat. In Salzburg hingegen gab es nichts.</i></p><p><strong>Was waren die ersten Dinge, die ihr mit diesem Verein umsetzen wolltet?</strong></p><p><i>Wir wollten vor allem öffentlich auftreten. Wir haben im Das Kino in Salzburg eine Schwulenfilmwoche installiert. Ich habe damals die Diskussion geleitet, aber wir alle hatten alle furchtbare Angst. Es wäre ja durchaus möglich gewesen, dass entsprechende Gruppen das Ganze stören. Das war aber nicht der Fall. Die Leute waren interessiert und sind durchaus positiv mitgegangen. Es war aber nicht ganz einfach. Die meisten Zeitschriften und Zeitungen haben sich geweigert zu berichten. Nicht weil sie dagegen waren, sondern weil sie Angst hatten, dass sie ihre Werbekunden verlieren.</i></p><p><strong>Wenn nun weltweit wieder Regierungen gegen die queere Community vorgehen – was löst das bei dir aus?</strong></p><p><i>Angst. Denn es ist ja keine kleine Gruppe, die hier agiert, sondern eine Gruppe, die Regierungen stellt – etwa in Ungarn oder Polen. Auch bei unseren rechten Parteien gibt es Bemühungen, die Homosexuellengesetze zu verschärfen und uns das Leben schwieriger zu machen.</i></p><p><strong>Gibt es einen Appell, den du der neuen Generation mitgeben willst?</strong></p><p><i>Steht für euch ein. Das ist das Einzige, was euch hilft, in der Gesellschaft zu überleben. Und versucht, viel mehr soziale Bindungen aufzubauen und auch internationale Kontakte zu haben.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag, 22. Juni, sprich Thomas Pfeifer mit der Salzburger Suchberatung über Drogenkonsum und Drogenmissbrauch. Einfach reinhören! Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter <%LINK text="redaktion@salzburg24.at" href="mailto:redaktion@salzburg24.at?subject=Sonntagstalk" %>. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <pubDate>Sun, 15 Jun 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Die Homosexuellen Initiative (HOSI) Salzburg feiert im Juni ihr 45-jähriges Bestehen. Im Sonntagstalk spricht Walter Klappacher, einer der Gründer:innen, über die Situation in den frühen 1980er-Jahren, seine Beweggründe und seine Leidenschaft für die Berge. Der neuen HOSI-Generation will der 84-Jährige für sich selbst einzustehen.</itunes:summary>
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      <title>Kräuter-Expertin Karina Nouman im Sonntagstalk: &quot;Ich möchte zeigen, was ein Gänseblümchen kann&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Vom Gänseblümchen über die Rose bis hin zur Schafgarbe: Salzburgs Natur hat eine Vielzahl an Kräutern und Pflanzen zu bieten, aus denen sich Tees, Öle oder Peelings zaubern lassen. Karina Nouman aus Lamprechtshausen – auch als „Fräulein Grün“ bekannt – bietet Kräuterkurse und -wanderungen an und teilt im Sonntagstalk ihre Tipps und Tricks.</p><p>Welche Kräuter und Pflanzen hat Salzburg zu bieten? Was lässt sich daraus zaubern? Und wofür eignen sich die hergestellten Öle, Tees oder Peelings? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Kräuter-Expertin Karina Nouman aus Lamprechtshausen (Flachgau) seit rund zehn Jahren. Sie hat unter anderem eine Ausbildung in Traditioneller Europäischer Heilkunde (TEH) absolviert. Unter dem Namen „Fräulein Grün“ hält sie in ihrem Kräutersacherl verschiedene Workshops, in denen sie zeigt, wie Kräuter und Heilpflanzen das Wohlbefinden unterstützen können. Genau dort haben wir die 46-Jährige zum Sonntagstalk getroffen – umgeben von Kamille, Wiesen-Labkraut, Löwenzahn, Vogelzwitschern und brummenden Insekten.</p><h2>Sonntagstalk mit Karina Nouman: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Welche Kräuter hat Salzburg zu bieten, die sich gut selbst verarbeiten lassen, und wozu kann man sie verwenden?</strong></p><p><i>KARINA NOUMAN: Bitte frag mich, welche Kräuter wir nicht haben. Insgesamt haben wir 3.000 Pflanzen im Bundesland Salzburg, viele sind geschützt. Wir haben sehr viele Heilpflanzen. Ich schaue jetzt einfach geradeaus und du siehst, dass hier Kamille wild wächst. Dort unten haben wir ein Wiesen-Labkraut mit den weißen kleinen Blüten. Daneben ist der Rotklee, wir haben Spitzwegerich, Löwenzahn und Mädesüß. Unter dem Apfelbaum wachsen Wilderdbeeren und Rosen. Das sind nur Pflanzen, die ich jetzt mit einem Blick geradeaus neben meinem Tisch sehe. Die Menschen brauchen nicht so ein Freak werden wie ich, du musst nicht hunderte Pflanzen kennen. Du brauchst für die ersten Beschwerden zum selbstbestimmten Handeln eine Handvoll Kräuter.</i></p><p><strong>Was würdest du Einsteigerinnen und Einsteigern empfehlen oder was kann man mit Kindern gut zubereiten?</strong></p><p><i>Bei Erwachsenen sage ich immer die großen Drei sind Gänseblümchen, Spitzwegerich und Brennnessel. Man kann sie wunderbar erkennen und es gibt keine giftigen Verwechslungen, denn wir haben giftige Pflanzen. Ich glaube ich kenne keinen Menschen, der das Gänseblümchen nicht erkennt. Dann kann ich ihnen beibringen, dass es eine wundheilende Pflanze ist. Ich kann einen Ölauszug machen. Wenn ich sie trockne, kann ich sie als Tee verwenden, weil sie schleimlösend wirkt. Sie ist auch ein Steh-Auf-Männchen der Natur, also du kannst drauftreten oder mit dem Rasenmäher drüberfahren. Kulinarisch ist das Gänseblümchen auch super, weil du es auf ein Butterbrot mit Radieschen geben kannst. So lernen Kinder und Erwachsene, wie unkompliziert und schnell Sachen in Produkte verwandelbar sind. Du musst ein paar Basissachen wissen, aber das lernst du sehr schnell. Gerade wenn du Interesse hast, hast du es in einem Tag intus.</i></p><p><strong>Wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? Wie erkenne ich, ob ein Produkt, das ich hergestellt habe – vielleicht ein Öl, eine Tinktur oder ein Saft – noch gut ist?</strong></p><p><i>Da gibt es keine allgemeine Regel für unterschiedliche Dinge. Aber meine Mama hat immer gesagt: „Riech einmal dran, dann weißt du, ob es noch gut ist.“ Wir haben eine sehr gute Nase. Grundsätzlich sagt man, alles, was man in Tinktur einlegt, ist ein Ansatzschnaps. Und je älter der Schnaps ist, desto besser wird er. Bei Öl hast du einfach ein Ablaufdatum, auch die Sauberkeit spielt eine Rolle. Wie sauber ist das Glas, mache ich es auf oder zu? Wenn das Ölglas verschlossen bleibt, ist es nach zehn Jahren immer noch verwendbar. Wenn Essig nicht pasteurisiert ist, ist er ein super zum Konservieren. Er ist auch nach zwei Jahren noch gut. Meine Pechsalbe ist sieben Jahre alt und ich verwende sie immer noch. Harz hält Viren, Bakterien und Pilze ab. Wenn Schlieren auf dem Öl sind oder es ranzig riecht, ist es abgelaufen. Wenn auf dem Saft blaue, kleine Schimmelinseln schwimmen, muss ich ihn wegtun. Aber alles, was gut riecht und ausschaut, kann ich meistens noch verwenden.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag, 15. Juni, ist Walter Klappacher, Gründer der HOSI (Homosexuelle Initiative), zu Gast bei Moritz Naderer. Die beiden sprechen über die Entstehungsgeschichte der Menschenrechtsorganisation. Einfach reinhören! Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter redaktion@salzburg24.at. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <pubDate>Sun, 8 Jun 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Vom Gänseblümchen über die Rose bis hin zur Schafgarbe: Salzburgs Natur hat eine Vielzahl an Kräutern und Pflanzen zu bieten, aus denen sich Tees, Öle oder Peelings zaubern lassen. Karina Nouman aus Lamprechtshausen – auch als „Fräulein Grün“ bekannt – bietet Kräuterkurse und -wanderungen an und teilt im Sonntagstalk ihre Tipps und Tricks.</p><p>Welche Kräuter und Pflanzen hat Salzburg zu bieten? Was lässt sich daraus zaubern? Und wofür eignen sich die hergestellten Öle, Tees oder Peelings? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Kräuter-Expertin Karina Nouman aus Lamprechtshausen (Flachgau) seit rund zehn Jahren. Sie hat unter anderem eine Ausbildung in Traditioneller Europäischer Heilkunde (TEH) absolviert. Unter dem Namen „Fräulein Grün“ hält sie in ihrem Kräutersacherl verschiedene Workshops, in denen sie zeigt, wie Kräuter und Heilpflanzen das Wohlbefinden unterstützen können. Genau dort haben wir die 46-Jährige zum Sonntagstalk getroffen – umgeben von Kamille, Wiesen-Labkraut, Löwenzahn, Vogelzwitschern und brummenden Insekten.</p><h2>Sonntagstalk mit Karina Nouman: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Welche Kräuter hat Salzburg zu bieten, die sich gut selbst verarbeiten lassen, und wozu kann man sie verwenden?</strong></p><p><i>KARINA NOUMAN: Bitte frag mich, welche Kräuter wir nicht haben. Insgesamt haben wir 3.000 Pflanzen im Bundesland Salzburg, viele sind geschützt. Wir haben sehr viele Heilpflanzen. Ich schaue jetzt einfach geradeaus und du siehst, dass hier Kamille wild wächst. Dort unten haben wir ein Wiesen-Labkraut mit den weißen kleinen Blüten. Daneben ist der Rotklee, wir haben Spitzwegerich, Löwenzahn und Mädesüß. Unter dem Apfelbaum wachsen Wilderdbeeren und Rosen. Das sind nur Pflanzen, die ich jetzt mit einem Blick geradeaus neben meinem Tisch sehe. Die Menschen brauchen nicht so ein Freak werden wie ich, du musst nicht hunderte Pflanzen kennen. Du brauchst für die ersten Beschwerden zum selbstbestimmten Handeln eine Handvoll Kräuter.</i></p><p><strong>Was würdest du Einsteigerinnen und Einsteigern empfehlen oder was kann man mit Kindern gut zubereiten?</strong></p><p><i>Bei Erwachsenen sage ich immer die großen Drei sind Gänseblümchen, Spitzwegerich und Brennnessel. Man kann sie wunderbar erkennen und es gibt keine giftigen Verwechslungen, denn wir haben giftige Pflanzen. Ich glaube ich kenne keinen Menschen, der das Gänseblümchen nicht erkennt. Dann kann ich ihnen beibringen, dass es eine wundheilende Pflanze ist. Ich kann einen Ölauszug machen. Wenn ich sie trockne, kann ich sie als Tee verwenden, weil sie schleimlösend wirkt. Sie ist auch ein Steh-Auf-Männchen der Natur, also du kannst drauftreten oder mit dem Rasenmäher drüberfahren. Kulinarisch ist das Gänseblümchen auch super, weil du es auf ein Butterbrot mit Radieschen geben kannst. So lernen Kinder und Erwachsene, wie unkompliziert und schnell Sachen in Produkte verwandelbar sind. Du musst ein paar Basissachen wissen, aber das lernst du sehr schnell. Gerade wenn du Interesse hast, hast du es in einem Tag intus.</i></p><p><strong>Wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? Wie erkenne ich, ob ein Produkt, das ich hergestellt habe – vielleicht ein Öl, eine Tinktur oder ein Saft – noch gut ist?</strong></p><p><i>Da gibt es keine allgemeine Regel für unterschiedliche Dinge. Aber meine Mama hat immer gesagt: „Riech einmal dran, dann weißt du, ob es noch gut ist.“ Wir haben eine sehr gute Nase. Grundsätzlich sagt man, alles, was man in Tinktur einlegt, ist ein Ansatzschnaps. Und je älter der Schnaps ist, desto besser wird er. Bei Öl hast du einfach ein Ablaufdatum, auch die Sauberkeit spielt eine Rolle. Wie sauber ist das Glas, mache ich es auf oder zu? Wenn das Ölglas verschlossen bleibt, ist es nach zehn Jahren immer noch verwendbar. Wenn Essig nicht pasteurisiert ist, ist er ein super zum Konservieren. Er ist auch nach zwei Jahren noch gut. Meine Pechsalbe ist sieben Jahre alt und ich verwende sie immer noch. Harz hält Viren, Bakterien und Pilze ab. Wenn Schlieren auf dem Öl sind oder es ranzig riecht, ist es abgelaufen. Wenn auf dem Saft blaue, kleine Schimmelinseln schwimmen, muss ich ihn wegtun. Aber alles, was gut riecht und ausschaut, kann ich meistens noch verwenden.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag, 15. Juni, ist Walter Klappacher, Gründer der HOSI (Homosexuelle Initiative), zu Gast bei Moritz Naderer. Die beiden sprechen über die Entstehungsgeschichte der Menschenrechtsorganisation. Einfach reinhören! Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter redaktion@salzburg24.at. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <title>Fußball-Exot Andreas Heraf: &quot;Austria Salzburg ist nicht aufzuhalten&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Andreas Heraf ist eine der vielseitigsten Figuren des österreichischen Fußballs – als Spieler, Trainer und manchmal auch als Reizfigur. Geboren 1967 in Wien, begann Heraf seine Karriere als defensiver Mittelfeldspieler im legendären Rapid Wien-Trikot. Dort feierte er große Erfolge, wurde österreichischer Meister, stand 1996 sogar im Europacup-Finale der Pokalsieger gegen Paris Saint-Germain und vertrat Österreich bei der letzten WM-Teilnahme 1998 in Frankreich insgesamt elf Mal als Nationalspieler.</p><p>Nach seiner aktiven Laufbahn schlug Heraf konsequent den Weg des Trainers ein und entwickelte sich zu einem vielgereisten Fußball-Experten. Anfangs sammelte er Erfahrung bei kleineren österreichischen Vereinen, bevor ihm der Sprung zu den Nationalteams gelang – hauptsächlich im Nachwuchsbereich des ÖFB. Seine Handschrift trugen zahlreiche Talente, die heute in Österreichs A-Nationalteam auflaufen.</p><p>Nach dem Europacup-Finale mit Rapid Wien im Jahr 1996 wechselte Heraf zum <%LINK auto="true" type="Organisation" tag="Sportverein Austria Salzburg" text="SV Austria Salzburg" %>. In der Saison 1996/97 absolvierte er 28 Bundesliga-Spiele für die Salzburger und erzielte dabei drei Tore.<br />Sein Trainer war damals der bekannte Otto Barić. In dieser Mannschaft spielten unter anderem die Legenden <%LINK auto="true" type="Person" tag="Heimo Pfeifenberger" text="Heimo Pfeifenberger" %>, <%LINK auto="true" type="Person" tag="Franz Aigner" text="Franz Aigner" %> und Co. Er war ein Leistungsträger im defensiven Mittelfeld, blieb aber nur eine Saison, bevor er 1997 in die deutsche Bundesliga zu Hannover 96 wechselte. Austria Salzburg galt zu dieser Zeit als eines der führenden Teams in Österreich und stand regelmäßig im oberen Tabellendrittel. Obwohl Herafs Zeit in Salzburg kurz war, war er Teil einer spannenden und sehr erfolgreichen Phase des Vereins. Derzeit ist der 57-Jährige auf Vereinssuche.</p><h2>Sonntagstalk mit Andreas Heraf: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Austria Salzburg steht vor dem Aufstieg in die zweite Liga. Dementsprechend suchen sie auch einen Sportdirektor, der Christian Schneider diese Aufgaben abnimmt und ihn entlastet.  Präsident Claus Salzmann hat mir verraten, dass mit dir vom Vorstandsteam gesprochen wurde. Wie sieht es aus?</strong></p><p><i>Ich hätte mich gefreut, denn die Stelle bei Austria Salzburg wäre sicher eine spannende Aufgabe gewesen. Bis jetzt hat jedenfalls niemand mit mir gesprochen. Darum denke ich, dass es auch andere Kandidaten geben wird.</i></p><p><strong>Stell dir vor, Austria Salzburg steigt tatsächlich in die 2. Liga auf – was würde das für den österreichischen Fußball bedeuten?</strong></p><p><i>Ich bin mir sicher, dass sie es schaffen. Und zum Zweiten ist es einfach eine geile Sache, weil der Verein, wenn ich mir das Spiel gegen Imst als Beispiel nehme, ein enormes Zuschauerinteresse verzeichnet. Die Fans hinter dem Tor machen von der ersten Sekunde an Dampf und unterstützen die Mannschaft. Das ist eigentlich erstligareif. Und da kommt der Verein ja her. Man weiß ja aus der Vergangenheit, dass da eine große Tradition dahintersteht. Ich war ja selbst in Salzburg, 1991 war ich dort, leider nur für ein halbes Jahr. Aber die Fans waren schon damals gewaltig, und das hat sich nicht verändert. Das ist natürlich eine unglaubliche Bereicherung für den österreichischen Fußball, in diesem Fall für die zweite Liga. Wenn man diese Gedanken als Sportdirektor weiterdenkt, dann sehe ich Austria Salzburg irgendwann wieder in der ersten Liga. Das ist für mich einfach nicht aufzuhalten, weil der Verein eine so große Strahlkraft hat und nicht zu stoppen ist.</i></p><p><strong>Du warst nach deiner Spielerkarriere international als Trainer unterwegs – wie haben dich diese Erfahrungen geprägt, im Vergleich zu deiner Zeit in Österreich?</strong></p><p><i>Nun, wenn man als junger Mensch das erste Mal von zu Hause weg ist, beginnt es schon, dass man sich abkapselt und auf eigenen Beinen stehen muss. Das ist schon einmal eine Veränderung, selbst im eigenen Land. Aber wenn man dann in ein anderes Land geht, wird es noch einmal ganz anders. Da ist man noch weiter weg und führt manchmal ein anderes Leben, in einer anderen Kultur. Wenn man nach Deutschland geht, ist das nicht viel leichter, aber ich war ja Trainer oder Sportdirektor in Neuseeland und dann auch noch für kurze Zeit in Brasilien. Das Leben ist dort einfach ganz anders und darauf muss man sich einstellen, sonst kann man dort nicht überleben. Was Neuseeland betrifft, hat mich die Geschichte natürlich extrem geprägt, weil ich dort extrem auf die Schnauze gefallen bin und dann wieder nach Hause gegangen bin, obwohl mein Plan eigentlich gewesen war, in Neuseeland zu bleiben.</i></p><p><strong>Thema Nachwuchs: Welche Talente aus deiner Zeit als ÖFB-Jugendtrainer haben dich besonders überrascht und verfolgst du deren Werdegang heute noch?</strong></p><p><i>Ich war neun Jahre lang Nationaltrainer. Mit den Jahrgängen 1988 bis 1999 habe ich zusammengearbeitet. Da hast du aufgrund der Wahrscheinlichkeitsrechnung natürlich auch immer wieder Top-Talente dabei. Wenn ich so zurückblicke, dann war David Alaba bei mir dabei. Er war zwar ein Jahr jünger als mein Jahrgang, aber ich habe ihn für die Europameisterschaft ausgewählt. Da hat man von Anfang an gemerkt, dass er ein toller Fußballer und eine Führungspersönlichkeit ist. Er war der Jüngste in meiner Mannschaft und hat das Kommando übernommen, obwohl er noch leicht war. Das war schon sehr beeindruckend. Mir war relativ schnell klar, dass er ein ganz Großer werden würde. Und der zweite war Konny Laimer, es waren ganz viele dabei, die es wirklich zum Nationalspieler geschafft haben. Aber wenn ich daran denke, wer mich auch ein bisschen geprägt hat, dann war das Christoph Baumgartner, den habe ich fünf Jahre unter meinen Fittichen hatte. Er war der Beste, den ich jemals trainiert habe. Er war und ist wirklich ein unfassbarer Spieler.</i></p><p><strong>Red Bull Salzburg ist seit zwei Saisonen titellos und nicht mehr das Non-Plusultra. Wie nimmst du diese Entwicklung wahr?</strong></p><p><i>Ich gehe davon aus, dass es nächstes Jahr anders aussehen wird. Ich finde, das Standing, das Red Bull mittlerweile in Europa erarbeitet hat, ist schon heftig und brutal eigentlich. Wenn man sich anschaut, welche Transferlöse sie gemacht haben, welche Spieler in Salzburg gespielt haben und welche internationale Karriere sie dann gemacht haben – wenn wir nur Haaland als einen von vielen nehmen –, dann haben sie vieles richtig gemacht, ganz einfach. Natürlich war da viel Geld im Spiel, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Und das war für Red Bull viel einfacher als für viele andere. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass sie vor zehn Jahren Meister wurden. Aber dafür brauchen sie sich nicht zu schämen. Das war einfach so, und das war in Ordnung. Ich glaube, die letzten beiden Jahre, speziell das letzte, waren darauf zurückzuführen, dass der Abverkauf im Sommer letztes Jahr heftig war, finde ich. Man hat wirklich fast nur noch auf junge Spieler gesetzt. Und ich glaube auch, dass die Qualität der jungen Spieler in diesem Jahr nicht ganz so gut war wie in den vergangenen Jahren.</i></p><p>Den <%LINK type="Artikel" id="288668" domain="www.salzburg24.at" text="Sonntagstalk auf SALZBURG24" target="_blank" rel="noopener" %>gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Karina Nouman, auch bekannt als "Fräulein Grün". Sie wird mit Kathrin Krispler darüber sprechen, welche Kräuter Salzburg zu bieten hat und was sich daraus ganz einfach zaubern lässt. Einfach reinhören!</p><p> </p>
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      <pubDate>Sun, 1 Jun 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/fuball-exot-andreas-heraf-austria-salzburg-ist-erstligareif-xXF5njrJ</link>
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Seine Handschrift trugen zahlreiche Talente, die heute in Österreichs A-Nationalteam auflaufen.</p><p>Nach dem Europacup-Finale mit Rapid Wien im Jahr 1996 wechselte Heraf zum <%LINK auto="true" type="Organisation" tag="Sportverein Austria Salzburg" text="SV Austria Salzburg" %>. In der Saison 1996/97 absolvierte er 28 Bundesliga-Spiele für die Salzburger und erzielte dabei drei Tore.<br />Sein Trainer war damals der bekannte Otto Barić. In dieser Mannschaft spielten unter anderem die Legenden <%LINK auto="true" type="Person" tag="Heimo Pfeifenberger" text="Heimo Pfeifenberger" %>, <%LINK auto="true" type="Person" tag="Franz Aigner" text="Franz Aigner" %> und Co. Er war ein Leistungsträger im defensiven Mittelfeld, blieb aber nur eine Saison, bevor er 1997 in die deutsche Bundesliga zu Hannover 96 wechselte. Austria Salzburg galt zu dieser Zeit als eines der führenden Teams in Österreich und stand regelmäßig im oberen Tabellendrittel. Obwohl Herafs Zeit in Salzburg kurz war, war er Teil einer spannenden und sehr erfolgreichen Phase des Vereins. Derzeit ist der 57-Jährige auf Vereinssuche.</p><h2>Sonntagstalk mit Andreas Heraf: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Austria Salzburg steht vor dem Aufstieg in die zweite Liga. Dementsprechend suchen sie auch einen Sportdirektor, der Christian Schneider diese Aufgaben abnimmt und ihn entlastet.  Präsident Claus Salzmann hat mir verraten, dass mit dir vom Vorstandsteam gesprochen wurde. Wie sieht es aus?</strong></p><p><i>Ich hätte mich gefreut, denn die Stelle bei Austria Salzburg wäre sicher eine spannende Aufgabe gewesen. Bis jetzt hat jedenfalls niemand mit mir gesprochen. Darum denke ich, dass es auch andere Kandidaten geben wird.</i></p><p><strong>Stell dir vor, Austria Salzburg steigt tatsächlich in die 2. Liga auf – was würde das für den österreichischen Fußball bedeuten?</strong></p><p><i>Ich bin mir sicher, dass sie es schaffen. Und zum Zweiten ist es einfach eine geile Sache, weil der Verein, wenn ich mir das Spiel gegen Imst als Beispiel nehme, ein enormes Zuschauerinteresse verzeichnet. Die Fans hinter dem Tor machen von der ersten Sekunde an Dampf und unterstützen die Mannschaft. Das ist eigentlich erstligareif. Und da kommt der Verein ja her. Man weiß ja aus der Vergangenheit, dass da eine große Tradition dahintersteht. Ich war ja selbst in Salzburg, 1991 war ich dort, leider nur für ein halbes Jahr. Aber die Fans waren schon damals gewaltig, und das hat sich nicht verändert. Das ist natürlich eine unglaubliche Bereicherung für den österreichischen Fußball, in diesem Fall für die zweite Liga. Wenn man diese Gedanken als Sportdirektor weiterdenkt, dann sehe ich Austria Salzburg irgendwann wieder in der ersten Liga. Das ist für mich einfach nicht aufzuhalten, weil der Verein eine so große Strahlkraft hat und nicht zu stoppen ist.</i></p><p><strong>Du warst nach deiner Spielerkarriere international als Trainer unterwegs – wie haben dich diese Erfahrungen geprägt, im Vergleich zu deiner Zeit in Österreich?</strong></p><p><i>Nun, wenn man als junger Mensch das erste Mal von zu Hause weg ist, beginnt es schon, dass man sich abkapselt und auf eigenen Beinen stehen muss. Das ist schon einmal eine Veränderung, selbst im eigenen Land. Aber wenn man dann in ein anderes Land geht, wird es noch einmal ganz anders. Da ist man noch weiter weg und führt manchmal ein anderes Leben, in einer anderen Kultur. Wenn man nach Deutschland geht, ist das nicht viel leichter, aber ich war ja Trainer oder Sportdirektor in Neuseeland und dann auch noch für kurze Zeit in Brasilien. Das Leben ist dort einfach ganz anders und darauf muss man sich einstellen, sonst kann man dort nicht überleben. Was Neuseeland betrifft, hat mich die Geschichte natürlich extrem geprägt, weil ich dort extrem auf die Schnauze gefallen bin und dann wieder nach Hause gegangen bin, obwohl mein Plan eigentlich gewesen war, in Neuseeland zu bleiben.</i></p><p><strong>Thema Nachwuchs: Welche Talente aus deiner Zeit als ÖFB-Jugendtrainer haben dich besonders überrascht und verfolgst du deren Werdegang heute noch?</strong></p><p><i>Ich war neun Jahre lang Nationaltrainer. Mit den Jahrgängen 1988 bis 1999 habe ich zusammengearbeitet. Da hast du aufgrund der Wahrscheinlichkeitsrechnung natürlich auch immer wieder Top-Talente dabei. Wenn ich so zurückblicke, dann war David Alaba bei mir dabei. Er war zwar ein Jahr jünger als mein Jahrgang, aber ich habe ihn für die Europameisterschaft ausgewählt. Da hat man von Anfang an gemerkt, dass er ein toller Fußballer und eine Führungspersönlichkeit ist. Er war der Jüngste in meiner Mannschaft und hat das Kommando übernommen, obwohl er noch leicht war. Das war schon sehr beeindruckend. Mir war relativ schnell klar, dass er ein ganz Großer werden würde. Und der zweite war Konny Laimer, es waren ganz viele dabei, die es wirklich zum Nationalspieler geschafft haben. Aber wenn ich daran denke, wer mich auch ein bisschen geprägt hat, dann war das Christoph Baumgartner, den habe ich fünf Jahre unter meinen Fittichen hatte. Er war der Beste, den ich jemals trainiert habe. Er war und ist wirklich ein unfassbarer Spieler.</i></p><p><strong>Red Bull Salzburg ist seit zwei Saisonen titellos und nicht mehr das Non-Plusultra. Wie nimmst du diese Entwicklung wahr?</strong></p><p><i>Ich gehe davon aus, dass es nächstes Jahr anders aussehen wird. Ich finde, das Standing, das Red Bull mittlerweile in Europa erarbeitet hat, ist schon heftig und brutal eigentlich. Wenn man sich anschaut, welche Transferlöse sie gemacht haben, welche Spieler in Salzburg gespielt haben und welche internationale Karriere sie dann gemacht haben – wenn wir nur Haaland als einen von vielen nehmen –, dann haben sie vieles richtig gemacht, ganz einfach. Natürlich war da viel Geld im Spiel, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Und das war für Red Bull viel einfacher als für viele andere. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass sie vor zehn Jahren Meister wurden. Aber dafür brauchen sie sich nicht zu schämen. Das war einfach so, und das war in Ordnung. Ich glaube, die letzten beiden Jahre, speziell das letzte, waren darauf zurückzuführen, dass der Abverkauf im Sommer letztes Jahr heftig war, finde ich. Man hat wirklich fast nur noch auf junge Spieler gesetzt. 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      <itunes:summary>Andreas Heraf kennt den österreichischen Fußball wie kaum ein anderer: Er wurde mit Rapid Wien Meister, spielte für Austria Salzburg und führte als Trainer zahlreiche Talente zu internationalen Karrieren.  Im Sonntagstalk spricht der 57-Jährige über den Reiz der Position als Sportdirektor bei den Violetten, seine bewegende Karriere und darüber, wie er David Alaba und Konrad Laimer als Jugendkicker trainiert hat.</itunes:summary>
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      <title>Bundesbehindertenanwältin Christine Steger: „Die Vielfalt des Lebens muss allen zumutbar sein“</title>
      <description><![CDATA[Als Bundesbehindertenanwältin setzt sich die Salzburgerin Christine Steger tagtäglich für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderung – nicht zuletzt auch, weil sie selbst seit einem Unfall mit einer Behinderung lebt. Im Sonntagstalk erzählt sie uns, wie das derzeitige Inklusionssystem in Österreich Berührungsängste schürt und wie sie als Frau mit einer Behinderung wahrgenommen wird. „Mit wie vielen Menschen mit Behinderung bist du im Lauf deiner Schullaufbahn, deines Studiums und deines beruflichen Lebens in Berührung gekommen?“, entgegnet Bundesbehindertenanwältin Christine Steger im SALZBURG24-Sonntagstalk auf die Frage, warum die Gesellschaft dem Thema Behinderung allzu oft mit Berührungsängsten begegnet.

Seit rund 20 Jahren setzt sich die Salzburgerin gezielt für die Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderung ein – seit 2023 ist die Bundesbehindertenanwältin. Täglich komme sie dabei mit Lücken im System, Ungerechtigkeit und persönlichen Schicksalen in Berührung. Diesen Weg habe sie nicht zuletzt deshalb beschritten, weil sie seit einem Unfall auch selbst mit einer Behinderung lebt und somit beide Seiten kenne. „Es war schon erschreckend, wie sich die Sicht meines Umfeldes auf mich geändert hat.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt die 44-Jährige, warum eine Behinderung einen Menschen alleine nicht definieren darf und welche Schritte notwendig wären, um die Gleichstellung in Österreich nachhaltig voranzutreiben. 

Sonntagstalk mit Christine Steger: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Christine, du setzt dich jeden Tag für Inklusion und Teilhabe ein. Was bedeuten diese Begriffe für dich persönlich?

CHRISTINE STEGER: Für mich persönlich bedeutet Teilhabe und ein inklusives Leben, ein Leben zu führen wie alle anderen auch. Ein gutes Leben, das wir uns für alle Menschen wünschen. Egal, welche Wünsche sie haben. Das ist sehr unterschiedlich und individuell. Das ist auch das Entscheidende in Bezug auf Menschen mit Behinderungen: Wahlmöglichkeiten zu haben, Entscheidungen treffen zu können und nicht nur Sachzwängen zu unterliegen. Sich ein gutes Leben aufbauen zu können, eine Existenz zu haben, die nicht nur determiniert ist von dem Umstand, dass mir aufgrund meiner Behinderung ein bestimmter Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird.

Was ist das für ein Platz, der Menschen mit Behinderung oft zugewiesen wird, würdest du sagen?

Sehr oft einer mit ganz bestimmten Rahmenbedingungen. Es gibt einfach Orte, die für Menschen mit Behinderungen vorgesehen sind. Das natürliche Habitat von Menschen mit Behinderungen müssen aber nicht zwangsläufig andere Menschen mit Behinderungen sein. Sehr oft ist aber genau das der Fall. Das sind Sonderräume, Sonderkindergärten, Sonderschulen, Wohneinrichtungen und Werkstätten. Das sind Räume und Umgebungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie bestimmte Parameter haben und beispielsweise ausschließlich für Menschen mit Behinderungen sind. 

Im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung herrscht oft eine gewisse Unsicherheit oder auch Scheu. Wie siehst du das? Und wie kann man einen guten Umgang mit diesem Thema finden?

Ich stelle darauf gerne eine Gegenfrage: „Wie viele Personen mit Behinderungen kennst du? Mit wie vielen bist du in die Klasse gegangen? Mit wie vielen hast du studiert? Wie viele sind in deinem Arbeitsumfeld?“ Und genau darum geht es. In Österreich gibt es schätzungsweise 1,9 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen, die angeben, Teilhabebarrieren zu haben. Das ist ein großer Teil der Bevölkerung, nämlich 20 Prozent. Das ist nicht nichts. Das sind keine exotischen Exemplare einer Spezies, sondern sie sind immer unter uns. Die Frage ist nur: Wo sind sie? In den Schulen sind sie oft nicht. An der Universität sind sie auch oft nicht zu finden. Es gibt eben sehr viele Sonderräume für Menschen mit Behinderung. Aber es hat einfach damit zu tun, dass man nicht in Kontakt treten kann. Und ich finde, dass uns als Menschen grundsätzlich das Leben und die Vielfalt des Lebens zumutbar sein muss.

Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht unser Sportredakteur Aleksander Andonov mit einer der vielseitigsten Figuren des österreichischen Fußballs: Andreas Herauf. Er gibt dabei Einblicke in seine aktuelle Vereinssuche und blickt auf seine Vergangenheit bei Austria Salzburg zurück.  
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      <pubDate>Sun, 25 May 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Seit rund 20 Jahren setzt sich die Salzburgerin gezielt für die Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderung ein – seit 2023 ist die Bundesbehindertenanwältin. Täglich komme sie dabei mit Lücken im System, Ungerechtigkeit und persönlichen Schicksalen in Berührung. Diesen Weg habe sie nicht zuletzt deshalb beschritten, weil sie seit einem Unfall auch selbst mit einer Behinderung lebt und somit beide Seiten kenne. „Es war schon erschreckend, wie sich die Sicht meines Umfeldes auf mich geändert hat.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt die 44-Jährige, warum eine Behinderung einen Menschen alleine nicht definieren darf und welche Schritte notwendig wären, um die Gleichstellung in Österreich nachhaltig voranzutreiben. 

Sonntagstalk mit Christine Steger: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Christine, du setzt dich jeden Tag für Inklusion und Teilhabe ein. Was bedeuten diese Begriffe für dich persönlich?

CHRISTINE STEGER: Für mich persönlich bedeutet Teilhabe und ein inklusives Leben, ein Leben zu führen wie alle anderen auch. Ein gutes Leben, das wir uns für alle Menschen wünschen. Egal, welche Wünsche sie haben. Das ist sehr unterschiedlich und individuell. Das ist auch das Entscheidende in Bezug auf Menschen mit Behinderungen: Wahlmöglichkeiten zu haben, Entscheidungen treffen zu können und nicht nur Sachzwängen zu unterliegen. Sich ein gutes Leben aufbauen zu können, eine Existenz zu haben, die nicht nur determiniert ist von dem Umstand, dass mir aufgrund meiner Behinderung ein bestimmter Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird.

Was ist das für ein Platz, der Menschen mit Behinderung oft zugewiesen wird, würdest du sagen?

Sehr oft einer mit ganz bestimmten Rahmenbedingungen. Es gibt einfach Orte, die für Menschen mit Behinderungen vorgesehen sind. Das natürliche Habitat von Menschen mit Behinderungen müssen aber nicht zwangsläufig andere Menschen mit Behinderungen sein. Sehr oft ist aber genau das der Fall. Das sind Sonderräume, Sonderkindergärten, Sonderschulen, Wohneinrichtungen und Werkstätten. Das sind Räume und Umgebungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie bestimmte Parameter haben und beispielsweise ausschließlich für Menschen mit Behinderungen sind. 

Im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung herrscht oft eine gewisse Unsicherheit oder auch Scheu. Wie siehst du das? Und wie kann man einen guten Umgang mit diesem Thema finden?

Ich stelle darauf gerne eine Gegenfrage: „Wie viele Personen mit Behinderungen kennst du? Mit wie vielen bist du in die Klasse gegangen? Mit wie vielen hast du studiert? Wie viele sind in deinem Arbeitsumfeld?“ Und genau darum geht es. In Österreich gibt es schätzungsweise 1,9 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen, die angeben, Teilhabebarrieren zu haben. Das ist ein großer Teil der Bevölkerung, nämlich 20 Prozent. Das ist nicht nichts. Das sind keine exotischen Exemplare einer Spezies, sondern sie sind immer unter uns. Die Frage ist nur: Wo sind sie? In den Schulen sind sie oft nicht. An der Universität sind sie auch oft nicht zu finden. Es gibt eben sehr viele Sonderräume für Menschen mit Behinderung. Aber es hat einfach damit zu tun, dass man nicht in Kontakt treten kann. Und ich finde, dass uns als Menschen grundsätzlich das Leben und die Vielfalt des Lebens zumutbar sein muss.

Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt&apos;s jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht unser Sportredakteur Aleksander Andonov mit einer der vielseitigsten Figuren des österreichischen Fußballs: Andreas Herauf. Er gibt dabei Einblicke in seine aktuelle Vereinssuche und blickt auf seine Vergangenheit bei Austria Salzburg zurück. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Als Bundesbehindertenanwältin setzt sich die Salzburgerin Christine Steger tagtäglich für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderung – nicht zuletzt auch, weil sie selbst seit einem Unfall mit einer Behinderung lebt. Im Sonntagstalk erzählt sie uns, wie das derzeitige Inklusionssystem in Österreich Berührungsängste schürt und wie sie als Frau mit einer Behinderung wahrgenommen wird. „Mit wie vielen Menschen mit Behinderung bist du im Lauf deiner Schullaufbahn, deines Studiums und deines beruflichen Lebens in Berührung gekommen?“, entgegnet Bundesbehindertenanwältin Christine Steger im SALZBURG24-Sonntagstalk auf die Frage, warum die Gesellschaft dem Thema Behinderung allzu oft mit Berührungsängsten begegnet.

Seit rund 20 Jahren setzt sich die Salzburgerin gezielt für die Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderung ein – seit 2023 ist die Bundesbehindertenanwältin. Täglich komme sie dabei mit Lücken im System, Ungerechtigkeit und persönlichen Schicksalen in Berührung. Diesen Weg habe sie nicht zuletzt deshalb beschritten, weil sie seit einem Unfall auch selbst mit einer Behinderung lebt und somit beide Seiten kenne. „Es war schon erschreckend, wie sich die Sicht meines Umfeldes auf mich geändert hat.“

Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt die 44-Jährige, warum eine Behinderung einen Menschen alleine nicht definieren darf und welche Schritte notwendig wären, um die Gleichstellung in Österreich nachhaltig voranzutreiben. 

Sonntagstalk mit Christine Steger: Auszug zum Nachlesen

SALZBURG24: Christine, du setzt dich jeden Tag für Inklusion und Teilhabe ein. Was bedeuten diese Begriffe für dich persönlich?

CHRISTINE STEGER: Für mich persönlich bedeutet Teilhabe und ein inklusives Leben, ein Leben zu führen wie alle anderen auch. Ein gutes Leben, das wir uns für alle Menschen wünschen. Egal, welche Wünsche sie haben. Das ist sehr unterschiedlich und individuell. Das ist auch das Entscheidende in Bezug auf Menschen mit Behinderungen: Wahlmöglichkeiten zu haben, Entscheidungen treffen zu können und nicht nur Sachzwängen zu unterliegen. Sich ein gutes Leben aufbauen zu können, eine Existenz zu haben, die nicht nur determiniert ist von dem Umstand, dass mir aufgrund meiner Behinderung ein bestimmter Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird.

Was ist das für ein Platz, der Menschen mit Behinderung oft zugewiesen wird, würdest du sagen?

Sehr oft einer mit ganz bestimmten Rahmenbedingungen. Es gibt einfach Orte, die für Menschen mit Behinderungen vorgesehen sind. Das natürliche Habitat von Menschen mit Behinderungen müssen aber nicht zwangsläufig andere Menschen mit Behinderungen sein. Sehr oft ist aber genau das der Fall. Das sind Sonderräume, Sonderkindergärten, Sonderschulen, Wohneinrichtungen und Werkstätten. Das sind Räume und Umgebungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie bestimmte Parameter haben und beispielsweise ausschließlich für Menschen mit Behinderungen sind. 

Im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung herrscht oft eine gewisse Unsicherheit oder auch Scheu. Wie siehst du das? Und wie kann man einen guten Umgang mit diesem Thema finden?

Ich stelle darauf gerne eine Gegenfrage: „Wie viele Personen mit Behinderungen kennst du? Mit wie vielen bist du in die Klasse gegangen? Mit wie vielen hast du studiert? Wie viele sind in deinem Arbeitsumfeld?“ Und genau darum geht es. In Österreich gibt es schätzungsweise 1,9 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen, die angeben, Teilhabebarrieren zu haben. Das ist ein großer Teil der Bevölkerung, nämlich 20 Prozent. Das ist nicht nichts. Das sind keine exotischen Exemplare einer Spezies, sondern sie sind immer unter uns. Die Frage ist nur: Wo sind sie? In den Schulen sind sie oft nicht. An der Universität sind sie auch oft nicht zu finden. Es gibt eben sehr viele Sonderräume für Menschen mit Behinderung. Aber es hat einfach damit zu tun, dass man nicht in Kontakt treten kann. Und ich finde, dass uns als Menschen grundsätzlich das Leben und die Vielfalt des Lebens zumutbar sein muss.

Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt&apos;s jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht unser Sportredakteur Aleksander Andonov mit einer der vielseitigsten Figuren des österreichischen Fußballs: Andreas Herauf. Er gibt dabei Einblicke in seine aktuelle Vereinssuche und blickt auf seine Vergangenheit bei Austria Salzburg zurück. </itunes:subtitle>
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      <title>Social-Media-Expertin Nicole Bodmayer: &quot;Kinder unter neun Jahren sollten nicht alleine ins Internet&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Österreichs Kinder bekommen im Schnitt mit neun Jahren ihr erstes eigenes Handy. Der erste Berührungspunkt zu digitalen Geräten ist aber weitaus früher. Laut einer deutschen Umfrage aus dem Vorjahr hat bereits jedes fünfte Kleinkind ein eigenes Tablet zur Verfügung. Knapp die Hälfte der Zwei- bis Fünfjährigen nutzt demzufolge täglich digitale Angebote – Streamingdienste und Spiele-Apps inbegriffen. </p><p>Die Saalfeldenerin Nicole Bodmayer hat es sich zur Herzensaufgabe gemacht, Kinder und insbesondere auch deren Eltern auf die Gefahren und Risiken im Netz aufmerksam zu machen und sie im Umgang mit den Herausforderungen des Internets – von ihr Medienmonster genannt –zu schulen. Die Mitarbeiterin einer Pinzgauer IT-Firma kennt sich schon von Berufs wegen mit Funktionsweisen, Algorithmen und kreierten Bubbles durch Instagram und Co aus. Seit 2022 hält die 29-Jährige in Salzburgs Schulen „Medienmonster“-Workshops ab.</p><h2>Sonntagstalk mit Nicole Bodmayer: Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: In den vergangenen Wochen und Monaten ist viel darüber diskutiert worden, das neu eingeführte Handyverbot an Schulen. Wie stehst du dazu?</strong></p><p><i>NICOLE BODMAYER: Auf der einen Seite gefällt es mir, dass sich auf politischer Ebene etwas tut. Aber Verbote sind nicht das Non-Plus-Ultra. Ich bin immer ein Fan davon, wenn man Kindern und Jugendlichen erklärt, warum und wieso. Es ist sehr viel effektiver, als wenn ich sage, das ist verboten, du darfst das nicht. Aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Die Gesellschaft fängt an, sich damit zu beschäftigen und wir überlegen uns, wie können wir mit dem ganzen Thema sinnvoll umgehen.</i></p><p><strong>Ab welchem Alter sollten Kinder an Handy und Tablet herangeführt werden? Was ist zu früh, aber gibt es auch zu spät? </strong></p><p><i>Es ist besonders relevant, dass Kinder unter drei Jahren von Bildschirmen möglichst ferngehalten werden. Wenn Kinder sehr viel vor den Geräten sitzen, wird das Gehirn nicht entsprechend stimuliert. Sie können dadurch sogar autismus-ähnliche Störungen, also einen Pseudoautismus, entwickeln. Sie haben Konzentrationsschwächen und ihnen fällt der Umgang mit anderen schwer. Unter sechs Jahren sollte man Kinder noch nicht allein fernsehen lassen. Sie können schnell umschalten und dann sind sie auf einmal nicht mehr beim „Sandmann“, sondern beim „Tatort“, was jetzt auch nicht so optimal wäre für ein sechsjähriges Kind. Unter neun Jahren sollte man Kinder nicht allein ins Internet lassen, sondern das mit ihnen gemeinsam machen. Wenn man das Kind langsam begleitet, hat man den Vorteil, dass man eine Gesprächsbasis hat. Denn wenn ich ein Kind erst mit 14 Jahren das erste Handy in die Hand drücke und dann ist das gemeinsame Erkunden meist durch die Pubertät ein bisschen schwierig. </i></p><p><strong>Als Elternteil sollte man also die Kinder bei den ersten Schritten im Netz begleiten. Schätzt du die meisten Erwachsenen als medienkompetent genug ein, um das machen zu können? </strong></p><p><i>Medienkompetenz kann man sich aneignen. Es gibt genug Angebote, bei denen man sich informieren kann, zum Beispiel saferinternet.at oder klicksafe.de. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir in einer Zeit, in der viel Fakenews kursieren und viel mit Algorithmen gearbeitet wird, auch wissen, was uns da gegenübersteht. Auch wenn man das Kind manchmal in die Expertenrolle hebt, passiert etwas Wundervolles. Also wenn man zum Beispiel sagt: Hey, du spielst da Minecraft. Möchtest du mir das nicht einmal erklären, wie das funktioniert? Dann hat das Kind das Gefühl, es kann auch uns Erwachsenen einmal seine Welt zeigen und man kommt ins Gespräch. Ich glaube, das Einzige, was ein Elternteil wirklich falsch machen kann, ist, dass es kein Interesse zeigt an dem, was das Kind online tut. Weil sobald ich Interesse zeige, können die Kinder mit mir darüber reden und kommen hoffentlich auch bei Problemen zu mir.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Bundesbehindertenanwältin Christine Steger zu Gast bei Anna Gruber. Die beiden sprechen über Gleichstellung und für uns unsichtbare Barrieren. Einfach reinhören! Habt ihr Vorschläge für Interviewpartner:innen? Dann meldet euch einfach unter <%LINK type="" text="redaktion@salzburg24.at" href="mailto:redaktion@salzburg24.at?subject=Sonntags-Talk" %>. Wir freuen uns über eure Inputs!</p>
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      <pubDate>Sun, 18 May 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/social-media-expertin-nicole-bodmayer-im-sonntags-talk-kinder-unter-neun-jahren-sollten-nicht-alleine-ins-internet-XUrGJCiE</link>
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      <itunes:summary>Schon kleinste Kinder wissen, wie man auf einem Smartphone „wischt“. Digitale Geräte und Online-Medien gehören bei einem Großteil bereits in der Kindheit zum Alltag. Welche Risiken und Gefahren dabei aber lauern, darauf macht die Pinzgauerin Nicole Bodmayer in Workshops an Salzburger Schulen aufmerksam. Im Sonntagstalk spricht die Social-Media-Expertin über einen gesunden Umgang mit Medien und wie Eltern ihre Kinder dabei begleiten sollten.</itunes:summary>
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      <title>Hebamme Beate Lamprecht: &quot;Geburt und Tod haben viele Ähnlichkeiten&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Seit 35 Jahren ist Beate Elvira Lamprecht Hebamme.  Der Beruf hat in ihrer Familie Tradition: Schon ihre Mutter und ihre Großmutter waren als Geburtshelferinnen tätig, auch ihre Tochter reiht sich in die Familiengeschichte ein. Seit Februar 2022 leitet Lamprecht den Bachelorstudiengang Hebammen an der Fachhochschule Salzburg in Puch (Tennengau), wo sie ihr Wissen an die nächste Generation Hebammen weitergibt. Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 spricht sie über idealisierte Vorstellungen von Schwangerschaft, Geburt und Muttersein, welche Herausforderungen werdende Eltern in Österreich bewältigen müssen und warum man sich als Hebamme auch mit dem Tod befassen muss.</p><h2>Sonntagstalk mit Hebamme Beate Lamprecht: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Welcher Irrglaube rund um Schwangerschaft und Geburt hält sich am hartnäckigsten?</strong></p><p><i>BEATE LAMPRECHT: Dass alle Mütter oder Eltern nach der Geburt freudenstrahlend sind. Das ist nämlich nicht so. Wir wissen aus Studien, dass etwa 32 bis 38 Prozent der Eltern erleben dürfen, dass unmittelbar nach der Geburt der Blitz einschlägt und die große Liebe da ist. Aber bei zwei Drittel der Eltern ist das etwas, was erst langsam kommt. Und deshalb sind die, die es nicht erleben, eigentlich normal. Sie sind die Norm.</i></p><p><strong>Was macht denn das mit Eltern, wenn sie von diesem Blitzschlag nicht getroffen werden, aber glauben, dass das die Normalität wäre?</strong></p><p><i>Ganz viele Eltern oder Mütter trauen sich darüber nicht zu sprechen, weil es so einen verklärten Blick auf Mutterschaft oder Elternschaft gibt. Deshalb sind sie oft sehr in sich gekehrt, wenn sie nicht die plötzliche große Liebe erleben. Aber es ist ein Prozess. […] Es ist wie beim Tanzen lernen. Man muss sich erst aneinander gewöhnen, um dann im gleichen Takt durchs Leben zu gehen.</i></p><p><strong>Gibt es einen Mutterinstinkt?</strong></p><p><i>Ich denke schon, dass sich bei den allermeisten Frauen ein gewisser Mutterinstinkt entwickelt. Aber ich glaube, dass das zu einem gewissen Grad auch ein Konstrukt ist, diese Mutterliebe und der Mutterinstinkt. Der Vaterinstinkt, der sich entwickelt oder nicht entwickelt, wird nicht in der Form ausgebreitet. Instinkt hat ganz viel damit zu tun, dass man das Gegenüber kennenlern. Wenn ich als Hebamme in den ersten Tagen nach der Geburt zur Nachsorge komme, wissen Mütter oft noch nicht, was das Weinen des Kindes bedeutet. Fünf oder sechs Wochen später sagt die Mutter dann: Jetzt ist das Kind müde, weil Besuch da war. Oder: Ich werde das Kind jetzt wickeln, weil ich glaube, die Windel ist voll. Man lernt einander besser kennen und auf die Zeichen zu schauen.</i></p><p><strong>Die Geburt wird oft als etwas Magisches beschrieben und die Schwangerschaft als die schönste Zeit im Leben einer Frau. Wie viel ist dran an dieser Erzählung?</strong></p><p><i>Mütter würden Ihnen wahrscheinlich sagen, dass das sehr unterschiedlich ist, von Schwangerschaft zu Schwangerschaft und auch je nachdem, in welcher Phase der Schwangerschaft man ist. Wenn eine Frau von Übelkeit geplagt ist, kann man sich schon einmal fragen, ob man das als Frau wirklich wollte. Über der Klomuschel hängen und sich der Übelkeit und dem Erbrechen zu ergeben. […] Zu mir hat einmal eine Frau gesagt: Die Schwangerschaft ist eine Zeit, wo etwas passiert, ohne dass ich etwas dazu tun kann. Es wächst ein Mensch in mir. Und das ist schon ein großes Wunder. Man weiß genau, an welchem Tag welches Organ entsteht, wie das Kind sich weiterentwickelt, dass es mithört, wenn die Mutter Musik hört und es mitschmeckt, was die Mutter ist, weil sich dadurch der Geschmack des Fruchtwassers verändert. Das ist eine total spannende Zeit. Und Geburt ist natürlich eine ganz große Herausforderung, eine Lebenswende. Man wird selbst vom Kind zur Mutter, wenn man ein Kind bekommt.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Nicole Bodmayr, die als Medienexpertin mit S24-Redakteurin Michaela Posch über Mediennutzung von Kindern sprechen wird – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 11 May 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Seit 35 Jahren ist Beate Elvira Lamprecht Hebamme.  Der Beruf hat in ihrer Familie Tradition: Schon ihre Mutter und ihre Großmutter waren als Geburtshelferinnen tätig, auch ihre Tochter reiht sich in die Familiengeschichte ein. Seit Februar 2022 leitet Lamprecht den Bachelorstudiengang Hebammen an der Fachhochschule Salzburg in Puch (Tennengau), wo sie ihr Wissen an die nächste Generation Hebammen weitergibt. Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 spricht sie über idealisierte Vorstellungen von Schwangerschaft, Geburt und Muttersein, welche Herausforderungen werdende Eltern in Österreich bewältigen müssen und warum man sich als Hebamme auch mit dem Tod befassen muss.</p><h2>Sonntagstalk mit Hebamme Beate Lamprecht: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Welcher Irrglaube rund um Schwangerschaft und Geburt hält sich am hartnäckigsten?</strong></p><p><i>BEATE LAMPRECHT: Dass alle Mütter oder Eltern nach der Geburt freudenstrahlend sind. Das ist nämlich nicht so. Wir wissen aus Studien, dass etwa 32 bis 38 Prozent der Eltern erleben dürfen, dass unmittelbar nach der Geburt der Blitz einschlägt und die große Liebe da ist. Aber bei zwei Drittel der Eltern ist das etwas, was erst langsam kommt. Und deshalb sind die, die es nicht erleben, eigentlich normal. Sie sind die Norm.</i></p><p><strong>Was macht denn das mit Eltern, wenn sie von diesem Blitzschlag nicht getroffen werden, aber glauben, dass das die Normalität wäre?</strong></p><p><i>Ganz viele Eltern oder Mütter trauen sich darüber nicht zu sprechen, weil es so einen verklärten Blick auf Mutterschaft oder Elternschaft gibt. Deshalb sind sie oft sehr in sich gekehrt, wenn sie nicht die plötzliche große Liebe erleben. Aber es ist ein Prozess. […] Es ist wie beim Tanzen lernen. Man muss sich erst aneinander gewöhnen, um dann im gleichen Takt durchs Leben zu gehen.</i></p><p><strong>Gibt es einen Mutterinstinkt?</strong></p><p><i>Ich denke schon, dass sich bei den allermeisten Frauen ein gewisser Mutterinstinkt entwickelt. Aber ich glaube, dass das zu einem gewissen Grad auch ein Konstrukt ist, diese Mutterliebe und der Mutterinstinkt. Der Vaterinstinkt, der sich entwickelt oder nicht entwickelt, wird nicht in der Form ausgebreitet. Instinkt hat ganz viel damit zu tun, dass man das Gegenüber kennenlern. Wenn ich als Hebamme in den ersten Tagen nach der Geburt zur Nachsorge komme, wissen Mütter oft noch nicht, was das Weinen des Kindes bedeutet. Fünf oder sechs Wochen später sagt die Mutter dann: Jetzt ist das Kind müde, weil Besuch da war. Oder: Ich werde das Kind jetzt wickeln, weil ich glaube, die Windel ist voll. Man lernt einander besser kennen und auf die Zeichen zu schauen.</i></p><p><strong>Die Geburt wird oft als etwas Magisches beschrieben und die Schwangerschaft als die schönste Zeit im Leben einer Frau. Wie viel ist dran an dieser Erzählung?</strong></p><p><i>Mütter würden Ihnen wahrscheinlich sagen, dass das sehr unterschiedlich ist, von Schwangerschaft zu Schwangerschaft und auch je nachdem, in welcher Phase der Schwangerschaft man ist. Wenn eine Frau von Übelkeit geplagt ist, kann man sich schon einmal fragen, ob man das als Frau wirklich wollte. Über der Klomuschel hängen und sich der Übelkeit und dem Erbrechen zu ergeben. […] Zu mir hat einmal eine Frau gesagt: Die Schwangerschaft ist eine Zeit, wo etwas passiert, ohne dass ich etwas dazu tun kann. Es wächst ein Mensch in mir. Und das ist schon ein großes Wunder. Man weiß genau, an welchem Tag welches Organ entsteht, wie das Kind sich weiterentwickelt, dass es mithört, wenn die Mutter Musik hört und es mitschmeckt, was die Mutter ist, weil sich dadurch der Geschmack des Fruchtwassers verändert. Das ist eine total spannende Zeit. Und Geburt ist natürlich eine ganz große Herausforderung, eine Lebenswende. Man wird selbst vom Kind zur Mutter, wenn man ein Kind bekommt.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Nicole Bodmayr, die als Medienexpertin mit S24-Redakteurin Michaela Posch über Mediennutzung von Kindern sprechen wird – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:title>Hebamme Beate Lamprecht: &quot;Geburt und Tod haben viele Ähnlichkeiten&quot;</itunes:title>
      <itunes:author>SALZBURG24</itunes:author>
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      <itunes:summary>Die Schwangerschaft als schönste Zeit im Leben einer Frau, Muttermilch als Zaubertrank und die Geburt als ein magischer Moment: Unser Bild von neugeborenem Leben ist geprägt von eher rosaroten Vorstellungen. Doch wie viel davon entspricht tatsächlich der Realität – und wo beginnt der Mythos? Zum Muttertag sprechen wir im Podcast mit einer Hebamme darüber, wie viel an diesen romantisierten Bildern wirklich dran ist.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Die Schwangerschaft als schönste Zeit im Leben einer Frau, Muttermilch als Zaubertrank und die Geburt als ein magischer Moment: Unser Bild von neugeborenem Leben ist geprägt von eher rosaroten Vorstellungen. Doch wie viel davon entspricht tatsächlich der Realität – und wo beginnt der Mythos? Zum Muttertag sprechen wir im Podcast mit einer Hebamme darüber, wie viel an diesen romantisierten Bildern wirklich dran ist.</itunes:subtitle>
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      <title>Schulfachinspektor Robert Tschaut: &quot;Sport ist beste Lebensschule&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Robert Tschaut kümmert sich um Lehrpläne, Infrastruktur, Schulveranstaltungen und Verbandskooperationen. Seine Arbeit an der Bildungsdirektion Salzburg ist vielfältig und reicht von rechtlichen Fragen bis zur Organisation von Wettkämpfen.</p><p>Die größte Herausforderung sieht der 57-Jährige darin, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Bewegung zu begeistern – entscheidend sei dabei vor allem das Vorbild im Elternhaus. Von einem sinkenden Stellenwert des Sports im Schulalltag will der gebürtige Saalfeldener (<a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/" target="_blank">Pinzgau</a>) nichts wissen, im Gegenteil: Er ortet in Salzburg ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung von Bewegung.</p><p>Ein Problem sei aber nach wie vor die Infrastruktur – die finanzielle Situation der Gemeinden beeinflusse die Ausstattung stark. Tschaut betont, dass das Freizeitverhalten der Kinder heute viel fremdbestimmter sei, Freiräume fehlen und die Sorgen der Eltern oft zu Einschränkungen führen.</p><p>Beim Thema Handy sieht er Vorteile im Sportunterricht für Videoanalysen und Messungen, unterstützt aber grundsätzlich ein Handyverbot während der Unterrichtszeit.</p><p>Bei der Ausbildung von Sportlehrer:innen sieht Tschaut positive Entwicklungen in der Sekundarstufe, sieht jedoch Bedarf an Spezialisierungen in der Primarstufe, wo aktuell noch Generalisten alle Fächer unterrichten müssen.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Robert Tschaut: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Robert, du hast ja schon viel Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt. Was sind die größten Hürden, wenn es darum geht, Jugendliche und Kinder wirklich zu motivieren, sich regelmäßig zu bewegen?</strong></p><p><i>Am wichtigsten sind aktive Eltern als Vorbilder. Dann würde ich mich mehr gut ausgebildete und motivierte Lehrpersonen wünschen. Ein bisschen problematisch sehe ich die Primarstufe, weil wir es hier natürlich mit einer Generalisierung zu tun haben. Die Lehrerinnen und Lehrer werden für alle Fächer ausgebildet. Und es gibt nicht diesen Wunderwuzzi, dass ich jetzt überall gut bin. Jeder hat irgendwo seine Stärken, seine Schwächen, seine Schwerpunkte. Und da sehe ich schon auch einen Bedarf, dass man auch hier in Musik, in Sport schon zu einer Art Spezialistentum kommt. Und als Drittes würde ich verbesserte Rahmenbedingungen und Infrastruktur nennen.</i></p><p><strong>Zum Thema Schulen und Veranstaltungen: Ihr habt ca. 10.000 bis 13.000 Jugendliche, die an so genannten Landesmeisterschaften in Salzburg teilnehmen. Kannst du uns einen genaueren Einblick geben, wie das abläuft und was da gemacht wird?</strong></p><p><i>Unser Wettkampfkalender reicht von B wie Badminton bis V wie Volleyball. Nächstes Jahr fangen wir auch mit Aquathlon an. Im Moment sind es 25 Sportarten mit über 100 Wettkämpfen, davon allein 56 Landesmeisterschaften. Der Rest sind eben die angesprochenen Bezirksmeisterschaften. Also letztes Jahr hatten wir 13.000 Kinder und Jugendliche, die wir zu solchen Schulsportwettkämpfen bewegt haben.</i></p><p><i>Und im Bereich der Selbstkompetenz, der Sozialkompetenz wird dort wahnsinnig viel gemacht oder gefördert bei den Kindern. Sie nehmen irrsinnig gerne teil und machen riesige Erfahrungen und ich sage immer, der Sport ist eine der wichtigsten und besten Lebensschulen, die es gibt, weil sie hier Erfahrungen machen, die sie im Klassenzimmer selber nicht machen können.</i></p><p><strong>Robert, wenn du dir drei Dinge wünschen könntest, um Bewegung für Sport und Sport für Kinder in den nächsten fünf Jahren zu stärken. Was würde ganz oben auf der Liste stehen?</strong></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Beate Elvira Lamprecht, die als Studiengangsleitung an der Fachhochschule über Hebammen und den Zauber Schwangerschaft und Geburt sprechen wird – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 4 May 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Robert Tschaut ist seit 16 Jahren Fachinspektor für Bewegung und Sport an der Bildungsdirektion Salzburg und wird in seinem Umfeld als „Mr. Sportstunde“ bezeichnet. Im Sonntagstalk spricht der 57-Jährige, warum die größten Hürden in puncto Bewegung im Elternhaus liegen und was getan werden muss, damit sich Kinder und Jugendliche mehr bewegen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Robert Tschaut ist seit 16 Jahren Fachinspektor für Bewegung und Sport an der Bildungsdirektion Salzburg und wird in seinem Umfeld als „Mr. Sportstunde“ bezeichnet. Im Sonntagstalk spricht der 57-Jährige, warum die größten Hürden in puncto Bewegung im Elternhaus liegen und was getan werden muss, damit sich Kinder und Jugendliche mehr bewegen.</itunes:subtitle>
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      <title>&quot;Gesundheitssystem ist zu wenig strukturiert&quot;: Rifer Hausarzt Christoph Dachs im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>„Kommunikation ist das wichtigste Instrument, das wir zur Verfügung haben“, sagt Christoph Dachs, Facharzt für Allgemein- und Familienmedizin. Gestartet hat der heute 65-Jährige im Jahr 1990 als Wahlarzt in Hallein-Rif (Tennengau). Vier Jahre später stellte er auf eine Kassenpraxis um. Seit Anfang des heurigen Jahres führt der Mediziner seine Ordination als Übergabepraxis und bereitet sich langsam aber sicher auf den Ruhestand vor. Aktuell arbeitet er mit seinen zwei Nachfolgerinnen zusammen, die seinen Vertrag übernehmen werden. Wir haben den Hausarzt zum Sonntagstalk in seiner Ordination getroffen und mit ihm darüber gesprochen, was sich in der Medizin in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, welche Chance Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bringen, warum das Gesundheitssystem aus seiner Sicht wenig bis gar keine Struktur hat und wie sich der Anspruch der Menschen an die Medizin verändert hat.</p><h2>Sonntagstalk mit Christoph Dachs: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Job?</strong></p><p><i>CHRISTOPH DACHS: (Lacht) Die größten Herausforderungen im Job sind, dass man immer dranbleibt, sich wissenschaftlich immer wieder gut aufstellt, dass man zur Selbstkritik und Selbstreflexion fähig ist und immer wieder hinterfragt, ob das, was man alltäglich tut, in Ordnung ist oder man etwas nachschärfen muss. Die Medizin entwickelt sich sehr schnell weiter. Die Basics sind allerdings da und die haben wir auch intus. Aber ich muss mich auskennen bei neuen Medikamenten oder bei neuen Therapieformen. Ich muss mich nicht im Detail auskennen – ich werde sicher nicht einem Gynäkologen Konkurrenz machen oder mich in diffizile (schwierige, Anm.) internistische Maßnahmen einmischen. Aber wir müssen uns zumindest auskennen, was da passiert und überlegen ob das, was im Moment mit dem Patienten passiert, gut für ihn ist oder nicht, weil wir so nah an ihm dran sind.</i></p><p><strong>Was sind die häufigsten Anliegen, mit denen die Menschen zu Ihnen kommen?</strong></p><p><i>Wenn man es ganz medizinisch betrachtet ist einer der häufigsten Anlässe zur Konsultation Kreuzschmerz oder Schmerz am Bewegungsapparat. Natürlich auch Infektionen – gerade in der jetzigen Zeit. Das ist auch unser tägliches Geschäft. Wir haben Schwindel als nicht so seltenes Symptom. Aber was auch dazukommt ist diese psychosomatische Komponente, dass man oft Symptome nicht gleich einordnen kann. Man geht in die Erforschung und kommt drauf: Da ist eine starke psychische Komponente mit dabei. Dabei ist auch wichtig zu sagen, dass nicht alles psychisch ist.</i></p><p><strong>Hat sich die Beziehung zu den Patientinnen und Patienten in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten verändert? Oder ist das etwas, das immer gleichgeblieben ist?</strong></p><p><i>Es hat sich verändert – ganz klar. Das hat mehrere Aspekte. Das eine ist, dass ich mittlerweile ein älterer Herr bin, der ein ganz anderes Auftreten und eine ganz andere Autorität hat. Am Anfang ist es mir sehr häufig passiert, dass Patienten aufgetreten sind – vor allem ältere Herren – die gesagt haben: „Der soll machen und nach unseren Vorstellungen reagieren.“ Das passiert mir heute nicht mehr, weil ich die Autorität und das fachliche Wissen habe, dass ich sagen kann: „Das tun wir nicht, sondern wir gehen diesen oder jenen Weg.“</i></p><p><i>Natürlich hat sich die Gesellschaft auch verändert. Auch Corona hat einiges dazu beigetragen, dass eine gewisse Skepsis mitschwingt, dass auch eine Wissenschaftsfeindlichkeit um sich greift, die mich ein bisschen irritiert. Allerdings kann ich das mit Gesprächen mit den meisten Patienten gut diskutieren. Und die meisten Patienten folgen doch meinen Argumenten. Es geht jetzt sehr häufig auch um Nahrungsergänzungsmittel, die von so vielen Leuten geschluckt werden. Wenn ich ihnen sage: „Nein, das ist nicht notwendig, du hast genug, außer du hast eine Erkrankung, die einen Vitaminmangel verursacht.“ Dann sind die Patienten eher dankbar, weil sie sehr viel Geld für solche Dinge ausgeben, die aus meiner Sicht nicht den gewünschten Erfolg bringen.</i></p><p><strong>Ein großer Teil der Hausärztinnen und Hausärzte geht langsam in Pension, manche haben das schon getan. Wie steht es um den Nachwuchs?</strong></p><p><i>Das ist sicherlich die große Frage. Ich bin selber ein Baby-Boomer. Meine Generation geht jetzt in Pension, ich bin offiziell eigentlich auch schon in Pension. Da muss der Generationenwechsel stattfinden. Ein Thema, das uns die Sache erschwert, ist, dass die Allgemeinmedizin immer mehr weiblich wird. Das ist prinzipiell sehr gut, ich habe selber zwei Nachfolgerinnen, die meinen Kassenvertrag übernehmen werden. Es sind sehr nette, sehr engagierte Kolleginnen, mit denen ich sehr glücklich und zufrieden bin. Die andere Geschichte ist, dass sie nur in Teilzeit arbeiten, weil sie Familie haben. Ärztinnen haben meist einen Partner, der auch Akademiker ist, seinen Job hat und 40 Stunden oder mehr arbeitet. Das heißt, die Betreuung der Familien bleibt meist wieder bei den Frauen hängen. Und deshalb ist es auch vollkommen einzusehen, dass sie sagen: „Wir können nicht so viel arbeiten.“ Aber das verschärft das ganze Problem noch einmal. Das heißt, wir müssen daran arbeiten. Wir orten aber doch, dass deutlich mehr Interesse an der Allgemeinmedizin besteht.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 20 Apr 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Wir haben den Hausarzt zum Sonntagstalk in seiner Ordination getroffen und mit ihm darüber gesprochen, was sich in der Medizin in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, welche Chance Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bringen, warum das Gesundheitssystem aus seiner Sicht wenig bis gar keine Struktur hat und wie sich der Anspruch der Menschen an die Medizin verändert hat.</p><h2>Sonntagstalk mit Christoph Dachs: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Job?</strong></p><p><i>CHRISTOPH DACHS: (Lacht) Die größten Herausforderungen im Job sind, dass man immer dranbleibt, sich wissenschaftlich immer wieder gut aufstellt, dass man zur Selbstkritik und Selbstreflexion fähig ist und immer wieder hinterfragt, ob das, was man alltäglich tut, in Ordnung ist oder man etwas nachschärfen muss. Die Medizin entwickelt sich sehr schnell weiter. Die Basics sind allerdings da und die haben wir auch intus. Aber ich muss mich auskennen bei neuen Medikamenten oder bei neuen Therapieformen. Ich muss mich nicht im Detail auskennen – ich werde sicher nicht einem Gynäkologen Konkurrenz machen oder mich in diffizile (schwierige, Anm.) internistische Maßnahmen einmischen. Aber wir müssen uns zumindest auskennen, was da passiert und überlegen ob das, was im Moment mit dem Patienten passiert, gut für ihn ist oder nicht, weil wir so nah an ihm dran sind.</i></p><p><strong>Was sind die häufigsten Anliegen, mit denen die Menschen zu Ihnen kommen?</strong></p><p><i>Wenn man es ganz medizinisch betrachtet ist einer der häufigsten Anlässe zur Konsultation Kreuzschmerz oder Schmerz am Bewegungsapparat. Natürlich auch Infektionen – gerade in der jetzigen Zeit. Das ist auch unser tägliches Geschäft. Wir haben Schwindel als nicht so seltenes Symptom. Aber was auch dazukommt ist diese psychosomatische Komponente, dass man oft Symptome nicht gleich einordnen kann. Man geht in die Erforschung und kommt drauf: Da ist eine starke psychische Komponente mit dabei. Dabei ist auch wichtig zu sagen, dass nicht alles psychisch ist.</i></p><p><strong>Hat sich die Beziehung zu den Patientinnen und Patienten in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten verändert? Oder ist das etwas, das immer gleichgeblieben ist?</strong></p><p><i>Es hat sich verändert – ganz klar. Das hat mehrere Aspekte. Das eine ist, dass ich mittlerweile ein älterer Herr bin, der ein ganz anderes Auftreten und eine ganz andere Autorität hat. Am Anfang ist es mir sehr häufig passiert, dass Patienten aufgetreten sind – vor allem ältere Herren – die gesagt haben: „Der soll machen und nach unseren Vorstellungen reagieren.“ Das passiert mir heute nicht mehr, weil ich die Autorität und das fachliche Wissen habe, dass ich sagen kann: „Das tun wir nicht, sondern wir gehen diesen oder jenen Weg.“</i></p><p><i>Natürlich hat sich die Gesellschaft auch verändert. Auch Corona hat einiges dazu beigetragen, dass eine gewisse Skepsis mitschwingt, dass auch eine Wissenschaftsfeindlichkeit um sich greift, die mich ein bisschen irritiert. Allerdings kann ich das mit Gesprächen mit den meisten Patienten gut diskutieren. Und die meisten Patienten folgen doch meinen Argumenten. Es geht jetzt sehr häufig auch um Nahrungsergänzungsmittel, die von so vielen Leuten geschluckt werden. Wenn ich ihnen sage: „Nein, das ist nicht notwendig, du hast genug, außer du hast eine Erkrankung, die einen Vitaminmangel verursacht.“ Dann sind die Patienten eher dankbar, weil sie sehr viel Geld für solche Dinge ausgeben, die aus meiner Sicht nicht den gewünschten Erfolg bringen.</i></p><p><strong>Ein großer Teil der Hausärztinnen und Hausärzte geht langsam in Pension, manche haben das schon getan. Wie steht es um den Nachwuchs?</strong></p><p><i>Das ist sicherlich die große Frage. Ich bin selber ein Baby-Boomer. Meine Generation geht jetzt in Pension, ich bin offiziell eigentlich auch schon in Pension. Da muss der Generationenwechsel stattfinden. Ein Thema, das uns die Sache erschwert, ist, dass die Allgemeinmedizin immer mehr weiblich wird. Das ist prinzipiell sehr gut, ich habe selber zwei Nachfolgerinnen, die meinen Kassenvertrag übernehmen werden. Es sind sehr nette, sehr engagierte Kolleginnen, mit denen ich sehr glücklich und zufrieden bin. Die andere Geschichte ist, dass sie nur in Teilzeit arbeiten, weil sie Familie haben. Ärztinnen haben meist einen Partner, der auch Akademiker ist, seinen Job hat und 40 Stunden oder mehr arbeitet. Das heißt, die Betreuung der Familien bleibt meist wieder bei den Frauen hängen. Und deshalb ist es auch vollkommen einzusehen, dass sie sagen: „Wir können nicht so viel arbeiten.“ Aber das verschärft das ganze Problem noch einmal. Das heißt, wir müssen daran arbeiten. 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      <title>Coworking-Pionierin Romy Sigl: &quot;Die letzten Monate waren die härtesten meines Lebens&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Der von Romy Sigl im Jahr 2012 gegründete erste professionelle Coworking Space in Salzburg stand zum Jahresbeginn vor dem Aus. Finanzielle Probleme traten auf, weil viele Selbstständige, Start-Ups und Co infolge der Pandemie ins Homeoffice wechselten und keinen geteilten Arbeitsplatz mehr benötigten. Dazu kam, dass eine schriftlich zugesagte EU-Förderung bislang nicht ausgezahlt wurde. „Mein Anwalt prüft den Sachverhalt zurzeit“, sagt Sigl im Vorfeld der Podcast-Aufnahme mit SALZBURG24 und lässt sich zu dieser Causa nicht mehr entlocken.</p><p>Die 43-jährige Mutter eines Sohnes (7) hat einen HTL-Abschluss im Hochbau, studierte danach an der FH Salzburg Produktmanagement, um sich nach vier Jahren in der Wirtschaft selbstständig zu machen. Im Coworking Space im Techno-Z im Salzburger Stadtteil Itzling bietet die Flachgauerin tageweise Mietplätze bis hin zu fixen Büros für Selbstständige, Gründer:innen und Teams an. Die Zukunft ihres Lebenswerkes konnte Sigl vorerst sichern – Coworking Salzburg zieht innerhalb des Techno-Z um. Wie es ab Sommer weitergeht, hat sie uns im Sonntagstalk verraten.</p><p>Sonntagstalk mit Romy Sigl: Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Coworking Salzburg stand Anfang des Jahres vor dem Aus. Lässt du mit uns die ersten Monate dieses Jahres ein bisschen Revue passieren?</strong></p><p><i>ROMY SIGL: Um ehrlich zu sein, waren das wirklich die allerhärtesten Monate seit Beginn meiner Selbstständigkeit und vielleicht sogar seit Beginn meines Lebens, weil man muss wissen, Coworking ist ja nicht nur mein Geschäftsmodell, das ist ja viel mehr. Das ist meine Community, das ist mein Netzwerk, das sind meine Freunde. Und das ist auch meine Haltung zur Welt. Nämlich diese Haltung, die besagt, wir halten zusammen, wir lösen gemeinsam Probleme und wir geben nicht einfach auf, wenn es schwierig ist. Nein, wir lernen, wir machen weiter und wir stehen wieder auf. Und genau dieses Mantra, das ich jetzt schon seit 13 Jahren vor mir hertrage, dann auch mich selber anzuwenden, das war jetzt so diese Prüfung, die mir das Leben gestellt hat. Denn obwohl ich Community und Coworking betreibe, versuche ich dann doch immer, meine Probleme selber zu lösen. Und so kam jetzt der Jahreswechsel und ich habe wirklich kurz darüber nachgedacht, jetzt einfach alles hinzuwerfen, weil es waren so viele Probleme und so viele Lasten auf meiner Schulter. Und dann habe ich mich darauf besonnen, was Coworking eigentlich ist. Und das bedeutet, wenn es schwierig wird, muss man darüber reden. Und das habe ich kommuniziert. Und man kann nicht planen, was danach passiert. Man kann nur hoffen, dass dieses Netzwerk irgendwie funktioniert. Und ich bin jetzt sehr froh, darüber reden zu können. Dieses Netzwerk funktioniert wirklich. Denn dadurch, dass ich so transparent war mit all diesen Problemen, die gerade anstehen, sind dann wirklich jetzt 14 unterschiedliche Optionen auf mich zugekommen, wie es weitergehen kann. Und das gibt mir so viel Kraft, dass mein Lebenswerk, das ich hier gebaut habe, tatsächlich mich selber auch trägt.</i></p><p><strong>Wie lange hast du gebraucht, um diesen Schritt an die Öffentlichkeit zu wagen?</strong></p><p><i>Das waren Monate. Denn dieser Hammer, diese Problematik, als die so schlagend wurde, das war im August. Vier Monate habe ich selber mit mir da verbracht und gerungen. Es war kein schöner Spätsommer und es war wirklich kein schöner Herbst.</i></p><p><strong>Welche positiven Schlüsse hast du nach all dem jetzt für dich persönlich gezogen?</strong></p><p><i>Ich glaube, Krisen, und das klingt jetzt so wahnsinnig platt und in dem Moment, wo der Hammer auf dich zukommt, denkst du dir nur, was ist denn das für ein Scheiß-Spruch, aber Krisen stärken tatsächlich den Charakter. Also wenn ich darüber nachdenke, ob es wirklich das ist, was ich in meinem Leben machen möchte, wenn es einfach geht, dann ist diese Frage nicht so präsent, aber wenn es schwierig wird, dann muss man einfach in sich gehen. Und ich habe mich sehr zurückgezogen diese Monate im Herbst. Und ich weiß jetzt wieder, warum ich es mache. Und ich mache es trotzdem, trotzdem es schwierig ist. Sorgen bringen nichts. Ich kann hinter jeder Ecke eine Gefahr oder eine Chance sehen – ich entscheide mich für Letzteres.</i></p><p><strong>Und der Umzug innerhalb des Techno-Sets, der steht noch bevor?</strong></p><p><i>Ja, also da diese Neupositionierung, die ist jetzt gerade „in the making“. Es wird wahrscheinlich diese Trennung zwischen eben diesem Social Hub, dieser Gesprächs- und Kommunikationszone, wo man dieses Netzwerken betreibt und 600 Quadratmeter, wo wir wirklich uns auf das fokussierte Arbeiten konzentrieren, wo man in Ruhe ist, denn das ist ja auch psychologisch für Menschen ganz wichtig, dass man nicht ständig gestört wird. Also das ist ja das, was Menschen angeben, das grenzt fast an Psychoterror, wenn man ständig aus der Arbeit herausgerissen wird. Und das ist ja auch so ein bisschen ein Mythos, dass die Menschen glauben, die noch nie bei uns waren, dass es in einem Coworking-Space ständig so ist – was aber gar nicht der Fall ist. Denn es gibt ganz eindeutige Signale. Wenn jemand einen Kopfhörer aufhat, dann will er nicht reden, dann geht da auch keiner hin. Und es wird ja auch gar nicht so viel getratscht, wie vielleicht die Annahme ist, weil eben alle auch ihre Projekte erledigen müssen. Aber um diese zwei Zonen, die ja doch fundamental unterschiedlich sind, voneinander zu trennen, gibt es dann zwei Etagen. Ab Sommer: 600 Quadratmeter Einzelbüros. Und das ist ja auch das, was der Markt im Moment mehr möchte, also mehr Türe zumachen, Logo drauf, zusperren können. Das ist jetzt mein Büro. Und dann aber rausgehen und die anderen treffen zum Netzwerken. Und dass wir eben diese beiden Welten miteinander vereinen, da arbeite ich gerade sehr intensiv mit dem Techno-Z, dass wir das so bald wie möglich realisieren können.</i></p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 13 Apr 2025 11:56:57 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/coworking-pionierin-romy-sigl-die-letzten-monate-waren-die-hartesten-meines-lebens-Url3tUii</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der von Romy Sigl im Jahr 2012 gegründete erste professionelle Coworking Space in Salzburg stand zum Jahresbeginn vor dem Aus. Finanzielle Probleme traten auf, weil viele Selbstständige, Start-Ups und Co infolge der Pandemie ins Homeoffice wechselten und keinen geteilten Arbeitsplatz mehr benötigten. Dazu kam, dass eine schriftlich zugesagte EU-Förderung bislang nicht ausgezahlt wurde. „Mein Anwalt prüft den Sachverhalt zurzeit“, sagt Sigl im Vorfeld der Podcast-Aufnahme mit SALZBURG24 und lässt sich zu dieser Causa nicht mehr entlocken.</p><p>Die 43-jährige Mutter eines Sohnes (7) hat einen HTL-Abschluss im Hochbau, studierte danach an der FH Salzburg Produktmanagement, um sich nach vier Jahren in der Wirtschaft selbstständig zu machen. Im Coworking Space im Techno-Z im Salzburger Stadtteil Itzling bietet die Flachgauerin tageweise Mietplätze bis hin zu fixen Büros für Selbstständige, Gründer:innen und Teams an. Die Zukunft ihres Lebenswerkes konnte Sigl vorerst sichern – Coworking Salzburg zieht innerhalb des Techno-Z um. Wie es ab Sommer weitergeht, hat sie uns im Sonntagstalk verraten.</p><p>Sonntagstalk mit Romy Sigl: Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Coworking Salzburg stand Anfang des Jahres vor dem Aus. Lässt du mit uns die ersten Monate dieses Jahres ein bisschen Revue passieren?</strong></p><p><i>ROMY SIGL: Um ehrlich zu sein, waren das wirklich die allerhärtesten Monate seit Beginn meiner Selbstständigkeit und vielleicht sogar seit Beginn meines Lebens, weil man muss wissen, Coworking ist ja nicht nur mein Geschäftsmodell, das ist ja viel mehr. Das ist meine Community, das ist mein Netzwerk, das sind meine Freunde. Und das ist auch meine Haltung zur Welt. Nämlich diese Haltung, die besagt, wir halten zusammen, wir lösen gemeinsam Probleme und wir geben nicht einfach auf, wenn es schwierig ist. Nein, wir lernen, wir machen weiter und wir stehen wieder auf. Und genau dieses Mantra, das ich jetzt schon seit 13 Jahren vor mir hertrage, dann auch mich selber anzuwenden, das war jetzt so diese Prüfung, die mir das Leben gestellt hat. Denn obwohl ich Community und Coworking betreibe, versuche ich dann doch immer, meine Probleme selber zu lösen. Und so kam jetzt der Jahreswechsel und ich habe wirklich kurz darüber nachgedacht, jetzt einfach alles hinzuwerfen, weil es waren so viele Probleme und so viele Lasten auf meiner Schulter. Und dann habe ich mich darauf besonnen, was Coworking eigentlich ist. Und das bedeutet, wenn es schwierig wird, muss man darüber reden. Und das habe ich kommuniziert. Und man kann nicht planen, was danach passiert. Man kann nur hoffen, dass dieses Netzwerk irgendwie funktioniert. Und ich bin jetzt sehr froh, darüber reden zu können. Dieses Netzwerk funktioniert wirklich. Denn dadurch, dass ich so transparent war mit all diesen Problemen, die gerade anstehen, sind dann wirklich jetzt 14 unterschiedliche Optionen auf mich zugekommen, wie es weitergehen kann. Und das gibt mir so viel Kraft, dass mein Lebenswerk, das ich hier gebaut habe, tatsächlich mich selber auch trägt.</i></p><p><strong>Wie lange hast du gebraucht, um diesen Schritt an die Öffentlichkeit zu wagen?</strong></p><p><i>Das waren Monate. Denn dieser Hammer, diese Problematik, als die so schlagend wurde, das war im August. Vier Monate habe ich selber mit mir da verbracht und gerungen. Es war kein schöner Spätsommer und es war wirklich kein schöner Herbst.</i></p><p><strong>Welche positiven Schlüsse hast du nach all dem jetzt für dich persönlich gezogen?</strong></p><p><i>Ich glaube, Krisen, und das klingt jetzt so wahnsinnig platt und in dem Moment, wo der Hammer auf dich zukommt, denkst du dir nur, was ist denn das für ein Scheiß-Spruch, aber Krisen stärken tatsächlich den Charakter. Also wenn ich darüber nachdenke, ob es wirklich das ist, was ich in meinem Leben machen möchte, wenn es einfach geht, dann ist diese Frage nicht so präsent, aber wenn es schwierig wird, dann muss man einfach in sich gehen. Und ich habe mich sehr zurückgezogen diese Monate im Herbst. Und ich weiß jetzt wieder, warum ich es mache. Und ich mache es trotzdem, trotzdem es schwierig ist. Sorgen bringen nichts. Ich kann hinter jeder Ecke eine Gefahr oder eine Chance sehen – ich entscheide mich für Letzteres.</i></p><p><strong>Und der Umzug innerhalb des Techno-Sets, der steht noch bevor?</strong></p><p><i>Ja, also da diese Neupositionierung, die ist jetzt gerade „in the making“. Es wird wahrscheinlich diese Trennung zwischen eben diesem Social Hub, dieser Gesprächs- und Kommunikationszone, wo man dieses Netzwerken betreibt und 600 Quadratmeter, wo wir wirklich uns auf das fokussierte Arbeiten konzentrieren, wo man in Ruhe ist, denn das ist ja auch psychologisch für Menschen ganz wichtig, dass man nicht ständig gestört wird. Also das ist ja das, was Menschen angeben, das grenzt fast an Psychoterror, wenn man ständig aus der Arbeit herausgerissen wird. Und das ist ja auch so ein bisschen ein Mythos, dass die Menschen glauben, die noch nie bei uns waren, dass es in einem Coworking-Space ständig so ist – was aber gar nicht der Fall ist. Denn es gibt ganz eindeutige Signale. Wenn jemand einen Kopfhörer aufhat, dann will er nicht reden, dann geht da auch keiner hin. Und es wird ja auch gar nicht so viel getratscht, wie vielleicht die Annahme ist, weil eben alle auch ihre Projekte erledigen müssen. Aber um diese zwei Zonen, die ja doch fundamental unterschiedlich sind, voneinander zu trennen, gibt es dann zwei Etagen. Ab Sommer: 600 Quadratmeter Einzelbüros. Und das ist ja auch das, was der Markt im Moment mehr möchte, also mehr Türe zumachen, Logo drauf, zusperren können. Das ist jetzt mein Büro. Und dann aber rausgehen und die anderen treffen zum Netzwerken. Und dass wir eben diese beiden Welten miteinander vereinen, da arbeite ich gerade sehr intensiv mit dem Techno-Z, dass wir das so bald wie möglich realisieren können.</i></p>
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      <itunes:summary>Turbulente Wochen und Monate liegen hinter Romy Sigl, der Gründerin von Coworking Salzburg. Das Lebenswerk der Flachgauerin stand vor dem Aus, die 43-Jährige wollte sogar alles hinschmeißen. Doch dann kam alles anders. Im Sonntagstalk blickt Sigl zurück, erzählt, wie sich ihre Einrichtung im Techno-Z heuer verändern wird und welche positiven Erfahrungen sie trotz der schwierigen Situation gemacht hat.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Turbulente Wochen und Monate liegen hinter Romy Sigl, der Gründerin von Coworking Salzburg. Das Lebenswerk der Flachgauerin stand vor dem Aus, die 43-Jährige wollte sogar alles hinschmeißen. Doch dann kam alles anders. Im Sonntagstalk blickt Sigl zurück, erzählt, wie sich ihre Einrichtung im Techno-Z heuer verändern wird und welche positiven Erfahrungen sie trotz der schwierigen Situation gemacht hat.</itunes:subtitle>
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      <title>DJ Dominique Jardin: &quot;Auflegen ist 10 Prozent Musik und 90 Prozent Business&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Ob auf den großen Festivalbühnen des Landes, an ausgefallenen Locations oder hinter dem Bildschirm: Dominique Jardin kennt das DJ-Leben mittlerweile genau. Als heimische Größe der elektronischen Musik hat sie sich mittlerweile auch international einen Namen gemacht.</p><p>Der Werdegang der Wahl-Zell-am-Seerin (Pinzgau) war aber nicht unbedingt vorgezeichnet. „Ich habe mir nur gedacht: 'Die Bühne muss irgendwann mein Zuhause sein“, erzählt sie im SALZBURG24-Sonntagstalk. Geschafft habe sie das mit ihrem Geheimrezept aus tanzbaren Tech-House-Beats und Samples zum Mitsingen.</p><p>Im Gespräch hat sie uns außerdem verraten, wie sie sich als Frau in der Branche einen Platz erkämpft hat, warum ein guter Anwalt am Beginn einer Musikkarriere das wichtigste ist und, dass man nicht jeden guten Song samplen sollte. Hört gerne rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Dominique Jardin – ein Auszug</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Dominique, du bespielst die Bühnen dieser Welt und bringst Mengen zum Tanzen. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du jetzt das machst, was du machst?</strong></p><p><i>DOMINIQUE JARDIN: Die Bühne hat mich schon als Kind magisch angezogen. Ich wusste immer: Irgendwie muss ich es dorthin schaffen. Egal ob im Kindergarten oder in der Schule, sobald es eine Gelegenheit gab – bei einem Theaterstück oder einer Aufführung – musste ich dabei sein. Irgendwann bin ich dann mit dem Auflegen in Berührung gekommen und habe mir gedacht „Eigentlich ist das ein schöner Platz und ein guter Türöffner.“ Vor allem auch, weil ich elektronische Musik liebe – was könnte also besser passen?</i></p><p><strong>Und das DJing hast du dir dann selbst beigebracht?</strong></p><p><i>Ja, also die ersten drei Jahre – nachdem ich draufgekommen bin, was ich machen will – war ich sowieso nur im Keller. Ich wollte erst wirklich sicher sein, bevor ich vor Leuten auflege. Gleichzeitig habe ich mich in die Szene reingearbeitet – geschaut, wer in den Clubs auflegt, wer als DJ aktiv ist. Vielleicht war ich am Anfang ein bisschen lästig, aber anders lernt man es ja nicht. Heute ist das mit YouTube, TikTok und Co. viel einfacher, da kannst du dir vieles von zu Hause aus beibringen.</i><br /><i>Damals bin ich einfach auf Leute zugegangen, die es draufhatten, und habe mich reingehängt. Aber am Ende war es viel Übung – Stunde um Stunde, bis ich mir sicher genug war, um vor Publikum aufzulegen. Und das ist nach wie vor so: Es gibt nichts Schlimmeres, als unvorbereitet auf die Bühne zu gehen.</i></p><p><strong>Ich habe mir dein Leben mit durchtanzten Nächten und tagsüber schlafen vorgestellt – was ist da tatsächlich dran?</strong></p><p><i>Natürlich geht es um Spaß, Leidenschaft und die Fans – das muss immer an erster Stelle stehen. Aber wenn man das Ganze auf einem professionellen Niveau machen will, dann steckt dahinter vor allem viel Bürokratie. Am Ende des Tages ist es ein Business, und das ist nicht immer lustig. Gerade Newcomer fragen mich oft: „Wie hast du angefangen? Hast du Tipps?“ Und mein wichtigster Rat an alle, die durchstarten wollen: Sucht euch einen guten Anwalt.</i><br /><i>Mit der Zeit zieht man viele Menschen an – nicht immer nur die, die es gut mit einem meinen. Das gilt nicht nur für die Musikbranche, sondern für alle kreativen Berufe. Wenn man für seine Leidenschaft brennt, ist man oft so fokussiert auf den Traum, dass man Verträge unterschreibt, die man besser nicht unterschrieben hätte. Ich habe da selbst Lehrgeld bezahlt. Manchmal trifft man Entscheidungen, die man mit der richtigen Beratung anders getroffen hätte. Ein guter Anwalt kann einem da viel Ärger ersparen.</i></p><p><i>​​Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Kommenden Sonntag erzählt uns Romy Sigl, Gründerin von Coworking Salzburg, was sich in der Salzburger Start-Up-Szene tut und wie es sich als selbstständige Unternehmerin lebt. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 6 Apr 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Ob auf den großen Festivalbühnen des Landes, an ausgefallenen Locations oder hinter dem Bildschirm: Dominique Jardin kennt das DJ-Leben mittlerweile genau. Als heimische Größe der elektronischen Musik hat sie sich mittlerweile auch international einen Namen gemacht.</p><p>Der Werdegang der Wahl-Zell-am-Seerin (Pinzgau) war aber nicht unbedingt vorgezeichnet. „Ich habe mir nur gedacht: 'Die Bühne muss irgendwann mein Zuhause sein“, erzählt sie im SALZBURG24-Sonntagstalk. Geschafft habe sie das mit ihrem Geheimrezept aus tanzbaren Tech-House-Beats und Samples zum Mitsingen.</p><p>Im Gespräch hat sie uns außerdem verraten, wie sie sich als Frau in der Branche einen Platz erkämpft hat, warum ein guter Anwalt am Beginn einer Musikkarriere das wichtigste ist und, dass man nicht jeden guten Song samplen sollte. Hört gerne rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Dominique Jardin – ein Auszug</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Dominique, du bespielst die Bühnen dieser Welt und bringst Mengen zum Tanzen. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du jetzt das machst, was du machst?</strong></p><p><i>DOMINIQUE JARDIN: Die Bühne hat mich schon als Kind magisch angezogen. Ich wusste immer: Irgendwie muss ich es dorthin schaffen. Egal ob im Kindergarten oder in der Schule, sobald es eine Gelegenheit gab – bei einem Theaterstück oder einer Aufführung – musste ich dabei sein. Irgendwann bin ich dann mit dem Auflegen in Berührung gekommen und habe mir gedacht „Eigentlich ist das ein schöner Platz und ein guter Türöffner.“ Vor allem auch, weil ich elektronische Musik liebe – was könnte also besser passen?</i></p><p><strong>Und das DJing hast du dir dann selbst beigebracht?</strong></p><p><i>Ja, also die ersten drei Jahre – nachdem ich draufgekommen bin, was ich machen will – war ich sowieso nur im Keller. Ich wollte erst wirklich sicher sein, bevor ich vor Leuten auflege. Gleichzeitig habe ich mich in die Szene reingearbeitet – geschaut, wer in den Clubs auflegt, wer als DJ aktiv ist. Vielleicht war ich am Anfang ein bisschen lästig, aber anders lernt man es ja nicht. Heute ist das mit YouTube, TikTok und Co. viel einfacher, da kannst du dir vieles von zu Hause aus beibringen.</i><br /><i>Damals bin ich einfach auf Leute zugegangen, die es draufhatten, und habe mich reingehängt. Aber am Ende war es viel Übung – Stunde um Stunde, bis ich mir sicher genug war, um vor Publikum aufzulegen. Und das ist nach wie vor so: Es gibt nichts Schlimmeres, als unvorbereitet auf die Bühne zu gehen.</i></p><p><strong>Ich habe mir dein Leben mit durchtanzten Nächten und tagsüber schlafen vorgestellt – was ist da tatsächlich dran?</strong></p><p><i>Natürlich geht es um Spaß, Leidenschaft und die Fans – das muss immer an erster Stelle stehen. Aber wenn man das Ganze auf einem professionellen Niveau machen will, dann steckt dahinter vor allem viel Bürokratie. Am Ende des Tages ist es ein Business, und das ist nicht immer lustig. Gerade Newcomer fragen mich oft: „Wie hast du angefangen? Hast du Tipps?“ Und mein wichtigster Rat an alle, die durchstarten wollen: Sucht euch einen guten Anwalt.</i><br /><i>Mit der Zeit zieht man viele Menschen an – nicht immer nur die, die es gut mit einem meinen. Das gilt nicht nur für die Musikbranche, sondern für alle kreativen Berufe. Wenn man für seine Leidenschaft brennt, ist man oft so fokussiert auf den Traum, dass man Verträge unterschreibt, die man besser nicht unterschrieben hätte. Ich habe da selbst Lehrgeld bezahlt. Manchmal trifft man Entscheidungen, die man mit der richtigen Beratung anders getroffen hätte. Ein guter Anwalt kann einem da viel Ärger ersparen.</i></p><p><i>​​Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Kommenden Sonntag erzählt uns Romy Sigl, Gründerin von Coworking Salzburg, was sich in der Salzburger Start-Up-Szene tut und wie es sich als selbstständige Unternehmerin lebt. Einfach reinhören!</i></p>
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      <itunes:summary>Sie bespielt Bühnen weit über die Grenzen Salzburgs hinaus und hat sich auch international mittlerweile einen Namen gemacht: Die DJ Dominique Jardin aus Zell am See gehört zu den heimischen Größen der elektronischen Musik. Auch wenn sie sich auf der Bühne wie zu Hause fühlt, spielt sich der größte Teil des DJ-Business im Hintergrund ab, wie sie im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt. </itunes:summary>
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      <title>Psychologin Nina Pichler über Autismus im Sonntagstalk: &quot;Kinder spüren deutlich, wenn ein Kind anders ist&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Am 2. April ist Welt-Autismus-Tag. Dieser Tag soll Aufmerksamkeit für die oft unsichtbaren Hürden im Alltag unzähliger Betroffener schaffen. Denn auf den ersten Blick ist eine Autismus-Störung für das Umfeld nicht immer zu sehen, zu spüren ist sie für die meisten Betroffenen aber sehr deutlich. Nina Pichler ist Klinische und Gesundheitspsychologin im Ambulatorium für Entwicklungsdiagnostik und Therapie der Lebenshilfe Salzburg. Seit über sieben Jahren arbeitet sie im Bereich der Frühintervention für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen und der Begleitung ihrer Familien. Im Sonntagstalk gibt sie uns Einblick in das Leben im Autismus-Spektrum.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Nina Pichler: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><br /><strong>SALZBURG24: Welche Einschränkungen gibt es im Alltag?</strong></p><p><i>NINA PICHLER: Das fängt bei ganz alltäglichen Routinen an, also vom Anziehen angefangen über Haare waschen, also wenn sensorische Besonderheiten da sind. Aber natürlich auch der öffentliche Raum, der bietet besonders viele Umgebungen und Gegebenheiten, wo es schwierig wird, weil viele Reize zusammenkommen. Das können Einkaufszentren sein, oder öffentliche Verkehrsmittel, alles, was nicht direkt im total gewohnten Setting ist.</i></p><p><strong>Sie haben gerade Einkaufszentren angesprochen. Da hat die REWE-Gruppe zum Beispiel im Vorjahr in Salzburger Supermärkten ein Projekt gestartet, wodurch in ausgewählten Filialen auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kund:innen eingegangen werden soll. Also das heißt außerhalb der Stoßzeiten wird die Beleuchtung gedimmt, der Geräuschpegel gesenkt, es gibt Sonnenbrillen und die Belegschaft arbeitet ein bisschen langsamer. Ist das für Betroffene hilfreich?</strong></p><p><i>Ich glaube schon. Manche Personen sind sehr stark sensorisch empfindsam und reagieren auf diese Reize besonders stark. Für sie ist es definitiv eine riesige Erleichterung. Diese unkontrollierbaren Stressoren nehmen alle Ressourcen weg von der Person, die versucht zu funktionieren.</i></p><p><i>Und es ist sicher hilfreich und es hilft auch als Sensibilisierungsthema für andere. Ich habe mit Kolleginnen vor Kurzem darüber geredet und wir empfinden es auch als total angenehm. Also wenn man gestresst ist im Alltag, ist es total fein, wenn man in ein Geschäft kommt und es passiert alles ein bisschen langsamer und es ist ruhiger und vielleicht ein bisschen eine angenehmere Atmosphäre. Ich glaube, das tut jedem gut.</i></p><p><strong>Auf TikTok und Instagram wimmelt ja derzeit auch von Posts und Videos, die sich mit Symptomen von psychischen Auffälligkeiten beschäftigen, also ADHS, Autismus und es gibt auch Selbsttests. Kann das auf dem Weg zu einer Diagnose hilfreich sein? Wie schätzen Sie das als Psychologin ein?</strong></p><p><i>Es kann den ersten Ansporn geben, dass man sagt, das könnte es sein. Ich höre was, wo ich mich drin wiedererkenne oder in Teilen wiedererkenne. Es sollte die Motivation geben, um dann wirklich professionelle Hilfe zu suchen und das von Fachkräften diagnostizieren zu lassen.</i></p><p><i>Manche suchen die Diagnose auch erst im Erwachsenenalter. Meistens fallen sie in den Asperger-Autismus hinein. Sie haben ein funktionierendes Leben, eine Arbeit, Familie vielleicht. Aber da gibt es trotzdem immer wieder Beziehungsthemen oder Probleme mit der sozialen Interaktion oder am Arbeitsplatz. Sie empfinden das dann als Erleichterung, wenn sie einen Namen für diese Schwierigkeiten haben, die man schon ein Leben lang mit sich herumträgt.</i></p><p><i>Und es ist einfach eine große Erleichterung, wenn man sagen kann, meine Vernetzung im Hirn, die ist einfach anders. Es ist nicht meine Schuld.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Anna Gruber mit DJ Dominique Jardin über Elektronische Musik und die Lage von Frauen in der Szene. Einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 30 Mar 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. April ist Welt-Autismus-Tag. Dieser Tag soll Aufmerksamkeit für die oft unsichtbaren Hürden im Alltag unzähliger Betroffener schaffen. Denn auf den ersten Blick ist eine Autismus-Störung für das Umfeld nicht immer zu sehen, zu spüren ist sie für die meisten Betroffenen aber sehr deutlich. Nina Pichler ist Klinische und Gesundheitspsychologin im Ambulatorium für Entwicklungsdiagnostik und Therapie der Lebenshilfe Salzburg. Seit über sieben Jahren arbeitet sie im Bereich der Frühintervention für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen und der Begleitung ihrer Familien. Im Sonntagstalk gibt sie uns Einblick in das Leben im Autismus-Spektrum.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Nina Pichler: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><br /><strong>SALZBURG24: Welche Einschränkungen gibt es im Alltag?</strong></p><p><i>NINA PICHLER: Das fängt bei ganz alltäglichen Routinen an, also vom Anziehen angefangen über Haare waschen, also wenn sensorische Besonderheiten da sind. Aber natürlich auch der öffentliche Raum, der bietet besonders viele Umgebungen und Gegebenheiten, wo es schwierig wird, weil viele Reize zusammenkommen. Das können Einkaufszentren sein, oder öffentliche Verkehrsmittel, alles, was nicht direkt im total gewohnten Setting ist.</i></p><p><strong>Sie haben gerade Einkaufszentren angesprochen. Da hat die REWE-Gruppe zum Beispiel im Vorjahr in Salzburger Supermärkten ein Projekt gestartet, wodurch in ausgewählten Filialen auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kund:innen eingegangen werden soll. Also das heißt außerhalb der Stoßzeiten wird die Beleuchtung gedimmt, der Geräuschpegel gesenkt, es gibt Sonnenbrillen und die Belegschaft arbeitet ein bisschen langsamer. Ist das für Betroffene hilfreich?</strong></p><p><i>Ich glaube schon. Manche Personen sind sehr stark sensorisch empfindsam und reagieren auf diese Reize besonders stark. Für sie ist es definitiv eine riesige Erleichterung. Diese unkontrollierbaren Stressoren nehmen alle Ressourcen weg von der Person, die versucht zu funktionieren.</i></p><p><i>Und es ist sicher hilfreich und es hilft auch als Sensibilisierungsthema für andere. Ich habe mit Kolleginnen vor Kurzem darüber geredet und wir empfinden es auch als total angenehm. Also wenn man gestresst ist im Alltag, ist es total fein, wenn man in ein Geschäft kommt und es passiert alles ein bisschen langsamer und es ist ruhiger und vielleicht ein bisschen eine angenehmere Atmosphäre. Ich glaube, das tut jedem gut.</i></p><p><strong>Auf TikTok und Instagram wimmelt ja derzeit auch von Posts und Videos, die sich mit Symptomen von psychischen Auffälligkeiten beschäftigen, also ADHS, Autismus und es gibt auch Selbsttests. Kann das auf dem Weg zu einer Diagnose hilfreich sein? Wie schätzen Sie das als Psychologin ein?</strong></p><p><i>Es kann den ersten Ansporn geben, dass man sagt, das könnte es sein. Ich höre was, wo ich mich drin wiedererkenne oder in Teilen wiedererkenne. Es sollte die Motivation geben, um dann wirklich professionelle Hilfe zu suchen und das von Fachkräften diagnostizieren zu lassen.</i></p><p><i>Manche suchen die Diagnose auch erst im Erwachsenenalter. Meistens fallen sie in den Asperger-Autismus hinein. Sie haben ein funktionierendes Leben, eine Arbeit, Familie vielleicht. Aber da gibt es trotzdem immer wieder Beziehungsthemen oder Probleme mit der sozialen Interaktion oder am Arbeitsplatz. Sie empfinden das dann als Erleichterung, wenn sie einen Namen für diese Schwierigkeiten haben, die man schon ein Leben lang mit sich herumträgt.</i></p><p><i>Und es ist einfach eine große Erleichterung, wenn man sagen kann, meine Vernetzung im Hirn, die ist einfach anders. Es ist nicht meine Schuld.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Anna Gruber mit DJ Dominique Jardin über Elektronische Musik und die Lage von Frauen in der Szene. Einfach reinhören!</p>
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      <itunes:title>Psychologin Nina Pichler über Autismus im Sonntagstalk: &quot;Kinder spüren deutlich, wenn ein Kind anders ist&quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Ein Prozent der Bevölkerung lebt Schätzungen zufolge im Autismus-Spektrum. In Österreich sind das ca. 87.000 Menschen. Doch was bedeutet die Diagnose wirklich und wie wirkt sich eine autistische Störung im Alltag aus? Darüber haben wir anlässlich des Welt-Autismus-Tags am 2. April mit der Salzburger Psychologin Nina Pichler im heutigen Sonntagstalk gesprochen. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Ein Prozent der Bevölkerung lebt Schätzungen zufolge im Autismus-Spektrum. In Österreich sind das ca. 87.000 Menschen. Doch was bedeutet die Diagnose wirklich und wie wirkt sich eine autistische Störung im Alltag aus? Darüber haben wir anlässlich des Welt-Autismus-Tags am 2. April mit der Salzburger Psychologin Nina Pichler im heutigen Sonntagstalk gesprochen. </itunes:subtitle>
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      <title>Gewerkschaftsurgestein Robert Müllner: &quot;Streik ist nicht der Alltag, Alltag ist gutes Miteinander&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Robert Müllner, gebürtiger Burgenländer, war im Bundesland mehrere Jahrzehnte als Betriebsrat und grüner Gewerkschafter aktiv. Unter anderem war der mittlerweile 68-Jährige in den 1980er-Jahren Betriebsrat bei Porsche Produktion. Nach 17 Jahren wechselte er zum Beschlägehersteller Maco, wo er 2003 ebenfalls Mitglied im Betriebsrat wurde und 2005 als Vorsitzender freigestellt war. Damit wurde er zum Angestellten der Mitarbeiter, wie er selbst sagt. Heute ist der Mitbegründer von Attac Obmann der Grünen Generation Plus.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Robert Müllner: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Sie waren ja sehr lange gewerkschaftlich aktiv. Was macht man eigentlich im Arbeitskampf?</strong></p><p><i>ROBERT MÜLLNER: Arbeitskampf ist, glaube ich, der kleinste und der wenigste Teil. Ich habe es immer so verstanden: Ich war der Angestellte für die Leute, die ich vertreten habe. Und ich habe schauen müssen, dass ihre Interessen wahrgenommen werden. Das fängt an am Arbeitsplatz, dass es gute Arbeitsbedingungen gibt, dass Arbeitszeiten eingehalt werden. Und es geht bis zu privaten Gesprächen. Und dann geht es auch darum, mit der Unternehmensleitung Gespräche zu führen, wie schaut es aus im Betrieb, wie ist die wirtschaftliche Lage, welche Änderungen sind geplant, vielleicht aufgrund von neuen Technologien notwendig ist oder weil sich Marktbedingungen so ändern, dass man expandieren muss. Wichtig ist, dass man in alle Richtungen eine gute Gesprächsbasis hat. Zumindest war das mir immer ein Anliegen.</i></p><p><strong>Was braucht man als guter Betriebsrat?</strong></p><p><i>Der Begriff Hausverstand ist schon oft strapaziert geworden, aber ich glaube, das Wichtigste ist, dass man Hausverstand hat. Dass man das kleine Einmaleins beherrscht, also auch ein bisschen rechnen kann. Und man muss die Leute mögen, man muss auf die Leute zugehen. Soziale Kompetenz ist, glaube ich, das A und O. Ohne der geht es nicht, sowohl auf der Betriebsratsseite, wie auch auf der Führungsseite.</i></p><p><strong>Wann hat man als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin bzw. als Gruppe von Arbeitnehmer:innen eigentlich Verhandlungsmacht?</strong></p><p><i>Dann, wenn einem bewusst ist, dass jeder Unternehmer ohne die Arbeitnehmer nichts tun kann. Und dann, wenn die Leute zusammenstehen. Wenn sie bereit sind, miteinander für ihre Sache, für ihre Interessen einzustehen. Es ist wie beim Fußballspielen. Du kannst elf Stars haben, aber wenn sie nur für sich spielen, wirst du nicht weiterkommen. Wenn du ein gutes Kollektiv hast, Leute, die sich miteinander verstehen, dann wird die Mannschaft erfolgreich. Und so ist es auch im Betrieb. Je besser das Klima ist, desto günstiger.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Michaela Posch mit Nina Pichler, Klinische und Gesundheitspsychologin, von der Lebenshilfe Salzburg über Autismus und wie es Betroffenen in Salzburg geht. Einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Robert Müllner war über Jahrzehnte eine Stimme für Beschäftigte in Salzburgs Industrie. Als Betriebsrat bei Porsche und später beim Beschlägehersteller Maco setzte er auf Dialog statt Konfrontation. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt er, wie er als &quot;Angestellter der Mitarbeiter&quot; Unternehmen geprägt hat und warum Betriebe gerade heute mehr soziale Kompetenz brauchen. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Robert Müllner war über Jahrzehnte eine Stimme für Beschäftigte in Salzburgs Industrie. Als Betriebsrat bei Porsche und später beim Beschlägehersteller Maco setzte er auf Dialog statt Konfrontation. Im SALZBURG24-Sonntagstalk erzählt er, wie er als &quot;Angestellter der Mitarbeiter&quot; Unternehmen geprägt hat und warum Betriebe gerade heute mehr soziale Kompetenz brauchen. </itunes:subtitle>
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      <title>Fuxn-Wirt Johannes Absmann: &quot;Schnitzel muss man nicht neu erfinden&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wirthaussterben, Trinkgeld-Steuer und Arbeitskräftemangel – viele Menschen verbinden oftmals die Negativseiten der Gastronomie. Wie es auch anders möglich ist, zeigt Johannes Absmann, der gemeinsam mit seinem Bruder seit mittlerweile elf Jahren das Wirtshaus „Fuxn“ im Salzburger Stadtteil Schallmoos leitet. Im Sonntagstalk spricht der 38-Jährige über Innovation und Tradition eines Wirtshauses, die Konkurrenz mit Lieferdiensten und Möglichkeiten, junge Menschen für einen Job in der Gastronomie zu begeistern. </p><p>Sonntagstalk mit Johannes Absmann: Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Was bedeutet es heutzutage, ein Familienunternehmen zu führen?</strong></p><p><i>JOHANNES ABSMANN: Ich glaube fast dasselbe, was es immer schon bedeutet hat – und zwar viel Drama und viel Streit (lacht). Es ist wunderschön, in einem Familienbetrieb tätig zu sein. Ich führe das Ganze nicht nur mit meinem Bruder, sondern mein Vater ist auch natürlich in der Firma beteiligt. Einfach drei Alpha-Männchen, die natürlich alle ihre eigenen Vorstellungen haben. Es ist ein Generationenunterschied, wobei ich sagen muss, dass sich unser Vater zum Glück immer schon sehr schön raushält und uns machen lässt, außer er sieht irgendwo einen Moment, wo er dann einschreiten muss.</i></p><p><strong>Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen der Branche. Wie erlebt ihr das bei euch im Betrieb?</strong></p><p><i>Es ist ganz klar eine Challenge, aber nicht nur in der Gastro. Das mag in der Gastro vielleicht angefangen haben. Mittlerweile, glaube ich, betrifft es jede Branche draußen. Es ist das Personalthema einfach so ein großes, vor allem weil wir in einem Dienstleistungsbereich sind. Ich schaff es nicht als Wirt, dass ich jeden Gast selbst betreue. Der Mitarbeiter, der Kellner, der Speisenträger oder auch der Koch sind das Bindeglied zwischen dem Gast und mir als Wirt. Gerade auf Stammgäste bezogen. Ein Wirtshaus lebt natürlich von Stammgästen und der fühlt sich umso wohler, wenn er bei jedem seinem Besuch dasselbe Gesicht sieht, denselben Kellner, die selbe Kellnerin. Die Speisen eine Konstanz haben, weil immer dieselben Köche es kochen. Also es ist das Thema ganz, ganz wichtig. </i></p><p><i>Wir haben damals schon, wie wir aufgesperrt haben, schon ein sehr mitarbeiterorientiertes Gastro-Konzept eingeführt. Und mit mitarbeiterorientiert meine ich primär Fünf-Tage-Woche. Das ist heutzutage gang und gäbe, weil viele Häuser darauf umsteigen mussten. Da ist es nicht darum gegangen, dass ich selber zwei Tage hintereinander Ruhe haben möchte in der Woche, sondern da ist es darum gegangen, dass ein Kellner, der oft eine sechs- oder sieben-Tage-Woche in einem Radl aus diversen Betrieben gewohnt ist, einfach mal eine Fünf-Tage-Woche genießen kann und schon weiß, dass er in drei Monaten auch am Sonntag und Montag frei hat. Und das zweite ganz, ganz wichtige Thema ist natürlich das Ausbilden von Lehrlingen. Mittlerweile hat ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte meiner fast 30 Mitarbeiter, in den letzten elf Jahren bei uns die Lehre gemacht. Wir sind irrsinnig froh, dass sich der Mitarbeiter offensichtlich bei uns wohlfühlt und gerne bei und mit uns arbeitet. </i></p><p><strong>Wie viel Innovation verträgt eigentlich ein traditionsreiches Lokal?</strong></p><p><i>Ja, das ist ganz schwierig. Innovation in einem Traditionsbetrieb wie einem Wirtshaus mit österreichischer Küche. Es ist eine schwierige Geschichte bzw. auch oft so ein bisschen eine Gratwanderung, weil man einfach ein Schnitzel und ein Schweinsbraten nicht neu erfinden kann und muss. Das ist herrlich und gut so wie es ist und es ist nicht notwendig, dass man da innovativ ist und das neu erfindet. Wenn man jung ist und in so einer Branche innovativ sein möchte, dann geht das über die Werbung und unsere Social Media-Auftritte. Das ist eben mein Ansatz, dass ich sage, ich mache dafür das eine oder andere blöde Video auf TikTok, bin mir nicht zu schade, dass ich mich vielleicht bloßstelle in diversen Clips und schaue, dass ich ein Traditionshaus ein bisschen mit einem moderneren Ansatz verknüpfen kann.</i></p><p> </p>
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      <pubDate>Sun, 16 Mar 2025 10:14:35 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Wirthaussterben, Trinkgeld-Steuer und Arbeitskräftemangel – viele Menschen verbinden oftmals die Negativseiten der Gastronomie. Wie es auch anders möglich ist, zeigt Johannes Absmann, der gemeinsam mit seinem Bruder seit mittlerweile elf Jahren das Wirtshaus „Fuxn“ im Salzburger Stadtteil Schallmoos leitet. Im Sonntagstalk spricht der 38-Jährige über Innovation und Tradition eines Wirtshauses, die Konkurrenz mit Lieferdiensten und Möglichkeiten, junge Menschen für einen Job in der Gastronomie zu begeistern. </p><p>Sonntagstalk mit Johannes Absmann: Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Was bedeutet es heutzutage, ein Familienunternehmen zu führen?</strong></p><p><i>JOHANNES ABSMANN: Ich glaube fast dasselbe, was es immer schon bedeutet hat – und zwar viel Drama und viel Streit (lacht). Es ist wunderschön, in einem Familienbetrieb tätig zu sein. Ich führe das Ganze nicht nur mit meinem Bruder, sondern mein Vater ist auch natürlich in der Firma beteiligt. Einfach drei Alpha-Männchen, die natürlich alle ihre eigenen Vorstellungen haben. Es ist ein Generationenunterschied, wobei ich sagen muss, dass sich unser Vater zum Glück immer schon sehr schön raushält und uns machen lässt, außer er sieht irgendwo einen Moment, wo er dann einschreiten muss.</i></p><p><strong>Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen der Branche. Wie erlebt ihr das bei euch im Betrieb?</strong></p><p><i>Es ist ganz klar eine Challenge, aber nicht nur in der Gastro. Das mag in der Gastro vielleicht angefangen haben. Mittlerweile, glaube ich, betrifft es jede Branche draußen. Es ist das Personalthema einfach so ein großes, vor allem weil wir in einem Dienstleistungsbereich sind. Ich schaff es nicht als Wirt, dass ich jeden Gast selbst betreue. Der Mitarbeiter, der Kellner, der Speisenträger oder auch der Koch sind das Bindeglied zwischen dem Gast und mir als Wirt. Gerade auf Stammgäste bezogen. Ein Wirtshaus lebt natürlich von Stammgästen und der fühlt sich umso wohler, wenn er bei jedem seinem Besuch dasselbe Gesicht sieht, denselben Kellner, die selbe Kellnerin. Die Speisen eine Konstanz haben, weil immer dieselben Köche es kochen. Also es ist das Thema ganz, ganz wichtig. </i></p><p><i>Wir haben damals schon, wie wir aufgesperrt haben, schon ein sehr mitarbeiterorientiertes Gastro-Konzept eingeführt. Und mit mitarbeiterorientiert meine ich primär Fünf-Tage-Woche. Das ist heutzutage gang und gäbe, weil viele Häuser darauf umsteigen mussten. Da ist es nicht darum gegangen, dass ich selber zwei Tage hintereinander Ruhe haben möchte in der Woche, sondern da ist es darum gegangen, dass ein Kellner, der oft eine sechs- oder sieben-Tage-Woche in einem Radl aus diversen Betrieben gewohnt ist, einfach mal eine Fünf-Tage-Woche genießen kann und schon weiß, dass er in drei Monaten auch am Sonntag und Montag frei hat. Und das zweite ganz, ganz wichtige Thema ist natürlich das Ausbilden von Lehrlingen. Mittlerweile hat ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte meiner fast 30 Mitarbeiter, in den letzten elf Jahren bei uns die Lehre gemacht. Wir sind irrsinnig froh, dass sich der Mitarbeiter offensichtlich bei uns wohlfühlt und gerne bei und mit uns arbeitet. </i></p><p><strong>Wie viel Innovation verträgt eigentlich ein traditionsreiches Lokal?</strong></p><p><i>Ja, das ist ganz schwierig. Innovation in einem Traditionsbetrieb wie einem Wirtshaus mit österreichischer Küche. Es ist eine schwierige Geschichte bzw. auch oft so ein bisschen eine Gratwanderung, weil man einfach ein Schnitzel und ein Schweinsbraten nicht neu erfinden kann und muss. Das ist herrlich und gut so wie es ist und es ist nicht notwendig, dass man da innovativ ist und das neu erfindet. Wenn man jung ist und in so einer Branche innovativ sein möchte, dann geht das über die Werbung und unsere Social Media-Auftritte. Das ist eben mein Ansatz, dass ich sage, ich mache dafür das eine oder andere blöde Video auf TikTok, bin mir nicht zu schade, dass ich mich vielleicht bloßstelle in diversen Clips und schaue, dass ich ein Traditionshaus ein bisschen mit einem moderneren Ansatz verknüpfen kann.</i></p><p> </p>
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      <itunes:summary>Mit den mitunter schon milden Temperaturen steigt bei vielen die Lust auf einen Besuch im Gastgarten eines Wirtshauses. Wir sprechen im Sonntagstalk mit dem Wirt der „Fuxn“ in Salzburg-Schallmoos, Johannes Absmann, über aktuelle Entwicklungen wie die Trinkgeldsteuer, Arbeitskräfte- und Lehrlingsmangel und die Faszination, in einer leidgeprüften Branche zu arbeiten.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Mit den mitunter schon milden Temperaturen steigt bei vielen die Lust auf einen Besuch im Gastgarten eines Wirtshauses. Wir sprechen im Sonntagstalk mit dem Wirt der „Fuxn“ in Salzburg-Schallmoos, Johannes Absmann, über aktuelle Entwicklungen wie die Trinkgeldsteuer, Arbeitskräfte- und Lehrlingsmangel und die Faszination, in einer leidgeprüften Branche zu arbeiten.</itunes:subtitle>
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      <title>&quot;Männer gewinnen, wenn sie auf Macht verzichten&quot;: Männerbüro-Berater im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, Care-Arbeit, die nach wie vor großteils von Frauen erledigt wird oder gar Gewalt gegen Frauen: Zugegeben, es gibt viele Gründe, über den gestrigen Weltfrauentag aus der Sicht der Frauen zu berichten. Wir sind aber der Ansicht, dass Männer bei dieser Debatte nicht ausgenommen sein sollen – ganz im Gegenteil, Männer sollen sich aktiv bei den Bemühungen zur Gleichstellung der Geschlechter einbringen.</p><p>Einer, der die Sicht der Männer besonders gut kennt, ist Martin Rachlinger. Er ist beim Salzburger Männerbüro als Berater tätig und zudem der Leiter der Beratungsstelle für Gewaltprävention. Im Sonntagstalk haben wir mit ihm über den Weltfrauentag, toxische Männlichkeit in den Sozialen Medien und den langen Weg zur Gleichstellung gesprochen. Dabei haben wir erfahren, dass "Männer gewinnen, wenn sie Macht abgeben", wie Rachlinger erzählt.</p><h1><strong>Martin Rachlinger im Sonntagstalk: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Herr Rachlinger, ist der Weltfrauentag auch für Männer wichtig?</strong></p><p><i>MARTIN RACHLINGER: Natürlich. Ich sehe es als ganz wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft daran arbeiten, eine gleichberechtigte Strukturgesellschaft zwischen Männern und Frauen zu schaffen. Leider aber ist es so, dass es keine Gleichberechtigung gibt. Aus meiner Sicht müssen wir hier noch viel mit Männern arbeiten müssen. Der Feminismus wird oft als Feindbild dargestellt, etwa, dass Männer viel verlieren würden, wenn sie nicht mehr ihre natürliche Rolle wahrnehmen können, die sie als Mann angeblich haben. Dabei sind Männer immer noch viel mehr betroffen von Suchterkrankungen, von Suizid, von psychischen Erkrankungen und sie haben grundsätzlich eine viel schlechtere Gesundheit als Frauen. Da ist es, glaube ich, die Aufgabe zu vermitteln, dass es ein Gewinn ist für Männer, auf Macht zu verzichten.</i></p><p><strong>Man sieht zuletzt vermehrt Influencer und Podcasts, die dieses Bild der „Alpha-Males“ propagieren. Wird diese Entwicklung jetzt vermehrt sichtbar oder gibt es wirklich einen Trend wieder hin zu diesen klassischen Männerrollen?</strong></p><p><i>Das kann ich schwer sagen. Ich glaube aber, dass das eine Entwicklung ist, die es vor 20 Jahren so noch nicht so gegeben. Diese Rollenbilder hingegen gibt es schon lange. Der Diskurs geht aber dahin, dass es immer Verlierer und Gewinner geben muss, man braucht also ein Feindbild, um darzustellen, dass man benachteiligt wird. Und darum, glaube ich, ist das eine Reaktion auf eine Angst der Männer, dass sie benachteiligt werden. Deswegen springen sie auf diesen Zug auf, den Influencer oder politische Parteien vorgeben, dass wenn man Gleichberechtigung sucht, als Mann der Verlierer ist. Und das ist der falsche Weg.</i></p><p><strong>Ist in absehbarer Zeit eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter möglich?</strong></p><p><i>In absehbarer nicht. Ich glaube, dass ich das nicht mehr erleben werden und ich bin ein bisschen über 50. Das ist eine langfristige Entwicklung und man kann es auch schwer vorhersehen. Die aktuellen politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Entwicklungen stimmen mich nicht positiv. Heißt auch noch nicht, dass es zwangsläufig negativ ist, aber ich sehe nicht diese positive Perspektive auf unterschiedlichen Ebenen in Richtung eines gesellschaftlichen Miteinanders. Ich hoffe es, dass sich etwas verändert. Aber es ist schwierig, denn diese wirtschaftlichen Krisensituationen, wie wir sie jetzt haben, fördern natürlich nicht unbedingt die Gleichberechtigung.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 9 Mar 2025 10:48:46 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, Care-Arbeit, die nach wie vor großteils von Frauen erledigt wird oder gar Gewalt gegen Frauen: Zugegeben, es gibt viele Gründe, über den gestrigen Weltfrauentag aus der Sicht der Frauen zu berichten. Wir sind aber der Ansicht, dass Männer bei dieser Debatte nicht ausgenommen sein sollen – ganz im Gegenteil, Männer sollen sich aktiv bei den Bemühungen zur Gleichstellung der Geschlechter einbringen.</p><p>Einer, der die Sicht der Männer besonders gut kennt, ist Martin Rachlinger. Er ist beim Salzburger Männerbüro als Berater tätig und zudem der Leiter der Beratungsstelle für Gewaltprävention. Im Sonntagstalk haben wir mit ihm über den Weltfrauentag, toxische Männlichkeit in den Sozialen Medien und den langen Weg zur Gleichstellung gesprochen. Dabei haben wir erfahren, dass "Männer gewinnen, wenn sie Macht abgeben", wie Rachlinger erzählt.</p><h1><strong>Martin Rachlinger im Sonntagstalk: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Herr Rachlinger, ist der Weltfrauentag auch für Männer wichtig?</strong></p><p><i>MARTIN RACHLINGER: Natürlich. Ich sehe es als ganz wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft daran arbeiten, eine gleichberechtigte Strukturgesellschaft zwischen Männern und Frauen zu schaffen. Leider aber ist es so, dass es keine Gleichberechtigung gibt. Aus meiner Sicht müssen wir hier noch viel mit Männern arbeiten müssen. Der Feminismus wird oft als Feindbild dargestellt, etwa, dass Männer viel verlieren würden, wenn sie nicht mehr ihre natürliche Rolle wahrnehmen können, die sie als Mann angeblich haben. Dabei sind Männer immer noch viel mehr betroffen von Suchterkrankungen, von Suizid, von psychischen Erkrankungen und sie haben grundsätzlich eine viel schlechtere Gesundheit als Frauen. Da ist es, glaube ich, die Aufgabe zu vermitteln, dass es ein Gewinn ist für Männer, auf Macht zu verzichten.</i></p><p><strong>Man sieht zuletzt vermehrt Influencer und Podcasts, die dieses Bild der „Alpha-Males“ propagieren. Wird diese Entwicklung jetzt vermehrt sichtbar oder gibt es wirklich einen Trend wieder hin zu diesen klassischen Männerrollen?</strong></p><p><i>Das kann ich schwer sagen. Ich glaube aber, dass das eine Entwicklung ist, die es vor 20 Jahren so noch nicht so gegeben. Diese Rollenbilder hingegen gibt es schon lange. Der Diskurs geht aber dahin, dass es immer Verlierer und Gewinner geben muss, man braucht also ein Feindbild, um darzustellen, dass man benachteiligt wird. Und darum, glaube ich, ist das eine Reaktion auf eine Angst der Männer, dass sie benachteiligt werden. Deswegen springen sie auf diesen Zug auf, den Influencer oder politische Parteien vorgeben, dass wenn man Gleichberechtigung sucht, als Mann der Verlierer ist. Und das ist der falsche Weg.</i></p><p><strong>Ist in absehbarer Zeit eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter möglich?</strong></p><p><i>In absehbarer nicht. Ich glaube, dass ich das nicht mehr erleben werden und ich bin ein bisschen über 50. Das ist eine langfristige Entwicklung und man kann es auch schwer vorhersehen. Die aktuellen politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Entwicklungen stimmen mich nicht positiv. Heißt auch noch nicht, dass es zwangsläufig negativ ist, aber ich sehe nicht diese positive Perspektive auf unterschiedlichen Ebenen in Richtung eines gesellschaftlichen Miteinanders. Ich hoffe es, dass sich etwas verändert. Aber es ist schwierig, denn diese wirtschaftlichen Krisensituationen, wie wir sie jetzt haben, fördern natürlich nicht unbedingt die Gleichberechtigung.</i></p>
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      <itunes:title>&quot;Männer gewinnen, wenn sie auf Macht verzichten&quot;: Männerbüro-Berater im Sonntagstalk</itunes:title>
      <itunes:author>SALZBURG24</itunes:author>
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      <itunes:summary>Über den Weltfrauentag wird – verständlicherweise – häufig aus der Sicht der Frauen berichtet. Wir wollen die Perspektive wechseln und haben uns das Thema Gleichstellung aus der Perspektive der Männer angesehen. Im Sonntagstalk erzählt Martin Rachlinger, Berater beim Salzburger Männerbüro, was der Weltfrauentag für Männer bedeutet und warum das vermeintlich „starke Geschlecht“ letztlich davon profitiert, wenn es Macht abgibt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Über den Weltfrauentag wird – verständlicherweise – häufig aus der Sicht der Frauen berichtet. Wir wollen die Perspektive wechseln und haben uns das Thema Gleichstellung aus der Perspektive der Männer angesehen. Im Sonntagstalk erzählt Martin Rachlinger, Berater beim Salzburger Männerbüro, was der Weltfrauentag für Männer bedeutet und warum das vermeintlich „starke Geschlecht“ letztlich davon profitiert, wenn es Macht abgibt.</itunes:subtitle>
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      <title>&quot;Einfache Lösungen anzubieten ist noch nicht populistisch&quot;: Salzburger Populismus-Forscher im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Populistisch, radikal, extrem oder extremistisch: An diesen Beschreibungen kommen die meisten von uns derzeit wohl kaum vorbei. Nachdem die FPÖ bei der Nationalratswahl in Österreich im Herbst einen historischen Zuwachs einfahren konnte, gelang es kürzlich auch der AfD bei der Bundestagswahl. Auch im Zusammenhang mit der "Linken", die den Einzug in den deutschen Bundestag geschafft hat, wird immer wieder von Populismus gesprochen. Aber wie wird Populismus überhaupt definiert? Wo liegen die Unterschiede zu Extremismus oder Radikalismus? Und werden populistische Parteien künftig noch mehr Zuspruch erfahren? Wir haben Politikwissenschafter Robert Huber gefragt. Er ist Professor für Methoden der Politikwissenschaft an der Universität Salzburg und forscht zum Thema Populismus.</p><h2>Sonntagstalk mit Robert Huber: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Was ist Populismus?</strong></p><p><i>ROBERT HUBER: Häufig verwenden wir Populismus ein Stück weit als Schlagwort, bei dem wir gar nicht so genau wissen, was wir damit meinen. Wenn wir an die Diskussion am Stammtisch denken, dann ist Populismus häufig etwas anderes als aus einer wissenschaftlichen Perspektive. Es gibt unterschiedliche Strömungen, aber eine sehr gängige Definition sieht Populismus als Weltsicht oder als Ideologie. Diese versucht die Gesellschaft in zwei Gruppen zu unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es das „gute Volk“, das einen Volkswillen hat, das moralisch rein und in der Diktion mancher Parteien zum Beispiel „der gute Österreicher“ ist. Auf der anderen Seite gibt es eine korrupte Elite, die nur aus Eigeninteresse handelt und verhindert, dass der Volkswille umgesetzt wird. Ein Teil von anderen Definitionen ist der Stil, den Populist:innen nutzen: Einfachere Sprache, andere Sprache, bestimmtes Auftreten, bestimmtes Spielen mit Symboliken. Leichte, einfache Lösungen anzubieten, ist aus einer wissenschaftlichen Perspektive noch nicht populistisch.</i></p><p><strong>Können Sie konkrete Beispiele nennen, bei denen man dieses bestimmte Auftreten oder diese bestimmte Sprache sehen kann?</strong></p><p><i>Einfachere Sprache ergibt die Möglichkeit darzustellen, dass man spricht wie das Volk und das bei Wähler:innen so ankommt, dass jemand so spricht wie sie. Das sieht man in Österreich zum Teil. Vor allem die FPÖ wird häufig als populistisch gesehen. Sebastian Kurz ist jemand, dem man einen gewissen populistischen Stil nachsagen kann. Donald Trump und Boris Johnson sind spannende Beispiele, weil es nicht nur darum geht, wie man spricht, sondern auch, wie man auftritt. Boris Johnson als ehemaliger Premier von Großbritannien hat sehr viele elitäre Schulen besucht und weiß sehr genau, wie man sich aus einer Sicht der Elite kleiden sollte. Absichtlich signalisiert er aber mit seiner Frisur, seiner Krawatte oder der Art und Weise, wie sein Anzug getragen wird: Ich halte mich auch nicht an die Regeln, ich bin anders als die da oben.</i></p><p><strong>Spielt der Inhalt dann keine große Rolle?</strong></p><p><i>Häufig wird Populismus als dünne oder leichte Ideologie gesehen. Es gibt sehr wenig Information über einen ganz konkreten Bereich hinaus. Wenn wir Politik aus der populistischen Weltsicht als das gute Volk gegen die Bösen Eliten wahrnehmen, sagt uns das relativ viel über das Demokratieverständnis dieser Parteien. Es sagt uns aber überhaupt nichts darüber, ob Steuern höher oder niedriger sein sollten, ob es mehr oder weniger Klimapolitik ist oder wie die Position zur gleichgeschlechtlichen Ehe ist. Es ist ganz wichtig zu trennen, dass die größere Ideologie, die häufig als dicke oder träge Ideologie wahrgenommen wird, einen ganz zentralen Unterschied macht, wie Populismus wirkt. Wenn eine Partei politisch oder kulturell eher rechts steht, wird vielleicht das Volk schon ganz anders definiert. Dann geht es zum Beispiel bei der FPÖ um Österreicher:innen, die hier aufgewachsen sind, deren Eltern aus Österreich sind, die weiß sind. Menschen mit Migrationshintergrund fallen nicht in diese Definition des guten österreichischen Volks.</i></p><p><i>Wenn wir jetzt in einen anderen Kontext bei Linkspopulisten gehen – und das haben wir in Österreich nicht – wird das Volk eher über ökonomische Kriterien definiert. Das ist dann die Klasse der Arbeiter:innen. Es werden andere Faktoren herangezogen, um diese Gruppen zu kreieren und damit Politik zu machen. Linkspopulist:innen legen viel mehr Wert auf ökonomische Politikmaßnahmen, Rechtspopulist:innen argumentieren ganz stark auf der kulturellen Ebene. Sehr häufig werden rechte Ideologie und Populismus zusammengeworfen, weil diese Dinge zusammen auftreten. Aber für ein analytischeres Verständnis dieser beiden Aspekte und was der Treiber von Politikpositionen ist, muss man das ganz klar trennen können.</i></p><p><strong>Welche Gefahren birgt Populismus einerseits für die Gesellschaft, andererseits für einzelne Personen oder Personengruppen?</strong></p><p><i>Was wir sehr stark sehen und auf jeden Fall mit Populismus zu tun hat ist eine Veränderung der Polarisierung. In der Vergangenheit gab es auch Polarisierung von Positionen. Das braucht Demokratie. Denn wenn es keine unterschiedlichen Positionen gibt, die in Wettbewerb stehen, braucht man den Entscheidungsmechanismus fast gar nicht. Aber seit den letzten zehn Jahren gibt es etwas, das man sehr häufig affektive Polarisierung nennt. Es geht nicht mehr nur darum, dass Leute verschiedene Positionen haben, sondern es gibt eine moralische Bewertung, ob Positionen gut oder schlecht sind. Polarisierung macht einerseits politische Aushandlungsprozesse schwieriger. Das haben wir gerade in Österreich erlebt. Der Bundespräsident hat in seiner Rede von der verlorenen Kunst des Kompromisses gesprochen.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 2 Mar 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Populistisch, radikal, extrem oder extremistisch: An diesen Beschreibungen kommen die meisten von uns derzeit wohl kaum vorbei. Nachdem die FPÖ bei der Nationalratswahl in Österreich im Herbst einen historischen Zuwachs einfahren konnte, gelang es kürzlich auch der AfD bei der Bundestagswahl. Auch im Zusammenhang mit der "Linken", die den Einzug in den deutschen Bundestag geschafft hat, wird immer wieder von Populismus gesprochen. Aber wie wird Populismus überhaupt definiert? Wo liegen die Unterschiede zu Extremismus oder Radikalismus? Und werden populistische Parteien künftig noch mehr Zuspruch erfahren? Wir haben Politikwissenschafter Robert Huber gefragt. Er ist Professor für Methoden der Politikwissenschaft an der Universität Salzburg und forscht zum Thema Populismus.</p><h2>Sonntagstalk mit Robert Huber: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Was ist Populismus?</strong></p><p><i>ROBERT HUBER: Häufig verwenden wir Populismus ein Stück weit als Schlagwort, bei dem wir gar nicht so genau wissen, was wir damit meinen. Wenn wir an die Diskussion am Stammtisch denken, dann ist Populismus häufig etwas anderes als aus einer wissenschaftlichen Perspektive. Es gibt unterschiedliche Strömungen, aber eine sehr gängige Definition sieht Populismus als Weltsicht oder als Ideologie. Diese versucht die Gesellschaft in zwei Gruppen zu unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es das „gute Volk“, das einen Volkswillen hat, das moralisch rein und in der Diktion mancher Parteien zum Beispiel „der gute Österreicher“ ist. Auf der anderen Seite gibt es eine korrupte Elite, die nur aus Eigeninteresse handelt und verhindert, dass der Volkswille umgesetzt wird. Ein Teil von anderen Definitionen ist der Stil, den Populist:innen nutzen: Einfachere Sprache, andere Sprache, bestimmtes Auftreten, bestimmtes Spielen mit Symboliken. Leichte, einfache Lösungen anzubieten, ist aus einer wissenschaftlichen Perspektive noch nicht populistisch.</i></p><p><strong>Können Sie konkrete Beispiele nennen, bei denen man dieses bestimmte Auftreten oder diese bestimmte Sprache sehen kann?</strong></p><p><i>Einfachere Sprache ergibt die Möglichkeit darzustellen, dass man spricht wie das Volk und das bei Wähler:innen so ankommt, dass jemand so spricht wie sie. Das sieht man in Österreich zum Teil. Vor allem die FPÖ wird häufig als populistisch gesehen. Sebastian Kurz ist jemand, dem man einen gewissen populistischen Stil nachsagen kann. Donald Trump und Boris Johnson sind spannende Beispiele, weil es nicht nur darum geht, wie man spricht, sondern auch, wie man auftritt. Boris Johnson als ehemaliger Premier von Großbritannien hat sehr viele elitäre Schulen besucht und weiß sehr genau, wie man sich aus einer Sicht der Elite kleiden sollte. Absichtlich signalisiert er aber mit seiner Frisur, seiner Krawatte oder der Art und Weise, wie sein Anzug getragen wird: Ich halte mich auch nicht an die Regeln, ich bin anders als die da oben.</i></p><p><strong>Spielt der Inhalt dann keine große Rolle?</strong></p><p><i>Häufig wird Populismus als dünne oder leichte Ideologie gesehen. Es gibt sehr wenig Information über einen ganz konkreten Bereich hinaus. Wenn wir Politik aus der populistischen Weltsicht als das gute Volk gegen die Bösen Eliten wahrnehmen, sagt uns das relativ viel über das Demokratieverständnis dieser Parteien. Es sagt uns aber überhaupt nichts darüber, ob Steuern höher oder niedriger sein sollten, ob es mehr oder weniger Klimapolitik ist oder wie die Position zur gleichgeschlechtlichen Ehe ist. Es ist ganz wichtig zu trennen, dass die größere Ideologie, die häufig als dicke oder träge Ideologie wahrgenommen wird, einen ganz zentralen Unterschied macht, wie Populismus wirkt. Wenn eine Partei politisch oder kulturell eher rechts steht, wird vielleicht das Volk schon ganz anders definiert. Dann geht es zum Beispiel bei der FPÖ um Österreicher:innen, die hier aufgewachsen sind, deren Eltern aus Österreich sind, die weiß sind. Menschen mit Migrationshintergrund fallen nicht in diese Definition des guten österreichischen Volks.</i></p><p><i>Wenn wir jetzt in einen anderen Kontext bei Linkspopulisten gehen – und das haben wir in Österreich nicht – wird das Volk eher über ökonomische Kriterien definiert. Das ist dann die Klasse der Arbeiter:innen. 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Aber seit den letzten zehn Jahren gibt es etwas, das man sehr häufig affektive Polarisierung nennt. Es geht nicht mehr nur darum, dass Leute verschiedene Positionen haben, sondern es gibt eine moralische Bewertung, ob Positionen gut oder schlecht sind. Polarisierung macht einerseits politische Aushandlungsprozesse schwieriger. Das haben wir gerade in Österreich erlebt. Der Bundespräsident hat in seiner Rede von der verlorenen Kunst des Kompromisses gesprochen.</i></p>
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      <itunes:summary>Populismus ist ein Begriff, der allgegenwärtig ist, wenn über Politik gesprochen wird – aktuell ganz besonders im Zuge der Wahlberichterstattung in Österreich, aber auch in Deutschland. Aber was ist Populismus überhaupt? Was ist der Unterschied zu Extremismus? Und ab wann wird es gefährlich? Das verrät uns der Salzburger Politikwissenschafter Robert Huber im heurigen Sonntagstalk.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Populismus ist ein Begriff, der allgegenwärtig ist, wenn über Politik gesprochen wird – aktuell ganz besonders im Zuge der Wahlberichterstattung in Österreich, aber auch in Deutschland. Aber was ist Populismus überhaupt? Was ist der Unterschied zu Extremismus? Und ab wann wird es gefährlich? Das verrät uns der Salzburger Politikwissenschafter Robert Huber im heurigen Sonntagstalk.</itunes:subtitle>
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      <title>Fußball-Experte Heinz Seelenbacher über Regionalliga-Reform: &quot;Westliga wird weit zurückfallen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Unter der Leitung von Heinz Seelenbacher entwickelte sich der USK Anif zu einem der besten Amateurvereine Österreichs und wurde auf dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte zweimal Meister der Regionalliga West.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Heinz Seelenbacher: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Inwiefern bist du noch mit deinem Heimatklub Anif verbunden?</strong></p><p>HEINZ SEELENBACHER: Ich war bis 2018 mit ganzem Herzen mit Anif verbunden. Ich bin auch heute noch mit dem Verein verbunden – auch wenn ich nicht mit allen Entscheidungen einverstanden bin. Aber wenn man weg ist, muss man sich zurückhalten. Denn man kann nur etwas verändern, wenn man sich selbst einbringt. Ich hoffe schon, dass wir in drei Jahren wieder in der Regionalliga spielen – wenn es die dann noch gibt.</p><p><strong>Unter deiner Führung ist 2011/12 Red Bull bei Anif eingestiegen und hat den Verein dazu genutzt, um einen Klub in der 2. Liga zu etablieren. Wie stehst du rückblickend zu der Entscheidung?</strong></p><p><i>Wir haben uns damals bei den ersten Gesprächen mit einem gewissen Herrn Rangnick unterhalten. Er hat uns gesagt, dass sie unbedingt bei uns einsteigen wollen. Ich glaube, das war die richtige Entscheidung. Wir haben damals nichts verfälscht und sogar für drei Jahre auf eine Teilnahme am ÖFB Cup verzichtet. Meine einzige Prämisse war, dass kein Salzburger Verein darunter leiden darf – und ich glaube, das ist uns gelungen. Vor allem junge Spieler haben davon profitiert und den Sprung in die ersten beiden Ligen geschafft.</i></p><p><strong>Sollte eine Reform der Regionalligen inklusive Aufstockung und ein Format mit Salzburg und Oberösterreich zur Folge haben: Was wären die Vor- und Nachteile dieses Beschlusses?</strong></p><p><i>Die Regionalliga Ost wir der ganz große Gewinner und uns weit davon galoppieren. Der Westen wird – wie es vor vielen Jahren schon einmal war – weit zurückfallen. Und Oberösterreich hat eine ganz andere finanzielle Kraft. Das merkt man, da rund 25 bis 30 Spieler aus Salzburg nach Oberösterreich gehen und dort für mehr Geld spielen. Vor allem am Leistungsniveau wird das spürbar werden. Ich wäre sehr vorsichtig, ob ich so etwas machen würde. 2009 gab es ähnliche Überlegungen, die wir aber damals gemeinsam verhindern konnten.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Nedžad Moćević, der über Extremismus und die aktuellen Gefahren sowie die Rolle der Sozialen Medien sprechen wird – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 23 Feb 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Leitung von Heinz Seelenbacher entwickelte sich der USK Anif zu einem der besten Amateurvereine Österreichs und wurde auf dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte zweimal Meister der Regionalliga West.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Heinz Seelenbacher: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Inwiefern bist du noch mit deinem Heimatklub Anif verbunden?</strong></p><p>HEINZ SEELENBACHER: Ich war bis 2018 mit ganzem Herzen mit Anif verbunden. Ich bin auch heute noch mit dem Verein verbunden – auch wenn ich nicht mit allen Entscheidungen einverstanden bin. Aber wenn man weg ist, muss man sich zurückhalten. Denn man kann nur etwas verändern, wenn man sich selbst einbringt. Ich hoffe schon, dass wir in drei Jahren wieder in der Regionalliga spielen – wenn es die dann noch gibt.</p><p><strong>Unter deiner Führung ist 2011/12 Red Bull bei Anif eingestiegen und hat den Verein dazu genutzt, um einen Klub in der 2. Liga zu etablieren. Wie stehst du rückblickend zu der Entscheidung?</strong></p><p><i>Wir haben uns damals bei den ersten Gesprächen mit einem gewissen Herrn Rangnick unterhalten. Er hat uns gesagt, dass sie unbedingt bei uns einsteigen wollen. Ich glaube, das war die richtige Entscheidung. Wir haben damals nichts verfälscht und sogar für drei Jahre auf eine Teilnahme am ÖFB Cup verzichtet. Meine einzige Prämisse war, dass kein Salzburger Verein darunter leiden darf – und ich glaube, das ist uns gelungen. Vor allem junge Spieler haben davon profitiert und den Sprung in die ersten beiden Ligen geschafft.</i></p><p><strong>Sollte eine Reform der Regionalligen inklusive Aufstockung und ein Format mit Salzburg und Oberösterreich zur Folge haben: Was wären die Vor- und Nachteile dieses Beschlusses?</strong></p><p><i>Die Regionalliga Ost wir der ganz große Gewinner und uns weit davon galoppieren. Der Westen wird – wie es vor vielen Jahren schon einmal war – weit zurückfallen. Und Oberösterreich hat eine ganz andere finanzielle Kraft. Das merkt man, da rund 25 bis 30 Spieler aus Salzburg nach Oberösterreich gehen und dort für mehr Geld spielen. Vor allem am Leistungsniveau wird das spürbar werden. Ich wäre sehr vorsichtig, ob ich so etwas machen würde. 2009 gab es ähnliche Überlegungen, die wir aber damals gemeinsam verhindern konnten.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt es jede Woche. Unser nächster Gast ist Nedžad Moćević, der über Extremismus und die aktuellen Gefahren sowie die Rolle der Sozialen Medien sprechen wird – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:summary>Heinz Seelenbacher hat das Salzburger Fußball-Unterhaus über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Der heute 71-Jährige kam 1969 zum USK Anif und führte den Verein von 2003 bis 2016 als Obmann. Er kennt den heimischen Amateurfußball wie seine Westentasche und spricht mit uns über die Entwicklungen in der Westliga und die Probleme im Unterhaus. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Heinz Seelenbacher hat das Salzburger Fußball-Unterhaus über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Der heute 71-Jährige kam 1969 zum USK Anif und führte den Verein von 2003 bis 2016 als Obmann. Er kennt den heimischen Amateurfußball wie seine Westentasche und spricht mit uns über die Entwicklungen in der Westliga und die Probleme im Unterhaus. </itunes:subtitle>
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      <title>Sexualpädagogin Stephanie Wenger: &quot;In Sachen Sex ist Wissen Macht&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Er ist allgegenwärtig, aber tatsächlich darüber gesprochen wird nach wie vor zu wenig: Die Rede ist von Sex. Kein Wunder also, dass sich nach wie vor zahlreiche Mythen und Fehlinformationen rund um die schönste Nebensache der Welt ranken.</p><p>Im SALZBURG24-Sonntagstalk haben wir mit der Salzburger Sexualpädagogin Stephanie Wenger, darüber gesprochen, warum es wichtig ist Sexualität zu enttabuisieren und warum Wissen in Bezug auf Sex tatsächlich Macht ist.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Stephanie Wenger: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Vielleicht zum Einstieg, Stephanie, reden wir gesellschaftlich eigentlich zu viel oder zu wenig über Sex?</strong></p><p><i>Stephanie Wenger: Es kommt immer darauf an, in welchem Bereich wir uns befinden. Natürlich ist das ein Thema, das gesellschaftlich polarisiert. In den Medien, auf Social Media, wo auch immer man hinschaut – Sex sells. Aber bei wichtigen Bereichen wie bei Kindern und Jugendlichen oder bei sexueller Gewalt vor allem, ist es oft noch ein Tabuthema, wo viele einfach wegschauen.</i></p><p><strong>Siehst du da gesellschaftlich Lücken oder etwas, was die meisten noch lernen können oder sogar sollten?</strong></p><p><i>Ja, definitiv, bei ganz vielen Sachen. Weibliche Sexualität zum Beispiel ist immer noch ein Tabuthema. Oder Sexualität bei Menschen, die noch andere Diskriminierungen erleben, wie etwa Menschen mit Beeinträchtigungen. Vielen Menschen spricht man Sexualität immer noch einfach ab und da ist auch kein Wissen vorhanden.</i></p><p><strong>Du hast jetzt schon einige negative Seiten von Sexualität angesprochen. Aber was macht gesunde Sexualität eigentlich aus?</strong></p><p><i>Generell in der Gesellschaft einfach darüber zu sprechen, aufzuklären, keine Themen auszulassen. Also wirklich alles zu benennen und sich damit auseinanderzusetzen. Mich damit zu beschäftigen: Was ist mein Körper? Wie schaut er aus? Wie entwickelt er sich? Was taugt mir? Was taugt mir nicht? Mit wem möchte ich in Beziehung treten? Wo sind meine Grenzen? Sich wirklich damit auseinandersetzen, Dinge kritisch hinterfragen.</i></p><p><strong>Gibt es etwas, bei dem du dir als Sexualpädagogin denkst „warum wissen das so wenig Leute?“</strong></p><p><i>Weibliche Sexualität, wie gesagt. Queere Sexualität, wie schaut das aus? Auch ganz oft eine Frage, die ich von Jugendlichen bekomme. Wie funktioniert das überhaupt? Also, dass Sex nicht nur klassisch Penis und Vagina ist. Wie kann Sexualität ausschauen? Wo fängt es an? Wo hört es auf? Was gehört alles dazu? Und Selbstbefriedigung, ganz klar. Und dass das nichts Schlimmes ist. Dass es gut sein kann, sich einfach selber zu erkunden, zu schauen, was fühlt sich fein an und was nicht, weil erst dann kann ich es kommunizieren und meinem Gegenüber sagen, was mir taugt und was nicht.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 16 Feb 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/sexualpadagogin-stephanie-wenger-in-sachen-sex-ist-wissen-macht-pr5Ecj0Q</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Er ist allgegenwärtig, aber tatsächlich darüber gesprochen wird nach wie vor zu wenig: Die Rede ist von Sex. Kein Wunder also, dass sich nach wie vor zahlreiche Mythen und Fehlinformationen rund um die schönste Nebensache der Welt ranken.</p><p>Im SALZBURG24-Sonntagstalk haben wir mit der Salzburger Sexualpädagogin Stephanie Wenger, darüber gesprochen, warum es wichtig ist Sexualität zu enttabuisieren und warum Wissen in Bezug auf Sex tatsächlich Macht ist.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Stephanie Wenger: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Vielleicht zum Einstieg, Stephanie, reden wir gesellschaftlich eigentlich zu viel oder zu wenig über Sex?</strong></p><p><i>Stephanie Wenger: Es kommt immer darauf an, in welchem Bereich wir uns befinden. Natürlich ist das ein Thema, das gesellschaftlich polarisiert. In den Medien, auf Social Media, wo auch immer man hinschaut – Sex sells. Aber bei wichtigen Bereichen wie bei Kindern und Jugendlichen oder bei sexueller Gewalt vor allem, ist es oft noch ein Tabuthema, wo viele einfach wegschauen.</i></p><p><strong>Siehst du da gesellschaftlich Lücken oder etwas, was die meisten noch lernen können oder sogar sollten?</strong></p><p><i>Ja, definitiv, bei ganz vielen Sachen. Weibliche Sexualität zum Beispiel ist immer noch ein Tabuthema. Oder Sexualität bei Menschen, die noch andere Diskriminierungen erleben, wie etwa Menschen mit Beeinträchtigungen. Vielen Menschen spricht man Sexualität immer noch einfach ab und da ist auch kein Wissen vorhanden.</i></p><p><strong>Du hast jetzt schon einige negative Seiten von Sexualität angesprochen. Aber was macht gesunde Sexualität eigentlich aus?</strong></p><p><i>Generell in der Gesellschaft einfach darüber zu sprechen, aufzuklären, keine Themen auszulassen. Also wirklich alles zu benennen und sich damit auseinanderzusetzen. Mich damit zu beschäftigen: Was ist mein Körper? Wie schaut er aus? Wie entwickelt er sich? Was taugt mir? Was taugt mir nicht? Mit wem möchte ich in Beziehung treten? Wo sind meine Grenzen? Sich wirklich damit auseinandersetzen, Dinge kritisch hinterfragen.</i></p><p><strong>Gibt es etwas, bei dem du dir als Sexualpädagogin denkst „warum wissen das so wenig Leute?“</strong></p><p><i>Weibliche Sexualität, wie gesagt. Queere Sexualität, wie schaut das aus? Auch ganz oft eine Frage, die ich von Jugendlichen bekomme. Wie funktioniert das überhaupt? Also, dass Sex nicht nur klassisch Penis und Vagina ist. Wie kann Sexualität ausschauen? Wo fängt es an? Wo hört es auf? Was gehört alles dazu? Und Selbstbefriedigung, ganz klar. Und dass das nichts Schlimmes ist. Dass es gut sein kann, sich einfach selber zu erkunden, zu schauen, was fühlt sich fein an und was nicht, weil erst dann kann ich es kommunizieren und meinem Gegenüber sagen, was mir taugt und was nicht.</i></p>
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      <itunes:title>Sexualpädagogin Stephanie Wenger: &quot;In Sachen Sex ist Wissen Macht&quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Selbstbefriedigung, die Klitoris oder weibliche Lust: Rund um das Thema Sexualität ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen – und sie halten sich auch hartnäckig. Wir haben im Sonntagstalk mit der Sexualpädagogin Stephanie Wenger einige davon aufgeklärt und darüber gesprochen, warum Sex noch immer ein Tabuthema ist. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Selbstbefriedigung, die Klitoris oder weibliche Lust: Rund um das Thema Sexualität ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen – und sie halten sich auch hartnäckig. Wir haben im Sonntagstalk mit der Sexualpädagogin Stephanie Wenger einige davon aufgeklärt und darüber gesprochen, warum Sex noch immer ein Tabuthema ist. </itunes:subtitle>
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      <title>Ski-Experte Schörghofer: &quot;Bei Hirschers Comeback dachte ich an Aprilscherz&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Philipp Schörghofer ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer, der sich auf den Riesenslalom spezialisiert hat. Geboren am 20. Januar 1983 in Salzburg, begann er seine Karriere im alpinen Skisport und erreichte bemerkenswerte Erfolge.<br /><br />Im Frühjahr 2019 beendete er seine aktive Rennkarriere und widmet sich seitdem verschiedenen Tätigkeiten, darunter als Unternehmer, Kommentator, Moderator und Testimonial. Er ist weiterhin im Skizirkus aktiv und bringt seine Erfahrungen in verschiedenen Projekten ein.  </p>
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      <pubDate>Sun, 9 Feb 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Philipp Schörghofer ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer, der sich auf den Riesenslalom spezialisiert hat. Geboren am 20. Januar 1983 in Salzburg, begann er seine Karriere im alpinen Skisport und erreichte bemerkenswerte Erfolge.<br /><br />Im Frühjahr 2019 beendete er seine aktive Rennkarriere und widmet sich seitdem verschiedenen Tätigkeiten, darunter als Unternehmer, Kommentator, Moderator und Testimonial. Er ist weiterhin im Skizirkus aktiv und bringt seine Erfahrungen in verschiedenen Projekten ein.  </p>
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      <itunes:title>Ski-Experte Schörghofer: &quot;Bei Hirschers Comeback dachte ich an Aprilscherz&quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Bei der alpinen Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm jagen die ÖSV-Athletinnen derzeit nach dem, was auch Philipp Schörghofer in seiner Ski-Karriere erreichte, nämlich nach Medaillen. Der 42-jährige Salzburger hing seine Brettln 2019 an den Nagel und beendete damit seine aktive Laufbahn. Im Sonntagstalk bei SALZBURG24 sprach der Salzburger über sein jetziges Leben, die Erfolgschancen am Zwölferkogel sowie über das Comeback von Marcel Hirscher. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Bei der alpinen Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm jagen die ÖSV-Athletinnen derzeit nach dem, was auch Philipp Schörghofer in seiner Ski-Karriere erreichte, nämlich nach Medaillen. Der 42-jährige Salzburger hing seine Brettln 2019 an den Nagel und beendete damit seine aktive Laufbahn. Im Sonntagstalk bei SALZBURG24 sprach der Salzburger über sein jetziges Leben, die Erfolgschancen am Zwölferkogel sowie über das Comeback von Marcel Hirscher. </itunes:subtitle>
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      <title>Enkelin eines NS-Widerständlers: &quot;Sein Handeln war zutiefst menschlich&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wer an Widerstand im Nationalsozialismus denkt, hat womöglich ein organisiertes Netzwerk und bewaffnete Männer im Kopf. Doch sich gegen ein totalitäres Regime stellen – das ist auch anders möglich. Das zeigt die Familiengeschichte von Elfriede Oblasser sehr deutlich. Der Großvater der Sozialarbeiterin und Aktivistin <a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wie-man-sich-im-salzburger-innergebirg-den-nazis-widersetzte-172276849" target="_blank">versteckte während der NS-Zeit mehrere Gesuchte Männer auf seinem Hof in Taxenbach</a> (Pinzgau) und widersetzte sich so ebenfalls dem Willen der Nazis.</p><p>Im Podcast schildert sie uns das Schicksal und die Motive ihres Großvaters, der in mehreren Konzentrationslager inhaftiert war, und erklärt, welche Rolle das Erinnern und Gedenken heute aus ihrer Sicht noch spielt.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Elfriede Oblasser: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Die Geschichte des Widerstands im Innergebirge ist zu einem gewissen Teil auch Ihre Familiengeschichte. Was ist die Erzählung Ihrer Familie über diese Zeit?</strong></p><p><i>ELFRIEDE OBLASSER: Mein Großvater Johann Oblasser hat 1944 Karl Ruppitsch und andere Gesuchte versteckt. Jetzt läuft das alles unter dem Oberbegriff Goldegger Deserteure. Am 8. Juli 2944 wurde mein Großvater deshalb verhaftet und in mehrere verschiedene KZs verschleppt und ist ein Jahr später als schwer gezeichneter, psychisch wie körperlich kranker Mensch zurückgekommen.</i></p><p><i>Seine Schwester Margarete Oblasser hat in St. Johann gewohnt und gearbeitet. Sie war bekannt Kaspar Wind, der Karl Ruppitsch aus dem Gefängnis befreite. Karl Ruppitsch hat wahrscheinlich Geld verdient mit Schwarzschlachten und anderen Dingen. Er hat ihn dann in einem Lkw des Herrn Buda nach Taxenbach gebracht. Die Schwester meines Großvaters ist da mitgefahren. Ich gehe davon aus, dass sie mitgefahren ist, um ihrer Familie zu sagen: Ich bringe euch jetzt den Karl Ruppitsch, bitte nehmt ihn auf.</i></p><p><strong>Was wissen Sie über die Motive von Ihrer Familie, dass Sie da die Deserteure unterstützen?</strong></p><p><i>Ich habe mir als junge Frau immer gedacht: Das kann nicht anders sein, meine Großtante muss die Geliebte des Karl Ruppitsch gewesen sein. Ich glaube aber, dass ich mich da getäuscht habe. Vor kurzem habe ich recherchiert und erfahren, dass es eine familiäre Verbindung zwischen Ruppitsch und meiner Familie gab. […] Ich glaube, die Motivation ist auch, dass man jemandem helfen muss, der in Not gerät. Und dass man das tut, ohne lange darüber nachzudenken.</i></p><p><strong>Ich stelle mir das sehr prägend vor, mit Menschen aufzuwachsen, die so eine Lebensgeschichte haben. Was hat das mit Ihnen gemacht?</strong></p><p><i>Zum einen ist es dieses Schweigen, also das Thema Schweigen, Schuld und Scham. Das war immer präsent bei uns in der Familie. Und ich glaube, dass es mich bestärkt hat, dass ich mich für diese Themen interessiere und dass mir auch klar wurde, dass ich immer sagen will, was ich mir denke. Ich will eigentlich keine totalitären Systeme haben. Ich will menschlich sein und bleiben. Und das finde ich das Tolle an dieser Handlung meines Großvaters. Ich finde, es ist eine zutiefst menschliche Handlung, jemand anderen, der in Not ist, zu unterstützen.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Mathias Funk mit dem ehemaligen ÖSV-Fahrer Philipp Schörghofer über die Ski-WM in Saalbach. Hört rein!</p>
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      <pubDate>Sun, 2 Feb 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/enkelin-eines-ns-widerstandlers-sein-handeln-war-zutiefst-menschlich-sbyx8Rbf</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wer an Widerstand im Nationalsozialismus denkt, hat womöglich ein organisiertes Netzwerk und bewaffnete Männer im Kopf. Doch sich gegen ein totalitäres Regime stellen – das ist auch anders möglich. Das zeigt die Familiengeschichte von Elfriede Oblasser sehr deutlich. Der Großvater der Sozialarbeiterin und Aktivistin <a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wie-man-sich-im-salzburger-innergebirg-den-nazis-widersetzte-172276849" target="_blank">versteckte während der NS-Zeit mehrere Gesuchte Männer auf seinem Hof in Taxenbach</a> (Pinzgau) und widersetzte sich so ebenfalls dem Willen der Nazis.</p><p>Im Podcast schildert sie uns das Schicksal und die Motive ihres Großvaters, der in mehreren Konzentrationslager inhaftiert war, und erklärt, welche Rolle das Erinnern und Gedenken heute aus ihrer Sicht noch spielt.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Elfriede Oblasser: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Die Geschichte des Widerstands im Innergebirge ist zu einem gewissen Teil auch Ihre Familiengeschichte. Was ist die Erzählung Ihrer Familie über diese Zeit?</strong></p><p><i>ELFRIEDE OBLASSER: Mein Großvater Johann Oblasser hat 1944 Karl Ruppitsch und andere Gesuchte versteckt. Jetzt läuft das alles unter dem Oberbegriff Goldegger Deserteure. Am 8. Juli 2944 wurde mein Großvater deshalb verhaftet und in mehrere verschiedene KZs verschleppt und ist ein Jahr später als schwer gezeichneter, psychisch wie körperlich kranker Mensch zurückgekommen.</i></p><p><i>Seine Schwester Margarete Oblasser hat in St. Johann gewohnt und gearbeitet. Sie war bekannt Kaspar Wind, der Karl Ruppitsch aus dem Gefängnis befreite. Karl Ruppitsch hat wahrscheinlich Geld verdient mit Schwarzschlachten und anderen Dingen. Er hat ihn dann in einem Lkw des Herrn Buda nach Taxenbach gebracht. Die Schwester meines Großvaters ist da mitgefahren. Ich gehe davon aus, dass sie mitgefahren ist, um ihrer Familie zu sagen: Ich bringe euch jetzt den Karl Ruppitsch, bitte nehmt ihn auf.</i></p><p><strong>Was wissen Sie über die Motive von Ihrer Familie, dass Sie da die Deserteure unterstützen?</strong></p><p><i>Ich habe mir als junge Frau immer gedacht: Das kann nicht anders sein, meine Großtante muss die Geliebte des Karl Ruppitsch gewesen sein. Ich glaube aber, dass ich mich da getäuscht habe. Vor kurzem habe ich recherchiert und erfahren, dass es eine familiäre Verbindung zwischen Ruppitsch und meiner Familie gab. […] Ich glaube, die Motivation ist auch, dass man jemandem helfen muss, der in Not gerät. Und dass man das tut, ohne lange darüber nachzudenken.</i></p><p><strong>Ich stelle mir das sehr prägend vor, mit Menschen aufzuwachsen, die so eine Lebensgeschichte haben. Was hat das mit Ihnen gemacht?</strong></p><p><i>Zum einen ist es dieses Schweigen, also das Thema Schweigen, Schuld und Scham. Das war immer präsent bei uns in der Familie. Und ich glaube, dass es mich bestärkt hat, dass ich mich für diese Themen interessiere und dass mir auch klar wurde, dass ich immer sagen will, was ich mir denke. Ich will eigentlich keine totalitären Systeme haben. Ich will menschlich sein und bleiben. Und das finde ich das Tolle an dieser Handlung meines Großvaters. Ich finde, es ist eine zutiefst menschliche Handlung, jemand anderen, der in Not ist, zu unterstützen.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Mathias Funk mit dem ehemaligen ÖSV-Fahrer Philipp Schörghofer über die Ski-WM in Saalbach. Hört rein!</p>
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      <itunes:summary>Widerstand gegen den Nationalsozialismus hatte viele Gesichter – nicht alle waren Teil großer Organisationen oder kämpften mit Waffen. Manche stellten sich dem Regime mit Menschlichkeit entgegen. So auch Johann Oblasser, der während der NS-Zeit in Taxenbach mehrere verfolgte Männer versteckte. Im Sonntagstalk schildert uns seine Enkelin Elfriede Oblasser seine Geschichte und wie seine Handlung heute noch nachwirkt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Widerstand gegen den Nationalsozialismus hatte viele Gesichter – nicht alle waren Teil großer Organisationen oder kämpften mit Waffen. Manche stellten sich dem Regime mit Menschlichkeit entgegen. So auch Johann Oblasser, der während der NS-Zeit in Taxenbach mehrere verfolgte Männer versteckte. Im Sonntagstalk schildert uns seine Enkelin Elfriede Oblasser seine Geschichte und wie seine Handlung heute noch nachwirkt.</itunes:subtitle>
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      <title>Ernährungsberaterin Judith Haudum: &quot;Extreme Diäten sind ein sehr großer Fehler&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Jedes Jahr aufs Neue nehmen sich etliche Salzburgerinnen und Salzburger vor, sich gesünder zu ernähren. Eine gesunde Ernährung kann nicht nur das Gewicht positiv beeinflussen, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern. Doch wie schaffen wir es, den eigenen Schweinehund zu überwinden, damit diese guten Neujahrsvorsätze nicht schon nach wenigen Wochen verpuffen?</p><p>Welche Diät wirklich Sinn machen, was klassische Rückfälle sind, wer Nahrungsergänzungsmittel wirklich braucht und was am Mythos spät zu essen tatsächlich dran ist, haben wir die Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum im Sonntagstalk gefragt. Neben der Betreuung von Spitzensportler:innen lehrt die Ernährungswissenschafterin aus Rif bei Hallein (Tennengau) auch an der Universität Salzburg.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Judith Haudum: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie können die Neujahrsvorsätze weiter durchgehalten werden?</strong></p><p><i>JUDITH HAUDUM: Wichtig ist grundsätzlich bei der Zielsetzung, dass es realistische Ziele sind und gerade natürlich bei der Ernährung auch, dass das nicht extreme Diäten sind, die man gewöhnlich für wenige Wochen durchhält. Doch irgendwann wird es dann schwierig, auch bei der Umsetzung. Irgendwann kommt dann eine Ermüdungserscheinung jetzt vom Kopf her dazu. Es ist schwierig, sich die auferlegten Regeln, sich daran zu halten, wenn man mit Freunden unterwegs ist, irgendwo dann mal Nein zu sagen. Also das sind schon Dinge, die mühsam werden mit der Zeit. Deswegen sind gerade extreme Ernährungsformen dann sehr schwierig wirklich langfristig umgesetzt zu werden.</i></p><p><strong>Was sind klassische Ernährungsfehler im Alltag?</strong></p><p><i>Ich würde meinen, mal zum einen die extrem geringe Energiezufuhr, dass man auch ein sehr großes Energiedefizit schafft und irgendwann kommt es dann zum Kurzschluss, weil der Körper so stark im Defizit ist. Das ist dann der Moment, wo man vielleicht vom Kühlschrank nicht mehr wegkommt, wo man eine Packung Chips aufmacht und die dann komplett leert, weil der Hunger so groß ist, das Verlangen so groß ist. Das heißt, diese extremen Diäten sind immer ein sehr großer Fehler. Es zeigt sich natürlich sehr schnell der Erfolg auf der Waage, was irgendwo motiviert, aber das Risiko ist halt sehr hoch, dann in Defizitsituationen zu kommen, wo dann in sehr kurzer Zeit sehr viel an Energie konsumiert wird.</i></p><p><strong>Warum greifen wir eigentlich zu ungesunden Snacks, wenn wir gestresst sind?</strong></p><p><i>Weil das Belohnungsdenken sehr stark in den Vordergrund rückt und schon auch unser Gehirn oder der Körper generell mehr Energie braucht, wenn der Stress innerlich auch hoch ist. Und in Snacks – ob fettreiche oder zuckerreiche – ist sehr geballte Energie. Deswegen, wenn wir uns in einer Stresssituation befinden, greifen wir dann eben sehr häufig zu derartigen Snacks und stellen unseren Körper mehr oder weniger zufrieden.</i></p><p><strong>Was hat das denn für Folgen auf den Körper?</strong></p><p><i>Grundsätzlich brauchen wir die Energie, aber wir brauchen natürlich auch die Nährstoffe, die wir mit diesen Kalorien aufnehmen. Also das ist auch ein sehr wichtiger Punkt, den wir häufig vergessen. Wir konsumieren ja nicht nur die Kalorien, sondern Vitamine, Mineralstoffe, gesunde Fette, genauso auch wie wichtige Ballaststoffe. Und wenn wir die Kalorienzufuhr stark reduzieren, dann reduzieren wir natürlich auch sehr stark die Zufuhr und die Aufnahme von solchen Nährstoffen. Das führt natürlich dann schon auch in eine Mangelsituation. Das heißt, gesundheitliche Folgen gibt es definitiv. Ein schwaches Immunsystem schlägt sich genauso irgendwo auf die Laune: Gereiztheit, Aggressivität, Müdigkeit. Wir dürfen nicht vergessen, auch unser Gehirn braucht gar nicht zu wenig Energie, um zu funktionieren, damit wir aufmerksam sind, damit wir konzentriert sind, damit die Laune gut ist. Das sind natürlich auch alles dann Konsequenzen von sehr, sehr tiefer Energiezufuhr.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Anna-Lena Baldauf mit der Aktivistin Elfriede Oblasser über die regionale Erinnerungskultur, den Widerstand während der NS-Zeit und ihre eigene Familiengeschichte.</p>
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      <pubDate>Sun, 26 Jan 2025 09:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr aufs Neue nehmen sich etliche Salzburgerinnen und Salzburger vor, sich gesünder zu ernähren. Eine gesunde Ernährung kann nicht nur das Gewicht positiv beeinflussen, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern. Doch wie schaffen wir es, den eigenen Schweinehund zu überwinden, damit diese guten Neujahrsvorsätze nicht schon nach wenigen Wochen verpuffen?</p><p>Welche Diät wirklich Sinn machen, was klassische Rückfälle sind, wer Nahrungsergänzungsmittel wirklich braucht und was am Mythos spät zu essen tatsächlich dran ist, haben wir die Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum im Sonntagstalk gefragt. Neben der Betreuung von Spitzensportler:innen lehrt die Ernährungswissenschafterin aus Rif bei Hallein (Tennengau) auch an der Universität Salzburg.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Judith Haudum: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie können die Neujahrsvorsätze weiter durchgehalten werden?</strong></p><p><i>JUDITH HAUDUM: Wichtig ist grundsätzlich bei der Zielsetzung, dass es realistische Ziele sind und gerade natürlich bei der Ernährung auch, dass das nicht extreme Diäten sind, die man gewöhnlich für wenige Wochen durchhält. Doch irgendwann wird es dann schwierig, auch bei der Umsetzung. Irgendwann kommt dann eine Ermüdungserscheinung jetzt vom Kopf her dazu. Es ist schwierig, sich die auferlegten Regeln, sich daran zu halten, wenn man mit Freunden unterwegs ist, irgendwo dann mal Nein zu sagen. Also das sind schon Dinge, die mühsam werden mit der Zeit. Deswegen sind gerade extreme Ernährungsformen dann sehr schwierig wirklich langfristig umgesetzt zu werden.</i></p><p><strong>Was sind klassische Ernährungsfehler im Alltag?</strong></p><p><i>Ich würde meinen, mal zum einen die extrem geringe Energiezufuhr, dass man auch ein sehr großes Energiedefizit schafft und irgendwann kommt es dann zum Kurzschluss, weil der Körper so stark im Defizit ist. Das ist dann der Moment, wo man vielleicht vom Kühlschrank nicht mehr wegkommt, wo man eine Packung Chips aufmacht und die dann komplett leert, weil der Hunger so groß ist, das Verlangen so groß ist. Das heißt, diese extremen Diäten sind immer ein sehr großer Fehler. Es zeigt sich natürlich sehr schnell der Erfolg auf der Waage, was irgendwo motiviert, aber das Risiko ist halt sehr hoch, dann in Defizitsituationen zu kommen, wo dann in sehr kurzer Zeit sehr viel an Energie konsumiert wird.</i></p><p><strong>Warum greifen wir eigentlich zu ungesunden Snacks, wenn wir gestresst sind?</strong></p><p><i>Weil das Belohnungsdenken sehr stark in den Vordergrund rückt und schon auch unser Gehirn oder der Körper generell mehr Energie braucht, wenn der Stress innerlich auch hoch ist. Und in Snacks – ob fettreiche oder zuckerreiche – ist sehr geballte Energie. Deswegen, wenn wir uns in einer Stresssituation befinden, greifen wir dann eben sehr häufig zu derartigen Snacks und stellen unseren Körper mehr oder weniger zufrieden.</i></p><p><strong>Was hat das denn für Folgen auf den Körper?</strong></p><p><i>Grundsätzlich brauchen wir die Energie, aber wir brauchen natürlich auch die Nährstoffe, die wir mit diesen Kalorien aufnehmen. Also das ist auch ein sehr wichtiger Punkt, den wir häufig vergessen. Wir konsumieren ja nicht nur die Kalorien, sondern Vitamine, Mineralstoffe, gesunde Fette, genauso auch wie wichtige Ballaststoffe. Und wenn wir die Kalorienzufuhr stark reduzieren, dann reduzieren wir natürlich auch sehr stark die Zufuhr und die Aufnahme von solchen Nährstoffen. Das führt natürlich dann schon auch in eine Mangelsituation. Das heißt, gesundheitliche Folgen gibt es definitiv. Ein schwaches Immunsystem schlägt sich genauso irgendwo auf die Laune: Gereiztheit, Aggressivität, Müdigkeit. Wir dürfen nicht vergessen, auch unser Gehirn braucht gar nicht zu wenig Energie, um zu funktionieren, damit wir aufmerksam sind, damit wir konzentriert sind, damit die Laune gut ist. Das sind natürlich auch alles dann Konsequenzen von sehr, sehr tiefer Energiezufuhr.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Anna-Lena Baldauf mit der Aktivistin Elfriede Oblasser über die regionale Erinnerungskultur, den Widerstand während der NS-Zeit und ihre eigene Familiengeschichte.</p>
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      <itunes:summary>Mit dem Jahresbeginn haben sich viele nach Veränderung und Erneuerung gesehnt. Einer der häufigsten Neujahrsvorsätze ist es, die eigene Ernährung gesünder zu gestalten. Doch wie kann das wirklich erfolgreich umgesetzt werden? Das haben wir die Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum im Sonntagstalk gefragt.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Mit dem Jahresbeginn haben sich viele nach Veränderung und Erneuerung gesehnt. Einer der häufigsten Neujahrsvorsätze ist es, die eigene Ernährung gesünder zu gestalten. Doch wie kann das wirklich erfolgreich umgesetzt werden? Das haben wir die Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum im Sonntagstalk gefragt.</itunes:subtitle>
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      <title>Trockener Alkoholiker aus Salzburg: &quot;Wusste 1.000 Gründe, warum ich kein Problem haben kann&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Ein Glaserl Rotwein für den Blutdruck oder ein „verdientes“ Bier zum Feierabend – in der österreichischen Gesellschaft ist Alkohol tief verankert. So manch einer probiert sich derzeit gerade an dem Dry Janurary oder dem Trocknen Monat – 31 Tage ohne Alkohol. Für den 55-jährigen Niko aus Salzburg dauert die trockene Zeit bereits über 6.500 Tage. Seit 1. April 2007 hat der nun trockene Alkoholiker nichts mehr getrunken.</p><p>Wie sich ein Leben mit der Krankheit Alkoholismus anfühlt und was bei Niko die Kehrtwende ausgelöst, erzählt er uns im Podcast. Außerdem verrät er, warum er nach fast 18 Jahren ohne Rückfall trotzdem noch jede Woche zu den Meetings der Anonymen Alkoholiker geht.</p><p>Sonntagstalk mit einem trockenen Alkoholiker: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p>SALZBURG24: Mit dem Dry January machen derzeit viele Menschen eine Pause vom Alkohol. Als trockener Alkoholiker, um was hältst du denn allgemein von solchen Trends?</p><p>NIKO: Gut, ich finde ja mal persönlich jeden Trend, der ein bisschen weggeht von der Trinkkultur, die bei uns so ausführlichst gelebt und geliebt wird, an und für sich einen positiven Trend. Für mich als Alkoholiker, der unter der Krankheit Alkoholismus zu leiden hat, ist es natürlich eine ganz andere Situation.</p><p>Wie war das damals bei dir? Du bist ja jetzt seit einigen Jahren schon trocken. Hat dich auch so ein Trend dazu verleitet, mit dem Trinken aufzuhören? Vielleicht kannst du uns kurz erzählen, wie das war?</p><p>Bei mir war es so, ich war sehr lange ein funktionierender Trinker bzw. ein funktionierender Alkoholiker, wie ich heute weiß. Also bis am Tag vor diesem Zeitpunkt habe ich tausend Gründe gewusst, warum ich kein Alkoholiker sein kann. Ich habe auch in den 23 Jahren, in denen ich fast täglich Alkohol konsumiert habe, gefühlt keine größeren Probleme gehabt jetzt mit meiner Umwelt. </p><p>Es ist dann etwas passiert, schleichend für mich, von meinem Gefühl her, meinem Trinken gegenüber. Ich habe mir dann über mein Trinken mehr und mehr Gedanken gemacht. Und je mehr Gedanken ich mir über mein Trinken gemacht habe, desto mehr habe ich meinen Selbstwert, meine Selbstachtung und meine Selbstliebe verloren. Und je stärker das dann war, desto größer ist dann in mir Depression entstanden. Und im Endeffekt hat mich dann wirklich der Verlust der Lebensfreude, der Verlust der Selbstachtung dann im Ende, Gott sei Dank sage ich heute, in die Knie gezwungen. </p><p>Man hat im Kopf das Bild, dass Alkoholiker morgens aus dem Bett fallen und gleich mal zur Flasche greifen. War das bei dir auch der Fall?</p><p>Ganz zum Schluss. Also wirklich ganz zum Schluss. Das war dann so für mich der allerletzte Knackpunkt, wo ich für mich wirklich erkannt habe, irgendwas stimmt wirklich ganz massiv nicht. Wo ich das gemerkt habe, ich stehe in der Früh auf, ich zittere in der Früh. Und ich dann für mich gewusst habe, ich muss jetzt schnell was trinken, damit ich ruhig werde. Und das war für mich dann eigentlich der endgültige Verlust meiner Selbstachtung.</p><p>Du bist jetzt schon seit Jahren bei den Anonymen Alkoholikern. Warum wirst du das noch weiter verfolgen?</p><p>Der Alkohol ist ein ganz mächtiger Bursche, weil der nämlich ziemlich hinterfotzig ist. Denn der Alkoholismus ist ja die Krankheit, die dir sagt, du hast es nicht. Und sobald da eine Hintertüre aufgemacht wird, fängt es dann schon wieder an, dass man dann irgendwelche Deals mit sich selber macht. Und da ist die Gruppe einfach so wichtig.</p><p>Wenn es mir jetzt einmal gut geht, dann gehe ich ins Meeting, dass ich was teile, dass ich vielleicht dem anderen helfen kann. Wenn es mir zu gut geht, dann gehe ich dreimal aufs Meeting, damit ich nicht abhebe. Und wenn es mir schlecht geht, gehe ich sowieso aufs Meeting. Ich habe jetzt fast 18 Jahre keine Woche ohne Meeting gemacht. Und ich werde das auch weiterhin so machen, weil mir geht es heute so viel besser, als es mir vorher gegangen ist.</p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Thomas Pfeifer mit der Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum über Tipps, wie man die guten Vorsätze auch nach dem Jänner weiterziehen kann.</p>
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      <pubDate>Sun, 19 Jan 2025 11:35:26 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/trockener-alkoholiker-aus-salzburg-wusste-1000-grunde-warum-ich-kein-problem-haben-kann-VugJoVuf</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Glaserl Rotwein für den Blutdruck oder ein „verdientes“ Bier zum Feierabend – in der österreichischen Gesellschaft ist Alkohol tief verankert. So manch einer probiert sich derzeit gerade an dem Dry Janurary oder dem Trocknen Monat – 31 Tage ohne Alkohol. Für den 55-jährigen Niko aus Salzburg dauert die trockene Zeit bereits über 6.500 Tage. Seit 1. April 2007 hat der nun trockene Alkoholiker nichts mehr getrunken.</p><p>Wie sich ein Leben mit der Krankheit Alkoholismus anfühlt und was bei Niko die Kehrtwende ausgelöst, erzählt er uns im Podcast. Außerdem verrät er, warum er nach fast 18 Jahren ohne Rückfall trotzdem noch jede Woche zu den Meetings der Anonymen Alkoholiker geht.</p><p>Sonntagstalk mit einem trockenen Alkoholiker: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p>SALZBURG24: Mit dem Dry January machen derzeit viele Menschen eine Pause vom Alkohol. Als trockener Alkoholiker, um was hältst du denn allgemein von solchen Trends?</p><p>NIKO: Gut, ich finde ja mal persönlich jeden Trend, der ein bisschen weggeht von der Trinkkultur, die bei uns so ausführlichst gelebt und geliebt wird, an und für sich einen positiven Trend. Für mich als Alkoholiker, der unter der Krankheit Alkoholismus zu leiden hat, ist es natürlich eine ganz andere Situation.</p><p>Wie war das damals bei dir? Du bist ja jetzt seit einigen Jahren schon trocken. Hat dich auch so ein Trend dazu verleitet, mit dem Trinken aufzuhören? Vielleicht kannst du uns kurz erzählen, wie das war?</p><p>Bei mir war es so, ich war sehr lange ein funktionierender Trinker bzw. ein funktionierender Alkoholiker, wie ich heute weiß. Also bis am Tag vor diesem Zeitpunkt habe ich tausend Gründe gewusst, warum ich kein Alkoholiker sein kann. Ich habe auch in den 23 Jahren, in denen ich fast täglich Alkohol konsumiert habe, gefühlt keine größeren Probleme gehabt jetzt mit meiner Umwelt. </p><p>Es ist dann etwas passiert, schleichend für mich, von meinem Gefühl her, meinem Trinken gegenüber. Ich habe mir dann über mein Trinken mehr und mehr Gedanken gemacht. Und je mehr Gedanken ich mir über mein Trinken gemacht habe, desto mehr habe ich meinen Selbstwert, meine Selbstachtung und meine Selbstliebe verloren. Und je stärker das dann war, desto größer ist dann in mir Depression entstanden. Und im Endeffekt hat mich dann wirklich der Verlust der Lebensfreude, der Verlust der Selbstachtung dann im Ende, Gott sei Dank sage ich heute, in die Knie gezwungen. </p><p>Man hat im Kopf das Bild, dass Alkoholiker morgens aus dem Bett fallen und gleich mal zur Flasche greifen. War das bei dir auch der Fall?</p><p>Ganz zum Schluss. Also wirklich ganz zum Schluss. Das war dann so für mich der allerletzte Knackpunkt, wo ich für mich wirklich erkannt habe, irgendwas stimmt wirklich ganz massiv nicht. Wo ich das gemerkt habe, ich stehe in der Früh auf, ich zittere in der Früh. Und ich dann für mich gewusst habe, ich muss jetzt schnell was trinken, damit ich ruhig werde. Und das war für mich dann eigentlich der endgültige Verlust meiner Selbstachtung.</p><p>Du bist jetzt schon seit Jahren bei den Anonymen Alkoholikern. Warum wirst du das noch weiter verfolgen?</p><p>Der Alkohol ist ein ganz mächtiger Bursche, weil der nämlich ziemlich hinterfotzig ist. Denn der Alkoholismus ist ja die Krankheit, die dir sagt, du hast es nicht. Und sobald da eine Hintertüre aufgemacht wird, fängt es dann schon wieder an, dass man dann irgendwelche Deals mit sich selber macht. Und da ist die Gruppe einfach so wichtig.</p><p>Wenn es mir jetzt einmal gut geht, dann gehe ich ins Meeting, dass ich was teile, dass ich vielleicht dem anderen helfen kann. Wenn es mir zu gut geht, dann gehe ich dreimal aufs Meeting, damit ich nicht abhebe. Und wenn es mir schlecht geht, gehe ich sowieso aufs Meeting. Ich habe jetzt fast 18 Jahre keine Woche ohne Meeting gemacht. Und ich werde das auch weiterhin so machen, weil mir geht es heute so viel besser, als es mir vorher gegangen ist.</p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Thomas Pfeifer mit der Salzburger Ernährungsberaterin Judith Haudum über Tipps, wie man die guten Vorsätze auch nach dem Jänner weiterziehen kann.</p>
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      <title>KI-Experte Momo Feichtinger: &quot;Als würde ein Alien bei uns landen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Bei der Wahl zum Wort des Jahres 2024 landete ChatGPT auf Platz zwei – ein Zeichen dafür, wie rasch die Künstliche Intelligenz (KI) Einzug in unseren Sprachgebrauch gefunden hat. Mittlerweile gibt es unzählige weitere Programme mit den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. In der Arbeitswelt etwa ist die Künstliche Intelligenz seit dem Aufkommen von ChatGPT im Jahr 2023 nicht mehr wegzudenken.</p><p>Mittlerweile lassen sich Texte, Bilder und Videos mit ein paar kurzen Sätzen in Chat-Form im Handumdrehen erstellen. Das kann zu großen Veränderungen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft führen – denn eines ist sicher, wir stehen bei der KI noch ganz am Anfang der Entwicklung. Wohin die Reise geht, darüber haben wir mit dem KI-Experten Momo Feichtinger gesprochen.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Momo Feichtinger: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wenn wir einen Blick auf die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen werfen, wie sieht die Zukunft mit KI aus?</strong></p><p><i><strong>MOMO FEICHTINGER: </strong>Also, Dr. Alan D. Thompson (Koryphäe auf dem Bereich der KI, Anm.) trackt, wie weit wir auf dem Weg zu einer komplett verkörperten AGI – also einer Artificial General Intelligence (dt. Allgemeine Künstliche Intelligenz) – sind. Diese KI ist nicht nur in einer Sache gut, sondern in ganz vielen Dingen. Sie kann dann alles, was auch ein durchschnittlicher Mensch tun kann. Im Oktober 2023 letzten Jahres waren wir bei der Entwicklung dieser AGI bei 55 Prozent, jetzt sind wir 84 Prozent. Bei der Fertigstellung kann man dann einen Roboter zu sich nach Hause einladen, der findet sich dort selbstständig zurecht, kann dir einen Kaffee machen und mit dir beispielsweise über das Wetter plaudern.</i></p><p><strong>Das ist aber noch nicht das, was wir als technologische Singularität bezeichnen, oder?</strong></p><p><i>Nein. Aber nehmen wir an, wir hätten eine AGI, dann könnten wir ihr ganz viele Textbücher über KI geben, sie damit beauftragen, sich das so gut beizubringen, dass sie weitere KI-Systeme entwickeln kann. Dann hat man plötzlich tausende KI-Systeme, die gleichzeitig nur daran arbeiten, sich selbst weiterzuentwickeln. Und jeder Durchbruch wird sofort an alle anderen Systeme weitergegeben und alle werden wieder intelligenter. Dann hat man irgendwann vielleicht ein Konzept – und das klingt total sci-fi – von ASI, also Artificial Super Intelligence. Die ist dann besser als jeder Experte in jeglichem Bereich. Und da hätten wir etwas, das haben wir aus der Physik geklaut, das nennt sich Singularität. In der Physik spricht man von Singularität, wenn man in ein schwarzes Loch geht – man weiß nicht, was danach kommt und genauso ist es mit der KI. Das ist in etwa so, als würde ein Alien bei uns landen. Das ist eine verrückte Idee und wer weiß, ob wir wirklich dorthin kommen. Aber wir müssen uns ein bisschen darauf vorbereiten, wie wir mit einem hyperintelligenten Alien umgehen wollen.</i></p><p><strong>Wird die KI die letzte Erfindung des Menschen sein?</strong></p><p><i>Nein, weil irgendwann wird nicht mehr der Mehrwert von neuen Erfindungen überwiegen, sondern vielleicht eher andere Qualitäten wie Schönheit, Tiefe und Bedeutung. Und deswegen glaube ich, dass es weitere Erfindungen geben. Und KI wird ermöglichen, diese jedem Individuum möglicherweise auf einem ganz anderen Niveau zuzulassen, zu erfinden, zu schaffen und zu kreieren. Aber ich glaube nicht, dass es die letzte Erfindung ist.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 12 Jan 2025 08:53:27 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/ki-experte-momo-feichtinger-als-wurde-ein-alien-bei-uns-landen-E4q_89Tn</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Wahl zum Wort des Jahres 2024 landete ChatGPT auf Platz zwei – ein Zeichen dafür, wie rasch die Künstliche Intelligenz (KI) Einzug in unseren Sprachgebrauch gefunden hat. Mittlerweile gibt es unzählige weitere Programme mit den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. In der Arbeitswelt etwa ist die Künstliche Intelligenz seit dem Aufkommen von ChatGPT im Jahr 2023 nicht mehr wegzudenken.</p><p>Mittlerweile lassen sich Texte, Bilder und Videos mit ein paar kurzen Sätzen in Chat-Form im Handumdrehen erstellen. Das kann zu großen Veränderungen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft führen – denn eines ist sicher, wir stehen bei der KI noch ganz am Anfang der Entwicklung. Wohin die Reise geht, darüber haben wir mit dem KI-Experten Momo Feichtinger gesprochen.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Momo Feichtinger: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wenn wir einen Blick auf die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen werfen, wie sieht die Zukunft mit KI aus?</strong></p><p><i><strong>MOMO FEICHTINGER: </strong>Also, Dr. Alan D. Thompson (Koryphäe auf dem Bereich der KI, Anm.) trackt, wie weit wir auf dem Weg zu einer komplett verkörperten AGI – also einer Artificial General Intelligence (dt. Allgemeine Künstliche Intelligenz) – sind. Diese KI ist nicht nur in einer Sache gut, sondern in ganz vielen Dingen. Sie kann dann alles, was auch ein durchschnittlicher Mensch tun kann. Im Oktober 2023 letzten Jahres waren wir bei der Entwicklung dieser AGI bei 55 Prozent, jetzt sind wir 84 Prozent. Bei der Fertigstellung kann man dann einen Roboter zu sich nach Hause einladen, der findet sich dort selbstständig zurecht, kann dir einen Kaffee machen und mit dir beispielsweise über das Wetter plaudern.</i></p><p><strong>Das ist aber noch nicht das, was wir als technologische Singularität bezeichnen, oder?</strong></p><p><i>Nein. Aber nehmen wir an, wir hätten eine AGI, dann könnten wir ihr ganz viele Textbücher über KI geben, sie damit beauftragen, sich das so gut beizubringen, dass sie weitere KI-Systeme entwickeln kann. Dann hat man plötzlich tausende KI-Systeme, die gleichzeitig nur daran arbeiten, sich selbst weiterzuentwickeln. Und jeder Durchbruch wird sofort an alle anderen Systeme weitergegeben und alle werden wieder intelligenter. Dann hat man irgendwann vielleicht ein Konzept – und das klingt total sci-fi – von ASI, also Artificial Super Intelligence. Die ist dann besser als jeder Experte in jeglichem Bereich. Und da hätten wir etwas, das haben wir aus der Physik geklaut, das nennt sich Singularität. In der Physik spricht man von Singularität, wenn man in ein schwarzes Loch geht – man weiß nicht, was danach kommt und genauso ist es mit der KI. Das ist in etwa so, als würde ein Alien bei uns landen. Das ist eine verrückte Idee und wer weiß, ob wir wirklich dorthin kommen. Aber wir müssen uns ein bisschen darauf vorbereiten, wie wir mit einem hyperintelligenten Alien umgehen wollen.</i></p><p><strong>Wird die KI die letzte Erfindung des Menschen sein?</strong></p><p><i>Nein, weil irgendwann wird nicht mehr der Mehrwert von neuen Erfindungen überwiegen, sondern vielleicht eher andere Qualitäten wie Schönheit, Tiefe und Bedeutung. Und deswegen glaube ich, dass es weitere Erfindungen geben. Und KI wird ermöglichen, diese jedem Individuum möglicherweise auf einem ganz anderen Niveau zuzulassen, zu erfinden, zu schaffen und zu kreieren. Aber ich glaube nicht, dass es die letzte Erfindung ist.</i></p>
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      <itunes:summary>Die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz gehen rasant vonstatten, innerhalb weniger Monate werden vorhandene Programme oft grundlegend erneuert. Doch welche Auswirkungen hat die KI auf die Gesellschaft an sich und welche Entwicklungen stehen uns noch bevor? Darüber haben wir mit dem Salzburger KI-Experten Momo Feichtinger im Sonntagstalk gesprochen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz gehen rasant vonstatten, innerhalb weniger Monate werden vorhandene Programme oft grundlegend erneuert. Doch welche Auswirkungen hat die KI auf die Gesellschaft an sich und welche Entwicklungen stehen uns noch bevor? Darüber haben wir mit dem Salzburger KI-Experten Momo Feichtinger im Sonntagstalk gesprochen.</itunes:subtitle>
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      <title>Fußball-Legende Otto Konrad: &quot;Red Bull hat das Emotionale abgestochen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Otto Konrad (60) ist einer der erfolgreichsten Tormänner Österreichs. Mit Austria Salzburg wurde der Wahl-Salzburger dreimal Meister, 1994 stand er sogar im UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand im Tor.</p><p>Fast sein ganzes Leben lang begleitet ihn der Fußball, nachdem er als Zwölfjähriger verhältnismäßig spät zum Kicken angefangen hatte. Handball und Co standen beim ehemaligen Nationaltormann in der Sportschule ganz oben auf der Agenda. Doch es kam ganz anders. Mit Top-Auftritten in seiner Heimat bei Sturm Graz führte ihn sein Weg zur Salzburger Austria, wo er sich in viele rot-weiß-rote Herzen spielte. Der Wahl-Salzburger wurde durch seine Leistungen und seiner offenen und direkten Art prompt zum Publikumsliebling. Auch heute ist er noch ein gern gesehener Gast in Maxglan.</p><p>Aber auch zu den Bullen hält er Kontakt. Beim alpinen Weltcupfinale in Saalbach-Hinterglemm saß er neben Bullen-Geschäftsführer Stephan Reiter auf der Tribüne. Konrad wünscht sich, dass die Rivalität der beiden verfeindeten Fanlager endlich ein Ende findet, weiß aber, dass das eher unwahrscheinlich ist.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Otto Konrad: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie ordnest du den Stellenwert des Stiers ein und wie wichtig sind Hallenturnier im Winter?</strong></p><p><i>OTTO KONRAD: Fußball hat zweifellos eine prägende Rolle in meinem Leben gespielt. Er hat mir ungemein viel gegeben, auch wenn er mir gelegentlich etwas genommen hat. Vor allem hat er viel von meiner Zeit in Anspruch genommen, doch im Großen und Ganzen hat mir der Fußball unendlich viel zurückgegeben. Besonders in der Halle habe ich stets eine besondere Freude am Spiel empfunden. Ich erinnere mich gerne an die berühmten Grazer Hallenturniere, an denen ich mit Sturm Graz teilgenommen habe.</i></p><p><i>Meine Begeisterung für den Hallenfußball erklärt sich vielleicht dadurch, dass ich ursprünglich vom Handball kam. Hallenfußball weckt in mir Erinnerungen an meine Schulzeit, da Handball und Fußball in der Halle einige Gemeinsamkeiten haben. Ein gutes Stellungsspiel und Unerschrockenheit sind essenziell, und dann klappt das auch hervorragend.</i></p><p><strong>Was waren die prägendsten Momente in deiner Karriere?</strong></p><p><i>Eigentlich wollte ich nie Fußballprofi werden. Ich habe immer gesagt, dass ich Bandagist und Orthopädiemechaniker werden will. Erst mit zwölf Jahren habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Vor allem das Spiel mit Graz gegen die Austria, wo ich einen sehr guten Tag erwischt habe, wird mir in Erinnerung bleiben. Und als ich dann nach Salzburg kam, war natürlich das Europacup-Finale mit der Austria 1994 ein Highlight. Das war schon etwas Prägendes. Die erste Meisterschaft darf natürlich auch nicht fehlen – es war unglaublich, dass ich das alles miterleben durfte.</i></p><p><strong>Bleiben wir noch kurz bei der Austria, weil sie schon ein paar Mal gefallen ist. Du warst vor einigen Jahren Berater. 2017 warst du sogar als Obmann im Gespräch. Wie sehr bist du dem Verein noch verbunden?</strong></p><p><i>Man muss zwischen verschiedenen Aspekten differenzieren. Für mich ist die Austria Salzburg der emotional einzig legitime Nachfolgeverein der ursprünglichen Austria Salzburg. Das bezieht sich auf emotionale Werte und nicht auf rechtliche Gegebenheiten, wie wir alle wissen. Die Austria Salzburg möchte das Erbe fortführen, was aus emotionaler Sicht legitim ist, obwohl sie rechtlich nicht dazu befugt sind. Auf der anderen Seite steht Red Bull, die zweifellos exzellente Arbeit leisten. Allerdings sehen sie sich aus rechtlichen Gründen gezwungen, sich mit der Vergangenheit der Austria Salzburg zu befassen, obwohl sie dies eigentlich nicht möchten. Sie mussten diese Verantwortung übernehmen, um nicht ganz von unten neu starten zu müssen. Man muss akzeptieren, dass Red Bull keine Verbindung zur alten Austria Salzburg wünscht.</i></p><p><i>Aber ich sage mal, das Emotionale, das ist sicherlich damals von Red Bull bewusst abgestochen worden. Dennoch ist anzuerkennen, dass sie derzeit, auch wenn es mal nicht so läuft, gute Arbeit leisten. Ich habe oft betont, dass der Einstieg von Dietrich Mateschitz in den Fußball dazu beigetragen hat, dass Österreich international, besonders im Nationalteam, beachtet wird. Das hat maßgeblich mit dem Engagement von Red Bull im Fußball zu tun. Dennoch sollte irgendwann Gras über die alten Konflikte gewachsen sein. Ob dies auch von der Austria Salzburg so wahrgenommen wird, weiß ich nicht. Eine gewisse Feindschaft wird vermutlich bestehen bleiben.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Unser nächster Gast ist Momo Feichtinger, der über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz sprechen wird. – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 5 Jan 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/fuball-legende-otto-konrad-red-bull-hat-das-emotionale-abgestochen-7_luoVr_</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Otto Konrad (60) ist einer der erfolgreichsten Tormänner Österreichs. Mit Austria Salzburg wurde der Wahl-Salzburger dreimal Meister, 1994 stand er sogar im UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand im Tor.</p><p>Fast sein ganzes Leben lang begleitet ihn der Fußball, nachdem er als Zwölfjähriger verhältnismäßig spät zum Kicken angefangen hatte. Handball und Co standen beim ehemaligen Nationaltormann in der Sportschule ganz oben auf der Agenda. Doch es kam ganz anders. Mit Top-Auftritten in seiner Heimat bei Sturm Graz führte ihn sein Weg zur Salzburger Austria, wo er sich in viele rot-weiß-rote Herzen spielte. Der Wahl-Salzburger wurde durch seine Leistungen und seiner offenen und direkten Art prompt zum Publikumsliebling. Auch heute ist er noch ein gern gesehener Gast in Maxglan.</p><p>Aber auch zu den Bullen hält er Kontakt. Beim alpinen Weltcupfinale in Saalbach-Hinterglemm saß er neben Bullen-Geschäftsführer Stephan Reiter auf der Tribüne. Konrad wünscht sich, dass die Rivalität der beiden verfeindeten Fanlager endlich ein Ende findet, weiß aber, dass das eher unwahrscheinlich ist.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Otto Konrad: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie ordnest du den Stellenwert des Stiers ein und wie wichtig sind Hallenturnier im Winter?</strong></p><p><i>OTTO KONRAD: Fußball hat zweifellos eine prägende Rolle in meinem Leben gespielt. Er hat mir ungemein viel gegeben, auch wenn er mir gelegentlich etwas genommen hat. Vor allem hat er viel von meiner Zeit in Anspruch genommen, doch im Großen und Ganzen hat mir der Fußball unendlich viel zurückgegeben. Besonders in der Halle habe ich stets eine besondere Freude am Spiel empfunden. Ich erinnere mich gerne an die berühmten Grazer Hallenturniere, an denen ich mit Sturm Graz teilgenommen habe.</i></p><p><i>Meine Begeisterung für den Hallenfußball erklärt sich vielleicht dadurch, dass ich ursprünglich vom Handball kam. Hallenfußball weckt in mir Erinnerungen an meine Schulzeit, da Handball und Fußball in der Halle einige Gemeinsamkeiten haben. Ein gutes Stellungsspiel und Unerschrockenheit sind essenziell, und dann klappt das auch hervorragend.</i></p><p><strong>Was waren die prägendsten Momente in deiner Karriere?</strong></p><p><i>Eigentlich wollte ich nie Fußballprofi werden. Ich habe immer gesagt, dass ich Bandagist und Orthopädiemechaniker werden will. Erst mit zwölf Jahren habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Vor allem das Spiel mit Graz gegen die Austria, wo ich einen sehr guten Tag erwischt habe, wird mir in Erinnerung bleiben. Und als ich dann nach Salzburg kam, war natürlich das Europacup-Finale mit der Austria 1994 ein Highlight. Das war schon etwas Prägendes. Die erste Meisterschaft darf natürlich auch nicht fehlen – es war unglaublich, dass ich das alles miterleben durfte.</i></p><p><strong>Bleiben wir noch kurz bei der Austria, weil sie schon ein paar Mal gefallen ist. Du warst vor einigen Jahren Berater. 2017 warst du sogar als Obmann im Gespräch. Wie sehr bist du dem Verein noch verbunden?</strong></p><p><i>Man muss zwischen verschiedenen Aspekten differenzieren. Für mich ist die Austria Salzburg der emotional einzig legitime Nachfolgeverein der ursprünglichen Austria Salzburg. Das bezieht sich auf emotionale Werte und nicht auf rechtliche Gegebenheiten, wie wir alle wissen. Die Austria Salzburg möchte das Erbe fortführen, was aus emotionaler Sicht legitim ist, obwohl sie rechtlich nicht dazu befugt sind. Auf der anderen Seite steht Red Bull, die zweifellos exzellente Arbeit leisten. Allerdings sehen sie sich aus rechtlichen Gründen gezwungen, sich mit der Vergangenheit der Austria Salzburg zu befassen, obwohl sie dies eigentlich nicht möchten. Sie mussten diese Verantwortung übernehmen, um nicht ganz von unten neu starten zu müssen. Man muss akzeptieren, dass Red Bull keine Verbindung zur alten Austria Salzburg wünscht.</i></p><p><i>Aber ich sage mal, das Emotionale, das ist sicherlich damals von Red Bull bewusst abgestochen worden. Dennoch ist anzuerkennen, dass sie derzeit, auch wenn es mal nicht so läuft, gute Arbeit leisten. Ich habe oft betont, dass der Einstieg von Dietrich Mateschitz in den Fußball dazu beigetragen hat, dass Österreich international, besonders im Nationalteam, beachtet wird. Das hat maßgeblich mit dem Engagement von Red Bull im Fußball zu tun. Dennoch sollte irgendwann Gras über die alten Konflikte gewachsen sein. Ob dies auch von der Austria Salzburg so wahrgenommen wird, weiß ich nicht. Eine gewisse Feindschaft wird vermutlich bestehen bleiben.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Unser nächster Gast ist Momo Feichtinger, der über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz sprechen wird. – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:title>Fußball-Legende Otto Konrad: &quot;Red Bull hat das Emotionale abgestochen&quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Otto Konrad ist ein Ex-Fußball-Profi mit vielen Talenten. In Österreich zählt er zu den erfolgreichsten Tormännern und bei Austria Salzburg ist er ein gefeierter Held. Was der 60-Jährige vom Hallenfußball hält, warum er sich ein Ende der Rivalität zwischen den Violetten und den Bullen wünscht, erzählt er uns im Rahmen des 42. Salzburger Stiers im Sonntagstalk.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Otto Konrad ist ein Ex-Fußball-Profi mit vielen Talenten. In Österreich zählt er zu den erfolgreichsten Tormännern und bei Austria Salzburg ist er ein gefeierter Held. Was der 60-Jährige vom Hallenfußball hält, warum er sich ein Ende der Rivalität zwischen den Violetten und den Bullen wünscht, erzählt er uns im Rahmen des 42. Salzburger Stiers im Sonntagstalk.</itunes:subtitle>
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      <title>Astrologin Daniela Hruschka im Sonntagstalk: Das große Jahreshoroskop</title>
      <description><![CDATA[<p>„Neues Jahr, neues Glück“: Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und macht Platz für einen möglichen Neustart. Gerade die Zeit um den Jahreswechsel nutzen viele, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und sich zu überlegen, wie es im neuen Jahr weitergehen soll. Was soll bleiben, was soll sich ändern? Neujahrsvorsätze wie mehr Sport, weniger Rauchen oder gesündere Ernährung sind die Klassiker. Damit es nicht nur bei Vorsätzen bleibt, braucht es eine Portion Motivation, Disziplin und Durchhaltevermögen. Falls ihr euch für Astrologie interessiert, erfahrt ihr im Jahreshoroskop, was die Sterne bereithalten und wie ihr die Energien gut nutzen könnt.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Daniela Hruschka: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Starten wir mit den Konstellationen rund um den Jahreswechsel. Was kommt auf uns zu?</strong></p><p><i>DANIELA HRUSCHKA: Wir starten sehr spannend in das neue Jahr. Einerseits starten wir mit der Energie des Steinbock-Neumondes, was eine gute Energie ist, denn Neumond steht immer für Neustart. Das ist wie eine Samenlegung. Und im Zeichen des Steinbocks ist er sehr gut für Strukturen. Das heißt, wir sollten uns noch zum Jahresausklang überlegen, was wir im neuen Jahr beginnen möchten.</i></p><p><strong>Was erwartet uns im Jahr 2025?</strong></p><p><i>Es wird ein besonders wichtiges Jahr. Wir sind immer noch im großen Umbruch. Wir hatten bereits einen ganz wichtigen Übergang im alten Jahr 2024 von Pluto, der nun endgültig seit 19. November im Wassermannzeichen angekommen ist. Es dauert 250 Jahre, dass er einmal durch den Tierkreis wandert. Wir hatten diese Konstellation das letzte Mal vor 250 Jahren. Auch, wenn man geschichtlich schaut, waren sehr viele Umbrüche wie die französische Revolution. Und wir sehen auch jetzt große Umbrüche. In den letzten Jahren war Pluto im Steinbockzeichen. Als er 2008 ins Steinbockzeichen gewandert ist, war die große Bankenkrise. Solche großen Übergänge beginnen also oft mit einer großen Krise und dürfen sich dann entfalten und so sollte man das auch sehen. Gerade dieses Jahr etabliert er sich sehr schön im Wassermannzeichen.</i></p><p><i>Wir haben bis in den März hinein noch Energien der letzten Jahre, die uns noch begleiten. Saturn ist immer noch im Fischezeichen und sorgt dafür, dass wir beginnen für Soziales oder Humanitäres Strukturen zu schaffen. Da haben wir den ersten ganz großen Übergang von Saturn Ende März. Er wandert zum ersten Mal in das Widderzeichen, bleibt dort aber noch nicht ganz. Er geht im September wieder zurück und wir haben bis 2026 noch einmal die alte Energie. Das heißt, wir dürfen uns langsam aber sicher vorbereiten. Das selbe haben wir mit Glücksplanet Jupiter. Zum Jahresbeginn haben wir ihn noch im Zwillingszeichen. Das ist eine sehr schöne Konstellation für unsere Luftzeichen bis zum 9. Juni. Dann wandert dieser Planet in das Krebszeichen und gibt uns von hier aus sehr positive Energie.</i></p><p><strong>Welche Tipps hast du, damit Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben, sondern wirklich in die Tat umgesetzt werden?</strong></p><p><i>Ich bin ein großer Freund vom Niederschreiben. In dem Moment, in dem man das Wort niedergeschrieben hat, ist es eine andere Manifestation. Man liest es sich immer wieder durch und schaut, wie weit man schon ist. Oder man legt es einmal weg und nach zwei bis drei Monaten – vielleicht um den astrologischen Jahreswechsel am 21. März – schaut man wieder, wo man jetzt steht.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag, 5. Jänner, ist die Salzburger Fußball-Legende Otto Konrad zu Gast bei Aleksandar Andonov. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 29 Dec 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/astrologin-daniela-hruschka-im-sonntagstalk-das-groe-jahreshoroskop-X78OmkTT</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>„Neues Jahr, neues Glück“: Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und macht Platz für einen möglichen Neustart. Gerade die Zeit um den Jahreswechsel nutzen viele, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und sich zu überlegen, wie es im neuen Jahr weitergehen soll. Was soll bleiben, was soll sich ändern? Neujahrsvorsätze wie mehr Sport, weniger Rauchen oder gesündere Ernährung sind die Klassiker. Damit es nicht nur bei Vorsätzen bleibt, braucht es eine Portion Motivation, Disziplin und Durchhaltevermögen. Falls ihr euch für Astrologie interessiert, erfahrt ihr im Jahreshoroskop, was die Sterne bereithalten und wie ihr die Energien gut nutzen könnt.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Daniela Hruschka: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Starten wir mit den Konstellationen rund um den Jahreswechsel. Was kommt auf uns zu?</strong></p><p><i>DANIELA HRUSCHKA: Wir starten sehr spannend in das neue Jahr. Einerseits starten wir mit der Energie des Steinbock-Neumondes, was eine gute Energie ist, denn Neumond steht immer für Neustart. Das ist wie eine Samenlegung. Und im Zeichen des Steinbocks ist er sehr gut für Strukturen. Das heißt, wir sollten uns noch zum Jahresausklang überlegen, was wir im neuen Jahr beginnen möchten.</i></p><p><strong>Was erwartet uns im Jahr 2025?</strong></p><p><i>Es wird ein besonders wichtiges Jahr. Wir sind immer noch im großen Umbruch. Wir hatten bereits einen ganz wichtigen Übergang im alten Jahr 2024 von Pluto, der nun endgültig seit 19. November im Wassermannzeichen angekommen ist. Es dauert 250 Jahre, dass er einmal durch den Tierkreis wandert. Wir hatten diese Konstellation das letzte Mal vor 250 Jahren. Auch, wenn man geschichtlich schaut, waren sehr viele Umbrüche wie die französische Revolution. Und wir sehen auch jetzt große Umbrüche. In den letzten Jahren war Pluto im Steinbockzeichen. Als er 2008 ins Steinbockzeichen gewandert ist, war die große Bankenkrise. Solche großen Übergänge beginnen also oft mit einer großen Krise und dürfen sich dann entfalten und so sollte man das auch sehen. Gerade dieses Jahr etabliert er sich sehr schön im Wassermannzeichen.</i></p><p><i>Wir haben bis in den März hinein noch Energien der letzten Jahre, die uns noch begleiten. Saturn ist immer noch im Fischezeichen und sorgt dafür, dass wir beginnen für Soziales oder Humanitäres Strukturen zu schaffen. Da haben wir den ersten ganz großen Übergang von Saturn Ende März. Er wandert zum ersten Mal in das Widderzeichen, bleibt dort aber noch nicht ganz. Er geht im September wieder zurück und wir haben bis 2026 noch einmal die alte Energie. Das heißt, wir dürfen uns langsam aber sicher vorbereiten. Das selbe haben wir mit Glücksplanet Jupiter. Zum Jahresbeginn haben wir ihn noch im Zwillingszeichen. Das ist eine sehr schöne Konstellation für unsere Luftzeichen bis zum 9. Juni. Dann wandert dieser Planet in das Krebszeichen und gibt uns von hier aus sehr positive Energie.</i></p><p><strong>Welche Tipps hast du, damit Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben, sondern wirklich in die Tat umgesetzt werden?</strong></p><p><i>Ich bin ein großer Freund vom Niederschreiben. In dem Moment, in dem man das Wort niedergeschrieben hat, ist es eine andere Manifestation. Man liest es sich immer wieder durch und schaut, wie weit man schon ist. Oder man legt es einmal weg und nach zwei bis drei Monaten – vielleicht um den astrologischen Jahreswechsel am 21. März – schaut man wieder, wo man jetzt steht.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag, 5. Jänner, ist die Salzburger Fußball-Legende Otto Konrad zu Gast bei Aleksandar Andonov. Einfach reinhören!</i></p>
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      <itunes:summary>Das neue Jahr steht vor der Tür. Wir nutzen den Jahreswechsel und blicken im heutigen Sonntagstalk mit Astrologin Daniela Hruschka in die Sterne. Was 2025 auf uns zukommt, erfahrt ihr im Jahreshoroskop. Hört jetzt rein!

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      <title>Sozialarbeiterin Stefanie Brucker vom Haus Elisabeth: &quot;Armut ist mehr, als kein Geld zu haben&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>61.000 Menschen in Salzburg – darunter 16.000 Kinder – sind armutsgefährdet. Das bedeutet, sie haben nicht mehr als 1.570 Euro im Monat zur Verfügung. Geschenke, ein besonderes Essen oder einen Christbaum können sie sich an Weihnachten nicht oder nur sehr schwer leisten. Armut bedeutet aber nicht nur, kein Geld zu haben. Armut bedeutet soziale Isolation, Einsamkeit und oft auch körperliche und psychische Erkrankungen.</p><p>Wenige Tage vor Heiligabend haben wir das Haus Elisabeth der Caritas in der Plainstraße in der Stadt Salzburg besucht. Dort verbringen täglich rund 85 Menschen aus allen sozialen Schichten ihre Zeit im Tageszentrum. Sie bekommen das Nötigste: ein Essen, eine Möglichkeit zum Aufräumen, eine Dusche und – wenn sie mögen – auch ein offenes Ohr. Im Haus Elisabeth können sie anonym sein</p><p>Stefanie Brucker ist die Leiterin des Hauses Elisabeth. Im zur Winternotschlafstelle für Frauen umfunktionierten Schlafsaal haben wir unser Podcast-Interview geführt. Im Hintergrund zu hören ist die Essensausgabe. Denn zum Zeitpunkt unseres Besuchs, es war kurz nach 13 Uhr, waren alle Tische prall gefüllt.</p><p><br /><strong>Sonntagstalk mit Stefanie Brucker: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Ganz grundsätzlich, ist es denn überhaupt gut für die Menschen, dass man über ihre Armut spricht? Weil immerhin ist das ja schon ein sehr intimes Thema.</strong></p><p><i>STEFANIE BRUCKER: Stimmt, es ist sehr intim. Also die Betroffenen selbst sprechen nicht darüber. Es ist aber umso wichtiger, dieses Thema an sich nicht zu verschweigen und nicht unter den Teppich zu kehren. Ganz im Gegenteil, es ist wichtig, dass man es vor den Vorhang holt.</i></p><p><strong>Wie kann man sich das im Haus Elisabeth vorstellen? Was sind das für Menschen, die hier herkommen und auch Hilfe suchen?</strong></p><p><i>Das sind ganz normale Menschen wie du und ich. Nur mit Problemen, die man nicht so schnell in den Griff bekommen kann. Das sind nicht immer große Probleme. Es kann sein, dass sie nicht wissen, wie sie heute zu einem Mittagessen kommen, es kann sein, dass sie – aus welchen Gründen auch immer – ihre Wohnung nicht heizen können. Und bei uns ist es warm, wir haben einen Raum zur Verfügung, wo man einfach ich sein darf, so wie man ist. Es ist uns extrem wichtig, ein offenes Haus zu sein. Wir haben nur minimale Regeln. Unsere Klienten nennen wir auch nicht Klienten, sondern Gäste. Das ist auch eine Form der Wertschätzung, die uns wichtig ist. Sie kommen in der Früh, wir sperren um zehn auf, dann gibt es ein Frühstück. Das ist meistens ein Brot mit Marmelade uns Butter. Wenn wir frisches Obst gespendet bekommen, dann gibt es auch das. Das ist dann immer etwas ganz Besonderes und wird uns regelrecht aus den Händen gerissen.</i></p><p><strong>Wir sitzen jetzt gerade in einem Schlafsaal. Da finden Frauen eine Übernachtungsmöglichkeit. Und wie man sieht, ist jede Matratze belegt.</strong></p><p><i>Genau, wir haben von Mitte November bis Ende März immer die Winternotschlafstelle. Das ist ein Schlafsaal, wo 20 Betten stehen. Das ist ein Teil des Tageszentrums und in der Winterzeit durch eine mobile Trennwand abgetrennt. Ein Großteil der Betten steht auf der ehemaligen Elisabethbühne, die man dann im Sommer auch als Veranstaltungsraum nutzen kann. Und dieser Schlafsaal bietet eben Platz für 20 Frauen. Und wie man sieht, ist auch jeder Platz genutzt im Moment. Ich habe gerade vorhin von Kollegen erfahren, dass wir heuer sehr viele Frauen dahaben. Woher das kommt, haben wir leider noch nicht herausgefunden.</i></p><p><strong>Ich kann mir vorstellen, dass gerade für Menschen, die in einer akuten Armut oder in einer Armutsgefährdung leben, Weihnachten zu einer richtigen Belastung wird. Wie wirkt sich der Umstand, dass Weihnachten ist, auf Menschen aus, die nicht viel Geld haben?</strong></p><p><i>Es ist nicht nur Weihnachten, es ist ja das ganze Jahr über anstrengend, das durchzuhalten. Weihnachten ist insofern herausfordernd, weil es mit Geschenken und Essen verbunden ist. Fleisch oder frisches Obst und Gemüse ist extrem teuer und wenn man sonst nur von Nudeln, Reis und Kartoffeln lebt und gerade über die Runden kommt, dann kann ich mir an Weihnachten diese Sachen nicht leisten.</i></p><p><i>Wir haben im Tageszentrum der Caritas eben gerade zu Weihnachten sind sehr viele Angebote oder Weihnachtsfeiern für unsere Gäste, wo wir genau dieses besondere Flair erbieten möchten. Da kocht jemand extra, stellt sich dann her und gibt es aus.</i></p><p><i>Und wir haben heuer auch wieder sehr viele Weihnachtspackerl bekommen. Da war das Christkind sehr fleißig. Also die Christkindl, denn es waren mehrere. Und die geben wir jetzt dann auch immer wieder aus. Es ist für Kinder etwas dabei, es ist aber auch für Erwachsene etwas dabei. Und das ist immer diese Dankbarkeit, die dann in den Augen der Gäste sichtbar wird, wenn sie die Packerl bekommen. Alleine die Freude darüber, dass sie etwas haben, das sie den Kindern unter den Baum legen können, ist riesengroß.</i><br /> </p>
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      <pubDate>Sun, 22 Dec 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Im zur Winternotschlafstelle für Frauen umfunktionierten Schlafsaal haben wir unser Podcast-Interview geführt. Im Hintergrund zu hören ist die Essensausgabe. Denn zum Zeitpunkt unseres Besuchs, es war kurz nach 13 Uhr, waren alle Tische prall gefüllt.</p><p><br /><strong>Sonntagstalk mit Stefanie Brucker: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Ganz grundsätzlich, ist es denn überhaupt gut für die Menschen, dass man über ihre Armut spricht? Weil immerhin ist das ja schon ein sehr intimes Thema.</strong></p><p><i>STEFANIE BRUCKER: Stimmt, es ist sehr intim. Also die Betroffenen selbst sprechen nicht darüber. Es ist aber umso wichtiger, dieses Thema an sich nicht zu verschweigen und nicht unter den Teppich zu kehren. Ganz im Gegenteil, es ist wichtig, dass man es vor den Vorhang holt.</i></p><p><strong>Wie kann man sich das im Haus Elisabeth vorstellen? Was sind das für Menschen, die hier herkommen und auch Hilfe suchen?</strong></p><p><i>Das sind ganz normale Menschen wie du und ich. Nur mit Problemen, die man nicht so schnell in den Griff bekommen kann. Das sind nicht immer große Probleme. Es kann sein, dass sie nicht wissen, wie sie heute zu einem Mittagessen kommen, es kann sein, dass sie – aus welchen Gründen auch immer – ihre Wohnung nicht heizen können. Und bei uns ist es warm, wir haben einen Raum zur Verfügung, wo man einfach ich sein darf, so wie man ist. Es ist uns extrem wichtig, ein offenes Haus zu sein. Wir haben nur minimale Regeln. Unsere Klienten nennen wir auch nicht Klienten, sondern Gäste. Das ist auch eine Form der Wertschätzung, die uns wichtig ist. Sie kommen in der Früh, wir sperren um zehn auf, dann gibt es ein Frühstück. Das ist meistens ein Brot mit Marmelade uns Butter. Wenn wir frisches Obst gespendet bekommen, dann gibt es auch das. Das ist dann immer etwas ganz Besonderes und wird uns regelrecht aus den Händen gerissen.</i></p><p><strong>Wir sitzen jetzt gerade in einem Schlafsaal. Da finden Frauen eine Übernachtungsmöglichkeit. Und wie man sieht, ist jede Matratze belegt.</strong></p><p><i>Genau, wir haben von Mitte November bis Ende März immer die Winternotschlafstelle. Das ist ein Schlafsaal, wo 20 Betten stehen. Das ist ein Teil des Tageszentrums und in der Winterzeit durch eine mobile Trennwand abgetrennt. Ein Großteil der Betten steht auf der ehemaligen Elisabethbühne, die man dann im Sommer auch als Veranstaltungsraum nutzen kann. Und dieser Schlafsaal bietet eben Platz für 20 Frauen. Und wie man sieht, ist auch jeder Platz genutzt im Moment. Ich habe gerade vorhin von Kollegen erfahren, dass wir heuer sehr viele Frauen dahaben. Woher das kommt, haben wir leider noch nicht herausgefunden.</i></p><p><strong>Ich kann mir vorstellen, dass gerade für Menschen, die in einer akuten Armut oder in einer Armutsgefährdung leben, Weihnachten zu einer richtigen Belastung wird. Wie wirkt sich der Umstand, dass Weihnachten ist, auf Menschen aus, die nicht viel Geld haben?</strong></p><p><i>Es ist nicht nur Weihnachten, es ist ja das ganze Jahr über anstrengend, das durchzuhalten. Weihnachten ist insofern herausfordernd, weil es mit Geschenken und Essen verbunden ist. Fleisch oder frisches Obst und Gemüse ist extrem teuer und wenn man sonst nur von Nudeln, Reis und Kartoffeln lebt und gerade über die Runden kommt, dann kann ich mir an Weihnachten diese Sachen nicht leisten.</i></p><p><i>Wir haben im Tageszentrum der Caritas eben gerade zu Weihnachten sind sehr viele Angebote oder Weihnachtsfeiern für unsere Gäste, wo wir genau dieses besondere Flair erbieten möchten. Da kocht jemand extra, stellt sich dann her und gibt es aus.</i></p><p><i>Und wir haben heuer auch wieder sehr viele Weihnachtspackerl bekommen. Da war das Christkind sehr fleißig. Also die Christkindl, denn es waren mehrere. Und die geben wir jetzt dann auch immer wieder aus. Es ist für Kinder etwas dabei, es ist aber auch für Erwachsene etwas dabei. Und das ist immer diese Dankbarkeit, die dann in den Augen der Gäste sichtbar wird, wenn sie die Packerl bekommen. Alleine die Freude darüber, dass sie etwas haben, das sie den Kindern unter den Baum legen können, ist riesengroß.</i><br /> </p>
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      <title>Sexarbeiterinnen-Beraterin Christine Nagl: &quot;Es ist total bunt&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Seit über 30 Jahren kämpft Christine Nagl für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Die Hälfte dieser Zeit steht sie Sexarbeiterinnen als Sozialberaterin bei der Salzburger Fachberatungsstelle PiA zur Seite. Dort unterstützt sie unter anderem bei der Jobsuche, berät zu Gesundheit und Safer Sex und hilft bei bürokratischen Aufgaben.</p><p>Im S24-Sonntagstalk spricht Nagl über die Vielfalt an Menschen in der Sexarbeit, die alltäglichen Herausforderungen, denen Sexarbeiterinnen in Salzburg begegnen – und warum ihr größter Wunsch ist, irgendwann überflüssig zu sein.</p><h1><strong>S24-Sonntagstalk mit Sozialberaterin Christine Nagl – Ein Auszug</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Warum sprechen wir heute eigentlich von Sexarbeiterinnen und nicht mehr von Prostituierten?</strong></p><p><i>Christine Nagl: Weil das ein selbstgewählter Begriff der Bevölkerungsgruppe ist, die in der Sexarbeit tätig ist. Der Begriff Prostitution ist sehr negativ behaftet. Es wird über Zwangsprostitution, Kinderprostitution und so weiter gesprochen. Sexarbeit oder Sexwork signalisiert, dass es um eine berufliche Tätigkeit geht, die Anerkennung von Gesellschaft und Politik und natürlich auch die dementsprechenden Rechte verdient hat.</i></p><p><strong>Wer arbeitet in Salzburg als Sexarbeiterinnen?</strong></p><p><i>Für mich wäre die Frage leichter zu beantworten: Welche Personen arbeiten als Sexarbeiterinnen nicht? Aus jeder Personengruppe kenne ich Menschen, die in Salzburg der Sexarbeit nachgehen. Im illegalisierten Bereich Studentinnen österreichischer oder deutscher Herkunft, Pensionistinnen Sozialarbeitende. Ich glaube, ich habe noch nichts an Berufsgruppen nicht getroffen. Genauso von den Nationalitäten her. Es ist total bunt. Es gibt nicht „die Sexarbeiterin“. Es gibt aus unterschiedlichen Bereichen Menschen, die sich zu Sexarbeit entscheiden und es können auch Menschen sein, die diese Dienstleistungen vielleicht nur ein, zweimal im Jahr anbieten, weil zum Beispiel irgendwas mit einer Stromnachzahlung nicht funktioniert.</i></p><p><strong>Wenn es „die Sexarbeiterin“ nicht gibt, gibt es dann vielleicht „den Freier“?</strong></p><p><i>Ich tue mir bisschen schwer mit dem Begriff „Freier“, weil man kann den nicht Gendern kann. Ich würde mir wünschen, dass auch Frauen oder weiblich gelesene Personen in Bordelle kommen können und dieses Bedürfnis ausleben können. Deshalb verwende ich den Begriff Kund:in, weil das einfach viel umfassender ist. Der oder die Kund:in ist eine Person, die vielleicht zu Hause im Bett liegt mit einer schweren Behinderung und nur kuscheln möchte oder vielleicht mehr möchte aber nicht mehr kann. Es ist der Mensch, der an die Bar kommt und vielleicht zu einer Psychotherapeutin gehen sollte, dann aber mit einer Sexarbeiterin seine Probleme die ganze Nacht durchkaut. Das kann eine Gruppe junger Männer sein, die irgendwie nach irgendeinem Fest ins Bordell kommt. Das ist alles. Das ist der Politiker, der Staatsanwalt. Das kann auch das Pärchen sein, das verheiratet ist, aber nicht miteinander, und das sein Sexleben aufpeppen will. Es gibt nichts, was es nicht gibt.</i></p><p><strong>Wenn es Menschen wie dich braucht, heißt das aber auch, dass Sexarbeiterinnen in Salzburg im Beruflichen oder im Alltag auch vor Herausforderungen stehen.</strong></p><p><i>Ja, natürlich. Und mein Lebenswunsch wäre, dass es diese Form der Beratung mal nicht mehr brauchen würde. Ich würde das gerne aufgeben oder einstampfen. Aber die Herausforderungen sind da. Oft geht es um strukturelle Gewalt, sprich Probleme mit den Behörden. Zum Beispiel mit den Gesundheitsämtern oder der Polizei. Es sind ganz verschiedene Problemlagen, wo Diskriminierung und Stigmatisierung an der Tagesordnung stehen. Oft kann man diese Probleme und Anliegen gar nicht mehr lösen, weil die Personen einfach aufgeben und gar nicht mehr kämpfen wollen.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jetzt wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 22. Dezember, spricht Nicole mit Stefanie Brucker, Leiterin der Sozialberatung im Haus Elisabeth der Caritas, über Einsamkeit und Armut. Einfach reinhören!</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 15 Dec 2024 10:59:37 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Ob Gesundheitsberatung, Unterstützung bei Behördenwegen oder Hilfe bei der Jobsuche – Sozialberaterin Christine Nagl ist seit vielen Jahren eine wichtige Ansprechperson für Sexarbeiterinnen in Salzburg. Wir haben sie zum Sonntagstalk in einem Salzburger Bordell getroffen.</itunes:summary>
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      <title>Schiedsrichter Sebastian Gishamer: &quot;Fußball hat sich massiv verändert&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Egal ob im Wembley, in Bukarest, in Wien oder beim Salzburger Stier. Steht Sebastian Gishamer auf dem Platz, tanzen alle Spieler nach seiner Pfeife. Der 36-jährige Salzburger ist seit einigen Jahren FIFA-Schiedsrichter und pfeift sowohl national als auch international Topspiele. Zu seinen Karriere-Highlights zählen unter anderem Partien wie England gegen Belgien oder ein Einsatz beim saudischen Kings-Cup in Mekka vor wenigen Wochen.<br /><br />Im Sonntagstalk spricht Gishamer aber nicht nur über seine schönsten Einsätze, sondern auch die Schwierigkeiten am Platz. Dazu zählt neben dem Umgang mit dem Video-Assistant-Referee (VAR) auch das Aushalten von Druck und die korrekte Einschätzung einer immer komplexer werdenden Handspielregelung.<br /><br /><strong>Sonntagstalk mit Sebastian Gishamer: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Zur Begrüßung haben wir uns mit einem kräftigen Handshake begrüßt. Da wären wir dann fast schon beim ersten Streitpunkt, dem Handspiel. Wann genau ist es Hand? Immerhin gibt es in der Fußball-Welt jede Woche viele Diskussionen darüber.</strong><br /><br />Sebastian Gishamer: "Wahrscheinlich gibt es deswegen so viele Diskussionen, weil es eben sehr komplex ist, das ganze Thema. Ich versuche da gleich eine Überleitung zu finden. Also das Handspiel an sich, wir sind jetzt keine Ärzte anatomisch gesehen, wo beginnt die Hand oder wo beginnt der Arm. Fakt ist, dass die Handspielregel oder die Handspielauslegung sich in den letzten Jahren einfach extrem verändert hat und für die Schiedsrichter einfach sehr kompliziert worden ist, weil man natürlich sehr viele Aspekte des modernen Fußballs damit einfließen lässt."<br /><br /><strong>Du bist während dem Spiel viel mit den Kolleginnen und Kollegen im Keller und damit mit dem VAR am Kommunizieren. Du bist der beste Schiedsrichter des Landes, mittlerweile auch offiziell. Wie wichtig ist es, auch auf dem Platz mit den Spielern und Funktionären zu kommunizieren?</strong><br /><br />"Grundsätzlich ist es so, dass die Schiedsrichter eine Beschreibung von dem, was sie am Spielfeld wahrnehmen zu kritischen Situationen, beispielsweise Fouls im Strafraum oder Situationen im Strafraum, dem VAR geben. Und anhand dieser Beschreibung und anhand TV-Bilder entscheidet der VAR oder kann dieser die Entscheidung bestätigen oder entsprechend revidieren oder eben nicht, sondern dem Schiedsrichter noch eine zweite Möglichkeit geben. Und da bin ich jetzt beim Backup oder bei diesem Fallschirm, wie man es auch immer nennen möchte. Ich habe die Möglichkeit, mir noch einmal eine Situation ein zweites Mal anzusehen. Vielleicht aus einem anderen Kamerawinkel oder aus einer anderen Kameraposition oder sogar mit einem anderen Puls vielleicht, um letztendlich die beste und die richtige Entscheidung herbeizuführen. Und so muss man das ganze Tool eigentlich sehen. Und natürlich ist das jetzt das eine, das andere ist natürlich dann auch die Kommunikation mit den Spielern, mit den Funktionären, mit den Offiziellen. Also ich glaube, ich bin schon ein Schiedsrichter, mit dem man über vieles reden kann."</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 8 Dec 2024 11:23:58 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Sebastian Gishamer ist der erfolgreichste Schiedsrichter des Landes. Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch im internationalen Fußball-Geschäft hört alles, was Rang und Name hat, auf seinen Pfiff. In unseren Sonntagstalk uns spricht der Salzburger über seine Karrierehighlights, Ziele sowie das viel diskutierte Handspiel und den Umgang mit Druck. </itunes:summary>
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      <title>Karin Teigl im Sonntagstalk: &quot;Man darf sich einfach nichts scheißen&quot;</title>
      <description><![CDATA[Sie fällt durch ihren bunten, ausgefallenen Style auf, ist Stammgast auf den Fashion Weeks dieser Welt und hängt immer noch an ihrer Heimat im Salzburger Innergebirg: Wir haben uns zum Podcast mit Bloggerin Karin Teigl getroffen und mit ihr über den Stil der Salzburger:innen und ihr persönliches Credo gesprochen. 

Nicht zuletzt ihr „charmanter“ Salzburger Dialekt und, dass sie sich „einfach nichts scheißt“ trägt zu ihrem Erfolg als Bloggerin bei: Karin Teigl alias Constantly K hat auf Instagram mittlerweile über 300.000 Follower. Ob Fransen, Kuhlecken oder XXL-Mäntel – die 40-Jährige mag es ausgefallen und hat ihren bunten Stil zu ihrem Markenzeichen gemacht.

Im SALZBURG24-Sonntagstalk hat uns die gebürtige „Innergebirglerin“ erzählt, wie es ihr als „buntem Hund“ in ihrer Heimat geht und warum man sich einfach „nichts scheißen“ darf.

Sonntagstalk mit Karin Teigl – ein Auszug
SALZBURG24: Unternehmerin, Bloggerin, Moderatorin und im Netz als bunte Fashion-Expertin Constantly K bekannt. Karin, habe ich bei dinen vielen Jobs jetzt irgendwas vergessen?

Karin Teigl: Nein, ich glaube nicht. So genau hab ich jetzt nicht aufgepasst. Aber das passt schon.

Blogger oder Influencer gibt es ja mittlerweile doch sehr viele eigentlich. Was würdest du sagen, hebt dich da so ein bisschen hervor? Was macht deinen Erfolg aus?

Ich glaube, dass es daran liegt, dass ich von Anfang an so rede, wie ich rede, und mir nichts „scheiße“ und frei Schnauze spreche. Ich denke, das ist so ein bisschen mein USP (Unique Selling Point, Alleinstellungsmerkmal, Anm.). Ich war jahrelang überall unterwegs, in Deutschland und jetzt in Wien, und ich habe nie aufgehört, in meinem Dialekt zu sprechen, der schöne Salzburger Dialekt, auf den ich unglaublich stolz bin. Und ich glaube auch, dass mich das Schminken nicht so freut, ich eher natürlich bin und mir den Kopf darüber nicht zerbreche. Und so ein bisschen dieses „perfectly imperfect“. Also dass es mir egal ist, wenn etwas nicht genau so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ich habe schon Ziele und weiß, was ich will, aber ich nehme mich selbst nicht allzu ernst. Und ich glaube, das ist, was ich ausstrahle und wofür ich auch stehe.

Dein Salzburger Dialekt ist auf jeden Fall da, das kann ich bestätigen. Auch wenn wir hier gerade in deinem Büro in Wien sitzen – wie oft verschlägt es dich eigentlich noch in deine Heimat?

Viel zu selten, muss ich sagen. Wenn du ein fast zehnköpfiges Team hast, kannst du nicht einfach sagen „tschüss, ich gehe jetzt mal und bin fünf Tage in den Bergen“. Wir versuchen immer wieder, nach Salzburg zu fahren. Aber ja, leider kommt das mittlerweile viel zu kurz. Trotzdem bin ich sehr heimatverbunden.

Stichwort Mode: Was würdest du sagen, zeichnet die Salzburger:innen dahingehend aus? Haben sie einen bestimmten „Signature Style“?

Ja natürlich die Tracht, ganz klar. Das ist jetzt das Erste, was ich mit Salzburg assoziiere. Und ich finde, das sollte man auch nie ablegen. Es ist wirklich toll, dass in der Jugend so viel passiert und dass man sagt, okay, man legt Wert auf Tradition und ist stolz darauf, dass man das tragen darf. Das war ja nicht immer so. Alltagsmode finde ich ganz schwierig, weil – ehrlich gesagt – wenn man durch die Getreidegasse geht, schaut jeder gleich aus. Das ist in Wien allerdings nicht anders. Ich finde, Wien ist jetzt auch keine wirkliche Modestadt. Natürlich ist es etwas vielfältiger, weil es größer ist, aber in Salzburg sieht man häufig, zum Beispiel Mokassins oder Bootsschuhe, eine Jeans, ein Hemd und darüber noch einen Pullunder oder einen V-Ausschnitt-Pulli. So assoziiere ich das jetzt. Und das ist gar nicht böse gemeint. Aber ich finde, Salzburg ist jetzt kein Fashion-Mekka, wenn ich ganz ehrlich sein darf.

Oft ist es ja so, wenn man ein bisschen Mut zur Farbe zeigt oder einen etwas ausgefalleneren Look trägt, zieht man schon einige Blicke auf sich. Geht es dir da in Salzburg auch so?

Das erlebe ich immer wieder, auch in Wien. Es ist egal, ob du in Salzburg, München oder sonst wo bist. Wahrscheinlich fällst du in Berlin eher weniger auf, weil es dort allen egal ist. Aber ich sage immer, das muss dir „wurscht“ sein. Für mich ist Farbe so ein geiler Ausdruck von guter Laune, man ist gleich besser drauf. Es gibt auch Tage, wie gestern, an denen ich komplett in Schwarz und Braun gekleidet bin, solche Tage habe ich auch. Aber auch hier nochmal: Es geht nicht darum, wie die anderen das empfinden, sondern darum, wie die Person sich fühlt. Wenn jemand gerade Lust hat, Pink, Rosa und Rot zu tragen, dann sollte er oder sie das bitte tun. Wer bin ich, darüber zu urteilen oder es zu verurteilen?

Was sagst du zu dem Sprichwort „Kleider machen Leute“? Trifft das noch zu oder ist das schon veraltet mittlerweile?

Das ist eine gute Frage, weil im ersten Moment hätte ich gesagt 'ja stimmt‘ und im zweiten Moment denke ich 'ist schon ein bisschen veraltet'. Es kommt darauf an, wenn ich mich bei einer Anwaltskanzlei bewerbe, kann ich wahrscheinlich nicht in zerrissener Jeans auftauchen. Ich denke, man muss immer darauf achten, wie man sich präsentieren möchte. Die interessantesten Leute sind oft schlicht gekleidet. Gerade im Alltag finde ich oft, dass weniger mehr ist – und das kommt von mir. Also ja, da ist sicherlich etwas Wahres dran, aber wahrscheinlich ist es auch schon ein bisschen veraltet. Irgendwie eine Mischung aus beidem. 
]]></description>
      <pubDate>Sun, 1 Dec 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Nicht zuletzt ihr „charmanter“ Salzburger Dialekt und, dass sie sich „einfach nichts scheißt“ trägt zu ihrem Erfolg als Bloggerin bei: Karin Teigl alias Constantly K hat auf Instagram mittlerweile über 300.000 Follower. Ob Fransen, Kuhlecken oder XXL-Mäntel – die 40-Jährige mag es ausgefallen und hat ihren bunten Stil zu ihrem Markenzeichen gemacht.

Im SALZBURG24-Sonntagstalk hat uns die gebürtige „Innergebirglerin“ erzählt, wie es ihr als „buntem Hund“ in ihrer Heimat geht und warum man sich einfach „nichts scheißen“ darf.

Sonntagstalk mit Karin Teigl – ein Auszug
SALZBURG24: Unternehmerin, Bloggerin, Moderatorin und im Netz als bunte Fashion-Expertin Constantly K bekannt. Karin, habe ich bei dinen vielen Jobs jetzt irgendwas vergessen?

Karin Teigl: Nein, ich glaube nicht. So genau hab ich jetzt nicht aufgepasst. Aber das passt schon.

Blogger oder Influencer gibt es ja mittlerweile doch sehr viele eigentlich. Was würdest du sagen, hebt dich da so ein bisschen hervor? Was macht deinen Erfolg aus?

Ich glaube, dass es daran liegt, dass ich von Anfang an so rede, wie ich rede, und mir nichts „scheiße“ und frei Schnauze spreche. Ich denke, das ist so ein bisschen mein USP (Unique Selling Point, Alleinstellungsmerkmal, Anm.). Ich war jahrelang überall unterwegs, in Deutschland und jetzt in Wien, und ich habe nie aufgehört, in meinem Dialekt zu sprechen, der schöne Salzburger Dialekt, auf den ich unglaublich stolz bin. Und ich glaube auch, dass mich das Schminken nicht so freut, ich eher natürlich bin und mir den Kopf darüber nicht zerbreche. Und so ein bisschen dieses „perfectly imperfect“. Also dass es mir egal ist, wenn etwas nicht genau so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ich habe schon Ziele und weiß, was ich will, aber ich nehme mich selbst nicht allzu ernst. Und ich glaube, das ist, was ich ausstrahle und wofür ich auch stehe.

Dein Salzburger Dialekt ist auf jeden Fall da, das kann ich bestätigen. Auch wenn wir hier gerade in deinem Büro in Wien sitzen – wie oft verschlägt es dich eigentlich noch in deine Heimat?

Viel zu selten, muss ich sagen. Wenn du ein fast zehnköpfiges Team hast, kannst du nicht einfach sagen „tschüss, ich gehe jetzt mal und bin fünf Tage in den Bergen“. Wir versuchen immer wieder, nach Salzburg zu fahren. Aber ja, leider kommt das mittlerweile viel zu kurz. Trotzdem bin ich sehr heimatverbunden.

Stichwort Mode: Was würdest du sagen, zeichnet die Salzburger:innen dahingehend aus? Haben sie einen bestimmten „Signature Style“?

Ja natürlich die Tracht, ganz klar. Das ist jetzt das Erste, was ich mit Salzburg assoziiere. Und ich finde, das sollte man auch nie ablegen. Es ist wirklich toll, dass in der Jugend so viel passiert und dass man sagt, okay, man legt Wert auf Tradition und ist stolz darauf, dass man das tragen darf. Das war ja nicht immer so. Alltagsmode finde ich ganz schwierig, weil – ehrlich gesagt – wenn man durch die Getreidegasse geht, schaut jeder gleich aus. Das ist in Wien allerdings nicht anders. Ich finde, Wien ist jetzt auch keine wirkliche Modestadt. Natürlich ist es etwas vielfältiger, weil es größer ist, aber in Salzburg sieht man häufig, zum Beispiel Mokassins oder Bootsschuhe, eine Jeans, ein Hemd und darüber noch einen Pullunder oder einen V-Ausschnitt-Pulli. So assoziiere ich das jetzt. Und das ist gar nicht böse gemeint. Aber ich finde, Salzburg ist jetzt kein Fashion-Mekka, wenn ich ganz ehrlich sein darf.

Oft ist es ja so, wenn man ein bisschen Mut zur Farbe zeigt oder einen etwas ausgefalleneren Look trägt, zieht man schon einige Blicke auf sich. Geht es dir da in Salzburg auch so?

Das erlebe ich immer wieder, auch in Wien. Es ist egal, ob du in Salzburg, München oder sonst wo bist. Wahrscheinlich fällst du in Berlin eher weniger auf, weil es dort allen egal ist. Aber ich sage immer, das muss dir „wurscht“ sein. Für mich ist Farbe so ein geiler Ausdruck von guter Laune, man ist gleich besser drauf. Es gibt auch Tage, wie gestern, an denen ich komplett in Schwarz und Braun gekleidet bin, solche Tage habe ich auch. Aber auch hier nochmal: Es geht nicht darum, wie die anderen das empfinden, sondern darum, wie die Person sich fühlt. Wenn jemand gerade Lust hat, Pink, Rosa und Rot zu tragen, dann sollte er oder sie das bitte tun. Wer bin ich, darüber zu urteilen oder es zu verurteilen?

Was sagst du zu dem Sprichwort „Kleider machen Leute“? Trifft das noch zu oder ist das schon veraltet mittlerweile?

Das ist eine gute Frage, weil im ersten Moment hätte ich gesagt &apos;ja stimmt‘ und im zweiten Moment denke ich &apos;ist schon ein bisschen veraltet&apos;. Es kommt darauf an, wenn ich mich bei einer Anwaltskanzlei bewerbe, kann ich wahrscheinlich nicht in zerrissener Jeans auftauchen. Ich denke, man muss immer darauf achten, wie man sich präsentieren möchte. Die interessantesten Leute sind oft schlicht gekleidet. Gerade im Alltag finde ich oft, dass weniger mehr ist – und das kommt von mir. Also ja, da ist sicherlich etwas Wahres dran, aber wahrscheinlich ist es auch schon ein bisschen veraltet. Irgendwie eine Mischung aus beidem.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Sie fällt durch ihren bunten, ausgefallenen Style auf, ist Stammgast auf den Fashion Weeks dieser Welt und hängt immer noch an ihrer Heimat im Salzburger Innergebirg: Wir haben uns zum Podcast mit Bloggerin Karin Teigl getroffen und mit ihr über den Stil der Salzburger:innen und ihr persönliches Credo gesprochen. 

Nicht zuletzt ihr „charmanter“ Salzburger Dialekt und, dass sie sich „einfach nichts scheißt“ trägt zu ihrem Erfolg als Bloggerin bei: Karin Teigl alias Constantly K hat auf Instagram mittlerweile über 300.000 Follower. Ob Fransen, Kuhlecken oder XXL-Mäntel – die 40-Jährige mag es ausgefallen und hat ihren bunten Stil zu ihrem Markenzeichen gemacht.

Im SALZBURG24-Sonntagstalk hat uns die gebürtige „Innergebirglerin“ erzählt, wie es ihr als „buntem Hund“ in ihrer Heimat geht und warum man sich einfach „nichts scheißen“ darf.

Sonntagstalk mit Karin Teigl – ein Auszug
SALZBURG24: Unternehmerin, Bloggerin, Moderatorin und im Netz als bunte Fashion-Expertin Constantly K bekannt. Karin, habe ich bei dinen vielen Jobs jetzt irgendwas vergessen?

Karin Teigl: Nein, ich glaube nicht. So genau hab ich jetzt nicht aufgepasst. Aber das passt schon.

Blogger oder Influencer gibt es ja mittlerweile doch sehr viele eigentlich. Was würdest du sagen, hebt dich da so ein bisschen hervor? Was macht deinen Erfolg aus?

Ich glaube, dass es daran liegt, dass ich von Anfang an so rede, wie ich rede, und mir nichts „scheiße“ und frei Schnauze spreche. Ich denke, das ist so ein bisschen mein USP (Unique Selling Point, Alleinstellungsmerkmal, Anm.). Ich war jahrelang überall unterwegs, in Deutschland und jetzt in Wien, und ich habe nie aufgehört, in meinem Dialekt zu sprechen, der schöne Salzburger Dialekt, auf den ich unglaublich stolz bin. Und ich glaube auch, dass mich das Schminken nicht so freut, ich eher natürlich bin und mir den Kopf darüber nicht zerbreche. Und so ein bisschen dieses „perfectly imperfect“. Also dass es mir egal ist, wenn etwas nicht genau so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ich habe schon Ziele und weiß, was ich will, aber ich nehme mich selbst nicht allzu ernst. Und ich glaube, das ist, was ich ausstrahle und wofür ich auch stehe.

Dein Salzburger Dialekt ist auf jeden Fall da, das kann ich bestätigen. Auch wenn wir hier gerade in deinem Büro in Wien sitzen – wie oft verschlägt es dich eigentlich noch in deine Heimat?

Viel zu selten, muss ich sagen. Wenn du ein fast zehnköpfiges Team hast, kannst du nicht einfach sagen „tschüss, ich gehe jetzt mal und bin fünf Tage in den Bergen“. Wir versuchen immer wieder, nach Salzburg zu fahren. Aber ja, leider kommt das mittlerweile viel zu kurz. Trotzdem bin ich sehr heimatverbunden.

Stichwort Mode: Was würdest du sagen, zeichnet die Salzburger:innen dahingehend aus? Haben sie einen bestimmten „Signature Style“?

Ja natürlich die Tracht, ganz klar. Das ist jetzt das Erste, was ich mit Salzburg assoziiere. Und ich finde, das sollte man auch nie ablegen. Es ist wirklich toll, dass in der Jugend so viel passiert und dass man sagt, okay, man legt Wert auf Tradition und ist stolz darauf, dass man das tragen darf. Das war ja nicht immer so. Alltagsmode finde ich ganz schwierig, weil – ehrlich gesagt – wenn man durch die Getreidegasse geht, schaut jeder gleich aus. Das ist in Wien allerdings nicht anders. Ich finde, Wien ist jetzt auch keine wirkliche Modestadt. Natürlich ist es etwas vielfältiger, weil es größer ist, aber in Salzburg sieht man häufig, zum Beispiel Mokassins oder Bootsschuhe, eine Jeans, ein Hemd und darüber noch einen Pullunder oder einen V-Ausschnitt-Pulli. So assoziiere ich das jetzt. Und das ist gar nicht böse gemeint. Aber ich finde, Salzburg ist jetzt kein Fashion-Mekka, wenn ich ganz ehrlich sein darf.

Oft ist es ja so, wenn man ein bisschen Mut zur Farbe zeigt oder einen etwas ausgefalleneren Look trägt, zieht man schon einige Blicke auf sich. Geht es dir da in Salzburg auch so?

Das erlebe ich immer wieder, auch in Wien. Es ist egal, ob du in Salzburg, München oder sonst wo bist. Wahrscheinlich fällst du in Berlin eher weniger auf, weil es dort allen egal ist. Aber ich sage immer, das muss dir „wurscht“ sein. Für mich ist Farbe so ein geiler Ausdruck von guter Laune, man ist gleich besser drauf. Es gibt auch Tage, wie gestern, an denen ich komplett in Schwarz und Braun gekleidet bin, solche Tage habe ich auch. Aber auch hier nochmal: Es geht nicht darum, wie die anderen das empfinden, sondern darum, wie die Person sich fühlt. Wenn jemand gerade Lust hat, Pink, Rosa und Rot zu tragen, dann sollte er oder sie das bitte tun. Wer bin ich, darüber zu urteilen oder es zu verurteilen?

Was sagst du zu dem Sprichwort „Kleider machen Leute“? Trifft das noch zu oder ist das schon veraltet mittlerweile?

Das ist eine gute Frage, weil im ersten Moment hätte ich gesagt &apos;ja stimmt‘ und im zweiten Moment denke ich &apos;ist schon ein bisschen veraltet&apos;. Es kommt darauf an, wenn ich mich bei einer Anwaltskanzlei bewerbe, kann ich wahrscheinlich nicht in zerrissener Jeans auftauchen. Ich denke, man muss immer darauf achten, wie man sich präsentieren möchte. Die interessantesten Leute sind oft schlicht gekleidet. Gerade im Alltag finde ich oft, dass weniger mehr ist – und das kommt von mir. Also ja, da ist sicherlich etwas Wahres dran, aber wahrscheinlich ist es auch schon ein bisschen veraltet. Irgendwie eine Mischung aus beidem.</itunes:subtitle>
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      <title>Obmann der Salzburger Höllenteufel im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Krampuszeit in Salzburg ist in vollem Gange. Das haben wir uns zum Anlass genommen, einen der finsteren Gesellen in unser Studio zum Sonntagstalk einzuladen. Wie es dazu gekommen ist, dass er unbedingt ein Krampus sein wollte, obwohl er als Kind selbst schreckliche Angst hatte, was seine Lieblingsaufgaben sind und wie es ist, gemeinsam mit seinem Vater zu laufen, hat uns Florian Pfeiffer von den Salzburger Höllenteufeln erzählt. </p><p>Viele Salzburgerinnen und Salzburger sehnen sie jedes Jahr herbei: Die Krampuszeit mit ihrem Höhepunkt am 5. Dezember. Während einige sich das Geschehen auf Shows oder Läufen lieber als Gäste anschauen, schlüpfen andere selbst ins Fell und unter die Maske. Einer von ihnen ist Florian Pfeiffer aus der <a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/" target="_blank">Stadt Salzburg</a>. Der 23-Jährige ist schon seit vielen Jahren begeisterter Krampus und hat heuer mit den Salzburger Höllenteufeln eine eigene Pass gegründet. Im Sonntagstalk hat er aus dem Nähkästchen geplaudert und sich an besonders prägende Erlebnisse zurückerinnert.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Florian Pfeiffer: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Was ist deine erste Erinnerung an das Thema Krampus?</strong></p><p><i>FLORIAN PFEIFFER: Bei meiner ersten Erinnerung war ich sechs bis sieben Jahre alt, frischer Volksschüler. Bei uns war es Brauchtum, dass die Mama jedes Jahr am 5. Dezember einen Krampus heimbringt. Ich habe mich als kleines Kind irrsinnig vor Kramperl gefürchtet. Ich habe angefangen zu schwitzen und zu weinen. Das ist mir im Gedächtnis geblieben. Der 5. Dezember war für mich ein Tag, an dem ich lieber nicht rausgegangen bin. Von der Schule bin ich immer gleich heimgefahren. Ich war ziemlich froh, wenn der Tag vorbei war.</i></p><p><strong>Wie bist du dann dazu gekommen, dass dein Interesse doch geweckt wurde und die Angst irgendwann weggegangen ist?</strong></p><p><i>Ich war irrsinnig gern auf Krampusläufen, aber immer nur mit den Eltern und immer nur, wenn abgesperrt war. Dann habe ich mich sicher gefühlt. Bei einem Lauf in der Getreidegasse war ein Krampus, der hat seine Maske abgenommen, weil ich wirklich Panik hatte. Er hat mir die Maske gezeigt, ich durfte sie aufsetzen. Voll nett von ihm, ich bin ehrlich gesagt dankbar. Leider weiß ich nicht, wie er heißt. Auf jeden Fall hat mir das die Angst genommen und ich habe dann gesagt: „Ich will mir das auch mal anschauen.“ Und gleich das Jahr darauf habe ich zur Mama gesagt, dass ich das auch machen will. Ich hab mit acht Jahren das erste Mal eine Maske aufgehabt.</i></p><p><strong>Was waren dann deine nächsten Schritte?</strong></p><p><i>Meine Mama hat am Anfang gelacht und gesagt: „Du fürchtest dich ja vor dir selbst, wenn du in den Spiegel schaust.“ Ich wollte es aber wirklich probieren und die Mama hat dann auch gesagt, wenn ich wirklich will, dann gern. Am Anfang hab ich mir eine Gummimaske und ein billiges Fell gekauft und bin dann durch unsere Siedlung gelaufen. Dann sind immer mehr Freunde dazugekommen und sie haben sich auch so eine Plastikmaske gekauft. Wir waren eine Gruppe und es war echt cool. Das ist dann einen ganzen Winter so dahingegangen. Im Jahr drauf haben wir uns beim ersten Verein angemeldet mit eigener Maske, Glocken und allem, was dazugehört.</i></p><p><strong>Gibt’s besondere Erinnerungen, die du aus der Zeit hast, in der du schon als Krampus aktiv warst?</strong></p><p><i>Ja, das gibt es auch. Wir machen jährlich Hausbesuche. Man kommt in die Wohnung hinein und man sieht die Kinder, wie sie die Augen aufreißen und im Gesicht knallrot werden. Man sieht da Ängstliche. Und wenn sie die Gedichte vorlesen und den einen oder anderen Satz vergessen, sieht man immer wieder einen Schummelzettel bzw. die Mama oder den Papa, die weiterhelfen können. Da merkt man, dass die Mama und der Papa für alles da sind. Das fasziniert mich immer wieder.</i></p><p><strong>Was macht dir als Krampus am meisten Spaß?</strong></p><p><i>Die 15- bis 16-Jährigen, die an der Laufstrecke stehen und einen auf Groß machen. Und wenn man zu dritt auf sie zukommt, laufen sie weg. Also dieses „jagen“ macht mir ziemlich Spaß. Oder den Dirndln die Hauben wegziehen. Das ist immer wieder sehr amüsant.</i></p><p><strong>Gibt’s Vorurteile oder Mythen, die du gern richtigstellen möchtest?</strong></p><p><i>Ich würde nicht behaupten, dass der Krampus immer nur für die „schlimmen“ Kinder da ist. Der Krampus ist auch für die braven Kinder da. Er zeigt ihnen nur, wie es nicht sein soll. Der Krampus ist sowieso immer beim Nikolaus dabei. Wenn der Nikolaus aus seinem goldenen Buch einmal nur Positives vorliest, ist der Krampus auch ein bisschen beruhigter und freut sich für das Kind. Aber er belehrt das Kind auch, dass es nicht „schlimm“ sein sollte, sondern dass es so bleiben soll.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 1. Dezember, ist die Salzburger Fashion Bloggerin Karin Teigl zu Gast. Die 40-Jährige hat mit Redakteurin Anna Gruber über Mode-Trends und Kuhmuster gesprochen. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 24 Nov 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/obmann-der-salzburger-hollenteufel-im-sonntagstalk-WPT91VoS</link>
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Der 23-Jährige ist schon seit vielen Jahren begeisterter Krampus und hat heuer mit den Salzburger Höllenteufeln eine eigene Pass gegründet. Im Sonntagstalk hat er aus dem Nähkästchen geplaudert und sich an besonders prägende Erlebnisse zurückerinnert.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Florian Pfeiffer: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Was ist deine erste Erinnerung an das Thema Krampus?</strong></p><p><i>FLORIAN PFEIFFER: Bei meiner ersten Erinnerung war ich sechs bis sieben Jahre alt, frischer Volksschüler. Bei uns war es Brauchtum, dass die Mama jedes Jahr am 5. Dezember einen Krampus heimbringt. Ich habe mich als kleines Kind irrsinnig vor Kramperl gefürchtet. Ich habe angefangen zu schwitzen und zu weinen. Das ist mir im Gedächtnis geblieben. Der 5. Dezember war für mich ein Tag, an dem ich lieber nicht rausgegangen bin. Von der Schule bin ich immer gleich heimgefahren. Ich war ziemlich froh, wenn der Tag vorbei war.</i></p><p><strong>Wie bist du dann dazu gekommen, dass dein Interesse doch geweckt wurde und die Angst irgendwann weggegangen ist?</strong></p><p><i>Ich war irrsinnig gern auf Krampusläufen, aber immer nur mit den Eltern und immer nur, wenn abgesperrt war. Dann habe ich mich sicher gefühlt. Bei einem Lauf in der Getreidegasse war ein Krampus, der hat seine Maske abgenommen, weil ich wirklich Panik hatte. Er hat mir die Maske gezeigt, ich durfte sie aufsetzen. Voll nett von ihm, ich bin ehrlich gesagt dankbar. Leider weiß ich nicht, wie er heißt. Auf jeden Fall hat mir das die Angst genommen und ich habe dann gesagt: „Ich will mir das auch mal anschauen.“ Und gleich das Jahr darauf habe ich zur Mama gesagt, dass ich das auch machen will. Ich hab mit acht Jahren das erste Mal eine Maske aufgehabt.</i></p><p><strong>Was waren dann deine nächsten Schritte?</strong></p><p><i>Meine Mama hat am Anfang gelacht und gesagt: „Du fürchtest dich ja vor dir selbst, wenn du in den Spiegel schaust.“ Ich wollte es aber wirklich probieren und die Mama hat dann auch gesagt, wenn ich wirklich will, dann gern. Am Anfang hab ich mir eine Gummimaske und ein billiges Fell gekauft und bin dann durch unsere Siedlung gelaufen. Dann sind immer mehr Freunde dazugekommen und sie haben sich auch so eine Plastikmaske gekauft. Wir waren eine Gruppe und es war echt cool. Das ist dann einen ganzen Winter so dahingegangen. Im Jahr drauf haben wir uns beim ersten Verein angemeldet mit eigener Maske, Glocken und allem, was dazugehört.</i></p><p><strong>Gibt’s besondere Erinnerungen, die du aus der Zeit hast, in der du schon als Krampus aktiv warst?</strong></p><p><i>Ja, das gibt es auch. Wir machen jährlich Hausbesuche. Man kommt in die Wohnung hinein und man sieht die Kinder, wie sie die Augen aufreißen und im Gesicht knallrot werden. Man sieht da Ängstliche. Und wenn sie die Gedichte vorlesen und den einen oder anderen Satz vergessen, sieht man immer wieder einen Schummelzettel bzw. die Mama oder den Papa, die weiterhelfen können. Da merkt man, dass die Mama und der Papa für alles da sind. Das fasziniert mich immer wieder.</i></p><p><strong>Was macht dir als Krampus am meisten Spaß?</strong></p><p><i>Die 15- bis 16-Jährigen, die an der Laufstrecke stehen und einen auf Groß machen. Und wenn man zu dritt auf sie zukommt, laufen sie weg. Also dieses „jagen“ macht mir ziemlich Spaß. Oder den Dirndln die Hauben wegziehen. Das ist immer wieder sehr amüsant.</i></p><p><strong>Gibt’s Vorurteile oder Mythen, die du gern richtigstellen möchtest?</strong></p><p><i>Ich würde nicht behaupten, dass der Krampus immer nur für die „schlimmen“ Kinder da ist. Der Krampus ist auch für die braven Kinder da. Er zeigt ihnen nur, wie es nicht sein soll. Der Krampus ist sowieso immer beim Nikolaus dabei. Wenn der Nikolaus aus seinem goldenen Buch einmal nur Positives vorliest, ist der Krampus auch ein bisschen beruhigter und freut sich für das Kind. Aber er belehrt das Kind auch, dass es nicht „schlimm“ sein sollte, sondern dass es so bleiben soll.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 1. Dezember, ist die Salzburger Fashion Bloggerin Karin Teigl zu Gast. Die 40-Jährige hat mit Redakteurin Anna Gruber über Mode-Trends und Kuhmuster gesprochen. Einfach reinhören!</i></p>
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      <title>Speck Willi-Betreiber Arnold Fellinger: &quot;Trends haben bei uns wenig verloren&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Der Speck Willi-Jausenstand ist eine Institution mit jahrzehntelanger Geschichte am Salzburger Christkindlmarkt. 2012 haben der Werbefachmann Arnold Fellinger und Gastronom Roland Gruber das Erbe des verstorbenen Wirts Wilhelm Schörghofer aus Guggenthal bei Koppl (Flachgau) übernommen und lassen die Tradition des „Speck Willi am Christkindlmarkt“ weiterleben. Neben Speck, Raclette und Co erfreut sich vor allem der eigene Haustrunk großer Beliebtheit.</p><p><strong>Christkindlmarkt in Salzburger Altstadt</strong></p><p>Der Christkindlmarkt im Herzen der Salzburger Altstadt findet in dieser Form heuer zum 50. Mal statt. Die 25 Meter hohe und sechs Tonnen schwere Fichte steht bereits und der Countdown zur Eröffnung ab Donnerstag läuft. Und die Beliebtheit ist ungebrochen: knapp eine Million Menschen – ob Einheimische oder aus dem Rest der Welt – schlendern jährlich über den traditionsreichen Weihnachtsmarkt.</p><p>Arnold Fellinger schlüpft auch heuer wieder in die Rolle eines Standl-Betreibers. Gleichzeitig ist der Walser zuständig für das Marketing des Vereins Christkindlmarkts</p><p><strong>Sonntagstalk mit Speck Willi-Betreiber: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p><strong>SALZBURG24: Was überwiegt vor der Eröffnung am 21. November: Die Vorfreude oder die Anspannung?</strong></p><p>ARNOLD FELLINGER: Also in meinem Fall immer die Vorfreude, weil das ein Teil meines Lebens ist, der einfach Spaß macht. Mittlerweile sind auch die eigenen Kinder mit Spaß dabei und somit ist es definitiv die Vorfreude.</p><p><strong>Wie lange stehst du selber im Standl?</strong></p><p>Bei mir ist es täglich. Es gibt jeden Tag irgendwas zu organisieren. Das beginnt beim Wechselgeld, geht über Warenbestellung, Kontakt zu den Lieferanten und Mitarbeitern. Bei zwölf bis 15 Mitarbeitern gibt es täglich ein Mitarbeitergespräch. Und an den Wochenenden arbeite ich sehr gern drinnen, weil sich das bei mir so entwickelt hat, dass das die Zeit ist, wo ich sehr viele alte Freunde zu einem fixen Zeit- und Treffpunkt wiedersehe, was unterm Jahr für uns alle oft ein bisschen zu schwierig ist.</p><p><strong>Den Christkindlmarkt verbinden viele Menschen mit Tradition und Brauchtum. Welche Rolle spielen dann überhaupt Trends?</strong></p><p>Die Werte des Christkindlmarkts sind Tradition und Beständigkeit und somit haben bei uns klassische Trends wenig verloren. Die Besucher, die zu uns kommen, sind teilweise schon als Kinder zum gleichen Stand Mandeln essen gekommen. Also zum Beispiel der Mandelstand, der steht seit Jahrzehnten an der gleichen Stelle. Es ist nicht mehr der gleiche Betreiber. Aber das ist eines der Erfolgskonzepte vom Verein, dass man auf diese Beständigkeit setzt. Ähnlich war es bei uns. Es war aber relativ schnell klar, das muss der Speck Willi bleiben, weil den gibt's und wir haben Stammkundschaft aus Nah und Fern, die jedes Jahr wieder kommen. Also die wollen jetzt nicht zu mir oder zum Roli, sondern die kommen zum Speck Willi. Und was auch noch dazu kommt ist, wir versuchen es tunlichst, vor allem englische Begriffe zu vermeiden. Also einen Donut wird man bei uns am Christkindlmarkt nicht finden.</p><p><strong>Was macht für dich die Atmosphäre am Christkindlinnenmarkt aus?</strong></p><p>Es hat sich mit der Zeit gewandelt, man wird halt älter. In meinem Fall mittlerweile mit zwei Kindern, die beide nach dem Speck Willi in mein Leben getreten sind. Und da ist es auch schön zu sehen und mitzuerleben, wie die Lichterstimmung ausschaut oder der Aufbau abläuft. Da beginnt bei uns in der Familie dann die Weihnachtszeit, bei uns sicher ein bisschen anders, weil die Familie weiß, da bin ich ein bisschen mehr außer Haus wie üblich, aber wir treffen uns dann gerne am Markt. Mit den Kindern geht man zum Beispiel zur Eisenbahn unter dem Christbaum oder man geht Eislaufen am Mozartplatz. Also da finden sich genug schöne Erlebnisse, die man dann trotzdem haben kann, auch wenn der Papa nicht immer daheim ist.</p>
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      <pubDate>Sun, 17 Nov 2024 09:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <title>Caritas-Bereichsleiter Torsten Bichler: „Bild von Obdachlosigkeit ist extrem breit“</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Thermometer zeigen wieder die ersten Minusgrade. Was gibt es da besseres, als sich mit einem Heißgetränk und einer Decke auf die Couch zu kuscheln? Nicht alle haben aber die Möglichkeit dazu – denn aus unterschiedlichsten Gründen haben Menschen kein Dach überm Kopf. In diesem Fall können sie in einer Notschlafstelle der Caritas unterkommen. Der 47-jährige Wahlsalzburger Torsten Bichler arbeitet seit etwa 20 Jahren bei der Hilfsorganisation der Katholischen Kirche – seit etwa fünf Jahren ist er als Bereichsleiter für soziale Arbeit, Beschäftigung und Solidarität ist er unter anderem für die Obdachlosenhilfe in Salzburg zuständig. </p><p> </p><p> </p><p>Sonntagstalk mit Torsten Bichler: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p>SALZBURG24: Die kalte Jahreszeit hat offiziell begonnen. Während sich die meisten in ihre eigenen vier Wände verziehen und es sich dort gemütlich machen, haben nicht alle die Möglichkeit dazu. Wie viele benötigen denn im bevorstehenden Winter eine Schlafstelle?</p><p> </p><p>THORSTEN BICHLER: Wir gehen davon aus, dass wir wieder die ähnlichen Zahlen haben wie in den vergangenen Jahren. Da reden wir immer so zwischen 80 und 120 Personen, die im Laufe des Winters sozusagen einen dringenden Wohnbedarf haben oder eine Notschlafstelle aufsuchen müssen, weil es keine Alternativen gibt, außer sonst die Straße. Und da gehen wir jetzt immer davon aus, dass sich das stabil hält. Das war die letzten Jahre eigentlich immer in dieser Schwankungsbreite.</p><p> </p><p>Wenn man an Obdachlose denkt, dann hat man oft das Bild eines alten, betagten Mannes mit langem, Krausebart im Bild. Inwiefern trifft das denn auf Salzburg zu?</p><p> </p><p>Das Bild von Obdachlosigkeit oder auch von Wohnungslosigkeit ist ja extrem breit. Es gibt jetzt nicht den einen Stereotypen, der das abdeckt. Klar, auch wir als Caritas haben das immer wieder auch in den Plakaten so verwendet, aber im Grunde ist gerade der Überbegriff der Wohnungslosigkeit, wo man vielleicht auch punktuell auf eine Notschlafstelle angewiesen ist, einfach deutlich bunter.</p><p>Die Zielgruppe bei uns in der Notschlafstelle ist von 18 bis 92 Jahren. Wir haben Männer, wir haben Frauen, wir haben unterschiedliche Ausbildungsniveaus, wir haben alle möglichen Herkunftsländer, Österreicherinnen, EU-Bürgerinnen, Drittstaatsangehörige. Also Obdachlosigkeit ist schon ein sehr buntes Bild. Das war mir auch nicht immer so bewusst, bevor ich in der Notschlafstelle begonnen habe 2014. </p><p> </p><p>Warum werden Menschen überhaupt, vor allem in einem so reichen Bundesland, beziehungsweise in so einer reichen Stadt wie Salzburg, überhaupt obdachlos?</p><p> </p><p>Die ewige Frage nach dem Grund für Obdachlosigkeit, die wir immer gleich behandeln würden. Armut genauso wie Obdachlosigkeit hat immer strukturelle Ursachen. Wenn der Wohnungspreis nicht leistbar ist, wenn keine erschwinglichen Wohnungen vorhanden sind, die auch geeignet sind für die Personen oder für Familiengrößen - dann entsteht daraus Obdachlosigkeit.</p><p>Vielleicht landet man zuerst nur bei Bekannten auf der Couch, das geht auch nicht dauerhaft und irgendwann einmal rutscht man dann gänzlich durch und ist auf eine Notschlafstelle angewiesen. Wenn man überhaupt weiß, dass es eine gibt und wenn man das nicht weiß, dann landet man auf der Straße.</p><p> </p><p> </p><p>Herr Bichler, Sie sind seit Jahren bei der Caritas. Was hat Sie damals bewegt, in diesem Bereich zu arbeiten?</p><p>Die Geschichte ist sehr lange her und wie so vieles, hatte das gar nicht so sehr mit viel Motivation zu tun. Sondern als ich studiert habe, brauchte ich einen Studentenjob. Dann habe ich geringfügig als Nachdienstmitarbeiter im Flüchtlingshaus begonnen. Und dann hat die Zeit sich einfach so entwickelt. </p><p>Und irgendwann ist eben die Frage 2014 gekommen, ob ich mir vorstellen kann, eine Einrichtungsleitung zu übernehmen. Das war die Notschlafstelle. Das war tatsächlich eine sehr spannende Entscheidung. Man fragt sich was erwartet mich da für eine Zielgruppe, wie viel Sucht steckt drinnen, wie viel toxische Männlichkeit. Und in dem ersten, zweiten Tag, wo ich da drinnen einen Dienst gemacht habe, habe ich alle meine Vorurteile widerlegt gesehen. Eben genau diese Buntheit, ein völlig diverses, buntes Bild von Menschen in der Notarbeitsstelle.</p><p> </p><p>Welche Geschichte ist Ihnen denn am meisten in Erinnerung geblieben oder hat Sie am meisten beschäftigt?</p><p>2014 ist doch Conchita Wurst für den Song Contest angetreten. Da habe ich gerade in der Notschlafstelle begonnen und das war die Übertragung im Fernsehen. Und ich bin in die Notschlafstelle in den Aufenthaltsraum gegangen, wo der Fernseher gerade gelaufen ist. Und natürlich gibt es da Differenzen. Die Jungen und die Alten sind nicht in meiner Meinung. Männer und Frauen sind nicht in meiner Meinung. Das heißt, das ist nicht immer nur eine gemeinsame Gruppe, die sich da gut versteht, da gibt es schon Reibereien und Auseinandersetzungen.</p><p>Und das war damals auch so eine Konstellation. Da hat es immer wieder so Diskussionen gegeben. Und Fernsehen war immer ein Thema. Wer darf das schauen? Wie in jeder Familie. Und da drinnen bei 20 Menschen halt auch. Und die Frage, wer oder was Conchita Wurst ist, ist da unglaublich hoch und runter diskutiert worden. Das war so ein einendes Element, als diese Person für uns Österreicherinnen diesen Song-Contest gewinnt.</p><p>Und es war, glaube ich, nachher und vorher nie wieder so eine konstruktive Diskussion und so eine spannende Einigkeit über diese Fragestellung, dass es dann eigentlich eh wurscht ist, wer oder was die ist, sondern die sind gut und das passt gut. Das war extrem spannend, wie schnell es dann immer geht, diese Hürden zu überwinden, im Kleinen. Ich bin auch überzeugt, dass das im Großen gehen könnte, wenn man ab und zu ein bisschen hinschaut und das ein bisschen unterstützt, dass das wieder in die andere Richtung geht, mehr in Richtung Einigkeit und nicht Gegeneinander geht.</p><p> </p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Thomas Pfeifer mit einem Standler vom Salzburger Christkindlmarkt – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sat, 9 Nov 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/caritas-bereichsleiter-torsten-bichler-bild-von-obdachlosigkeit-ist-extrem-breit-Eu5W7lZm</link>
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Wie viele benötigen denn im bevorstehenden Winter eine Schlafstelle?</p><p> </p><p>THORSTEN BICHLER: Wir gehen davon aus, dass wir wieder die ähnlichen Zahlen haben wie in den vergangenen Jahren. Da reden wir immer so zwischen 80 und 120 Personen, die im Laufe des Winters sozusagen einen dringenden Wohnbedarf haben oder eine Notschlafstelle aufsuchen müssen, weil es keine Alternativen gibt, außer sonst die Straße. Und da gehen wir jetzt immer davon aus, dass sich das stabil hält. Das war die letzten Jahre eigentlich immer in dieser Schwankungsbreite.</p><p> </p><p>Wenn man an Obdachlose denkt, dann hat man oft das Bild eines alten, betagten Mannes mit langem, Krausebart im Bild. Inwiefern trifft das denn auf Salzburg zu?</p><p> </p><p>Das Bild von Obdachlosigkeit oder auch von Wohnungslosigkeit ist ja extrem breit. Es gibt jetzt nicht den einen Stereotypen, der das abdeckt. Klar, auch wir als Caritas haben das immer wieder auch in den Plakaten so verwendet, aber im Grunde ist gerade der Überbegriff der Wohnungslosigkeit, wo man vielleicht auch punktuell auf eine Notschlafstelle angewiesen ist, einfach deutlich bunter.</p><p>Die Zielgruppe bei uns in der Notschlafstelle ist von 18 bis 92 Jahren. Wir haben Männer, wir haben Frauen, wir haben unterschiedliche Ausbildungsniveaus, wir haben alle möglichen Herkunftsländer, Österreicherinnen, EU-Bürgerinnen, Drittstaatsangehörige. Also Obdachlosigkeit ist schon ein sehr buntes Bild. Das war mir auch nicht immer so bewusst, bevor ich in der Notschlafstelle begonnen habe 2014. </p><p> </p><p>Warum werden Menschen überhaupt, vor allem in einem so reichen Bundesland, beziehungsweise in so einer reichen Stadt wie Salzburg, überhaupt obdachlos?</p><p> </p><p>Die ewige Frage nach dem Grund für Obdachlosigkeit, die wir immer gleich behandeln würden. Armut genauso wie Obdachlosigkeit hat immer strukturelle Ursachen. 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Und dann hat die Zeit sich einfach so entwickelt. </p><p>Und irgendwann ist eben die Frage 2014 gekommen, ob ich mir vorstellen kann, eine Einrichtungsleitung zu übernehmen. Das war die Notschlafstelle. Das war tatsächlich eine sehr spannende Entscheidung. Man fragt sich was erwartet mich da für eine Zielgruppe, wie viel Sucht steckt drinnen, wie viel toxische Männlichkeit. Und in dem ersten, zweiten Tag, wo ich da drinnen einen Dienst gemacht habe, habe ich alle meine Vorurteile widerlegt gesehen. Eben genau diese Buntheit, ein völlig diverses, buntes Bild von Menschen in der Notarbeitsstelle.</p><p> </p><p>Welche Geschichte ist Ihnen denn am meisten in Erinnerung geblieben oder hat Sie am meisten beschäftigt?</p><p>2014 ist doch Conchita Wurst für den Song Contest angetreten. Da habe ich gerade in der Notschlafstelle begonnen und das war die Übertragung im Fernsehen. Und ich bin in die Notschlafstelle in den Aufenthaltsraum gegangen, wo der Fernseher gerade gelaufen ist. Und natürlich gibt es da Differenzen. Die Jungen und die Alten sind nicht in meiner Meinung. Männer und Frauen sind nicht in meiner Meinung. Das heißt, das ist nicht immer nur eine gemeinsame Gruppe, die sich da gut versteht, da gibt es schon Reibereien und Auseinandersetzungen.</p><p>Und das war damals auch so eine Konstellation. Da hat es immer wieder so Diskussionen gegeben. Und Fernsehen war immer ein Thema. Wer darf das schauen? Wie in jeder Familie. Und da drinnen bei 20 Menschen halt auch. Und die Frage, wer oder was Conchita Wurst ist, ist da unglaublich hoch und runter diskutiert worden. Das war so ein einendes Element, als diese Person für uns Österreicherinnen diesen Song-Contest gewinnt.</p><p>Und es war, glaube ich, nachher und vorher nie wieder so eine konstruktive Diskussion und so eine spannende Einigkeit über diese Fragestellung, dass es dann eigentlich eh wurscht ist, wer oder was die ist, sondern die sind gut und das passt gut. Das war extrem spannend, wie schnell es dann immer geht, diese Hürden zu überwinden, im Kleinen. Ich bin auch überzeugt, dass das im Großen gehen könnte, wenn man ab und zu ein bisschen hinschaut und das ein bisschen unterstützt, dass das wieder in die andere Richtung geht, mehr in Richtung Einigkeit und nicht Gegeneinander geht.</p><p> </p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Am kommenden Sonntag spricht Thomas Pfeifer mit einem Standler vom Salzburger Christkindlmarkt – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:summary>Zwischen 80 und 120 Personen müssen in Salzburg jeden Winter eine Notschlafstelle aufsuchen – so auch heuer. Torsten Bichler, Bereichsleiter für soziale Arbeit bei der Caritas, ist für die Obdachlosenhilfe im Bundesland verantwortlich. Im Sonntagstalk erzählt er uns, warum es den „typischen Obdachlosen“ nicht gibt und wann es Salzburg einmal geschafft hat, alle Menschen eine Zeit lang von der Straße zu holen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Zwischen 80 und 120 Personen müssen in Salzburg jeden Winter eine Notschlafstelle aufsuchen – so auch heuer. Torsten Bichler, Bereichsleiter für soziale Arbeit bei der Caritas, ist für die Obdachlosenhilfe im Bundesland verantwortlich. Im Sonntagstalk erzählt er uns, warum es den „typischen Obdachlosen“ nicht gibt und wann es Salzburg einmal geschafft hat, alle Menschen eine Zeit lang von der Straße zu holen.</itunes:subtitle>
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      <title>Johannes &quot;Johnny&quot; Mairoll im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Anfänge von Johnnys Disco in Oberndorf (Flachgau) liegen im Jahr 1972. Ein Schicksalsschlag brachte den damals noch nicht einmal volljährigen Johannes Mairoll dazu, ab und zu einen Disco-Abend für seine Freunde zu organisieren. Aus der anfänglichen Blaulicht-Disco – eine Anspielung auf sein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr – wurde über die Jahre hinweg Johnnys Disco. Aus nah und fern pilgerten über die Jahrzehnte hinweg unzählige Menschen nach Oberndorf. Und auch zahlreiche Prominente fanden ihren Weg zu Johnnys Disco.</p><p>Schon von Anfang an war es Mairoll wichtig, in seiner Disco auf die richtige Mischung aus Musik und Ambiente zu achten. Was mit einem einzigen Blaulicht begann, entwickelte sich zu einem Betrieb über mehrere Etagen und Räumen. Mittlerweile hat der 70-jährige den Betrieb der Disco an die nachfolgende Generation übergeben. Die Musik hat er aber nicht gänzlich sein lassen – in seiner Pension ist Johnny in drei Chören aktiv, außerdem kann er sich durchaus vorstellen, bei einer 90ies-Party nochmals am Mischpult zu stehen.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Johannes Mairoll: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>Lieber Johnny, deine Disco gibt es nun seit dem Jahr 1972. Hast du dir jemals gedacht, dass sich dieser Tanztempel derart etablieren wird?</strong></p><p><i>Nein, das habe ich mir nicht erträumt, dass das solche Dimensionen annimmt. Es ist unglaublich, was ich da für eine Lawine losgetreten habe. Anfangs war es ja nur eine kleine Bar, die sich ja früher Blaulicht genannt hat, weil ich ja ein Feuerwehrler gewesen bin, durch und durch. Ich habe mir besagtes Blaulicht gekauft und an die Decke montiert. So habe ich meine Location nicht Johnnys Disco, sondern Blaulicht genannt. So ist das entstanden.</i></p><p><strong>Auf diese Anfänge würde ich eh gerne ein bisschen genauer eingehen. Welche Musik hast du aufgelegt?</strong></p><p><i>Die Musik, die wir gespielt haben, sind jetzt Schlager-Songs, die in einer Kiste ganz unten drin sind. Da ist Musik aus den 1960er-Jahren dabei gewesen, weil man hat ja geschaut, dass man immer ein ordentliches Programm zusammenstellt. Und da ist alles gespeilt worden, was damals modern war – angefangen von Fox und Rock'n'Roll über Twist und Charleston. Wir hatten ein unglaublich großes Musikrepertoire. So hat man den Weg in die Musik gefunden und auch in die Herzen der Gäste.</i></p><p><strong>Du hast also immer schon darauf geachtet, immer die neueste Musik spielen zu können. Dazu sind auch Fahrten nach Udine unternommen worden – wie ist das abgelaufen?</strong></p><p><i>Ja, das ist in den Jahren 1982 bis 1984 gewesen. Wir haben damals unseren großen Saal umgebaut, eine Galerie eingebaut und die große Bühne errichtet. Und dann haben wir uns die Mühe gemacht, dass wir einmal alle zwei Monate nach Udine gefahren sind, um die neueste Musik aus Italien zu uns zu holen. Das war ja eine komplett andere Zeit. Die Leute sind von weit und breit zu uns gekommen, weil sie gewusst haben, da hört man die neueste Musik, die man bei uns noch nicht gekannt hat. Das war eine schöne Zeit.</i></p><p><strong>Kommen wir nun zu dir – aktuell bist du in drei Chören aktiv und seit Ewigkeiten bei der Feuerwehr. Woher kommt dieses Engagement bei dir?</strong></p><p><i>Dass man als Junger zur Feuerwehr geht, das ist irgendwie logisch. Ich bin mit 17 Jahren in die Feuerwehr eingetreten, das war damals so. Und mein Großvater war Kommandant, mein Vater war Kommandant, ich war 15 Jahre Vizekommandant. Zum Kommandanten habe ich es nicht ganz geschafft, durch einen Losentscheid.</i></p><p><i>Als in den 1980er-Jahren meine Disco dann Steil durch die Decke gegangen ist, hatte ich nicht mehr so viel Zeit. Aber trotzdem, wenn ich um 6 Uhr ins Bett gegangen bin und um 8 oder 9 Uhr ist die Sirene gegangen, dann habe ich halt auch schauen müssen, dass wir zum Ausrücken kommen, weil eben jemand Hilfe braucht.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 3 Nov 2024 14:39:02 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <itunes:summary>Johnnys Disco in Oberndorf ist eine echte Institution. Seit über 50 Jahren finden Nachtschwärmer:innen in der Einrichtung einen Platz zum Tanzen, Feiern und Plaudern. Im Sonntagtstalk haben wir mit dem Urheber Johannes &quot;Johnny&quot; Mairoll über die Anfänge gesprochen und auch darüber, wie sich das Feiern über die Jahrzehnte verändert hat. Außerdem hat er uns davon erzählt, als er eines Tages für einen UFO-Alarm über Oberndorf gesorgt hat.</itunes:summary>
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      <title>Diakon Kurt Fastner: &quot;Die Zeit heilt keine Wunden&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Er überbringt Todesnachrichten, betreut Familien nach tragischen Schicksalsschlägen und ist im Krankenhaus dabei, wenn Kindern, die so schwer erkrankt sind, dass es mit dem Leben nicht mehr vereinbar ist, die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden. Kurt Fastner ist in seinem Brotberuf seit 17 Jahren Diakon und ehrenamtlich für das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Salzburg tätig. Zusammen mit seinen Teamkolleginnen und Teamkollegen betreut er die Stadt Salzburg, den Tennengau und den Flachgau. „Wenn ich zu einem Einsatz komme, dann muss ich als allererstes das was mich und die Menschen dort sprachlos macht, in Worte fassen. Ich muss die Wahrheit aussprechen“, sagt der 62-Jährige, der seit 28 Jahren mit seiner Frau Annemarie verheiratet ist und in Adnet im Tennengau lebt. Erst dann könne Hilfe geschehen. </p><p>Kurt Fastner hat in seinen zwölf Jahren beim KIT sowohl den Prozess des Sterbens, der noch im Leben stattfindet, als auch den Tod selbst in all seinen unterschiedlichen Facetten, Ausprägungen und Tiefen miterlebt. Mit ihm sprechen wir an diesem Sonntag über das Ende des Lebens – und den Anfang von etwas Neuem. </p><p><strong>Sonntagstalk: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p>SALZBURG24: Ein Leben nach dem Tod, ist das eine Illusion?</p><p><i>KURT FASTBER: Ein Leben nach dem Tod ist das, was Gott in unserem Glauben versprochen hat und was uns auch Hoffnung machen kann im Leben und auch, wenn wir mit dem Thema Sterben und Tod umgehen. Gott verspricht uns nach diesem Leben, eben eine Wirklichkeit, die wir vielleicht auf der Erde gar nicht erahnen können, weil es für unser Denken zu groß ist. Aber Gott verspricht uns das und ja, es gibt ein Leben nach dem Tod und ich hoffe das ganz zuversichtlich, dass wir das einmal alle kennenlernen dürfen.</i></p><p><strong>Wir alle wissen ja, dass es früher oder später soweit ist, dass wir sterben, aber warum leben wir nicht danach? </strong></p><p><i>Das ist eine sehr gute Frage. Naja, es wäre wahrscheinlich der Lebensfreude nicht ganz entsprechend, wenn wir immer danach leben durften, mit dem Fokus, irgendwann muss ich eh einmal sterben. Man darf  das Leben schon als Leben in der Freude genießen. Und man darf auch das Thema Sterben im jungen, bunten und frischen Leben weglassen. </i></p><p><i>Es macht schon Sinn darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn der Zeitpunkt des Sterbens gekommen ist und wenn das Leben zu Ende geht. Aber die Leute haben das Thema zeit ihres Lebens weggelassen, dass es mitunter auch Angst und Sorgen bereiten kann – neben der Trauer. Einen richtigen Zeitpunkt, um über den Tod nachzudenken, gibt es nicht. Das ist ein Reifeprozess im Leben, so wie man Lebensweisheit gewinnt.</i></p><p><strong>An Allerheiligen/Allerseelen gedenken wir traditionellerweise unseren Verstorbenen. Warum ist es für uns Lebendigen so wichtig, dass wir an die Toten denken?</strong></p><p><i>Ich glaube, das ist eine unbewusste Sehnsucht der Menschen nach dem Himmelreich. Denn sonst würde es ja nicht so sein, dass an Allerheiligen, wenn du am Nachmittag rausgehst, der Friedhof voll mit Menschen ist. Es ist natürlich auch eine Wertschätzung an unsere Vorfahren, wir zollen Respekt. Aber es ist auch der Wunsch oder die Sehnsucht, dass der Verstorbene beim lieben Gott gut aufgehoben ist und dass es für einen selbst dann auch einmal so sein wird. Das glaube ich ganz persönlich. </i></p><p><strong>Du bist ja seit langer Zeit beim Kriseninterventionsteam dabei. Was sind das für Krisen, zu denen ihr gerufen werdet?</strong></p><p><i>Das ist ganz unterschiedlich. Gerade bevor du hierhergekommen bist, war im angrenzenden Tennengau ein Einsatz, bei dem eine Person bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Da geht es um die Überbringung der Todesnachricht an die Familie. Wir sind da immer mit der Polizei dabei und briefen die Polizisten auch ein bisschen. Was sagt man überhaupt und wie sagt man es? Gerade die jungen Beamte, die das noch nicht gemacht haben, sind da natürlich oft unsicher. Wichtig ist, dass der Angehörige die drei Worte „Er ist tot“ hört. Diese drei Worte sind leztendlich das, was dann auch die Wahrheit für die Menschen ausdrückt, damit sie es einmal verstehen lernen</i></p><p><i>Daneben kommen wir zu Familien, wo sich Menschen selbstbestimmt getötet haben, in allen Arten und allen Varianten. Wir kommen auch bei Gewalt in der Familie oder bei Einbrüchen. Und wir werden auch von Krankenhäuern auf die Kinderintensiv angefordert, wo junge Menschen so schwer erkrankt sind, dass es mit dem Leben nicht mehr vereinbar ist und wo die Maschine abgeschaltet werden muss und wir begleiten die Eltern mit den Teams. Da haben wir schon sehr bewegende Situationen mitgemacht.</i></p><p><strong>Wie verarbeitest du das?</strong></p><p><i>Für mich ist Annemarie, meine Frau, ein ganz wichtiger Partner auch in der Hinsicht. Weil ich ihr datengeschüzt erzählen kann, was passiert ist. Sie ist auch diplomierte Gesundheitspflegeperson und versteht den Inhalt und mit dem Reden wird es schon leichter. Und dann haben wir innerhalb unseres Teams auch Menschen, die uns besonders nahestehen. Eine Kollegin zum Beispiel, die rufe ich immer mal an. Und manchmal kommt es dann auch zu Tränen. Und klarerweise haben wir auch jederzeit die Möglichkeit eine Supervision zu bekommen. Aber wenn ich allein sein möchte, dass gehe ich in eine von unseren Kirchen, sitze mich da rein und erzähle das alles leise dem lieben Gott. Damit fängt dann oft meine Trauerarbeit an. Es gibt kein Einsatz, der mich kaltgelassen hätte.</i></p><p> </p>
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      <pubDate>Sun, 27 Oct 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/diakon-kurt-fastner-die-zeit-heilt-keine-wunden-3bcBn3Nk</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Er überbringt Todesnachrichten, betreut Familien nach tragischen Schicksalsschlägen und ist im Krankenhaus dabei, wenn Kindern, die so schwer erkrankt sind, dass es mit dem Leben nicht mehr vereinbar ist, die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden. Kurt Fastner ist in seinem Brotberuf seit 17 Jahren Diakon und ehrenamtlich für das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Salzburg tätig. Zusammen mit seinen Teamkolleginnen und Teamkollegen betreut er die Stadt Salzburg, den Tennengau und den Flachgau. „Wenn ich zu einem Einsatz komme, dann muss ich als allererstes das was mich und die Menschen dort sprachlos macht, in Worte fassen. Ich muss die Wahrheit aussprechen“, sagt der 62-Jährige, der seit 28 Jahren mit seiner Frau Annemarie verheiratet ist und in Adnet im Tennengau lebt. Erst dann könne Hilfe geschehen. </p><p>Kurt Fastner hat in seinen zwölf Jahren beim KIT sowohl den Prozess des Sterbens, der noch im Leben stattfindet, als auch den Tod selbst in all seinen unterschiedlichen Facetten, Ausprägungen und Tiefen miterlebt. Mit ihm sprechen wir an diesem Sonntag über das Ende des Lebens – und den Anfang von etwas Neuem. </p><p><strong>Sonntagstalk: Auszug zum Nachlesen</strong></p><p>SALZBURG24: Ein Leben nach dem Tod, ist das eine Illusion?</p><p><i>KURT FASTBER: Ein Leben nach dem Tod ist das, was Gott in unserem Glauben versprochen hat und was uns auch Hoffnung machen kann im Leben und auch, wenn wir mit dem Thema Sterben und Tod umgehen. Gott verspricht uns nach diesem Leben, eben eine Wirklichkeit, die wir vielleicht auf der Erde gar nicht erahnen können, weil es für unser Denken zu groß ist. Aber Gott verspricht uns das und ja, es gibt ein Leben nach dem Tod und ich hoffe das ganz zuversichtlich, dass wir das einmal alle kennenlernen dürfen.</i></p><p><strong>Wir alle wissen ja, dass es früher oder später soweit ist, dass wir sterben, aber warum leben wir nicht danach? </strong></p><p><i>Das ist eine sehr gute Frage. Naja, es wäre wahrscheinlich der Lebensfreude nicht ganz entsprechend, wenn wir immer danach leben durften, mit dem Fokus, irgendwann muss ich eh einmal sterben. Man darf  das Leben schon als Leben in der Freude genießen. Und man darf auch das Thema Sterben im jungen, bunten und frischen Leben weglassen. </i></p><p><i>Es macht schon Sinn darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn der Zeitpunkt des Sterbens gekommen ist und wenn das Leben zu Ende geht. Aber die Leute haben das Thema zeit ihres Lebens weggelassen, dass es mitunter auch Angst und Sorgen bereiten kann – neben der Trauer. Einen richtigen Zeitpunkt, um über den Tod nachzudenken, gibt es nicht. Das ist ein Reifeprozess im Leben, so wie man Lebensweisheit gewinnt.</i></p><p><strong>An Allerheiligen/Allerseelen gedenken wir traditionellerweise unseren Verstorbenen. Warum ist es für uns Lebendigen so wichtig, dass wir an die Toten denken?</strong></p><p><i>Ich glaube, das ist eine unbewusste Sehnsucht der Menschen nach dem Himmelreich. Denn sonst würde es ja nicht so sein, dass an Allerheiligen, wenn du am Nachmittag rausgehst, der Friedhof voll mit Menschen ist. Es ist natürlich auch eine Wertschätzung an unsere Vorfahren, wir zollen Respekt. Aber es ist auch der Wunsch oder die Sehnsucht, dass der Verstorbene beim lieben Gott gut aufgehoben ist und dass es für einen selbst dann auch einmal so sein wird. Das glaube ich ganz persönlich. </i></p><p><strong>Du bist ja seit langer Zeit beim Kriseninterventionsteam dabei. Was sind das für Krisen, zu denen ihr gerufen werdet?</strong></p><p><i>Das ist ganz unterschiedlich. Gerade bevor du hierhergekommen bist, war im angrenzenden Tennengau ein Einsatz, bei dem eine Person bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Da geht es um die Überbringung der Todesnachricht an die Familie. Wir sind da immer mit der Polizei dabei und briefen die Polizisten auch ein bisschen. Was sagt man überhaupt und wie sagt man es? Gerade die jungen Beamte, die das noch nicht gemacht haben, sind da natürlich oft unsicher. Wichtig ist, dass der Angehörige die drei Worte „Er ist tot“ hört. Diese drei Worte sind leztendlich das, was dann auch die Wahrheit für die Menschen ausdrückt, damit sie es einmal verstehen lernen</i></p><p><i>Daneben kommen wir zu Familien, wo sich Menschen selbstbestimmt getötet haben, in allen Arten und allen Varianten. Wir kommen auch bei Gewalt in der Familie oder bei Einbrüchen. Und wir werden auch von Krankenhäuern auf die Kinderintensiv angefordert, wo junge Menschen so schwer erkrankt sind, dass es mit dem Leben nicht mehr vereinbar ist und wo die Maschine abgeschaltet werden muss und wir begleiten die Eltern mit den Teams. Da haben wir schon sehr bewegende Situationen mitgemacht.</i></p><p><strong>Wie verarbeitest du das?</strong></p><p><i>Für mich ist Annemarie, meine Frau, ein ganz wichtiger Partner auch in der Hinsicht. Weil ich ihr datengeschüzt erzählen kann, was passiert ist. Sie ist auch diplomierte Gesundheitspflegeperson und versteht den Inhalt und mit dem Reden wird es schon leichter. Und dann haben wir innerhalb unseres Teams auch Menschen, die uns besonders nahestehen. Eine Kollegin zum Beispiel, die rufe ich immer mal an. Und manchmal kommt es dann auch zu Tränen. Und klarerweise haben wir auch jederzeit die Möglichkeit eine Supervision zu bekommen. Aber wenn ich allein sein möchte, dass gehe ich in eine von unseren Kirchen, sitze mich da rein und erzähle das alles leise dem lieben Gott. Damit fängt dann oft meine Trauerarbeit an. Es gibt kein Einsatz, der mich kaltgelassen hätte.</i></p><p> </p>
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      <itunes:summary>Die Natur zeigt es uns gerade vor, alles ist vergänglich. Nichts bleibt, wie es ist. Eine Woche vor Allerheiligen und Allerseelen wollen wir in diesen Sonntagstalk dem Tod und dem Sterben widmen. Warum verdrängen wir nur so oft die Tatsache, dass auch wir selbst nicht ewig leben, dass jede Sekunde die letzte sein kann? Würden wir sonst unser Leben anders gestalten, würden wir es anders leben – lebendiger vielleicht? Das Interview mit Diakon Kurt Fastner geht tief – auch weil der 62-Jährige von seiner Arbeit beim Kriseninterventionsteam erzählt und er sagt: „Die Zeit heilt keine Wunden.“</itunes:summary>
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      <title>Ex-Skiweltmeisterin Alexandra Meissnitzer im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Alexandra "Meisi" Meissnitzer, die gebürtige Abtenauerin (<a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/" target="_blank">Tennengau</a>), zählt zu den erfolgreichsten Skirennläuferinnen Österreichs. Mit Titeln als Gesamtweltcupsiegerin, zweifache Weltmeisterin und insgesamt sechs Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hat sie ihre beeindruckende sportliche Karriere gekrönt. In über 300 Weltcuprennen startete sie in ihren Spezialdisziplinen Super-G, Abfahrt und Riesenslalom. Zweimal wurde sie zur Sportlerin des Jahres in Österreich gewählt. Nun bringt sie diesen reichen Erfahrungsschatz in die SALZBURG24-Redaktion, um über ihre jüngsten Erlebnisse bei einer Audienz im Vatikan, ihre Rolle als Botschafterin für die Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm und den Umgang mit den Höhen und Tiefen im Spitzensport zu sprechen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt "Meisi", wie sie ihre Freund:innen nennen, Einblicke in ihre Leidenschaft, zeigt Entwicklungen der jüngeren Ski-Vergangenheit auf und gibt Einblicke in die bevorstehende Heim-WM.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Alexandra Meissnitzer: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie war es, in solch einer ehrwürdigen Umgebung zu sein und den Segen des Papstes persönlich zu erhalten?</strong></p><p><i>ALEXANDRA MEISSNITZER: Das war schon etwas Besonderes. Wenn man die Möglichkeit hat, bei einer Papstaudienz dabei zu sein. Ja, ich glaube, das kann man sich sowieso vorstellen. Das ist alles andere als alltäglich. Und ich habe schon das Glück gehabt, dass ich vorher bei Papst Benedikt sein durfte. Und das war meine zweite Audienz und diesmal bei Papst Franziskus. Das war einmalig. Und es ist schon rein, wenn man da drin ist in einem Raum und wenn man dann auch noch nach vorne geht, wenn man die Möglichkeit hat, dass man mit ihm ein paar Worte wechselt, das ist magisch.</i></p><p><i>Es war etwas ganz Besonderes von der Energie her und ich war fasziniert von seinen jungen Augen, von dieser unglaublichen Wärmeausstrahlung, von seiner Herzlichkeit.</i><br /><i>Und ich glaube, wir alle waren danach im positivsten Sinne sehr berührt.</i></p><p><strong>Welche Werte sind dir wichtig?</strong></p><p><i>Achtsamkeit und Bewusstsein. Das ist für mich, das alles nicht für selbstverständlich zu nehmen.</i><br /><i>Viele nennen das Demut. Ich würde das oft nicht so sagen, sondern ich fühle mich einfach dankbar. Und so wie wir erzogen worden sind, bei mir von der Prägung her, ich bin jetzt schon 51, aber das Bitte, Danke, Grüß dich, ganz normal, die Wertschätzung im Miteinander.</i></p><p><i>Das Miteinander ist so verloren gegangen und das wünsche ich mir einfach zurück, weil es früher besser war. Ich will nicht sagen, dass früher alles besser war, um Gottes Willen, nein, das ist es sicher nicht, aber es war besser. Der Zusammenhalt war besser und das wünsche ich mir wieder. Wir müssen unsere Werte wieder mehr leben.</i></p><p><strong>Alexandra, als zweifache Ski-Weltmeisterin hast du viel erlebt. Was sind deine Erwartungen und Hoffnungen für die bevorstehende Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm?</strong></p><p><i>Ich verspreche mir davon sehr viel, weil wir das eigentlich schon mit dem Konzept "One" kommuniziert haben. Also, dass alle Rennen an einem Berg stattfinden. Also rein für die Fans ist das ein Traum. Dort werden auch die Siegerehrungen stattfinden. Es gibt ein Zielstadion, das ist das Ziel für die Herren, für die Damen und dann haben wir eben die Medaillenzeremonien auch dort. Es gibt die kurzen Wege, es wird eine Megastimmung sein, das haben wir schon beim Weltcupfinale gesehen. Also da haben wir schon gesehen, es funktioniert gut, die Stimmung wird super sein und es wird ein Green Event. Ich habe gerade in den letzten Wochen einen Termin in Graz gehabt, wo es um die Abfallwirtschaft geht. Da wird sehr viel überdacht. Und das muss man immer machen, weil das ist ein unglaublicher Aufwand, der dahinter steckt.</i></p><p><i>Also da sagt man nicht, okay, da sparen wir ein bisschen und woanders investieren wir mehr, sondern man versucht das wirklich nachhaltig umzusetzen und deswegen glaube ich, dass das ein Game-Changer sein wird, auch für die nächsten Weltmeisterschaften. Da werden die anderen schon ein bisschen in Zugzwang kommen - im positiven Sinne. Und da finde ich es einfach super, dass gerade in Österreich neue Standards gesetzt werden.</i></p><p><strong>Welche Rolle spielst du genau bei diesem Großevent und welche Aufgaben sind dabei für dich besonders spannend?</strong></p><p><i>Ja, ich habe eine sehr schöne Nebenrolle, würde ich sagen. Ich darf wieder die Damenrennen kommentieren. Aber ein Heimwettkampf ist natürlich etwas ganz anderes. Und auch für uns, die wir das übertragen dürfen, ist die Emotion schon da. Ich bin schon nervös, wenn ich daran denke, dass Conny Hütter am Start ist oder Mirjam Puchner als Lokalmatadorin. Da wird schon einiges passieren. Und nebenbei habe ich noch ein paar Veranstaltungen, wo ich moderieren werde, auch den Saalbacher Abend.</i></p><p><i>Aber wie gesagt, ich habe nur eine Nebenrolle, das Wichtigste sind natürlich unsere Athletinnen und Athleten, wo ich natürlich schon hoffe, dass es die eine oder andere Medaille gibt – vielleicht sogar Gold.</i></p><p><strong>In Österreich wird – wenig überraschend – die regionale Nähe zur Heim-WM herausgestrichen. Welche Rolle spielt Herkunft für dich persönlich?</strong></p><p>Nun, ich bin schon sehr verwurzelt. Ich glaube, dass jemand, der so viel reist, ich bin schon immer viel gereist, seit meiner Jugend und auch jetzt beruflich, dass ich in der Welt herumkomme. Das ist ein Geschenk, das gefällt mir auch, das erweitert den Horizont, man sieht so viel. Aber ich glaube, man bekommt auch ein ganz intensives Gefühl dafür, wie schön wir es zu Hause haben.</p><p>Also für mich ist es das Salzburger Land, ich weiß nicht, was darüber hinausgeht, ich wohne in der Stadt Salzburg, aber ich gehe sehr gerne in der Früh spazieren, ich gehe im Hellbrunner Park laufen und ich bedanke mich jedes Mal bei den Gärtnern, weil das ist bei uns ein Paradies und wir haben eine Riesenqualität. Auch wenn nicht immer alles passt und es nicht immer einfach ist. Ich glaube, jeder von uns ist mit Situationen konfrontiert, die nicht angenehm sind. Aber trotzdem so grundsätzlich zu sehen, dass wir schon ein Riesenglück haben, dass wir da sein dürfen.</p><p><strong>Als jemand, der selbst auf höchstem Niveau im Sport kämpfte: Was sind deine Gedanken zu den spektakulären Comebacks von Marcel Hirscher, Lucas Braathen und vielleicht auch Lindsey Vonn?</strong></p><p>Ich finde es einfach großartig, denn ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben im Oktober so viel über den Skisport reden dürfen, weil sich so viele Leute dafür interessieren. Jeder fragt mich und was sagst du, gewinnt Hirscher? Und dann sage ich, ich weiß nicht, woher soll ich das wissen. Ich finde es einfach positiv, weil es ein Segen für den Skisport ist. Es wird so viel über den Skisport geredet, es wird so viel positiv über den Skisport geredet. Aber was die beiden antreibt, den Marcel und auch die Lindsey, das weiß ich nicht genau. Die Motivation, natürlich ist es einerseits die eigene Skimarke und viele andere Themen, aber man darf nicht vergessen, er ist schon relativ lange weg, man muss sich wieder dafür begeistern.</p><p>Lucas Braathen ist, glaube ich, ungefähr 15 Jahre jünger als Marcel. Das ist eine ganz andere Ausgangssituation. Er hat letztes Jahr nur eine Pause gemacht, aber er wusste, er macht weiter. Und bei Marcel hat man zwar immer gehört, dass er im Winter viel trainiert, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Und ich würde sagen, er hat meinen vollen Respekt, er hat die ganze Aufmerksamkeit verdient und am Ende wünsche ich ihm einfach, dass er noch ein paar Rennen fährt und dann in Ruhe zu Ende fahren kann. Und dass er dann ein glückliches Leben hat, denn das wäre wahrscheinlich das Wichtigste.</p><p><strong>Welche Parallelen siehst du zwischen den Herausforderungen im Leben eines Spitzensportlers und den alltäglichen Herausforderungen, denen wir uns alle stellen müssen?</strong></p><p><i>Ja, ich spreche in meinen Vorträgen immer von diesen Parallelen, weil ich schon der Meinung bin, dass es oft keinen Unterschied macht, aus welchem Bereich man kommt. Ob das jetzt aus der Wirtschaft ist, aus der Politik, aus dem Sport, aus den Medien, wo auch immer. Wir haben sowieso mit den gleichen Themen zu tun.</i></p><p><i>Es geht um Erfolgserlebnisse, also kleine Siege im Alltag, die wir feiern wollen. Wenn du jetzt sagst, ich will ein bisschen abnehmen, und du stellst dich auf die Waage und bist 300 Gramm leichter, dann freust du dich auch. Ich meine jetzt wirklich die kleinen Dinge und nicht nur beruflich, sondern auch privat. Und da geht es uns allen ähnlich und aus meiner Sicht gibt es ein paar Themen, die man braucht. Viele definieren ein Ziel, dann brauchst du ein paar Leute drumherum, das sogenannte Team, ob das privat ist oder beruflich, das muss stimmig sein und ich sage: Bitte umgib dich immer mit Leuten, die dich wachsen sehen wollen, die wollen, dass es dir gut geht, dass du dich entwickelst.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächsten Sonntag ist Diakon Kurt Fastner, der im Kriseninterventionsteam Salzburg arbeitet, bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 20 Oct 2024 11:07:09 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/ex-skiweltmeisterin-alexandra-meissnitzer-im-sonntagstalk-vVsCkDjY</link>
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Nun bringt sie diesen reichen Erfahrungsschatz in die SALZBURG24-Redaktion, um über ihre jüngsten Erlebnisse bei einer Audienz im Vatikan, ihre Rolle als Botschafterin für die Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm und den Umgang mit den Höhen und Tiefen im Spitzensport zu sprechen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt "Meisi", wie sie ihre Freund:innen nennen, Einblicke in ihre Leidenschaft, zeigt Entwicklungen der jüngeren Ski-Vergangenheit auf und gibt Einblicke in die bevorstehende Heim-WM.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Alexandra Meissnitzer: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wie war es, in solch einer ehrwürdigen Umgebung zu sein und den Segen des Papstes persönlich zu erhalten?</strong></p><p><i>ALEXANDRA MEISSNITZER: Das war schon etwas Besonderes. Wenn man die Möglichkeit hat, bei einer Papstaudienz dabei zu sein. Ja, ich glaube, das kann man sich sowieso vorstellen. Das ist alles andere als alltäglich. Und ich habe schon das Glück gehabt, dass ich vorher bei Papst Benedikt sein durfte. Und das war meine zweite Audienz und diesmal bei Papst Franziskus. Das war einmalig. Und es ist schon rein, wenn man da drin ist in einem Raum und wenn man dann auch noch nach vorne geht, wenn man die Möglichkeit hat, dass man mit ihm ein paar Worte wechselt, das ist magisch.</i></p><p><i>Es war etwas ganz Besonderes von der Energie her und ich war fasziniert von seinen jungen Augen, von dieser unglaublichen Wärmeausstrahlung, von seiner Herzlichkeit.</i><br /><i>Und ich glaube, wir alle waren danach im positivsten Sinne sehr berührt.</i></p><p><strong>Welche Werte sind dir wichtig?</strong></p><p><i>Achtsamkeit und Bewusstsein. Das ist für mich, das alles nicht für selbstverständlich zu nehmen.</i><br /><i>Viele nennen das Demut. Ich würde das oft nicht so sagen, sondern ich fühle mich einfach dankbar. Und so wie wir erzogen worden sind, bei mir von der Prägung her, ich bin jetzt schon 51, aber das Bitte, Danke, Grüß dich, ganz normal, die Wertschätzung im Miteinander.</i></p><p><i>Das Miteinander ist so verloren gegangen und das wünsche ich mir einfach zurück, weil es früher besser war. Ich will nicht sagen, dass früher alles besser war, um Gottes Willen, nein, das ist es sicher nicht, aber es war besser. Der Zusammenhalt war besser und das wünsche ich mir wieder. Wir müssen unsere Werte wieder mehr leben.</i></p><p><strong>Alexandra, als zweifache Ski-Weltmeisterin hast du viel erlebt. Was sind deine Erwartungen und Hoffnungen für die bevorstehende Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm?</strong></p><p><i>Ich verspreche mir davon sehr viel, weil wir das eigentlich schon mit dem Konzept "One" kommuniziert haben. Also, dass alle Rennen an einem Berg stattfinden. Also rein für die Fans ist das ein Traum. Dort werden auch die Siegerehrungen stattfinden. Es gibt ein Zielstadion, das ist das Ziel für die Herren, für die Damen und dann haben wir eben die Medaillenzeremonien auch dort. Es gibt die kurzen Wege, es wird eine Megastimmung sein, das haben wir schon beim Weltcupfinale gesehen. Also da haben wir schon gesehen, es funktioniert gut, die Stimmung wird super sein und es wird ein Green Event. Ich habe gerade in den letzten Wochen einen Termin in Graz gehabt, wo es um die Abfallwirtschaft geht. Da wird sehr viel überdacht. Und das muss man immer machen, weil das ist ein unglaublicher Aufwand, der dahinter steckt.</i></p><p><i>Also da sagt man nicht, okay, da sparen wir ein bisschen und woanders investieren wir mehr, sondern man versucht das wirklich nachhaltig umzusetzen und deswegen glaube ich, dass das ein Game-Changer sein wird, auch für die nächsten Weltmeisterschaften. Da werden die anderen schon ein bisschen in Zugzwang kommen - im positiven Sinne. Und da finde ich es einfach super, dass gerade in Österreich neue Standards gesetzt werden.</i></p><p><strong>Welche Rolle spielst du genau bei diesem Großevent und welche Aufgaben sind dabei für dich besonders spannend?</strong></p><p><i>Ja, ich habe eine sehr schöne Nebenrolle, würde ich sagen. Ich darf wieder die Damenrennen kommentieren. Aber ein Heimwettkampf ist natürlich etwas ganz anderes. Und auch für uns, die wir das übertragen dürfen, ist die Emotion schon da. Ich bin schon nervös, wenn ich daran denke, dass Conny Hütter am Start ist oder Mirjam Puchner als Lokalmatadorin. Da wird schon einiges passieren. Und nebenbei habe ich noch ein paar Veranstaltungen, wo ich moderieren werde, auch den Saalbacher Abend.</i></p><p><i>Aber wie gesagt, ich habe nur eine Nebenrolle, das Wichtigste sind natürlich unsere Athletinnen und Athleten, wo ich natürlich schon hoffe, dass es die eine oder andere Medaille gibt – vielleicht sogar Gold.</i></p><p><strong>In Österreich wird – wenig überraschend – die regionale Nähe zur Heim-WM herausgestrichen. Welche Rolle spielt Herkunft für dich persönlich?</strong></p><p>Nun, ich bin schon sehr verwurzelt. Ich glaube, dass jemand, der so viel reist, ich bin schon immer viel gereist, seit meiner Jugend und auch jetzt beruflich, dass ich in der Welt herumkomme. Das ist ein Geschenk, das gefällt mir auch, das erweitert den Horizont, man sieht so viel. Aber ich glaube, man bekommt auch ein ganz intensives Gefühl dafür, wie schön wir es zu Hause haben.</p><p>Also für mich ist es das Salzburger Land, ich weiß nicht, was darüber hinausgeht, ich wohne in der Stadt Salzburg, aber ich gehe sehr gerne in der Früh spazieren, ich gehe im Hellbrunner Park laufen und ich bedanke mich jedes Mal bei den Gärtnern, weil das ist bei uns ein Paradies und wir haben eine Riesenqualität. Auch wenn nicht immer alles passt und es nicht immer einfach ist. Ich glaube, jeder von uns ist mit Situationen konfrontiert, die nicht angenehm sind. Aber trotzdem so grundsätzlich zu sehen, dass wir schon ein Riesenglück haben, dass wir da sein dürfen.</p><p><strong>Als jemand, der selbst auf höchstem Niveau im Sport kämpfte: Was sind deine Gedanken zu den spektakulären Comebacks von Marcel Hirscher, Lucas Braathen und vielleicht auch Lindsey Vonn?</strong></p><p>Ich finde es einfach großartig, denn ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben im Oktober so viel über den Skisport reden dürfen, weil sich so viele Leute dafür interessieren. Jeder fragt mich und was sagst du, gewinnt Hirscher? Und dann sage ich, ich weiß nicht, woher soll ich das wissen. Ich finde es einfach positiv, weil es ein Segen für den Skisport ist. Es wird so viel über den Skisport geredet, es wird so viel positiv über den Skisport geredet. Aber was die beiden antreibt, den Marcel und auch die Lindsey, das weiß ich nicht genau. Die Motivation, natürlich ist es einerseits die eigene Skimarke und viele andere Themen, aber man darf nicht vergessen, er ist schon relativ lange weg, man muss sich wieder dafür begeistern.</p><p>Lucas Braathen ist, glaube ich, ungefähr 15 Jahre jünger als Marcel. Das ist eine ganz andere Ausgangssituation. Er hat letztes Jahr nur eine Pause gemacht, aber er wusste, er macht weiter. Und bei Marcel hat man zwar immer gehört, dass er im Winter viel trainiert, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Und ich würde sagen, er hat meinen vollen Respekt, er hat die ganze Aufmerksamkeit verdient und am Ende wünsche ich ihm einfach, dass er noch ein paar Rennen fährt und dann in Ruhe zu Ende fahren kann. 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Und da geht es uns allen ähnlich und aus meiner Sicht gibt es ein paar Themen, die man braucht. Viele definieren ein Ziel, dann brauchst du ein paar Leute drumherum, das sogenannte Team, ob das privat ist oder beruflich, das muss stimmig sein und ich sage: Bitte umgib dich immer mit Leuten, die dich wachsen sehen wollen, die wollen, dass es dir gut geht, dass du dich entwickelst.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächsten Sonntag ist Diakon Kurt Fastner, der im Kriseninterventionsteam Salzburg arbeitet, bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:title>Ex-Skiweltmeisterin Alexandra Meissnitzer im Sonntagstalk</itunes:title>
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      <itunes:summary>Mit einem einzigartigen Segen vom Papst im Rücken und einer Passion für den Skisport, die ihresgleichen sucht, besucht Alexandra Meissnitzer, die zweifache Ski-Weltmeisterin aus Abtenau, die SALZBURG24-Redaktion für einen exklusiven Podcast. Gerade erst zurück von einer privaten Audienz im Vatikan mit der ÖSV- und Saalbachs WM-Führungsspitze, teilt &quot;Meisi&quot; ihre Eindrücke von diesem ehrwürdigen Moment und gibt spannende Einblicke in ihre Rolle als Botschafterin für die bevorstehende Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Mit einem einzigartigen Segen vom Papst im Rücken und einer Passion für den Skisport, die ihresgleichen sucht, besucht Alexandra Meissnitzer, die zweifache Ski-Weltmeisterin aus Abtenau, die SALZBURG24-Redaktion für einen exklusiven Podcast. Gerade erst zurück von einer privaten Audienz im Vatikan mit der ÖSV- und Saalbachs WM-Führungsspitze, teilt &quot;Meisi&quot; ihre Eindrücke von diesem ehrwürdigen Moment und gibt spannende Einblicke in ihre Rolle als Botschafterin für die bevorstehende Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm.</itunes:subtitle>
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      <title>&quot;Fräulein Flora&quot;-Gründerin Eva Krallinger-Gruber: &quot;In Salzburg weht wieder frischer Wind&quot;</title>
      <description><![CDATA[Ob hippe Neueröffnungen, ausgefallene Events oder fast vergessene Geheimtipps: Über alles, was sich so in und um die Stadt Salzburg tut, weiß „Fräulein Flora“ bestens Bescheid. „Fräulein Flora“, das sind eigentlich Eva Krallinger-Gruber und ihr Mann Matthias.

Im SALZBURG24-Podcast hat die gebürtige Kuchlerin erzählt, was sie nach Jahren im Ausland zurück in die Mozartstadt gezogen hat, was sie bis heute hier hält und was die Salzburger:innen in ihren Augen so besonders macht.



Sonntagstalk mit Eva Krallinger-Gruber – ein Auszug
SALZBURG24: Eva, du lebst eigentlich davon, dich mit allem zu beschäftigen, was in und um Salzburg los ist. Wie würdest du die Stadt mit deiner Expertise beschreiben?

Eva Krallinger-Gruber: Mit meiner Expertise? Puh, ich glaube, das geht nicht in einem Satz. Ich versuche es trotzdem. Als ich weggegangen bin, habe ich mir gedacht: ‚Um Gottes willen, wer will in diesem Kaff leben? Da kriegt man ja Stressflecken am Hals, wenn man da irgendwie sein Leben verbringen muss‘.

Dann bin ich zurückgekommen und habe gemerkt, da tut sich was, da ist was in Bewegung und das hat angehalten. Also bis jetzt ist es so, dass man immer wieder, wenn man ein bisschen genauer hinschaut, kleine Orte und Freiräume findet. Sei es in der Gastronomie, in der Kultur oder im Sportbereich. Ich finde, da kommt ein Wind rein.

Seit wann bist du jetzt wieder fix in Salzburg?

Ich glaube seit zehn oder zwölf Jahren.

Und seitdem tut sich trotzdem noch einiges?

Es tut sich wahnsinnig viel. Das merke ich jeden Tag natürlich auch in meiner Arbeit. Weil wahnsinnig viele Sachen aufmachen und leider auch wahnsinnig viele Sachen zumachen. Aber die Leute haben irgendwie so das „Probier-Gen“ vererbt bekommen, wenn man das so sagen kann. Es passiert einfach wieder was.

Also ist dieser Wandel irgendwo auch das, was dich letztendlich in Salzburg hält?

Ich finde, Salzburg ist, wenn ich das jetzt mal so sagen darf, eine der schönsten Städte überhaupt. Also jedes Mal, wenn ich in die Stadt reinfahre, denke ich mir: 'Wow, das ist einfach so schön'. Gerade mit diesen Subkulturen und mit dieser Freiheit, die man in den letzten zehn Jahren gewonnen hat, kann man hier extrem gut leben. Und man kann einfach wahnsinnig viel selbst gestalten. Das finde ich total spannend. 
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      <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 13:25:17 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Im SALZBURG24-Podcast hat die gebürtige Kuchlerin erzählt, was sie nach Jahren im Ausland zurück in die Mozartstadt gezogen hat, was sie bis heute hier hält und was die Salzburger:innen in ihren Augen so besonders macht.



Sonntagstalk mit Eva Krallinger-Gruber – ein Auszug
SALZBURG24: Eva, du lebst eigentlich davon, dich mit allem zu beschäftigen, was in und um Salzburg los ist. Wie würdest du die Stadt mit deiner Expertise beschreiben?

Eva Krallinger-Gruber: Mit meiner Expertise? Puh, ich glaube, das geht nicht in einem Satz. Ich versuche es trotzdem. Als ich weggegangen bin, habe ich mir gedacht: ‚Um Gottes willen, wer will in diesem Kaff leben? Da kriegt man ja Stressflecken am Hals, wenn man da irgendwie sein Leben verbringen muss‘.

Dann bin ich zurückgekommen und habe gemerkt, da tut sich was, da ist was in Bewegung und das hat angehalten. Also bis jetzt ist es so, dass man immer wieder, wenn man ein bisschen genauer hinschaut, kleine Orte und Freiräume findet. Sei es in der Gastronomie, in der Kultur oder im Sportbereich. Ich finde, da kommt ein Wind rein.

Seit wann bist du jetzt wieder fix in Salzburg?

Ich glaube seit zehn oder zwölf Jahren.

Und seitdem tut sich trotzdem noch einiges?

Es tut sich wahnsinnig viel. Das merke ich jeden Tag natürlich auch in meiner Arbeit. Weil wahnsinnig viele Sachen aufmachen und leider auch wahnsinnig viele Sachen zumachen. Aber die Leute haben irgendwie so das „Probier-Gen“ vererbt bekommen, wenn man das so sagen kann. Es passiert einfach wieder was.

Also ist dieser Wandel irgendwo auch das, was dich letztendlich in Salzburg hält?

Ich finde, Salzburg ist, wenn ich das jetzt mal so sagen darf, eine der schönsten Städte überhaupt. Also jedes Mal, wenn ich in die Stadt reinfahre, denke ich mir: &apos;Wow, das ist einfach so schön&apos;. Gerade mit diesen Subkulturen und mit dieser Freiheit, die man in den letzten zehn Jahren gewonnen hat, kann man hier extrem gut leben. Und man kann einfach wahnsinnig viel selbst gestalten. Das finde ich total spannend.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Ob hippe Neueröffnungen, ausgefallene Events oder fast vergessene Geheimtipps: Über alles, was sich so in und um die Stadt Salzburg tut, weiß „Fräulein Flora“ bestens Bescheid. „Fräulein Flora“, das sind eigentlich Eva Krallinger-Gruber und ihr Mann Matthias.

Im SALZBURG24-Podcast hat die gebürtige Kuchlerin erzählt, was sie nach Jahren im Ausland zurück in die Mozartstadt gezogen hat, was sie bis heute hier hält und was die Salzburger:innen in ihren Augen so besonders macht.



Sonntagstalk mit Eva Krallinger-Gruber – ein Auszug
SALZBURG24: Eva, du lebst eigentlich davon, dich mit allem zu beschäftigen, was in und um Salzburg los ist. Wie würdest du die Stadt mit deiner Expertise beschreiben?

Eva Krallinger-Gruber: Mit meiner Expertise? Puh, ich glaube, das geht nicht in einem Satz. Ich versuche es trotzdem. Als ich weggegangen bin, habe ich mir gedacht: ‚Um Gottes willen, wer will in diesem Kaff leben? Da kriegt man ja Stressflecken am Hals, wenn man da irgendwie sein Leben verbringen muss‘.

Dann bin ich zurückgekommen und habe gemerkt, da tut sich was, da ist was in Bewegung und das hat angehalten. Also bis jetzt ist es so, dass man immer wieder, wenn man ein bisschen genauer hinschaut, kleine Orte und Freiräume findet. Sei es in der Gastronomie, in der Kultur oder im Sportbereich. Ich finde, da kommt ein Wind rein.

Seit wann bist du jetzt wieder fix in Salzburg?

Ich glaube seit zehn oder zwölf Jahren.

Und seitdem tut sich trotzdem noch einiges?

Es tut sich wahnsinnig viel. Das merke ich jeden Tag natürlich auch in meiner Arbeit. Weil wahnsinnig viele Sachen aufmachen und leider auch wahnsinnig viele Sachen zumachen. Aber die Leute haben irgendwie so das „Probier-Gen“ vererbt bekommen, wenn man das so sagen kann. Es passiert einfach wieder was.

Also ist dieser Wandel irgendwo auch das, was dich letztendlich in Salzburg hält?

Ich finde, Salzburg ist, wenn ich das jetzt mal so sagen darf, eine der schönsten Städte überhaupt. Also jedes Mal, wenn ich in die Stadt reinfahre, denke ich mir: &apos;Wow, das ist einfach so schön&apos;. Gerade mit diesen Subkulturen und mit dieser Freiheit, die man in den letzten zehn Jahren gewonnen hat, kann man hier extrem gut leben. Und man kann einfach wahnsinnig viel selbst gestalten. Das finde ich total spannend.</itunes:subtitle>
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      <title>Austria Salzburg-Trainer Christian Schaider: &quot;&quot;Wir lassen uns nicht mehr verkaufen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Für Austria Salzburg-Trainer Christian Schaider geht die Liebe zu den Violetten sogar unter die Haut. Der 47-Jährige hat sich mit den Initialen seines" Vereins verewigen lassen und gibt Einblicke, wie er mit den Städtern das scheinbar Unmögliche möglich machen will.</p><p><a href="https://www.salzburg24.at/sport/fussball/mountainbike-experte-andreas-hoerlsberger-im-sonntagstalk-164514247" target="_blank">Im Sonntagstalk</a> betont Schaider die Bedeutung von Loyalität und harter Arbeit im Verein und hebt die Wichtigkeit der Fans für den Verein hervor. Er beschreibt den Verein als einen Ort, der traditionelle Fußballwerte und eine einzigartige Fankultur bewahrt.</p><p>Der gebürtige Bayer selbst lebt diese Werte so sehr, dass er sich die Initialen des Vereins auf sein Brustbein tätowieren ließ. Der Kommerzialisierung des Fußballs steht er kritisch gegenüber und bevorzugt den authentischen Geist lokaler Vereine. Der Sportdirektor und Trainer der Violetten teilt seine Gedanken und Eindrücke über seine Tätigkeit und seine beruflichen Verpflichtungen bei der Bundeswehr. Trotz Rückschlägen, wie dem verpassten Aufstieg in die zweite Bundesliga, liegt sein Fokus auf dem kontinuierlichen Wachstum und der Weiterentwicklung des amtierenden Westliga-Meisters. Der Trainer spricht über seine Arbeitsroutine, Motivationsstrategien und die Zukunftspläne des Vereins, inklusive der Herausforderungen und Chancen in der aktuellen Regionalliga-Saison.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Christian Schaider: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wir sitzen auf dem Rasen des Max-Aicher-Stadions. Hinter uns die Fankurve. Wenn wir da hinblicken, steht da: Die Austria wird euch alle überleben. Was bedeutet dieser Satz für dich?</strong></p><p><i>CHRISTIAN SCHAIDER: Ja, relativ viel. Man kennt ja die Geschichte der Austria und wenn man jetzt im Stadion sitzt, dann ist das ein sehr gutes Gefühl. Ich bin gerne im Stadion, muss ich wirklich sagen. Das Stadion hat etwas für sich. Ohne die Fans würde es den Verein in der Form auch nicht mehr geben. Ich glaube, das ist mit das Wichtigste in unserem Verein. Deswegen wird es die Austria wahrscheinlich immer geben, wurscht was passiert.</i></p><p><strong>Du hast einmal gesagt, dass du ein echter Fußballromantiker bist und für die Werte dieses Vereins stehst. Was genau sind diese Werte und wie kann man sich das vorstellen?</strong></p><p><i>In erster Linie ist der Verein ein hart arbeitender Verein, der von Loyalität geprägt ist. Alle, die mit dem Verein zu tun haben, stehen füreinander ein. Wir pflegen die alten Werte des Fußballs. Wir haben eine Fankultur. Die spiegeln wir auf dem Platz wider. Wir sind ein Verein, der nicht stehen geblieben ist. Die Fans sind nicht stehengeblieben. Das alles zusammen mit den traditionellen Werten des Fußballs macht diesen Verein aus. Da bin ich froh, dass ich Trainer sein darf.</i></p><p><strong>Man hat das Gefühl, oder es ist ja auch offensichtlich, dass dieser Verein auch bewusst diesen kommerziellen Fußball vermeidet, den wir in der europäischen Fußballwelt erleben. Erleben wir hier in Maxladen den Fußball, den es eigentlich gar nicht mehr gibt?</strong></p><p><i>Ich weiß es nicht. Wir verkörpern sicher einen bestimmten Fußball. Ohne Geld geht erst mal gar nichts. So ehrlich muss man sein. Aber ich glaube, unsere Vereine machen das ganz gut. Wir lassen uns nicht mehr verkaufen. Und das spürt man auch in jeder Phase, wenn man im Stadion ist und an den Spieltagen selbst. Wenn man auf den Platz geht, die Hymne gespielt wird, die Fans anfangen zu singen, dann ist das jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Während der Spiele gibt es oft Momente, in denen man ein bisschen Gänsehaut bekommt, vor allem wenn es auf dem Spielfeld eng wird.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 6 Oct 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/austria-salzburg-trainer-christian-schaider-wir-lassen-uns-nicht-mehr-verkaufen-Vx_momTD</link>
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      <itunes:summary>Austria Salzburg ist der erfolgreichste und ambitionierteste Unterhaus-Verein im gesamten Bundesland. Viola-Trainer und Sportchef Christian Schaider spricht mit uns im Sonntagstalk über die lebhafte Fankultur, romantische Fußballwerte und den Traum vom Aufstieg in die zweite Liga.</itunes:summary>
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      <title>Lisi Fuchs: „Es muss nicht jedes Kind musikalisch sein“</title>
      <description><![CDATA[<p>Über 5.500 Kinder haben vor einigen Wochen ihren allerersten Schultag in Salzburg gehabt. Sie alle haben eine kostenlose Blockflöte von Lisi Fuchs bekommen. Die 48-jährige gebürtige Oberösterreicherin hat die Salzburger Philharmonie gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, vor allem Kindern den Spaß am Musizieren zu zeigen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 erinnert sich Dirigentin Lisi Fuch an ihre ersten Musizierversuche zurück und erklärt, warum Musik für Kinder, aber auch Erwachsene so wichtig ist. </p><p> </p><p>Sonntagstalk mit Lisi Fuchs – ein Auszug zum Nachlesen</p><p> </p><p>SALZBURG24: So manch einer kann sich vielleicht noch an den Blockflötenunterricht in der Volksschule erinnern. Die einen nahmen das als Sprungbrett zum Erlernen weiterer Instrumente, andere haben das Musizieren gehasst. Und dennoch schenken Sie seit zwei Jahren allen Tafelklasslern in Salzburg eine gratis Blockflöte und ein Übungsheft. Warum tun sie das?</p><p>Lisi Fuchs: Also mein Start in die Musik war eigentlich der Blockflöte zu verdanken. Mein Bruder ist zwei Jahre älter und durfte im Kindergarten Blockflöte lernen. Ich war dann mit drei Jahren im Kindergarten und war endlos traurig, dass ich nicht auch wie der Walter Blockflöte lernen kann. Mit vier durfte ich dann anfangen und ich war total überfordert, weil das eigentlich zu früh war, um wirklich ein Instrument zu lernen. Aber diese Anfänge, das hat gepasst.</p><p>Vor 15 Jahren wurde ich dann einmal in einem Interview gefragt, Frau Fuchs, was würden Sie sich wünschen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Und dann habe ich gesagt, also ich würde mir wünschen, dass alle Schulanfänger oder alle Volksschulkinder eine Blockflöte gratis kriegen und auch ein bisschen Tools, wie man damit umgeht oder nur so erste Basics.</p><p> </p><p>Aber warum ist denn das Musizieren für Kinder so wichtig?</p><p>Ich glaube, dass das Musizieren und die Musik für fast alle Menschen unglaublich wichtig ist. Ein unglaublicher Ausgleich zum Alltag ein Entspannen, ein Relaxen und da ist es ja egal, welche Musik man hört. Und es tut einfach gut, ein bisschen blumig gesprochen, aber Musik ist Balsam für die Seele. Und das Musizieren ist noch einmal mehr.</p><p>Also es ist erwiesen, dass das Singen gesundheitsfördernd ist und angsthemmend und verbindend. Also es ist, wenn man in der Gruppe musiziert, dann erlebt man da ein Gemeinschaftsgefühl. Wenn man miteinander Musik probt, also es kann auch nur das Musizieren am Lagerfeuer sein, dann wird da besondere Energie frei. Ich habe noch kein anderes Wort gefunden, aber wenn ich musiziere, bin ich gelöst von allem Irdischen.</p><p>Und welche speziellen Fähigkeiten werden da entwickelt bei Kindern?</p><p>Das ist dann die Neurowissenschaft. Also wenn man sich die Hirnforschung anschaut, weiß man, dass beim aktiven Musizieren, wie kaum wo sonst, unglaublich viele Synapsen in alle Richtungen gebunden werden oder entwickelt werden, verbunden werden, neu entspringen.</p><p>Und wenn man weiß, dass Musizieren das auch noch fördert, nämlich auch die emotionale Intelligenz, die soziale Intelligenz und dann auch die Synapsenbildung, dann denke ich mir, um Gottes Willen, wieso musizieren nicht einfach alle?</p><p>Manche, weil Sie anfangs gesagt haben, manche hassen es, das stimmt. Es gibt wirklich Kinder, da kann ich den Prozentsatz nicht sagen, aber bis zu 10 Prozent schon, die es hassen zu musizieren. Das gibt es und das finde ich auch wichtig, dass man die nicht dazu zwingt.</p><p> </p><p>Das heißt, es muss nicht jedes Kind musikalisch sein?</p><p>Es ist auch nicht jedes Kind musikalisch, es ist auch nicht jeder Mensch musikalisch, aber mindestens 80 Prozent der Menschen können singen, haben ein Rhythmusgefühl in der Basis und können in der Gruppe musizieren. Vielleicht sind es auch 90 Prozent, ich weiß es nicht.</p><p>Und dann gibt es ein paar, da geht es einfach nicht. Ich merke das selbst, mein Sohn hatte als Kind öfter Probleme mit den Ohren und da merkt man, da ist irgendwas nicht entwickelt. Also zum Beispiel beim Singen, da merken wir, da tut er sich schwer. Er spielt trotzdem Klavier und Schlagzeug und das auch ziemlich gut, aber das muss man dann auch lassen.</p><p> </p><p>Welches Instrument denken Sie ist am schwierigsten zu lernen?</p><p>Ich finde von allen Instrumenten ist von den Synapsen her die Orgel das herausforderndste. Man hat mit beiden Händen und Beinen zu tun liest drei, vier Zeilen gleichzeitig liest. Das, glaube ich, ist wirklich von der Komplexität her sehr anspruchsvoll.</p><p>Aber jedes Instrument ist in seiner Spielart besonders herausfordernd. Ich glaube, dass jeder Mensch eine besondere Anziehung zu einem Instrument hat. Und wenn man was unbedingt will, ist es egal, wie schwer es ist, dann will man das und wo ein Wille, da ein Weg.</p><p> </p><p>Im Juni hat der gute Rat für Rückverteilung eine Spende von über 200.000 Euro aus Marlene Engelhorns Erbe für die Philharmonie Salzburg hervorgesehen. Ist das Geld alles in einem Schwung gekommen?</p><p>Das konnten wir uns aussuchen. Wir haben tatsächlich dann gesagt, bitte in einem Schwung und wir teilen es dann ein. Wir haben uns dann auch entschieden, dass dieses Geld zu 100 Prozent an die Kinderfestspiele geht. Und das hat uns unfassbar geholfen oder hilft uns unfassbar, weil wir ja immer schauen müssen, wie kommen wir durch mit der Finanzierung. Wir als Philharmonie Salzburg bekommen plus minus acht Prozent Subventionen, die Kinderfestspiele ungefähr 20 Prozent. Den Rest müssen wir finanzieren. </p><p>Zwei Wochen bevor die Spende gekommen ist, haben wir überlegt, dass wir vielleicht das Blockflötenprojekt lassen müssen, weil es sich finanziell nicht mehr ausgeht. Und dann kommt diese Spende und wir sagen okay, wir können weitermachen. Und wir hoffen, dass das eine Anregung ist für andere, auch vielleicht eine Partnerschaft mit uns einzugehen.</p>
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      <pubDate>Sun, 29 Sep 2024 14:39:54 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Über 5.500 Kinder haben vor einigen Wochen ihren allerersten Schultag in Salzburg gehabt. Sie alle haben eine kostenlose Blockflöte von Lisi Fuchs bekommen. Die 48-jährige gebürtige Oberösterreicherin hat die Salzburger Philharmonie gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, vor allem Kindern den Spaß am Musizieren zu zeigen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 erinnert sich Dirigentin Lisi Fuch an ihre ersten Musizierversuche zurück und erklärt, warum Musik für Kinder, aber auch Erwachsene so wichtig ist. </p><p> </p><p>Sonntagstalk mit Lisi Fuchs – ein Auszug zum Nachlesen</p><p> </p><p>SALZBURG24: So manch einer kann sich vielleicht noch an den Blockflötenunterricht in der Volksschule erinnern. Die einen nahmen das als Sprungbrett zum Erlernen weiterer Instrumente, andere haben das Musizieren gehasst. Und dennoch schenken Sie seit zwei Jahren allen Tafelklasslern in Salzburg eine gratis Blockflöte und ein Übungsheft. Warum tun sie das?</p><p>Lisi Fuchs: Also mein Start in die Musik war eigentlich der Blockflöte zu verdanken. Mein Bruder ist zwei Jahre älter und durfte im Kindergarten Blockflöte lernen. Ich war dann mit drei Jahren im Kindergarten und war endlos traurig, dass ich nicht auch wie der Walter Blockflöte lernen kann. Mit vier durfte ich dann anfangen und ich war total überfordert, weil das eigentlich zu früh war, um wirklich ein Instrument zu lernen. Aber diese Anfänge, das hat gepasst.</p><p>Vor 15 Jahren wurde ich dann einmal in einem Interview gefragt, Frau Fuchs, was würden Sie sich wünschen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Und dann habe ich gesagt, also ich würde mir wünschen, dass alle Schulanfänger oder alle Volksschulkinder eine Blockflöte gratis kriegen und auch ein bisschen Tools, wie man damit umgeht oder nur so erste Basics.</p><p> </p><p>Aber warum ist denn das Musizieren für Kinder so wichtig?</p><p>Ich glaube, dass das Musizieren und die Musik für fast alle Menschen unglaublich wichtig ist. Ein unglaublicher Ausgleich zum Alltag ein Entspannen, ein Relaxen und da ist es ja egal, welche Musik man hört. Und es tut einfach gut, ein bisschen blumig gesprochen, aber Musik ist Balsam für die Seele. Und das Musizieren ist noch einmal mehr.</p><p>Also es ist erwiesen, dass das Singen gesundheitsfördernd ist und angsthemmend und verbindend. Also es ist, wenn man in der Gruppe musiziert, dann erlebt man da ein Gemeinschaftsgefühl. Wenn man miteinander Musik probt, also es kann auch nur das Musizieren am Lagerfeuer sein, dann wird da besondere Energie frei. Ich habe noch kein anderes Wort gefunden, aber wenn ich musiziere, bin ich gelöst von allem Irdischen.</p><p>Und welche speziellen Fähigkeiten werden da entwickelt bei Kindern?</p><p>Das ist dann die Neurowissenschaft. Also wenn man sich die Hirnforschung anschaut, weiß man, dass beim aktiven Musizieren, wie kaum wo sonst, unglaublich viele Synapsen in alle Richtungen gebunden werden oder entwickelt werden, verbunden werden, neu entspringen.</p><p>Und wenn man weiß, dass Musizieren das auch noch fördert, nämlich auch die emotionale Intelligenz, die soziale Intelligenz und dann auch die Synapsenbildung, dann denke ich mir, um Gottes Willen, wieso musizieren nicht einfach alle?</p><p>Manche, weil Sie anfangs gesagt haben, manche hassen es, das stimmt. Es gibt wirklich Kinder, da kann ich den Prozentsatz nicht sagen, aber bis zu 10 Prozent schon, die es hassen zu musizieren. Das gibt es und das finde ich auch wichtig, dass man die nicht dazu zwingt.</p><p> </p><p>Das heißt, es muss nicht jedes Kind musikalisch sein?</p><p>Es ist auch nicht jedes Kind musikalisch, es ist auch nicht jeder Mensch musikalisch, aber mindestens 80 Prozent der Menschen können singen, haben ein Rhythmusgefühl in der Basis und können in der Gruppe musizieren. Vielleicht sind es auch 90 Prozent, ich weiß es nicht.</p><p>Und dann gibt es ein paar, da geht es einfach nicht. Ich merke das selbst, mein Sohn hatte als Kind öfter Probleme mit den Ohren und da merkt man, da ist irgendwas nicht entwickelt. Also zum Beispiel beim Singen, da merken wir, da tut er sich schwer. Er spielt trotzdem Klavier und Schlagzeug und das auch ziemlich gut, aber das muss man dann auch lassen.</p><p> </p><p>Welches Instrument denken Sie ist am schwierigsten zu lernen?</p><p>Ich finde von allen Instrumenten ist von den Synapsen her die Orgel das herausforderndste. Man hat mit beiden Händen und Beinen zu tun liest drei, vier Zeilen gleichzeitig liest. Das, glaube ich, ist wirklich von der Komplexität her sehr anspruchsvoll.</p><p>Aber jedes Instrument ist in seiner Spielart besonders herausfordernd. Ich glaube, dass jeder Mensch eine besondere Anziehung zu einem Instrument hat. Und wenn man was unbedingt will, ist es egal, wie schwer es ist, dann will man das und wo ein Wille, da ein Weg.</p><p> </p><p>Im Juni hat der gute Rat für Rückverteilung eine Spende von über 200.000 Euro aus Marlene Engelhorns Erbe für die Philharmonie Salzburg hervorgesehen. Ist das Geld alles in einem Schwung gekommen?</p><p>Das konnten wir uns aussuchen. Wir haben tatsächlich dann gesagt, bitte in einem Schwung und wir teilen es dann ein. Wir haben uns dann auch entschieden, dass dieses Geld zu 100 Prozent an die Kinderfestspiele geht. Und das hat uns unfassbar geholfen oder hilft uns unfassbar, weil wir ja immer schauen müssen, wie kommen wir durch mit der Finanzierung. Wir als Philharmonie Salzburg bekommen plus minus acht Prozent Subventionen, die Kinderfestspiele ungefähr 20 Prozent. Den Rest müssen wir finanzieren. </p><p>Zwei Wochen bevor die Spende gekommen ist, haben wir überlegt, dass wir vielleicht das Blockflötenprojekt lassen müssen, weil es sich finanziell nicht mehr ausgeht. Und dann kommt diese Spende und wir sagen okay, wir können weitermachen. Und wir hoffen, dass das eine Anregung ist für andere, auch vielleicht eine Partnerschaft mit uns einzugehen.</p>
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      <itunes:summary>Gratis Blockflöten hat die Chefdirigentin der Salzburger Philharmonie Lisi Fuchs auch heuer an alle Tafelklassler im Bundesland zum Schulstart verteilt. Warum sie das tut, obwohl nicht jedes Kind „musikalisch sein muss“, erzählt sie uns im heutigen Sonntagstalk.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Gratis Blockflöten hat die Chefdirigentin der Salzburger Philharmonie Lisi Fuchs auch heuer an alle Tafelklassler im Bundesland zum Schulstart verteilt. Warum sie das tut, obwohl nicht jedes Kind „musikalisch sein muss“, erzählt sie uns im heutigen Sonntagstalk.</itunes:subtitle>
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      <title>Salzburgs Frauenbeauftragte Katharina Wimmer im Sonntagstalk</title>
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      <pubDate>Sun, 22 Sep 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <title>Ex-NEOS-Landesrätin Andrea Klambauer im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Fünf Jahre lang war Andrea Klambauer für die NEOS als Landesrätin in Salzburg tätig. Nach dem Debakel der Pinken bei der Landtagswahl 2023 trat die Wahl-Pongauerin von ihren Funktionen in der Partei zurück und gründete Anfang 2024 die <a href="https://klimabilanz.gmbh/" target="_blank">Klimabilanz GmbH</a> zur Unterstützung von Unternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Mit uns hat sie im Sonntagstalk darüber gesprochen, wie nachhaltig österreichische Unternehmen aktuell sind und wie sich die Situation angesichts des verstärkten Drucks durch Transparenz entwickeln könnte.</p><h2>Sonntagstalk mit Andrea Klambauer: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie nachhaltig sind die österreichischen Unternehmen aktuell?</strong></p><p><i>ANDREA KLAMBAUER: Ganz pauschal kann man das natürlich nicht beantworten. Da muss man sich schon die Branchen näher anschauen und auch die verschiedenen Aspekte. Ich glaube wichtig ist zu sagen, dass Nachhaltigkeit zum einen die Verantwortung der Unternehmen für ihre Auswirkungen auf Umwelt und Klima ist und zum anderen auch die soziale Verantwortung. Und allgemein gesprochen kann man sagen, in Österreich sind wir sehr weit beim Thema soziale Verantwortung. Da geht es um die Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreterinnen und Vertreter, da geht es um die hohe Abdeckung mit Kollektivverträgen, da geht es um Ansprüche wie Elternkarenz und Elternteilzeit und solche Themen. Da sind wir in Österreich sicher schon weit vorne, das wird auch international so gesehen. Beim Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt und Klima, glaube ich, kann man das nicht allgemein für alle Unternehmen beantworten. Ein großes Thema ist eben, dass es dazu noch wenig transparente Daten gibt und sich das in Zukunft ändern soll.</i></p><p><strong>Wo liegen in diesem Bereich Ihrer Meinung nach die größten Baustellen?</strong></p><p><i>Wenn man sich zwei Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen anschaut, auch der gleichen Branche, dann sind die einfach nicht vergleichbar. Das heißt, man kann eigentlich wenig darüber aussagen, wie Unternehmen in dem Bereich agieren. Und deswegen geht es jetzt im ersten Schritt ganz stark um das Thema Transparenz, dass Unternehmen auch wirklich vollständige Daten liefern zu ihren Auswirkungen und vor allem vergleichbare Daten. Und dazu gibt es auch die neuen Verordnungen der Europäischen Kommission, die hier klar vorgeben, welche Daten zu liefern sind. Und damit kann man auch erstmals objektiv die Unternehmen miteinander vergleichen.</i></p><p><strong>Welche Kennzahlen sind es dann, anhand von denen das vergleichbar gemacht wird?</strong></p><p><i>Das ist zum Beispiel der Carbon Footprint, also die CO2-Emissionen. Ein ganz wichtiger Schritt ist dabei, dass man nicht nur das eigene Unternehmen, sondern auch die Lieferkette und die Wertschöpfungskette mit einbezieht.</i></p><p><strong>Ihrer Erfahrung nach, wie groß ist jetzt die Bereitschaft von Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit zu investieren?</strong></p><p><i>Dadurch, dass diese Kennzahlen offengelegt werden müssen, gibt es natürlich einen stärkeren Druck, dass dann auch Maßnahmen folgen. Und darüber hinaus gibt es schon viele Unternehmen, die auch aus dieser inneren Motivation heraus, nachhaltiger zu werden, deutliche Investitionen durchführen.</i></p><p><strong>Also diese neue Regelung mit den Berichten, die wirkt?</strong></p><p><i>Die wirkt, absolut.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 15 Sep 2024 13:45:34 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Jahre lang war Andrea Klambauer für die NEOS als Landesrätin in Salzburg tätig. Nach dem Debakel der Pinken bei der Landtagswahl 2023 trat die Wahl-Pongauerin von ihren Funktionen in der Partei zurück und gründete Anfang 2024 die <a href="https://klimabilanz.gmbh/" target="_blank">Klimabilanz GmbH</a> zur Unterstützung von Unternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Mit uns hat sie im Sonntagstalk darüber gesprochen, wie nachhaltig österreichische Unternehmen aktuell sind und wie sich die Situation angesichts des verstärkten Drucks durch Transparenz entwickeln könnte.</p><h2>Sonntagstalk mit Andrea Klambauer: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Wie nachhaltig sind die österreichischen Unternehmen aktuell?</strong></p><p><i>ANDREA KLAMBAUER: Ganz pauschal kann man das natürlich nicht beantworten. Da muss man sich schon die Branchen näher anschauen und auch die verschiedenen Aspekte. Ich glaube wichtig ist zu sagen, dass Nachhaltigkeit zum einen die Verantwortung der Unternehmen für ihre Auswirkungen auf Umwelt und Klima ist und zum anderen auch die soziale Verantwortung. Und allgemein gesprochen kann man sagen, in Österreich sind wir sehr weit beim Thema soziale Verantwortung. Da geht es um die Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreterinnen und Vertreter, da geht es um die hohe Abdeckung mit Kollektivverträgen, da geht es um Ansprüche wie Elternkarenz und Elternteilzeit und solche Themen. Da sind wir in Österreich sicher schon weit vorne, das wird auch international so gesehen. Beim Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt und Klima, glaube ich, kann man das nicht allgemein für alle Unternehmen beantworten. Ein großes Thema ist eben, dass es dazu noch wenig transparente Daten gibt und sich das in Zukunft ändern soll.</i></p><p><strong>Wo liegen in diesem Bereich Ihrer Meinung nach die größten Baustellen?</strong></p><p><i>Wenn man sich zwei Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen anschaut, auch der gleichen Branche, dann sind die einfach nicht vergleichbar. Das heißt, man kann eigentlich wenig darüber aussagen, wie Unternehmen in dem Bereich agieren. Und deswegen geht es jetzt im ersten Schritt ganz stark um das Thema Transparenz, dass Unternehmen auch wirklich vollständige Daten liefern zu ihren Auswirkungen und vor allem vergleichbare Daten. Und dazu gibt es auch die neuen Verordnungen der Europäischen Kommission, die hier klar vorgeben, welche Daten zu liefern sind. Und damit kann man auch erstmals objektiv die Unternehmen miteinander vergleichen.</i></p><p><strong>Welche Kennzahlen sind es dann, anhand von denen das vergleichbar gemacht wird?</strong></p><p><i>Das ist zum Beispiel der Carbon Footprint, also die CO2-Emissionen. Ein ganz wichtiger Schritt ist dabei, dass man nicht nur das eigene Unternehmen, sondern auch die Lieferkette und die Wertschöpfungskette mit einbezieht.</i></p><p><strong>Ihrer Erfahrung nach, wie groß ist jetzt die Bereitschaft von Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit zu investieren?</strong></p><p><i>Dadurch, dass diese Kennzahlen offengelegt werden müssen, gibt es natürlich einen stärkeren Druck, dass dann auch Maßnahmen folgen. Und darüber hinaus gibt es schon viele Unternehmen, die auch aus dieser inneren Motivation heraus, nachhaltiger zu werden, deutliche Investitionen durchführen.</i></p><p><strong>Also diese neue Regelung mit den Berichten, die wirkt?</strong></p><p><i>Die wirkt, absolut.</i></p>
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      <itunes:summary>Unternehmen müssen künftig nicht nur ihre Finanzzahlen offenlegen, sondern auch ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Andrea Klambauer, ehemalige Salzburger Landesrätin, unterstützt bei der Erstellung dieser Berichte. Uns hat sie im S24-Sonntagstalk erklärt, wo Österreichs Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit stehen und wie sich das in Zukunft durch mehr Transparenz entwickeln könnte.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Unternehmen müssen künftig nicht nur ihre Finanzzahlen offenlegen, sondern auch ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Andrea Klambauer, ehemalige Salzburger Landesrätin, unterstützt bei der Erstellung dieser Berichte. Uns hat sie im S24-Sonntagstalk erklärt, wo Österreichs Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit stehen und wie sich das in Zukunft durch mehr Transparenz entwickeln könnte.</itunes:subtitle>
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      <title>MTB-Experte Andreas Hörlsberger im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Andreas Hörlsberger ist seit fast 15 Jahren mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs. Auslöser für seine Leidenschaft war ein guter Freund, der ihn auf einen illegalen Trail mitnahm. Das Feuer für den Zweiradsport war bei dem gebürtigen Salzburger sofort entfacht und ließ ihn nicht mehr los. Seit rund fünf Jahren ist er Mitbegründer des MTB Vereins Salzburg. Als Obmann-Stellvertreter eines der mitgliederstärksten Mountainbike-Vereine Österreichs verfolgt der 45-Jährige das Ziel, <a href="https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/weg-frei-fuer-mehr-legale-mountainbike-strecken-156545116" target="_blank">mehr legale Trails</a> – vor allem im Salzburger Zentralraum – zu ermöglichen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt "Hörli", wie ihn seine Freunde nennen, Einblicke in seine Leidenschaft, zeigt Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit auf und formuliert konkrete Wünsche an die Community und auch an die heimische Politik.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Andreas Hörlsberger: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Lass uns gleich mit der Königsfrage loslegen, Hörli: Über eine halbe Million Mountainbiker gibt es laut den letzten Erhebungen in Österreich – und dennoch fährt man hierzulande meist illegal. Warum ist das so?</strong></p><p><i>ANDREAS HÖRLSBERGER: Das ist relativ einfach erklären. Seit 1975 gibt es in Österreich ein Forstgesetz. Noch bevor dieses Gesetz in Kraft trat, war es ebenfalls nicht erlaubt, legal auf Berge zu gehen. Seitdem das Gesetz jedoch existiert, ist es legal, Berge zu betreten. Allerdings ist laut diesem Forstgesetz das Befahren von Wegen ausgeschlossen. Dies wurde damals festgelegt, um Motorräder und Autos von den Bergen fernzuhalten. Mountainbikes existierten damals noch nicht, sind jedoch ebenfalls vom Verbot betroffen, da sie als Fahrgeräte gelten und das Gesetz seit 1975 diesbezüglich nie angepasst wurde.</i></p><p><i>Das bedeutet, dass in Österreich das Befahren von Wegen mit dem Fahrrad illegal ist, sofern sie nicht explizit durch eine Vereinbarung, Beschilderung oder ähnliche Maßnahmen freigegeben wurden. Damit unterscheidet sich Österreich von fast allen anderen europäischen Ländern. In Deutschland beispielsweise sind grundsätzlich alle Wege für die Fahrradnutzung freigegeben, mit kleineren Einschränkungen je nach Bundesland und Wegbreite. In Österreich hingegen darf man nicht einmal Forststraßen mit dem Fahrrad befahren.</i></p><p><strong>Was braucht es, um mehr legale Trails zu eröffnen?</strong></p><p><i>Es gibt eine aktuelle Erhebung, dass das Netz der Forststraßen, wenn ich mich richtig erinnere, knapp 240.000 Kilometer umfasst, also fast doppelt so lang ist wie das Straßennetz. Das finde ich schon beeindruckend. Tatsächlich darf jedoch nur ein minimaler Bruchteil dieser Forststraßen legal mit dem Fahrrad befahren werden.</i></p><p><i>Ich bringe dazu immer ein plakatives Beispiel: Wenn ich mit dem Fahrrad eine Forststraße hinauffahre, darf der Jeep vor mir dort fahren, der Traktor hinter mir ebenso und die Familie dazwischen kann mit fünf Kindern und drei Hunden dort wandern. Ich hingegen bin mit dem Fahrrad der einzige, der dort illegal unterwegs ist. Als Nutzer erschließt sich mir das nicht wirklich.</i></p><p><i>Zumal man bedenken muss, dass ein sehr großer Prozentsatz der Forststraßen durch Steuergelder finanziert wurde. Dass dieses generelle Verbot des Fahrradfahrens auch Forststraßen einschließt, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar.</i></p><p><strong>Auf dem Berg treffen verschiedene Interessen aufeinander. Wie schafft man den Spagat zwischen freien Zugang zur Natur und Naturschutz?</strong></p><p><i>Richtig. Oft wird das Thema Naturschutz angesprochen, aber meiner Meinung nach nicht immer korrekt. Es gibt diverse Studien, speziell aus Kanada, aber mittlerweile auch aus dem europäischen Raum, die untersuchen, wie sich Fahrradfahrer und Mountainbikes auf die Natur und auf Wanderwege sowie Forststraßen auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auswirkungen vergleichbar mit denen von Wanderern sind.</i></p><p><i>Der einzige Unterschied besteht darin, dass Fahrradfahrer tendenziell etwas schneller unterwegs sind, wodurch das Wild etwas schneller flüchtet, aber dafür nicht so weit, weil der Fahrradfahrer auch schnell wieder weg ist. Im Endeffekt sind die Unterschiede vernachlässigbar.</i></p><p><i>Aus naturschutzrechtlicher Sicht wirkt sich jede Bewegung in der Natur auf die Umwelt aus und tendenziell nicht besonders positiv. Das betrifft jedoch jede Sportart und jeden Menschen, der sich in der Natur bewegt. Fahrradfahren ist dabei nicht schlimmer als andere Aktivitäten. Ich habe oft das Gefühl, dass es eher darum geht, alte Gewohnheiten beizubehalten und dass Veränderungen grundsätzlich nicht sehr willkommen sind, ohne dass es dafür wirklich fundierte Begründungen gibt.</i></p><p><strong>Der Großteil der Mountainbikerinnen und Mountainbiker lebt im urbanen Raum, der überwiegende Teil des bisher geschaffenen Angebotes liegt aber in den Tourismusregionen. Stichwort Nord- und Südgefälle in Salzburg. In Leogang, Saalbach etc gibt es Bikeparks, die weltweit anerkannt sind und Preise einheimsen. Im Zentralraum fehlen aber solche. Warum ist das so und ist eine Änderung in Sicht?</strong></p><p><i>Die Diskussion ist offener geworden, das stimmt. Grundsätzlich gilt: Je weiter man sich vom Zentralraum entfernt, desto einfacher werden die Einschränkungen handhabbar. Denn üblicherweise besitzen die Grundeigentümer in diesen Bereichen größere Flächen, und man hat tendenziell weniger Eigentümer, mit denen man sich einigen muss. Wenn es eine touristische Nutzung gibt, wie zum Beispiel in Leogang, ist das Interesse noch größer. Das macht die Angelegenheiten deutlich einfacher. Leogang erwirtschaftet im Sommer mittlerweile genauso viel wie im Winter, dank der Biketouristen. Das macht einen echten Unterschied.</i></p><p><i>Je näher man jedoch an die Städte und zentralen Bereiche kommt, desto komplizierter wird es. Ein Beispiel ist der Gaisberg: Wenn es kein touristisches Interesse gibt und es sich hauptsächlich um ein Angebot für die heimische Bevölkerung handelt, wird es üblicherweise schwieriger. Nichtsdestotrotz habe ich das deutliche Gefühl, dass sich die Diskussion insgesamt verbessert hat. Auf fast jeder Ebene gibt es Fortschritte. Der Alpenverein ist ein perfektes Beispiel: Vor zehn Jahren war er nicht unbedingt der größte Unterstützer des Mountainbikings, aber mittlerweile hat sich das gefühlt stark geändert und es gibt viele Unterstützer und positive Entwicklungen. Auch die zahlreichen Aufklärungsgespräche, die geführt werden, tragen Früchte.</i></p><p><strong>In Hallein </strong><a href="https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/vier-mountainbike-strecken-sollen-zukunft-der-halleiner-zinkenlifte-sichern-153379888" target="_blank"><strong>am Dürrnberg sollen bei der Liftstation neue Strecken</strong></a><strong> entstehen. Der Baustart im Herbst scheint ziemlich fix zu sein.</strong></p><p><i>Ich habe den Gaisberg schon mehrfach als meinen Endgegner bezeichnet. Ob dort tatsächlich etwas vorangeht, wage ich nicht mehr zu sagen. Vielleicht ergeben sich in Hallein neue Möglichkeiten, auch dafür gibt es Pläne. Zwar traue ich mich kaum, diese Formulierung zu nutzen, aber in Hallein sieht es sehr vielversprechend aus und hoffentlich wird mir das nicht auf den Kopf fallen.</i></p><p><i>In Hallein gibt es die Zinkenlifte und die Betreiber sind sehr offen dafür, dort etwas zu unternehmen. Der Plan ist, noch diesen Herbst zu beginnen. Es fehlen noch ein, zwei kleine Genehmigungen, aber wir sind beratend tätig und wenn nichts Größeres dazwischenkommt, gibt es nächstes Jahr legale Trails, die mit dem Lift erreichbar sind. Damit wäre eine weitere Möglichkeit im Zentralraum geschaffen.</i></p><p><strong>Stichwort Gaisberg: Euer Ziel war es, legale Trails auf dem Salzburger Hausberg zu ermöglichen. Plädiert ihr in eurem Verein dafür, illegale Trails zu vermeiden?</strong></p><p><i>Wir plädieren dafür, dass man sich vernünftig und rücksichtsvoll verhält, wenn man sich in Bereichen bewegt, in denen dies offiziell nicht gestattet ist. Wenn mich jemand aus meiner Gruppe fragt, ob er an einem sonnigen Samstagnachmittag um 15 Uhr den Büffelsteig hinunterfahren und dabei seine Geschwindigkeit testen soll, dann sage ich natürlich dreimal nein.</i></p><p><i>Wenn mich jedoch jemand fragt, ob er an einem Wochentag um 7 Uhr früh den Gaisberg-Wanderweg ausprobieren darf, dann bin ich der Letzte, der sagt, das soll er auf keinen Fall tun. Es wäre einfach unrealistisch, dies strikt zu verbieten, da es kaum Alternativen gibt. Und die Leute fahren ja trotzdem, auch wenn es illegal ist.</i></p><p><strong>Wenn du einen Wunsch zum Thema Mountainbike freihättest, wie würde dieser lauten?</strong></p><p><i>Mein Wunsch wäre, dass ich und wir als Community – angefangen bei meinem Sohn und meiner Frau bis hin zu jedem, der gerne Rad fährt – dies auch legal direkt vor der Haustür tun könnten. Dass es ein Miteinander auf dem Berg gibt und der Unterschied nicht darin besteht, ob man Wanderstiefel trägt oder Reifen unter sich hat, sondern dass alle die Natur gemeinsam genießen können und dass es ein entsprechendes Setup dafür gibt.</i></p><p><i>Ob das durch Gesetzesänderungen im größeren Stil oder durch Einzelvereinbarungen geschieht, ist mir relativ egal, der Outcome wäre wichtiger. Dass ich nicht verstohlen hinter mich schauen muss, ob mich jemand sieht, wenn ich mal wieder einen Wanderweg fahre, den ich ohnehin regelmäßig benutze.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächste Woche ist Ex-NEOS-Politikerin Andrea Klammbauer vom bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 8 Sep 2024 01:15:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Hörlsberger ist seit fast 15 Jahren mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs. Auslöser für seine Leidenschaft war ein guter Freund, der ihn auf einen illegalen Trail mitnahm. Das Feuer für den Zweiradsport war bei dem gebürtigen Salzburger sofort entfacht und ließ ihn nicht mehr los. Seit rund fünf Jahren ist er Mitbegründer des MTB Vereins Salzburg. Als Obmann-Stellvertreter eines der mitgliederstärksten Mountainbike-Vereine Österreichs verfolgt der 45-Jährige das Ziel, <a href="https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/weg-frei-fuer-mehr-legale-mountainbike-strecken-156545116" target="_blank">mehr legale Trails</a> – vor allem im Salzburger Zentralraum – zu ermöglichen.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt "Hörli", wie ihn seine Freunde nennen, Einblicke in seine Leidenschaft, zeigt Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit auf und formuliert konkrete Wünsche an die Community und auch an die heimische Politik.</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Andreas Hörlsberger: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Lass uns gleich mit der Königsfrage loslegen, Hörli: Über eine halbe Million Mountainbiker gibt es laut den letzten Erhebungen in Österreich – und dennoch fährt man hierzulande meist illegal. Warum ist das so?</strong></p><p><i>ANDREAS HÖRLSBERGER: Das ist relativ einfach erklären. Seit 1975 gibt es in Österreich ein Forstgesetz. Noch bevor dieses Gesetz in Kraft trat, war es ebenfalls nicht erlaubt, legal auf Berge zu gehen. Seitdem das Gesetz jedoch existiert, ist es legal, Berge zu betreten. Allerdings ist laut diesem Forstgesetz das Befahren von Wegen ausgeschlossen. Dies wurde damals festgelegt, um Motorräder und Autos von den Bergen fernzuhalten. Mountainbikes existierten damals noch nicht, sind jedoch ebenfalls vom Verbot betroffen, da sie als Fahrgeräte gelten und das Gesetz seit 1975 diesbezüglich nie angepasst wurde.</i></p><p><i>Das bedeutet, dass in Österreich das Befahren von Wegen mit dem Fahrrad illegal ist, sofern sie nicht explizit durch eine Vereinbarung, Beschilderung oder ähnliche Maßnahmen freigegeben wurden. Damit unterscheidet sich Österreich von fast allen anderen europäischen Ländern. In Deutschland beispielsweise sind grundsätzlich alle Wege für die Fahrradnutzung freigegeben, mit kleineren Einschränkungen je nach Bundesland und Wegbreite. In Österreich hingegen darf man nicht einmal Forststraßen mit dem Fahrrad befahren.</i></p><p><strong>Was braucht es, um mehr legale Trails zu eröffnen?</strong></p><p><i>Es gibt eine aktuelle Erhebung, dass das Netz der Forststraßen, wenn ich mich richtig erinnere, knapp 240.000 Kilometer umfasst, also fast doppelt so lang ist wie das Straßennetz. Das finde ich schon beeindruckend. Tatsächlich darf jedoch nur ein minimaler Bruchteil dieser Forststraßen legal mit dem Fahrrad befahren werden.</i></p><p><i>Ich bringe dazu immer ein plakatives Beispiel: Wenn ich mit dem Fahrrad eine Forststraße hinauffahre, darf der Jeep vor mir dort fahren, der Traktor hinter mir ebenso und die Familie dazwischen kann mit fünf Kindern und drei Hunden dort wandern. Ich hingegen bin mit dem Fahrrad der einzige, der dort illegal unterwegs ist. Als Nutzer erschließt sich mir das nicht wirklich.</i></p><p><i>Zumal man bedenken muss, dass ein sehr großer Prozentsatz der Forststraßen durch Steuergelder finanziert wurde. Dass dieses generelle Verbot des Fahrradfahrens auch Forststraßen einschließt, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar.</i></p><p><strong>Auf dem Berg treffen verschiedene Interessen aufeinander. Wie schafft man den Spagat zwischen freien Zugang zur Natur und Naturschutz?</strong></p><p><i>Richtig. Oft wird das Thema Naturschutz angesprochen, aber meiner Meinung nach nicht immer korrekt. Es gibt diverse Studien, speziell aus Kanada, aber mittlerweile auch aus dem europäischen Raum, die untersuchen, wie sich Fahrradfahrer und Mountainbikes auf die Natur und auf Wanderwege sowie Forststraßen auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auswirkungen vergleichbar mit denen von Wanderern sind.</i></p><p><i>Der einzige Unterschied besteht darin, dass Fahrradfahrer tendenziell etwas schneller unterwegs sind, wodurch das Wild etwas schneller flüchtet, aber dafür nicht so weit, weil der Fahrradfahrer auch schnell wieder weg ist. Im Endeffekt sind die Unterschiede vernachlässigbar.</i></p><p><i>Aus naturschutzrechtlicher Sicht wirkt sich jede Bewegung in der Natur auf die Umwelt aus und tendenziell nicht besonders positiv. Das betrifft jedoch jede Sportart und jeden Menschen, der sich in der Natur bewegt. Fahrradfahren ist dabei nicht schlimmer als andere Aktivitäten. Ich habe oft das Gefühl, dass es eher darum geht, alte Gewohnheiten beizubehalten und dass Veränderungen grundsätzlich nicht sehr willkommen sind, ohne dass es dafür wirklich fundierte Begründungen gibt.</i></p><p><strong>Der Großteil der Mountainbikerinnen und Mountainbiker lebt im urbanen Raum, der überwiegende Teil des bisher geschaffenen Angebotes liegt aber in den Tourismusregionen. Stichwort Nord- und Südgefälle in Salzburg. In Leogang, Saalbach etc gibt es Bikeparks, die weltweit anerkannt sind und Preise einheimsen. Im Zentralraum fehlen aber solche. Warum ist das so und ist eine Änderung in Sicht?</strong></p><p><i>Die Diskussion ist offener geworden, das stimmt. Grundsätzlich gilt: Je weiter man sich vom Zentralraum entfernt, desto einfacher werden die Einschränkungen handhabbar. Denn üblicherweise besitzen die Grundeigentümer in diesen Bereichen größere Flächen, und man hat tendenziell weniger Eigentümer, mit denen man sich einigen muss. Wenn es eine touristische Nutzung gibt, wie zum Beispiel in Leogang, ist das Interesse noch größer. Das macht die Angelegenheiten deutlich einfacher. Leogang erwirtschaftet im Sommer mittlerweile genauso viel wie im Winter, dank der Biketouristen. Das macht einen echten Unterschied.</i></p><p><i>Je näher man jedoch an die Städte und zentralen Bereiche kommt, desto komplizierter wird es. Ein Beispiel ist der Gaisberg: Wenn es kein touristisches Interesse gibt und es sich hauptsächlich um ein Angebot für die heimische Bevölkerung handelt, wird es üblicherweise schwieriger. Nichtsdestotrotz habe ich das deutliche Gefühl, dass sich die Diskussion insgesamt verbessert hat. Auf fast jeder Ebene gibt es Fortschritte. Der Alpenverein ist ein perfektes Beispiel: Vor zehn Jahren war er nicht unbedingt der größte Unterstützer des Mountainbikings, aber mittlerweile hat sich das gefühlt stark geändert und es gibt viele Unterstützer und positive Entwicklungen. Auch die zahlreichen Aufklärungsgespräche, die geführt werden, tragen Früchte.</i></p><p><strong>In Hallein </strong><a href="https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/vier-mountainbike-strecken-sollen-zukunft-der-halleiner-zinkenlifte-sichern-153379888" target="_blank"><strong>am Dürrnberg sollen bei der Liftstation neue Strecken</strong></a><strong> entstehen. Der Baustart im Herbst scheint ziemlich fix zu sein.</strong></p><p><i>Ich habe den Gaisberg schon mehrfach als meinen Endgegner bezeichnet. Ob dort tatsächlich etwas vorangeht, wage ich nicht mehr zu sagen. Vielleicht ergeben sich in Hallein neue Möglichkeiten, auch dafür gibt es Pläne. Zwar traue ich mich kaum, diese Formulierung zu nutzen, aber in Hallein sieht es sehr vielversprechend aus und hoffentlich wird mir das nicht auf den Kopf fallen.</i></p><p><i>In Hallein gibt es die Zinkenlifte und die Betreiber sind sehr offen dafür, dort etwas zu unternehmen. Der Plan ist, noch diesen Herbst zu beginnen. Es fehlen noch ein, zwei kleine Genehmigungen, aber wir sind beratend tätig und wenn nichts Größeres dazwischenkommt, gibt es nächstes Jahr legale Trails, die mit dem Lift erreichbar sind. Damit wäre eine weitere Möglichkeit im Zentralraum geschaffen.</i></p><p><strong>Stichwort Gaisberg: Euer Ziel war es, legale Trails auf dem Salzburger Hausberg zu ermöglichen. Plädiert ihr in eurem Verein dafür, illegale Trails zu vermeiden?</strong></p><p><i>Wir plädieren dafür, dass man sich vernünftig und rücksichtsvoll verhält, wenn man sich in Bereichen bewegt, in denen dies offiziell nicht gestattet ist. Wenn mich jemand aus meiner Gruppe fragt, ob er an einem sonnigen Samstagnachmittag um 15 Uhr den Büffelsteig hinunterfahren und dabei seine Geschwindigkeit testen soll, dann sage ich natürlich dreimal nein.</i></p><p><i>Wenn mich jedoch jemand fragt, ob er an einem Wochentag um 7 Uhr früh den Gaisberg-Wanderweg ausprobieren darf, dann bin ich der Letzte, der sagt, das soll er auf keinen Fall tun. Es wäre einfach unrealistisch, dies strikt zu verbieten, da es kaum Alternativen gibt. Und die Leute fahren ja trotzdem, auch wenn es illegal ist.</i></p><p><strong>Wenn du einen Wunsch zum Thema Mountainbike freihättest, wie würde dieser lauten?</strong></p><p><i>Mein Wunsch wäre, dass ich und wir als Community – angefangen bei meinem Sohn und meiner Frau bis hin zu jedem, der gerne Rad fährt – dies auch legal direkt vor der Haustür tun könnten. Dass es ein Miteinander auf dem Berg gibt und der Unterschied nicht darin besteht, ob man Wanderstiefel trägt oder Reifen unter sich hat, sondern dass alle die Natur gemeinsam genießen können und dass es ein entsprechendes Setup dafür gibt.</i></p><p><i>Ob das durch Gesetzesänderungen im größeren Stil oder durch Einzelvereinbarungen geschieht, ist mir relativ egal, der Outcome wäre wichtiger. Dass ich nicht verstohlen hinter mich schauen muss, ob mich jemand sieht, wenn ich mal wieder einen Wanderweg fahre, den ich ohnehin regelmäßig benutze.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächste Woche ist Ex-NEOS-Politikerin Andrea Klammbauer vom bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:title>MTB-Experte Andreas Hörlsberger im Sonntagstalk</itunes:title>
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      <itunes:summary>Mountainbiken hat sich nach Jahren des Hypes als Breitensport entwickelt. Dennoch gibt es im Salzburger Zentralraum kaum legale Strecken. Wir sprachen mit Andreas Hörlsberger, Obmann-Stellvertreter des MTB Vereins Salzburg, über die illegale Nutzung der Forstwege, neue realistische Projekte und seine Wünsche an die Community.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Mountainbiken hat sich nach Jahren des Hypes als Breitensport entwickelt. Dennoch gibt es im Salzburger Zentralraum kaum legale Strecken. Wir sprachen mit Andreas Hörlsberger, Obmann-Stellvertreter des MTB Vereins Salzburg, über die illegale Nutzung der Forstwege, neue realistische Projekte und seine Wünsche an die Community.</itunes:subtitle>
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      <title>Fremdenführerin Brigitte Sebald im Sonntagstalk</title>
      <description><![CDATA[<p>Brigitte Sebald vom Verein <a href="https://www.salzburg-guide.at/" target="_blank">Salzburg Guide Service</a> ist seit mittlerweile über 40 Jahren als staatlich geprüfte Fremdenführerin in und um die Landeshauptstadt tätig. Unzähligen Touristinnen und Touristen hat sie bereits die entlegensten Ecken der Salzburger Altstadt gezeigt. Noch immer hat sie große Freude an ihrem Beruf – auch wenn es in den vergangenen Jahren eine "negative Veränderung" gegeben habe.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt Brigitte Sebald Einblicke in ihre Arbeit, zeigt Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit auf und formuliert konkrete Wünsche an die Stadtpolitik.</p><p><i>Sonntagstalk mit Brigitte Sebald: Auszug zum Nachlesen</i></p><p><strong>SALZBURG24: Was macht den Beruf der Fremdenführerin so besonders?</strong></p><p><i>BRIGITTE SEBALD: Zum einen, dass ich meine Hobbys Geschichte und Kunstgeschichte als Beruf ausleben kann, dass ich nie auslerne, dass ich ständig was dazu lerne, dass ich von Gästen einfach verschiedene Blickwinkel bekomme, aus denen sie die Stadt sehen und wofür sie Interesse haben und dadurch Dinge nachschaue, mit denen ich mich früher vielleicht nie beschäftigt hätte.</i></p><p><i>Die Stadt ist einfach ein Wahnsinn. Ich sage immer, es ist eine Stadt der Einblicke, der Ausblicke und der Durchblicke. Es ist eine dermaßen schöne Stadt und ich habe gern mit Menschen zu tun. Ich bin sehr offen und gehe gern auf Menschen zu und das spüren die Gäste auch.</i></p><p><strong>Wie hat sich der Stadttourismus in den letzten Jahrzehnten verändert?</strong></p><p><i>Also ich persönlich habe das Gefühl, dass es in vielerlei Hinsicht doch eine etwas negative Veränderung gegeben hat. Zum einen habe ich das Gefühl, dass wir als Kolleginnen und Kollegen früher eine viel eingeschworenere Gemeinschaft waren. Wir waren unwahrscheinliche Idealisten, wir haben uns Dinge erarbeitet, wir sind gemeinsam irgendwohin hingefahren. Es ist heute schon generell die Tendenz, dass man sich nicht so hineinkniet beziehungsweise nicht bereit ist, eine halbe Stunde länger zu führen, weil die Gruppe halt gerade interessiert ist. Und das sind Dinge, die mich ein bisschen traurig stimmen.</i></p><p><i>Und was die Stadt betrifft: In den letzten Jahren vor Corona haben uns asiatische Gruppen wirklich das Leben zur Hölle gemacht. Also mir persönlich schon, nämlich in Form eines rücksichtslosen, sehr rüpelhaften Benehmens. Ich versuche mich immer irgendwo auf die Seite zu stellen, dass ich zum einen die Salzburger nicht störe, weil ich versuche schon immer gutes Einvernehmen auch mit der Bevölkerung zu haben. Und auch weil ich in Ruhe erklären möchte. Selbst in ruhigen Ecken sind sie durchgelaufen durch meine Gruppen, haben laut rundherum geschrien und was sie im Dom alles aufgeführt haben, darüber möchte ich gar nicht reden. Ich war 2019 so weit, dass ich gesagt habe, wenn das so weitergeht, dann lasse ich es, dann übe ich den Beruf nicht mehr aus, weil das ist mir einfach zu viel.</i></p><p><strong>Was halten Sie von der diskutierten Eintrittsgebühr für die Altstadt oder der Auflassung eines Reisebus-Terminals?</strong></p><p><i>Ich glaube, dass eine Eintrittsgebühr wie in Venedig keinen Menschen abschreckt. Was die Reisebusse betrifft, bin ich naturgemäß nicht der Meinung, dass man die an den Rand verbannen soll. Wir hatten dieses Shuttle-System schon einmal vor ca. 20 Jahren und das ist mit Bomben und Granaten gescheitert. Und es ist für mich absolut sinnlos, dass Gäste von einem Bus in den anderen umsteigen. Also ich muss ehrlich sagen, ich verstehe den Sinn nicht. Und das haben die früheren Stadtpolitiker schon sehr wohl gesehen, dass es nicht die Reisebusse sind, die den Verkehr blockieren, sondern es sind die Individualgäste. Eine Familie hat es dort zehnmal leichter, wenn sie draußen stehen bleibt und dann in einen Shuttlebus steigt und gemütlich durch die Stadt spaziert. Dieses Ticket ist ja wirklich nicht teuer, wenn ich für fünf Euro das Auto da draußen habe auf einem überwachten Parkplatz und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hereinfahren kann. Das macht Sinn. Ich glaube, dass dieses System mit den Timeslots eigentlich ein gutes System ist. Und das müsste man halt doch ein bisschen stärker kontrollieren.</i></p><p><strong>Gibt es eigentlich noch eine Zeit in Salzburg, wo wirklich wenig los ist?</strong></p><p><i>So richtig wenig los ist am ehesten in den ersten drei Monaten des Jahres, weil da haben wir Skiurlauber, die, wenn kein Schnee oder der Schnee schlecht ist, einmal einen Tag kommen. Aber da ist es wirklich relativ ruhig, wobei für uns die Mozartwoche schon auch wieder Publikum bringt, die wir gerne führen. Aber ich muss auch sagen, jetzt gerade jetzt in der Festspielzeit, es ist so schön, am Abend durch die Stadt zu gehen. Und wenn man die Stadt kennt, dann kann man auch immer wieder in die Stille abtauchen. Aber da muss man halt die Stadt ein bisschen kennen. Und ich finde das Flair zur Festspielzeit sehr schön. Also ich genieße es.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächste Woche ist Andreas Hörlsberger vom Verein Mountainbike Salzburg bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 1 Sep 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Noch immer hat sie große Freude an ihrem Beruf – auch wenn es in den vergangenen Jahren eine "negative Veränderung" gegeben habe.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 gibt Brigitte Sebald Einblicke in ihre Arbeit, zeigt Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit auf und formuliert konkrete Wünsche an die Stadtpolitik.</p><p><i>Sonntagstalk mit Brigitte Sebald: Auszug zum Nachlesen</i></p><p><strong>SALZBURG24: Was macht den Beruf der Fremdenführerin so besonders?</strong></p><p><i>BRIGITTE SEBALD: Zum einen, dass ich meine Hobbys Geschichte und Kunstgeschichte als Beruf ausleben kann, dass ich nie auslerne, dass ich ständig was dazu lerne, dass ich von Gästen einfach verschiedene Blickwinkel bekomme, aus denen sie die Stadt sehen und wofür sie Interesse haben und dadurch Dinge nachschaue, mit denen ich mich früher vielleicht nie beschäftigt hätte.</i></p><p><i>Die Stadt ist einfach ein Wahnsinn. Ich sage immer, es ist eine Stadt der Einblicke, der Ausblicke und der Durchblicke. Es ist eine dermaßen schöne Stadt und ich habe gern mit Menschen zu tun. Ich bin sehr offen und gehe gern auf Menschen zu und das spüren die Gäste auch.</i></p><p><strong>Wie hat sich der Stadttourismus in den letzten Jahrzehnten verändert?</strong></p><p><i>Also ich persönlich habe das Gefühl, dass es in vielerlei Hinsicht doch eine etwas negative Veränderung gegeben hat. Zum einen habe ich das Gefühl, dass wir als Kolleginnen und Kollegen früher eine viel eingeschworenere Gemeinschaft waren. Wir waren unwahrscheinliche Idealisten, wir haben uns Dinge erarbeitet, wir sind gemeinsam irgendwohin hingefahren. Es ist heute schon generell die Tendenz, dass man sich nicht so hineinkniet beziehungsweise nicht bereit ist, eine halbe Stunde länger zu führen, weil die Gruppe halt gerade interessiert ist. Und das sind Dinge, die mich ein bisschen traurig stimmen.</i></p><p><i>Und was die Stadt betrifft: In den letzten Jahren vor Corona haben uns asiatische Gruppen wirklich das Leben zur Hölle gemacht. Also mir persönlich schon, nämlich in Form eines rücksichtslosen, sehr rüpelhaften Benehmens. Ich versuche mich immer irgendwo auf die Seite zu stellen, dass ich zum einen die Salzburger nicht störe, weil ich versuche schon immer gutes Einvernehmen auch mit der Bevölkerung zu haben. Und auch weil ich in Ruhe erklären möchte. Selbst in ruhigen Ecken sind sie durchgelaufen durch meine Gruppen, haben laut rundherum geschrien und was sie im Dom alles aufgeführt haben, darüber möchte ich gar nicht reden. Ich war 2019 so weit, dass ich gesagt habe, wenn das so weitergeht, dann lasse ich es, dann übe ich den Beruf nicht mehr aus, weil das ist mir einfach zu viel.</i></p><p><strong>Was halten Sie von der diskutierten Eintrittsgebühr für die Altstadt oder der Auflassung eines Reisebus-Terminals?</strong></p><p><i>Ich glaube, dass eine Eintrittsgebühr wie in Venedig keinen Menschen abschreckt. Was die Reisebusse betrifft, bin ich naturgemäß nicht der Meinung, dass man die an den Rand verbannen soll. Wir hatten dieses Shuttle-System schon einmal vor ca. 20 Jahren und das ist mit Bomben und Granaten gescheitert. Und es ist für mich absolut sinnlos, dass Gäste von einem Bus in den anderen umsteigen. Also ich muss ehrlich sagen, ich verstehe den Sinn nicht. Und das haben die früheren Stadtpolitiker schon sehr wohl gesehen, dass es nicht die Reisebusse sind, die den Verkehr blockieren, sondern es sind die Individualgäste. Eine Familie hat es dort zehnmal leichter, wenn sie draußen stehen bleibt und dann in einen Shuttlebus steigt und gemütlich durch die Stadt spaziert. Dieses Ticket ist ja wirklich nicht teuer, wenn ich für fünf Euro das Auto da draußen habe auf einem überwachten Parkplatz und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hereinfahren kann. Das macht Sinn. Ich glaube, dass dieses System mit den Timeslots eigentlich ein gutes System ist. Und das müsste man halt doch ein bisschen stärker kontrollieren.</i></p><p><strong>Gibt es eigentlich noch eine Zeit in Salzburg, wo wirklich wenig los ist?</strong></p><p><i>So richtig wenig los ist am ehesten in den ersten drei Monaten des Jahres, weil da haben wir Skiurlauber, die, wenn kein Schnee oder der Schnee schlecht ist, einmal einen Tag kommen. Aber da ist es wirklich relativ ruhig, wobei für uns die Mozartwoche schon auch wieder Publikum bringt, die wir gerne führen. Aber ich muss auch sagen, jetzt gerade jetzt in der Festspielzeit, es ist so schön, am Abend durch die Stadt zu gehen. Und wenn man die Stadt kennt, dann kann man auch immer wieder in die Stille abtauchen. Aber da muss man halt die Stadt ein bisschen kennen. Und ich finde das Flair zur Festspielzeit sehr schön. Also ich genieße es.</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's jede Woche. Nächste Woche ist Andreas Hörlsberger vom Verein Mountainbike Salzburg bei uns zu Gast – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:summary>Die Stadt Salzburg ist und bleibt ein Touristenmagnet – vor allem in der jetzt zu Ende gegangenen Festspielzeit, wenn sich die Menschenmassen durch die engen Gassen der Altstadt schieben. Wir haben im Sonntagstalk mit Fremdenführerin Brigitte Sebald über die Entwicklung des Stadt-Tourismus, eine mögliche Eintrittsgebühr sowie Benimmregeln und die nicht enden wollende Debatte um Reisebusse gesprochen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Die Stadt Salzburg ist und bleibt ein Touristenmagnet – vor allem in der jetzt zu Ende gegangenen Festspielzeit, wenn sich die Menschenmassen durch die engen Gassen der Altstadt schieben. Wir haben im Sonntagstalk mit Fremdenführerin Brigitte Sebald über die Entwicklung des Stadt-Tourismus, eine mögliche Eintrittsgebühr sowie Benimmregeln und die nicht enden wollende Debatte um Reisebusse gesprochen.</itunes:subtitle>
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      <title>Florian Niederseer: &quot;Queere Kultur und Tradition sind keine Gegensätze&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Seit rund vier Jahren macht der Verein „Heublumen“ den Pinzgau bunt – heuer gab es sogar gleich zwei Pride-Paraden in dem Gau. Ins Leben gerufen wurde der Verein von Florian Niederseer, um queeren Menschen am Land zu zeigen, „dass sie auch abseits von Städten nicht alleine sind“.</p><p>Sowohl für Tradition als auch Diversität steht auch das Markenzeichen des Vereins: „Ich kenne das von mir daheim in Unken, wenn ich im Sommer aus dem Fenster schau und alles wahrnehme, rieche ich auch das Heu. Das ist für mich das Gefühl, am Land aufzuwachsen“, erzählt Niederseer. Und dieses Bild sollte mit der Diversität der queeren Community verbunden werden. „Wenn man sich Heublumen anschaut, merkt man, das ist nicht nur eine Art von Blume, sondern ein Gemisch aus verschiedensten Blüten.“ Das Bild der Heublumen habe somit die Vision des Vereins perfekt auf den Punkt gebracht.</p><p>Was der Verein bisher für die Community und auch für Niederseer persönlich bewegt hat und warum er mittlerweile enger als je zuvor mit seiner Heimat Unken verbunden ist, erzählt er im Podcast. Hört rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Florian Niederseer: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Lederhose und Regenbogen – das ist ja doch eine etwas ungewöhnliche Kombination. Wie passt das für dich zusammen und welche Bedeutung steht dahinter?</strong></p><p><i>Florian Niederseer: Wir haben schon bei der ersten Unken Pride, die wir in Tracht veranstaltet haben, oft gehört „Ihr verschandelt damit doch die Traditionskultur“. Am Ende des Tages ist aber Trachtengewand – Lederhose, Dirndl – da für die Leute, da für alle. Wir wollen damit zeigen, dass queere Kultur und queere Menschen genauso einen Platz am Land haben.</i></p><p><strong>Das zeichnet auch ein Bild vom Innergebirg, das man so vielleicht nicht kennt und diese Gegensätze scheinen dort ziemlich harmonisch zu existieren, oder?</strong></p><p><i>Absolut. Harmonisch in der Hinsicht, dass es nicht einmal unbedingt Gegensätze sind, sondern Teile einer Gesellschaft. Man hat oft den Gedanken, dass am Land eben alles noch so traditionell ist. Queer und traditionell schließt sich aber nicht aus, vielmehr sind es zwei Seiten einer Münze.</i></p><p><strong>Wie war es für dich im Innergebirg aufzuwachsen?</strong></p><p><i>Ich würde sagen, das Aufwachsen war für mich schwer, ganz ehrlich. Queer zu sein wurde vor allem in meinem frühen Teenager-Alter schwierig, als mich Leute verbal und auf anderen Wegen „angegangen“ sind. Das führt dazu, dass man sich plötzlich nicht mehr so wohlfühlt, wenn man zum Beispiel im Ort auf ein Waldfest geht und Leute einen blöd anmachen oder auch mal mit einem Bier anschütten. Das ist für mich immer noch so ein Kernerlebnis, für die Person war es wahrscheinlich eine Kleinigkeit, aber für mich war das der Moment, in dem ich mich gefragt habe, ob ich in meiner Heimat überhaupt willkommen bin.</i></p><p><strong>Wie ist es jetzt in deiner Heimat für dich? Hast du deinen Platz gefunden und dein Wohlbefinden zurückerlangt?</strong></p><p><i>Meinen Platz daheim wiederzufinden, war ein Kampf – ist es auch noch immer. Auch durch die Distanz vom leben außerhalb. Aber ich habe für mich gesagt „ich bin von hier und ich möchte diesen Teil meiner Identität nicht wegwerfen oder aufgeben“, weil das etwas ist, was mich in verschiedener Hinsicht ausmacht. Spannenderweise hat mein aktivistisches Engagement dazu geführt, dass ich jetzt so gut in der Gesellschaft meiner Heimat verankert bin, wie nie zuvor. Plötzlich bin ich mit den Leuten ins Reden gekommen, sei es um zu fragen, ob wir einen Stammtisch in ihrem Lokal veranstalten dürfen oder uns von ihnen ein Zelt für die Unken Pride ausleihen können. Und ich merke seither, dass ich mich so präsent und willkommen in meiner Heimat fühle wie nie zuvor.</i></p><p><i>​​Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 18. August, erzählt uns Susanne Hummel-Lirsch, Leiterin des Saftladens in der Stadt Salzburg, wie die Einrichtung Menschen in den unterschiedlichsten Problemlagen Hilfestellungen bietet. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 25 Aug 2024 10:14:41 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/florian-niederseer-queere-kultur-und-tradition-sind-keine-gegensatze-VTwcc2YM</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Seit rund vier Jahren macht der Verein „Heublumen“ den Pinzgau bunt – heuer gab es sogar gleich zwei Pride-Paraden in dem Gau. Ins Leben gerufen wurde der Verein von Florian Niederseer, um queeren Menschen am Land zu zeigen, „dass sie auch abseits von Städten nicht alleine sind“.</p><p>Sowohl für Tradition als auch Diversität steht auch das Markenzeichen des Vereins: „Ich kenne das von mir daheim in Unken, wenn ich im Sommer aus dem Fenster schau und alles wahrnehme, rieche ich auch das Heu. Das ist für mich das Gefühl, am Land aufzuwachsen“, erzählt Niederseer. Und dieses Bild sollte mit der Diversität der queeren Community verbunden werden. „Wenn man sich Heublumen anschaut, merkt man, das ist nicht nur eine Art von Blume, sondern ein Gemisch aus verschiedensten Blüten.“ Das Bild der Heublumen habe somit die Vision des Vereins perfekt auf den Punkt gebracht.</p><p>Was der Verein bisher für die Community und auch für Niederseer persönlich bewegt hat und warum er mittlerweile enger als je zuvor mit seiner Heimat Unken verbunden ist, erzählt er im Podcast. Hört rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Florian Niederseer: Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Lederhose und Regenbogen – das ist ja doch eine etwas ungewöhnliche Kombination. Wie passt das für dich zusammen und welche Bedeutung steht dahinter?</strong></p><p><i>Florian Niederseer: Wir haben schon bei der ersten Unken Pride, die wir in Tracht veranstaltet haben, oft gehört „Ihr verschandelt damit doch die Traditionskultur“. Am Ende des Tages ist aber Trachtengewand – Lederhose, Dirndl – da für die Leute, da für alle. Wir wollen damit zeigen, dass queere Kultur und queere Menschen genauso einen Platz am Land haben.</i></p><p><strong>Das zeichnet auch ein Bild vom Innergebirg, das man so vielleicht nicht kennt und diese Gegensätze scheinen dort ziemlich harmonisch zu existieren, oder?</strong></p><p><i>Absolut. Harmonisch in der Hinsicht, dass es nicht einmal unbedingt Gegensätze sind, sondern Teile einer Gesellschaft. Man hat oft den Gedanken, dass am Land eben alles noch so traditionell ist. Queer und traditionell schließt sich aber nicht aus, vielmehr sind es zwei Seiten einer Münze.</i></p><p><strong>Wie war es für dich im Innergebirg aufzuwachsen?</strong></p><p><i>Ich würde sagen, das Aufwachsen war für mich schwer, ganz ehrlich. Queer zu sein wurde vor allem in meinem frühen Teenager-Alter schwierig, als mich Leute verbal und auf anderen Wegen „angegangen“ sind. Das führt dazu, dass man sich plötzlich nicht mehr so wohlfühlt, wenn man zum Beispiel im Ort auf ein Waldfest geht und Leute einen blöd anmachen oder auch mal mit einem Bier anschütten. Das ist für mich immer noch so ein Kernerlebnis, für die Person war es wahrscheinlich eine Kleinigkeit, aber für mich war das der Moment, in dem ich mich gefragt habe, ob ich in meiner Heimat überhaupt willkommen bin.</i></p><p><strong>Wie ist es jetzt in deiner Heimat für dich? Hast du deinen Platz gefunden und dein Wohlbefinden zurückerlangt?</strong></p><p><i>Meinen Platz daheim wiederzufinden, war ein Kampf – ist es auch noch immer. Auch durch die Distanz vom leben außerhalb. Aber ich habe für mich gesagt „ich bin von hier und ich möchte diesen Teil meiner Identität nicht wegwerfen oder aufgeben“, weil das etwas ist, was mich in verschiedener Hinsicht ausmacht. Spannenderweise hat mein aktivistisches Engagement dazu geführt, dass ich jetzt so gut in der Gesellschaft meiner Heimat verankert bin, wie nie zuvor. Plötzlich bin ich mit den Leuten ins Reden gekommen, sei es um zu fragen, ob wir einen Stammtisch in ihrem Lokal veranstalten dürfen oder uns von ihnen ein Zelt für die Unken Pride ausleihen können. Und ich merke seither, dass ich mich so präsent und willkommen in meiner Heimat fühle wie nie zuvor.</i></p><p><i>​​Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 18. August, erzählt uns Susanne Hummel-Lirsch, Leiterin des Saftladens in der Stadt Salzburg, wie die Einrichtung Menschen in den unterschiedlichsten Problemlagen Hilfestellungen bietet. Einfach reinhören!</i></p>
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      <itunes:summary>Wie passen Lederhose und Regenbogen zusammen? Und warum steht queere Kultur am Land im Zeichen der Heublumen? Darüber und wie es ist, als queere Person im Pinzgau aufzuwachsen, haben wir im Podcast mit Florian Niederseer, Obmann des Vereins „Heublumen“ gesprochen. Außerdem erfahrt ihr, mit welchen drei Worten er die LGBTQIA-Community im Innergbirg beschreiben würde. </itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Wie passen Lederhose und Regenbogen zusammen? Und warum steht queere Kultur am Land im Zeichen der Heublumen? Darüber und wie es ist, als queere Person im Pinzgau aufzuwachsen, haben wir im Podcast mit Florian Niederseer, Obmann des Vereins „Heublumen“ gesprochen. Außerdem erfahrt ihr, mit welchen drei Worten er die LGBTQIA-Community im Innergbirg beschreiben würde. </itunes:subtitle>
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      <title>Glücksforscher Anton Bucher: &quot;Die Melancholie kann unser Leben enorm vertiefen&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Es ist eine ganz eigene Stimmungslage, die viele Menschen immer wieder ergreift. Der Blues. Und wenn du ihn hast, dann hat er dich. Oft ergreift dich eine ganze Horde an Gefühlen und Emotionen. Du bist traurig und gleichzeitig dankbar, du bist schwermütig, nachdenklich, sensibel und fühlst gleichzeitig so etwas wie Zufriedenheit. Bittersüß eben. Die Melancholie ist der Same des Glücks, sagt der Salzburger Glücksforscher Anton Bucher im Sonntagstalk mit SALZBURG24. Dankbarkeit, Ehrfurcht vor dem Leben und Realitätssinn gelten dabei als nahrhafter Boden, in dem der Same gedeihen kann.</p><p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_A._Bucher" target="_blank">Anton Bucher</a> (63) ist Theologe, Pädagoge und Buchautor. Der gebürtige Schweizer lebt und lehrt seit rund 30 Jahren in Salzburg. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Erforschung der Psychologie von Spiritualität und Religiosität.</p><h1><strong>Sonntagtalk mit Anton Bucher: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Was ist Melancholie überhaupt?</strong></p><p><i>Ich danke für die Frage. Das Wort kommt, wie viele Fremdwörter, aus dem Griechischen. Beim Begründer unserer abendländischen Medizin, Hippokrates, bedeutete das Wort ursprünglich auch die „schwarze Galle“. Hippokrates hat die Melancholie eher als etwas Negatives gesehen, als etwas Träges, Schwermütiges. Aktuell wird unter Melancholie nicht als Depression gesehen, sondern eher als eine tiefe Nachdenklichkeit. Sie ist eine gemischte Emotion, die unser Leben enorm vertiefen und auch bereichern kann.</i></p><p><strong>Emotionen gehen ja meistens relativ schnell vorüber. Ist das bei der Melancholie auch so?</strong></p><p><i>Emotionen können in der Regel einfach sehr kurzfristig sein. Wenn ich erschrecke oder eine Panikattacke habe, geht das hoffentlich schnell vorbei. Aber Melancholie kann auch eine Grundstimmung im Leben vieler Menschen sein.</i></p><p><i>Schon der griechische Philosoph Theophrast, er war ein Schüler von Aristoteles, hatte zu Recht darauf hingewiesen, dass jene Menschen, die vieles vorangebracht haben – in der Kunst, der Politik, in der Philosophie – auch vielfach in einer melancholischen Grundstimmung waren. Das trifft etwa auch auf Johann Wolfgang Goethe zu, der dann die beste Dichtung hervorgebracht hat, wenn er in melancholischer Stimmung war. Oder auch andere wichtige Personen wie etwa Komponist Ludwig van Beethoven, Maler Vincent van Gogh oder auch Politiker wie Abraham Lincoln, der den Sklaven in den USA die Freiheit gebracht hat, waren sehr oft in melancholischer Stimmung.</i></p><p><strong>Kann die Melancholie einen dann auch ein bisschen näher zu sich selber bringen, zur eigenen Existenz?</strong></p><p><i>Wir haben vor einiger Zeit eine Umfrage bei 300 Personen gemacht und wollten wissen, sie sich Melancholie erleben, wie sie damit umgehen und was Melancholie jeweils bewirkt. Und da hat sich gezeigt, dass Melancholie auch in einem engen Zusammenhang mit dem Alleinsein steht. Im Gegensatz zur Einsamkeit, das ein schmerzhaftes, ein bitteres Gefühl ist, gehört Alleinsein zum Menschsein dazu. Alleinsein ist ein Zeichen von Reife. Es gibt Menschen, die überhaupt nie allein sein können. Aber im Alleinsein kann ich in die Tiefe gehen und über die existentiellen Fragen nachdenken. Wenn ich an mein bisheriges Leben denke, kann das ein Gefühl von Dankbarkeit auslösen. Dankbarkeit für das, was ich bisher erleben durfte. Und zugleich kann in mir auch eine gewisse Traurigkeit entstehen, dass es alles vorübergegangen und vorbei ist. Das Glück des Traurigseins sozusagen.</i></p><p><strong>Was ist Glück aus wissenschaftlicher Sicht?</strong></p><p><i>Glück ist mehr als nur jeweils Genuss, Vergnügen oder Lust. Man unterscheidet ein hedonistisches Glück. Das ist Genuss, der oftmals auch von außen zugeführt wird, im extremen Fall mit Kokain oder anderen Drogen. Demgegenüber steht das, was wir Menschen uns mit eigenen Kräften selbst erarbeiten.</i></p><p><i>Bewegung hat auch wesentlich mit Glück zu tun. Ich denke, es gibt kaum ein Glückserleben, das tiefer ist, als über die Ziellinie eines Marathons gelaufen zu sein. Für mich verbindet sich dann immer in meiner Biografie die Erinnerung an meine jüngste Schwester, die in ihrem Jugendalter in eine schwere Depression kam. Ich habe sie damals dann regelrecht gezwungen, mit mir laufen zu gehen. Laufen, laufen, laufen. Mittlerweile ist sie einen Bergmarathon gelaufen und hat sich so aus ihrer Depression befreit.</i></p><p><strong>Nur wer tugendhaft lebt, kann glücklich werden. Stimmt diese Aussage?</strong></p><p><i>Die stimmt nur bedingt. Es gibt auch viele Sadisten, die Glück erlebt haben. Viele Schurken in unserer Weltgeschichte. Auf den engen Zusammenhang von Tugend und Glück hat auch schon der Aristoteles hingewiesen. Und zur Tugend gehört ja auch, dass ich offen bin für andere Menschen. Es geht eben auch um den zwischenmenschlichen Bereich.</i></p><p><i>Und dieser Haltung entgegengesetzt sind die sogenannten narzisstischen Persönlichkeitsstörungen. Das sind Menschen, die primär an sich denken, die keine Kritik ertragen, nur von den eigenen Ambitionen erfüllt sind, die es aber leider vielfach auch politisch sehr, sehr weit bringen können. Denken Sie nur an den Herrn Trump im Begriff einer narzisstischen Persönlichkeit, denken Sie an den Berlusconi. Erwiesenermaßen ist es auch so, dass narzisstische Menschen vielfach so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie Glück auch kaum erleben können – vor allem kein geteiltes Glück. Glück wird ja dadurch auch mehr, wenn es mit anderen geteilt wird.</i></p><p><strong>Wie lässt sich eine glückliche Gesellschaft definieren und was funktioniert in einer glücklichen Gesellschaft besser als woanders vielleicht?</strong></p><p><i>Es gibt jedes Jahr die World Happiness Study, die in 190 Ländern durchgeführt wird. Übrigens macht man diese Studie nie, wenn eine Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Stellen Sie sich vor, Brasilien fällt aus dem Viertelfinale raus und am nächsten Tag wird diese Umfrage gemacht. Das geht nicht gut.</i></p><p><i>Glückliche Gesellschaften haben unter anderem folgende Merkmale: Sie haben mehr Demokratie und mehr persönliche Freiheit. Deswegen war es auch so, dass die postkommunistischen Staaten mit der diktatorischen Vergangenheit eher unglückliche Bewohner gehabt haben. Eines der glücklichsten Länder in Lateinamerika ist übrigens Costa Rica. Dort wurde 1949 das Militär abgeschafft und das dadurch freigewordene Geld in die Bildung gesteckt.</i></p><p><i>Es ist auch nicht so, dass glückliche Gesellschaften unbedingt sehr reich sein müssen. So wissen wir interessanterweise, dass wirtschaftlich schwer leidende Nationen recht glücklich sein können, unter anderem Argentinien. Was machen die Argentinier regelmäßig? Sie tanzen Tango und Salsa und das macht glücklicher als viel Geld auf dem Konto zu haben.</i></p><p><strong>Wie glücklich ist Österreich?</strong></p><p><i>Österreich gehört ja zu den glücklicheren Ländern. Wir haben zwar regelmäßig unsere politischen Skandale, wir haben viel Unwahrheit, leider auch in der Politik. Und leider haben wir auch ein schwer leidendes Image der Politiker und Politikerinnen. Das ist die eine Seite. Aber zum anderen haben wir Demokratie und auch einen gewissen Wohlstand, wir haben soziale Sicherheit. Wir haben ein vorzügliches Pensionssystem. Und manchmal gehört es zu unserer österreichischen Eigenart, dass man auch immer ein bisschen raunzt. Und da denke ich oft an meinen Vater, der immer gesagt hat: „Wenn die Menschen nicht mehr jammern, dann muss es ihnen wirklich schlecht gehen.“</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Fremdenführerin Brigitte Seibald im Interview mit Thomas Pfeifer zu hören – einfach reinhören!</p>
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      <pubDate>Sun, 25 Aug 2024 10:13:31 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/glucksforscher-anton-bucher-die-melancholie-kann-unser-leben-enorm-vertiefen-jNcs_4__</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine ganz eigene Stimmungslage, die viele Menschen immer wieder ergreift. Der Blues. Und wenn du ihn hast, dann hat er dich. Oft ergreift dich eine ganze Horde an Gefühlen und Emotionen. Du bist traurig und gleichzeitig dankbar, du bist schwermütig, nachdenklich, sensibel und fühlst gleichzeitig so etwas wie Zufriedenheit. Bittersüß eben. Die Melancholie ist der Same des Glücks, sagt der Salzburger Glücksforscher Anton Bucher im Sonntagstalk mit SALZBURG24. Dankbarkeit, Ehrfurcht vor dem Leben und Realitätssinn gelten dabei als nahrhafter Boden, in dem der Same gedeihen kann.</p><p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_A._Bucher" target="_blank">Anton Bucher</a> (63) ist Theologe, Pädagoge und Buchautor. Der gebürtige Schweizer lebt und lehrt seit rund 30 Jahren in Salzburg. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Erforschung der Psychologie von Spiritualität und Religiosität.</p><h1><strong>Sonntagtalk mit Anton Bucher: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Was ist Melancholie überhaupt?</strong></p><p><i>Ich danke für die Frage. Das Wort kommt, wie viele Fremdwörter, aus dem Griechischen. Beim Begründer unserer abendländischen Medizin, Hippokrates, bedeutete das Wort ursprünglich auch die „schwarze Galle“. Hippokrates hat die Melancholie eher als etwas Negatives gesehen, als etwas Träges, Schwermütiges. Aktuell wird unter Melancholie nicht als Depression gesehen, sondern eher als eine tiefe Nachdenklichkeit. Sie ist eine gemischte Emotion, die unser Leben enorm vertiefen und auch bereichern kann.</i></p><p><strong>Emotionen gehen ja meistens relativ schnell vorüber. Ist das bei der Melancholie auch so?</strong></p><p><i>Emotionen können in der Regel einfach sehr kurzfristig sein. Wenn ich erschrecke oder eine Panikattacke habe, geht das hoffentlich schnell vorbei. Aber Melancholie kann auch eine Grundstimmung im Leben vieler Menschen sein.</i></p><p><i>Schon der griechische Philosoph Theophrast, er war ein Schüler von Aristoteles, hatte zu Recht darauf hingewiesen, dass jene Menschen, die vieles vorangebracht haben – in der Kunst, der Politik, in der Philosophie – auch vielfach in einer melancholischen Grundstimmung waren. Das trifft etwa auch auf Johann Wolfgang Goethe zu, der dann die beste Dichtung hervorgebracht hat, wenn er in melancholischer Stimmung war. Oder auch andere wichtige Personen wie etwa Komponist Ludwig van Beethoven, Maler Vincent van Gogh oder auch Politiker wie Abraham Lincoln, der den Sklaven in den USA die Freiheit gebracht hat, waren sehr oft in melancholischer Stimmung.</i></p><p><strong>Kann die Melancholie einen dann auch ein bisschen näher zu sich selber bringen, zur eigenen Existenz?</strong></p><p><i>Wir haben vor einiger Zeit eine Umfrage bei 300 Personen gemacht und wollten wissen, sie sich Melancholie erleben, wie sie damit umgehen und was Melancholie jeweils bewirkt. Und da hat sich gezeigt, dass Melancholie auch in einem engen Zusammenhang mit dem Alleinsein steht. Im Gegensatz zur Einsamkeit, das ein schmerzhaftes, ein bitteres Gefühl ist, gehört Alleinsein zum Menschsein dazu. Alleinsein ist ein Zeichen von Reife. Es gibt Menschen, die überhaupt nie allein sein können. Aber im Alleinsein kann ich in die Tiefe gehen und über die existentiellen Fragen nachdenken. Wenn ich an mein bisheriges Leben denke, kann das ein Gefühl von Dankbarkeit auslösen. Dankbarkeit für das, was ich bisher erleben durfte. Und zugleich kann in mir auch eine gewisse Traurigkeit entstehen, dass es alles vorübergegangen und vorbei ist. Das Glück des Traurigseins sozusagen.</i></p><p><strong>Was ist Glück aus wissenschaftlicher Sicht?</strong></p><p><i>Glück ist mehr als nur jeweils Genuss, Vergnügen oder Lust. Man unterscheidet ein hedonistisches Glück. Das ist Genuss, der oftmals auch von außen zugeführt wird, im extremen Fall mit Kokain oder anderen Drogen. Demgegenüber steht das, was wir Menschen uns mit eigenen Kräften selbst erarbeiten.</i></p><p><i>Bewegung hat auch wesentlich mit Glück zu tun. Ich denke, es gibt kaum ein Glückserleben, das tiefer ist, als über die Ziellinie eines Marathons gelaufen zu sein. Für mich verbindet sich dann immer in meiner Biografie die Erinnerung an meine jüngste Schwester, die in ihrem Jugendalter in eine schwere Depression kam. 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Denken Sie nur an den Herrn Trump im Begriff einer narzisstischen Persönlichkeit, denken Sie an den Berlusconi. Erwiesenermaßen ist es auch so, dass narzisstische Menschen vielfach so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie Glück auch kaum erleben können – vor allem kein geteiltes Glück. Glück wird ja dadurch auch mehr, wenn es mit anderen geteilt wird.</i></p><p><strong>Wie lässt sich eine glückliche Gesellschaft definieren und was funktioniert in einer glücklichen Gesellschaft besser als woanders vielleicht?</strong></p><p><i>Es gibt jedes Jahr die World Happiness Study, die in 190 Ländern durchgeführt wird. Übrigens macht man diese Studie nie, wenn eine Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Stellen Sie sich vor, Brasilien fällt aus dem Viertelfinale raus und am nächsten Tag wird diese Umfrage gemacht. Das geht nicht gut.</i></p><p><i>Glückliche Gesellschaften haben unter anderem folgende Merkmale: Sie haben mehr Demokratie und mehr persönliche Freiheit. Deswegen war es auch so, dass die postkommunistischen Staaten mit der diktatorischen Vergangenheit eher unglückliche Bewohner gehabt haben. Eines der glücklichsten Länder in Lateinamerika ist übrigens Costa Rica. Dort wurde 1949 das Militär abgeschafft und das dadurch freigewordene Geld in die Bildung gesteckt.</i></p><p><i>Es ist auch nicht so, dass glückliche Gesellschaften unbedingt sehr reich sein müssen. So wissen wir interessanterweise, dass wirtschaftlich schwer leidende Nationen recht glücklich sein können, unter anderem Argentinien. Was machen die Argentinier regelmäßig? Sie tanzen Tango und Salsa und das macht glücklicher als viel Geld auf dem Konto zu haben.</i></p><p><strong>Wie glücklich ist Österreich?</strong></p><p><i>Österreich gehört ja zu den glücklicheren Ländern. Wir haben zwar regelmäßig unsere politischen Skandale, wir haben viel Unwahrheit, leider auch in der Politik. Und leider haben wir auch ein schwer leidendes Image der Politiker und Politikerinnen. Das ist die eine Seite. Aber zum anderen haben wir Demokratie und auch einen gewissen Wohlstand, wir haben soziale Sicherheit. Wir haben ein vorzügliches Pensionssystem. Und manchmal gehört es zu unserer österreichischen Eigenart, dass man auch immer ein bisschen raunzt. Und da denke ich oft an meinen Vater, der immer gesagt hat: „Wenn die Menschen nicht mehr jammern, dann muss es ihnen wirklich schlecht gehen.“</i></p><p>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Fremdenführerin Brigitte Seibald im Interview mit Thomas Pfeifer zu hören – einfach reinhören!</p>
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      <itunes:summary>Auf einer Skala von 0 bis 10 – wie glücklich fühlst du dich heute? Oder bist du heute eher melancholisch und wiegst dich in Schwermütigkeit? Die Melancholie ist eng mit dem wahren Glück verbunden. Was die beiden Stimmungslagen ausmacht, wie sie zusammengehören und wie wir sie erkennen, das verrät der Salzburger Glückforscher Anton Bucher im heutigen Sonntagstalk.</itunes:summary>
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      <title>Saftladen-Leiterin Susanne Hummel-Lirsch im Sonntagstalk: &quot;Bei uns kann man ganz einfach nur sein&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Ob Wohnungslosigkeit, Armut oder Suchtproblematik – im Saftladen im Salzburger Stadtteil Nonntal finden Menschen mit schwierigen Lebenssituationen seit bereits 45 Jahren eine Anlaufstelle. Betreiber ist der Verein Neustart, der den Menschen mit der Einrichtung vor allem eine Orientierungshilfe bieten will. Seit Jahresbeginn hat die Leitung Susanne Hummel-Lirsch über, die in einem zweiten Lebensweg zur Sozialarbeit gefunden hat.</p><p>Im Saftladen setzt man auf einen niederschwelligen Zugang ohne Konsumzwang. Er dient den Menschen zuallererst als Ort der Ruhe und Erholung. Außerdem gibt es Möglichkeiten für die körperliche Hygiene, Essen und Trinken sowie eine Kleiderkammer. Des Weiteren werden die Klientinnen und Klienten beraten und in ihren unterschiedlichen Problemlagen unterstützt. Mehr dazu hat uns Susanne Hummel-Lirsch im Sonntagstalk erzählt – hört doch mal rein:</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Susannel Hummel-Lirsch: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wer sind die Menschen, die den Saftladen besuchen?</strong></p><p><i>Susanne Hummel-Lirsch: Wir haben eine ganz bunte Vielfalt an Menschen bei uns im Saftladen. Konkret haben wir es meistens mit Multi-Problemlagen zu tun. An sich kann jeder zu uns kommen, wir haben unterschiedliche Gästegruppen und Klienten und Klientinnen. Was sie aber alle eint, ist, dass sie meistens einsam sind.</i></p><p><i>Die Menschen finden bei uns dann einen Tagesaufenthalt, aber auch Beratung, Vermittlung, hygienische Versorgung, Essen und Kleidung. In erster Linie geht es einmal darum, dass die Leute sich bei uns wohlfühlen und in einer zweiten Phase wird dann mit ihnen darüber gesprochen, wie man weiterhelfen kann.</i></p><p><strong>Wie sieht die Hilfeleistung im Saftladen konkret aus?</strong></p><p><i>Wir bieten den Menschen eine Orientierungshilfe. Ich glaube, dass sich das Angebot an sozialen Einrichtungen in der Stadt Salzburg durchaus sehen lassen kann, es gibt also ganz viele Angebote für individuelle Problemlagen. Aber dazu braucht man auch eine Anleitung – etwa wo finde ich was und was brauche ich? Wir bilden diese Orientierungshilfe zur Weitervermittlung.</i></p><p><i>Und auf der anderen Seite sind wir auch dazu da, ganz einfach Lösungswege mitzudenken. Dabei geht es darum, in den Erzählungen der Menschen diese persönlichen Ressourcen zu spüren und darauf einzugehen, wie man diese nutzbar machen kann, um im Leben wieder einen Schritt weiterzukommen. Wenn das soziale Umfeld brüchig ist, sind wir in diesen Krisenzeiten da und bieten ein stabiles soziales Umfeld.</i></p><p><strong>Gibt es Erlebnisse, die dir als Sozialarbeiterin ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind?</strong></p><p><i>Es sind so viele Kleinigkeiten. Ich glaube, die Sozialarbeit im Saftladen lebt eben von diesen vielen Kleinigkeiten, die so wertvoll sind, diese Begegnungen, diese Dankbarkeit unserer Gästeschaft – auch wenn ich dieses Wort nicht gerne verwende. Im hinteren Bereich des Saftladens haben wir einen Garten, da haben wir ganz viele schöne Stunden investiert, um ihn bebaubar zu machen. Und es gibt immer wieder so kleine Projekte, die ganz einfach unheimlich, unheimlich schön sind.</i></p><p><i>Es geht so viel weiter im Saftladen, nämlich in Bezug darauf, dass wir unsere Gästeschaft zufriedener machen, wenn sie den Tag bei uns verbracht haben. Und das ist es, was ich glaube, dass den Saftladen ausmacht.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 18 Aug 2024 11:33:01 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Ob Wohnungslosigkeit, Armut oder Suchtproblematik – im Saftladen im Salzburger Stadtteil Nonntal finden Menschen mit schwierigen Lebenssituationen seit bereits 45 Jahren eine Anlaufstelle. Betreiber ist der Verein Neustart, der den Menschen mit der Einrichtung vor allem eine Orientierungshilfe bieten will. Seit Jahresbeginn hat die Leitung Susanne Hummel-Lirsch über, die in einem zweiten Lebensweg zur Sozialarbeit gefunden hat.</p><p>Im Saftladen setzt man auf einen niederschwelligen Zugang ohne Konsumzwang. Er dient den Menschen zuallererst als Ort der Ruhe und Erholung. Außerdem gibt es Möglichkeiten für die körperliche Hygiene, Essen und Trinken sowie eine Kleiderkammer. Des Weiteren werden die Klientinnen und Klienten beraten und in ihren unterschiedlichen Problemlagen unterstützt. Mehr dazu hat uns Susanne Hummel-Lirsch im Sonntagstalk erzählt – hört doch mal rein:</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Susannel Hummel-Lirsch: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Wer sind die Menschen, die den Saftladen besuchen?</strong></p><p><i>Susanne Hummel-Lirsch: Wir haben eine ganz bunte Vielfalt an Menschen bei uns im Saftladen. Konkret haben wir es meistens mit Multi-Problemlagen zu tun. An sich kann jeder zu uns kommen, wir haben unterschiedliche Gästegruppen und Klienten und Klientinnen. Was sie aber alle eint, ist, dass sie meistens einsam sind.</i></p><p><i>Die Menschen finden bei uns dann einen Tagesaufenthalt, aber auch Beratung, Vermittlung, hygienische Versorgung, Essen und Kleidung. In erster Linie geht es einmal darum, dass die Leute sich bei uns wohlfühlen und in einer zweiten Phase wird dann mit ihnen darüber gesprochen, wie man weiterhelfen kann.</i></p><p><strong>Wie sieht die Hilfeleistung im Saftladen konkret aus?</strong></p><p><i>Wir bieten den Menschen eine Orientierungshilfe. Ich glaube, dass sich das Angebot an sozialen Einrichtungen in der Stadt Salzburg durchaus sehen lassen kann, es gibt also ganz viele Angebote für individuelle Problemlagen. Aber dazu braucht man auch eine Anleitung – etwa wo finde ich was und was brauche ich? Wir bilden diese Orientierungshilfe zur Weitervermittlung.</i></p><p><i>Und auf der anderen Seite sind wir auch dazu da, ganz einfach Lösungswege mitzudenken. Dabei geht es darum, in den Erzählungen der Menschen diese persönlichen Ressourcen zu spüren und darauf einzugehen, wie man diese nutzbar machen kann, um im Leben wieder einen Schritt weiterzukommen. Wenn das soziale Umfeld brüchig ist, sind wir in diesen Krisenzeiten da und bieten ein stabiles soziales Umfeld.</i></p><p><strong>Gibt es Erlebnisse, die dir als Sozialarbeiterin ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind?</strong></p><p><i>Es sind so viele Kleinigkeiten. Ich glaube, die Sozialarbeit im Saftladen lebt eben von diesen vielen Kleinigkeiten, die so wertvoll sind, diese Begegnungen, diese Dankbarkeit unserer Gästeschaft – auch wenn ich dieses Wort nicht gerne verwende. Im hinteren Bereich des Saftladens haben wir einen Garten, da haben wir ganz viele schöne Stunden investiert, um ihn bebaubar zu machen. Und es gibt immer wieder so kleine Projekte, die ganz einfach unheimlich, unheimlich schön sind.</i></p><p><i>Es geht so viel weiter im Saftladen, nämlich in Bezug darauf, dass wir unsere Gästeschaft zufriedener machen, wenn sie den Tag bei uns verbracht haben. Und das ist es, was ich glaube, dass den Saftladen ausmacht.</i></p>
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      <itunes:title>Saftladen-Leiterin Susanne Hummel-Lirsch im Sonntagstalk: &quot;Bei uns kann man ganz einfach nur sein&quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Im Saftladen in der Stadt Salzburg finden Menschen mit unterschiedlichsten Problemlagen eine Anlaufstelle, Hilfe und vor allem ein offenes Ohr. Seit Beginn des Jahres leitet Susanne Hummel-Lirsch die Einrichtung. Im Sonntagstalk erzählt sie uns von ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin, Veränderungen, die sich bedingt durch die Krisen der vergangenen Jahre einstellen und wie sie selbst durch ihre Funktion glücklich wird.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Im Saftladen in der Stadt Salzburg finden Menschen mit unterschiedlichsten Problemlagen eine Anlaufstelle, Hilfe und vor allem ein offenes Ohr. Seit Beginn des Jahres leitet Susanne Hummel-Lirsch die Einrichtung. Im Sonntagstalk erzählt sie uns von ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin, Veränderungen, die sich bedingt durch die Krisen der vergangenen Jahre einstellen und wie sie selbst durch ihre Funktion glücklich wird.</itunes:subtitle>
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      <title>Kerstin Govekar: &quot;Entweder bist du mit Herz dabei oder lässt es bleiben&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wie genau kann man sich das vorstellen, Obfrau der Wheel-Chair-Dancers in Salzburg zu sein und was ist es eigentlich genau?  </p><p>Vielen Dank, dass ich an diesem Podcast teilnehmen darf. Ich bin die Obfrau des Salzburger Rollstuhltanzsportvereins Wheelchair Dancers. Gleichzeitig bin ich auch Präsidentin der Wheelchair-Dance-Board-Federation-Austria. Da sind die Vereine, die es in Österreich gibt, die Rollstuhltanz machen, integriert. Und ich bin die Referentin für Rollstuhltanzsport im Österreichischen Behindertensportverband. Das heißt, alles was in Österreich rollt und tanzt, muss über mich laufen.  </p><p>Das klingt auf jeden Fall sehr spannend und ist sicherlich täglich auch eine große Herausforderung. Was sind denn so die größten, die dieses Amt für dich mit sich bringen?</p><p>Auf der einen Seite ist es natürlich den Salzburger Verein zu vergrößern, das wöchentliche Training abzuhalten, zu den Wettkämpfen zu fahren, die Sportler zu motivieren und auch weiterzubringen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch die Aufbauarbeit im Land, dass man schaut, dass möglichst in allen Bundesländern Rollstuhltanzsport angeboten wird oder natürlich auch die einzelnen Vereine, die es gibt, zu betreuen, zu fördern, zu motivieren. Das gehört alles dazu. Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch meine Aufgabe.  </p><p>Daher kennen wir uns ja auch. Du bist mit den Salzburgerinnen und dem Nationalteam ja nicht nur hier in Salzburg unterwegs, sondern in Österreich oder auch international. Wie kann man sich das vorstellen, lange, weite Reisen mit Rollstuhltänzerinnen und Tänzern zu machen?</p><p>Das muss natürlich gut organisiert sein. Also wenn jetzt ein Wettkampf ansteht, zum Beispiel in Asien oder so, dann muss man schon bei der Flugbuchung darauf achten, dass man den Rollstuhlfahrer und auch den Rollstuhl und auch den Wettkampfrollstuhl anmeldet. Das gilt auch, wenn man vielleicht umsteigen muss. Das muss von Anfang bis Ende gut organisiert sein, damit alles dort ankommt und funktioniert, wo es hin soll.</p><p>Jetzt ist Urlaubszeit und viele Leute fliegen in den Urlaub. Jeder merkt, dass das Fliegen nicht mehr ganz so günstig ist wie früher. Es ist bei euch natürlich auch so. Wie macht ihr das und wie finanziert sich dieser Verein eigentlich? Habt ihr da Sponsoren oder werdet ihr da irgendwie von Privatpersonen gefördert? Oder ist das doch so, wie bei einigen anderen Sportarten auch, dass da viel privates Geld reinfließt?</p><p>Es fließt auch schon privates Geld hinein. Aber der Salzburger Verein kann sich eigentlich nicht beklagen. Wir werden vom Salzburger Behindertensportverband gut unterstützt. Das Land unterstützt uns und die Stadt unterstützt uns auch schon seit Jahren. Ohne das ginge es nicht. Und natürlich auch nicht ohne Kleinsponsoren und Kleinspenden. Sonst könnte man das alles nicht machen.</p><p>Das heißt, als Obfrau spürst du auf jeden Fall, dass euer Verein gefördert wird durch Stadt und Land Salzburg?  </p><p>Selbstverständlich. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Stadt und Land, dass sie uns seit Jahren so gut unterstützen.</p><p>Du hast das Training gerade angesprochen. Wenn man es jetzt vergleicht mit anderen Sportarten wie zum Beispiel Unterhausfußball, da ist ja doch schon drei oder viermal die Woche Training. Wie läuft das bei den Rollstuhltänzerinnen und Tänzern ab? Ich kann mir vorstellen, aufgrund verschiedener Berufe ist es nicht immer so einfach da, einen geregelten Ablauf von Training zu finden?</p><p>Wir trainieren immer mittwochs und das schon seit Jahren. Gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern aus dem Breitensport und aus dem Leistungssport, weil beide voneinander lernen können. Wir haben da wirklich die Erfahrung gemacht, dass es gute Synergieeffekte gibt. Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen natürlich auch von den Kleinen. Das ist schon sehr spannend. Freitags haben wir dann unser Freestyle-Training für die Nationalmannschaft und am Wochenende. Bevor wir zu den Wettkämpfen fahren, gibt es natürlich noch Intensivtrainings oder dann auch Trainingslager. Also da sind wir schon drei- bis viermal die Woche auch unterwegs.  </p><p>Und wie viele seid ihr da ungefähr in Salzburg?  </p><p>Also wenn alle da sind, die jetzt leider auch krankheitsbedingt ausgefallen sind, dann sind wir so zehn Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen hier in Salzburg, die am Training teilnehmen könnten. Der Verein hat jetzt knapp 40 Mitglieder. Das ist ganz gut.  </p><p>Wie ist das so im österreichischen Vergleich? Ist da Salzburg eher so Vorreiter-Position, ist man Mittelfeld oder gar Schlusslicht?</p><p>Also die Wiener sind so groß wie wir. In Tirol gibt es eine Rollstuhltanzformation, aber die sind nicht bei Turnieren. Die machen mehr so Showauftritte und just for fun. Die sind glaube ich acht Leute. In Kärnten haben wir fünf. Und in Oberösterreich gibt es im Moment leider nichts. Da gab es mal eine Sektion, aber die hat sich jetzt aufgelöst. Aber ich hoffe, dass wir da in nächster Zeit wieder was machen können, dass da was passiert.</p><p>Woran kann es liegen, dass in Oberösterreich momentan wenig geboten ist in der Richtung?  </p><p>Corona hat uns sehr getroffen, wie alle anderen Sportarten auch. Dann haben wirklich viele aufgehört und leider noch nicht wieder den Weg zurück gefunden.</p><p>Das heißt aber, da ist jetzt auch wieder Besserung in Sicht?  </p><p>Ja, ich denke schon. Wir arbeiten daran.  </p><p>Ist man da so unter den Obfrauen ein bisschen im Austausch? Ich meine, in Salzburg, wie du jetzt siehst, läuft es ja ganz gut. Gibt es da vielleicht aus Oberösterreich einmal eine WhatsApp oder so? "Hey, wie kannst du uns da helfen oder was können wir tun, dass das Ganze wieder ein bisschen nach oben geht?"  </p><p>Wir sind schon im Austausch. Das ist auch mein, sage ich mal, Nebenjob als Referentin im Österreichischen Behindertensportverband, dass ich schaue, dass wir dort wieder etwas aktivieren können oder vielleicht einen Workshop machen können. Das ist natürlich schwierig, weil die Akteure dort auch arbeiten gehen. Das muss man sich anschauen. Aber ich denke, im Herbst wird dort sicher wieder etwas anlaufen.</p><p>Alles, was du mir bis jetzt erzählt hast, klingt nach einer großen Herausforderung. Auch besonders für dich sehr intensiv. Das ist ja, wie du gerade gesagt hast, eine Art Nebenjob. Du arbeitest ja auch noch hauptberuflich und bist verheiratet. Wie schaffst du das, dass du da immer alles unter einen Hut bekommst?</p><p>Indem man dann wirklich abends, wenn man nach Hause kommt, die Sportmails checkt, die Sachen abarbeitet, die zu erledigen sind, die Flüge am Wochenende bucht. Also es ist wirklich sehr viel nebenbei im Ehrenamt. Das hilft nicht. Also entweder du bist mit ganzem Herzen dabei und machst es oder du lässt es bleiben.  </p><p>Und es hat sich sicherlich auch schon ausgezahlt. Kannst du uns vielleicht erzählen, was deine größten Erfolge waren in deiner langen Laufbahn als Obfrau?  </p><p>Die größten Erfolge für Salzburg hat sicher Sanja Vukasinovic für uns geholt. Sie ist unsere Europameisterin im Freestyle und Vizeeuropameisterin im Single Woman. Sie war bereits 2010 mit ihrem damaligen Partner Peter Schauer WM-Dritte in der Disziplin Kombination Latein. Im Vorjahr war sie Vierte bei der Weltmeisterschaft in Italien und wir sind natürlich sehr stolz, dass wir Eva-Maria Nussdorfer jetzt im Nationalteam haben. Eine junge Sportlerin im Elektrorollstuhl, die derzeit auf Platz 7 der Weltrangliste steht und sich wirklich auch dort bemüht, dass sie tolle Erfolge einbringt.</p><p>Das heißt also, du hast in diesem Bereich schon einige Erfolge erlebt und auch schon viel gesehen. Wie schaut deine persönliche Zukunft beim Rollstuhltanzsportverein aus und welche persönlichen Ziele verfolgst du eigentlich noch als Obfrau? Wie lange geht das denn noch mit dir?  </p><p>Das ist eine gute Frage. Natürlich gibt es im Vereinsleben, wie überall, Höhen und Tiefen, wo man auch mal keine Lust hat und sagt, wofür mache ich das eigentlich. Aber spätestens dann, wenn wir wieder im Training sind und in unseren Rollstühlen sitzen und mit unseren Athleten arbeiten, dann stellt sich die Frage nicht mehr, denn wir sind nicht nur Trainer, wir sind auch Choreographen. Wir machen die Choreographien für unsere Athleten und ich kümmere mich um die Kostüme, dass sie das perfekte Outfit für ihre Disziplin haben. Da geht einem einfach das Herz auf und man denkt nicht darüber nach, ob man das jetzt wegwirft und vielleicht aufhört, weil es mal nicht so funktioniert. Man lässt es einfach laufen.  </p><p>Dein Mann ist ja auch dabei. Du hast gerade erzählt, es gibt manchmal Momente, wo du dich fragst, wieso mache ich das überhaupt? Ist er dann auch einer, der dich da als Ehemann oder als Partner in dem Fall dann auch ein bisschen wieder pusht und wieder aus dem Loch herausholt?</p><p>Ich würde nicht sagen, dass es ein Loch ist. Wir sind eigentlich ein Dreamteam. Wir sind immer zu zweit und ziehen wirklich an einem Strang. Es gibt natürlich auch Trainings, wo es mal nicht so läuft. Dann lässt man es und sagt, okay, dann gehen wir alle mal einen Kaffee trinken. Und beim nächsten Training läuft es wieder besser. Das ist so, das gehört dazu.</p><p> </p>
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      <pubDate>Sun, 4 Aug 2024 07:32:57 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/kerstin-govekar-entweder-bist-du-mit-herz-dabei-oder-lasst-es-bleiben-UWE47HZi</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wie genau kann man sich das vorstellen, Obfrau der Wheel-Chair-Dancers in Salzburg zu sein und was ist es eigentlich genau?  </p><p>Vielen Dank, dass ich an diesem Podcast teilnehmen darf. Ich bin die Obfrau des Salzburger Rollstuhltanzsportvereins Wheelchair Dancers. Gleichzeitig bin ich auch Präsidentin der Wheelchair-Dance-Board-Federation-Austria. Da sind die Vereine, die es in Österreich gibt, die Rollstuhltanz machen, integriert. Und ich bin die Referentin für Rollstuhltanzsport im Österreichischen Behindertensportverband. Das heißt, alles was in Österreich rollt und tanzt, muss über mich laufen.  </p><p>Das klingt auf jeden Fall sehr spannend und ist sicherlich täglich auch eine große Herausforderung. Was sind denn so die größten, die dieses Amt für dich mit sich bringen?</p><p>Auf der einen Seite ist es natürlich den Salzburger Verein zu vergrößern, das wöchentliche Training abzuhalten, zu den Wettkämpfen zu fahren, die Sportler zu motivieren und auch weiterzubringen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch die Aufbauarbeit im Land, dass man schaut, dass möglichst in allen Bundesländern Rollstuhltanzsport angeboten wird oder natürlich auch die einzelnen Vereine, die es gibt, zu betreuen, zu fördern, zu motivieren. Das gehört alles dazu. Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch meine Aufgabe.  </p><p>Daher kennen wir uns ja auch. Du bist mit den Salzburgerinnen und dem Nationalteam ja nicht nur hier in Salzburg unterwegs, sondern in Österreich oder auch international. Wie kann man sich das vorstellen, lange, weite Reisen mit Rollstuhltänzerinnen und Tänzern zu machen?</p><p>Das muss natürlich gut organisiert sein. Also wenn jetzt ein Wettkampf ansteht, zum Beispiel in Asien oder so, dann muss man schon bei der Flugbuchung darauf achten, dass man den Rollstuhlfahrer und auch den Rollstuhl und auch den Wettkampfrollstuhl anmeldet. Das gilt auch, wenn man vielleicht umsteigen muss. Das muss von Anfang bis Ende gut organisiert sein, damit alles dort ankommt und funktioniert, wo es hin soll.</p><p>Jetzt ist Urlaubszeit und viele Leute fliegen in den Urlaub. Jeder merkt, dass das Fliegen nicht mehr ganz so günstig ist wie früher. Es ist bei euch natürlich auch so. Wie macht ihr das und wie finanziert sich dieser Verein eigentlich? Habt ihr da Sponsoren oder werdet ihr da irgendwie von Privatpersonen gefördert? Oder ist das doch so, wie bei einigen anderen Sportarten auch, dass da viel privates Geld reinfließt?</p><p>Es fließt auch schon privates Geld hinein. Aber der Salzburger Verein kann sich eigentlich nicht beklagen. Wir werden vom Salzburger Behindertensportverband gut unterstützt. Das Land unterstützt uns und die Stadt unterstützt uns auch schon seit Jahren. Ohne das ginge es nicht. Und natürlich auch nicht ohne Kleinsponsoren und Kleinspenden. Sonst könnte man das alles nicht machen.</p><p>Das heißt, als Obfrau spürst du auf jeden Fall, dass euer Verein gefördert wird durch Stadt und Land Salzburg?  </p><p>Selbstverständlich. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Stadt und Land, dass sie uns seit Jahren so gut unterstützen.</p><p>Du hast das Training gerade angesprochen. Wenn man es jetzt vergleicht mit anderen Sportarten wie zum Beispiel Unterhausfußball, da ist ja doch schon drei oder viermal die Woche Training. Wie läuft das bei den Rollstuhltänzerinnen und Tänzern ab? Ich kann mir vorstellen, aufgrund verschiedener Berufe ist es nicht immer so einfach da, einen geregelten Ablauf von Training zu finden?</p><p>Wir trainieren immer mittwochs und das schon seit Jahren. Gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern aus dem Breitensport und aus dem Leistungssport, weil beide voneinander lernen können. Wir haben da wirklich die Erfahrung gemacht, dass es gute Synergieeffekte gibt. Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen natürlich auch von den Kleinen. Das ist schon sehr spannend. Freitags haben wir dann unser Freestyle-Training für die Nationalmannschaft und am Wochenende. Bevor wir zu den Wettkämpfen fahren, gibt es natürlich noch Intensivtrainings oder dann auch Trainingslager. Also da sind wir schon drei- bis viermal die Woche auch unterwegs.  </p><p>Und wie viele seid ihr da ungefähr in Salzburg?  </p><p>Also wenn alle da sind, die jetzt leider auch krankheitsbedingt ausgefallen sind, dann sind wir so zehn Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen hier in Salzburg, die am Training teilnehmen könnten. Der Verein hat jetzt knapp 40 Mitglieder. Das ist ganz gut.  </p><p>Wie ist das so im österreichischen Vergleich? Ist da Salzburg eher so Vorreiter-Position, ist man Mittelfeld oder gar Schlusslicht?</p><p>Also die Wiener sind so groß wie wir. In Tirol gibt es eine Rollstuhltanzformation, aber die sind nicht bei Turnieren. Die machen mehr so Showauftritte und just for fun. Die sind glaube ich acht Leute. In Kärnten haben wir fünf. Und in Oberösterreich gibt es im Moment leider nichts. Da gab es mal eine Sektion, aber die hat sich jetzt aufgelöst. Aber ich hoffe, dass wir da in nächster Zeit wieder was machen können, dass da was passiert.</p><p>Woran kann es liegen, dass in Oberösterreich momentan wenig geboten ist in der Richtung?  </p><p>Corona hat uns sehr getroffen, wie alle anderen Sportarten auch. Dann haben wirklich viele aufgehört und leider noch nicht wieder den Weg zurück gefunden.</p><p>Das heißt aber, da ist jetzt auch wieder Besserung in Sicht?  </p><p>Ja, ich denke schon. Wir arbeiten daran.  </p><p>Ist man da so unter den Obfrauen ein bisschen im Austausch? Ich meine, in Salzburg, wie du jetzt siehst, läuft es ja ganz gut. Gibt es da vielleicht aus Oberösterreich einmal eine WhatsApp oder so? "Hey, wie kannst du uns da helfen oder was können wir tun, dass das Ganze wieder ein bisschen nach oben geht?"  </p><p>Wir sind schon im Austausch. Das ist auch mein, sage ich mal, Nebenjob als Referentin im Österreichischen Behindertensportverband, dass ich schaue, dass wir dort wieder etwas aktivieren können oder vielleicht einen Workshop machen können. Das ist natürlich schwierig, weil die Akteure dort auch arbeiten gehen. Das muss man sich anschauen. Aber ich denke, im Herbst wird dort sicher wieder etwas anlaufen.</p><p>Alles, was du mir bis jetzt erzählt hast, klingt nach einer großen Herausforderung. Auch besonders für dich sehr intensiv. Das ist ja, wie du gerade gesagt hast, eine Art Nebenjob. Du arbeitest ja auch noch hauptberuflich und bist verheiratet. Wie schaffst du das, dass du da immer alles unter einen Hut bekommst?</p><p>Indem man dann wirklich abends, wenn man nach Hause kommt, die Sportmails checkt, die Sachen abarbeitet, die zu erledigen sind, die Flüge am Wochenende bucht. Also es ist wirklich sehr viel nebenbei im Ehrenamt. Das hilft nicht. Also entweder du bist mit ganzem Herzen dabei und machst es oder du lässt es bleiben.  </p><p>Und es hat sich sicherlich auch schon ausgezahlt. Kannst du uns vielleicht erzählen, was deine größten Erfolge waren in deiner langen Laufbahn als Obfrau?  </p><p>Die größten Erfolge für Salzburg hat sicher Sanja Vukasinovic für uns geholt. Sie ist unsere Europameisterin im Freestyle und Vizeeuropameisterin im Single Woman. Sie war bereits 2010 mit ihrem damaligen Partner Peter Schauer WM-Dritte in der Disziplin Kombination Latein. Im Vorjahr war sie Vierte bei der Weltmeisterschaft in Italien und wir sind natürlich sehr stolz, dass wir Eva-Maria Nussdorfer jetzt im Nationalteam haben. Eine junge Sportlerin im Elektrorollstuhl, die derzeit auf Platz 7 der Weltrangliste steht und sich wirklich auch dort bemüht, dass sie tolle Erfolge einbringt.</p><p>Das heißt also, du hast in diesem Bereich schon einige Erfolge erlebt und auch schon viel gesehen. Wie schaut deine persönliche Zukunft beim Rollstuhltanzsportverein aus und welche persönlichen Ziele verfolgst du eigentlich noch als Obfrau? Wie lange geht das denn noch mit dir?  </p><p>Das ist eine gute Frage. Natürlich gibt es im Vereinsleben, wie überall, Höhen und Tiefen, wo man auch mal keine Lust hat und sagt, wofür mache ich das eigentlich. Aber spätestens dann, wenn wir wieder im Training sind und in unseren Rollstühlen sitzen und mit unseren Athleten arbeiten, dann stellt sich die Frage nicht mehr, denn wir sind nicht nur Trainer, wir sind auch Choreographen. Wir machen die Choreographien für unsere Athleten und ich kümmere mich um die Kostüme, dass sie das perfekte Outfit für ihre Disziplin haben. Da geht einem einfach das Herz auf und man denkt nicht darüber nach, ob man das jetzt wegwirft und vielleicht aufhört, weil es mal nicht so funktioniert. Man lässt es einfach laufen.  </p><p>Dein Mann ist ja auch dabei. Du hast gerade erzählt, es gibt manchmal Momente, wo du dich fragst, wieso mache ich das überhaupt? Ist er dann auch einer, der dich da als Ehemann oder als Partner in dem Fall dann auch ein bisschen wieder pusht und wieder aus dem Loch herausholt?</p><p>Ich würde nicht sagen, dass es ein Loch ist. Wir sind eigentlich ein Dreamteam. Wir sind immer zu zweit und ziehen wirklich an einem Strang. Es gibt natürlich auch Trainings, wo es mal nicht so läuft. Dann lässt man es und sagt, okay, dann gehen wir alle mal einen Kaffee trinken. Und beim nächsten Training läuft es wieder besser. Das ist so, das gehört dazu.</p><p> </p>
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      <itunes:summary>Wer in Salzburg an Sport denkt, denkt schnell an Fußball, Skifahren oder Eishockey. In der Stadt Salzburg gibt es aber auch einen Verein, der sich speziell auf Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer spezialisiert hat: die Wheel-Chair-Dancers. Hier tanzen Menschen im Rollstuhl um Punkte. Vorsitzende des Vereins ist Kerstin Govekar. Die 59-jährige gebürtige Chemnitzerin (DE) erzählt von ihrer Aufgabe als Vereinschefin und den täglichen Herausforderungen.</itunes:summary>
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      <title>Sonntagstalk mit einem Salzburger Punk</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Hochkultur lebt an diesem Wochenende in Salzburg hoch: Am Freitag wurden <a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wir-finden-das-schoene-im-schiachen-alexander-van-der-bellen-eroeffnet-salzburger-festspiele-162400312" target="_blank">die heurigen Festspiele in der Landeshauptstadt feierlich eröffnet</a>. Im Kontrast dazu haben wir beim heutigen Sonntagstalk einen Menschen aus der Salzburger Subkultur zu Gast. "Ferdl" ist 46 Jahre alt, lebt in der Stadt Salzburg und ist schon seit den 90er-Jahren Teil der hiesigen Punk-Szene. Uns erzählt er, wie es früher so war, als Punk zu leben, welches Image und Selbstverständnis man damals hatte und was sich in der Zwischenzeit verändert hat. Hört rein!</p><p><i><strong>​Sonntagstalk mit einem Punk: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></i></p><p><strong>Wie war das früher als Punk in den 90er-Jahren?</strong></p><p><i>Es waren wesentlich mehr Leute da. Die bunten Haare, das war noch was Absonderliches. Es war nicht so wie heute. Heute rennen alle irgendwie so herum. Früher sind die Leute tatsächlich noch dafür verprügelt worden. Es hat auch eine recht große Naziszene in Salzburg gegeben. Du hast von den Bullen noch Schläge gekriegt, wenn du anders ausgeschaut hast. Egal ob du lange oder bunte Haare gehabt hast. Es war anders. Es war laut.</i></p><p><strong>Wie hat euer Alltag da so ausgeschaut?</strong></p><p><i>Der Alltag war einfach mehr oder weniger Kohle auftreiben. Wir waren alle unstet oder obdachlos. Wir haben Geld für Tabak gebraucht, wir haben Geld für Zigaretten, für Alkohol, für Nahrungsmittel gebraucht und für Hundefutter. Hundefutter war das erste, was wir in der Früh zusammengeschnorrt haben, weil damals fast jeder Punk und Hund gehabt hat. … Da haben wir das einmal zusammengeschnorrt, dann hat es Frühstück gegeben, dann haben wir uns angesoffen, dann haben wir weitergeschnorrt, haben die Leute angestenkert, haben ein bisschen Stress mit den Bullen gehabt und am Abend haben wir halt Schlafplätze suchen müssen. Das am Abend war dann das Anstrengendste, muss man sagen.</i></p><p><strong>Wie seid ihr von außen wahrgenommen worden?</strong></p><p><i>Es kommt darauf an, von welchen Personen. Viele Leute haben uns überhaupt nicht angeschaut. Wenn sie uns dann einmal gekannt haben oder bemerkt haben, dass wir nicht immer schräg drauf sind, dann sind sie auch vorbeigekommen und haben uns Kekse gebracht zum Beispiel.</i></p><p><strong>Und wie ist das heute so in Salzburg in der Punk-Szene?</strong></p><p><i>Die Punk-Szene in Salzburg, die noch vorhanden ist, ist sehr politisch. Es ist komplett anders als früher. Es wird natürlich schon einmal wieder gefeiert, es gibt auch die </i><a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburger-pestspiele-als-kontrast-zur-salzburger-hochkultur-141961414" target="_blank"><i>Pestspiele, die halt dann auch ein Kontrast sind zu den Festspielen in Salzburg</i></a><i>.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 4. August, besucht uns Kerstin Govekar, die Obfrau der "WheelChairDancers Salzburg" und Verantwortliche im Österreichischen Behindertensportverband für die Sportart Rollstuhltanzen. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 28 Jul 2024 10:03:32 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Hochkultur lebt an diesem Wochenende in Salzburg hoch: Am Freitag wurden <a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wir-finden-das-schoene-im-schiachen-alexander-van-der-bellen-eroeffnet-salzburger-festspiele-162400312" target="_blank">die heurigen Festspiele in der Landeshauptstadt feierlich eröffnet</a>. Im Kontrast dazu haben wir beim heutigen Sonntagstalk einen Menschen aus der Salzburger Subkultur zu Gast. "Ferdl" ist 46 Jahre alt, lebt in der Stadt Salzburg und ist schon seit den 90er-Jahren Teil der hiesigen Punk-Szene. Uns erzählt er, wie es früher so war, als Punk zu leben, welches Image und Selbstverständnis man damals hatte und was sich in der Zwischenzeit verändert hat. Hört rein!</p><p><i><strong>​Sonntagstalk mit einem Punk: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></i></p><p><strong>Wie war das früher als Punk in den 90er-Jahren?</strong></p><p><i>Es waren wesentlich mehr Leute da. Die bunten Haare, das war noch was Absonderliches. Es war nicht so wie heute. Heute rennen alle irgendwie so herum. Früher sind die Leute tatsächlich noch dafür verprügelt worden. Es hat auch eine recht große Naziszene in Salzburg gegeben. Du hast von den Bullen noch Schläge gekriegt, wenn du anders ausgeschaut hast. Egal ob du lange oder bunte Haare gehabt hast. Es war anders. Es war laut.</i></p><p><strong>Wie hat euer Alltag da so ausgeschaut?</strong></p><p><i>Der Alltag war einfach mehr oder weniger Kohle auftreiben. Wir waren alle unstet oder obdachlos. Wir haben Geld für Tabak gebraucht, wir haben Geld für Zigaretten, für Alkohol, für Nahrungsmittel gebraucht und für Hundefutter. Hundefutter war das erste, was wir in der Früh zusammengeschnorrt haben, weil damals fast jeder Punk und Hund gehabt hat. … Da haben wir das einmal zusammengeschnorrt, dann hat es Frühstück gegeben, dann haben wir uns angesoffen, dann haben wir weitergeschnorrt, haben die Leute angestenkert, haben ein bisschen Stress mit den Bullen gehabt und am Abend haben wir halt Schlafplätze suchen müssen. Das am Abend war dann das Anstrengendste, muss man sagen.</i></p><p><strong>Wie seid ihr von außen wahrgenommen worden?</strong></p><p><i>Es kommt darauf an, von welchen Personen. Viele Leute haben uns überhaupt nicht angeschaut. Wenn sie uns dann einmal gekannt haben oder bemerkt haben, dass wir nicht immer schräg drauf sind, dann sind sie auch vorbeigekommen und haben uns Kekse gebracht zum Beispiel.</i></p><p><strong>Und wie ist das heute so in Salzburg in der Punk-Szene?</strong></p><p><i>Die Punk-Szene in Salzburg, die noch vorhanden ist, ist sehr politisch. Es ist komplett anders als früher. Es wird natürlich schon einmal wieder gefeiert, es gibt auch die </i><a href="https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburger-pestspiele-als-kontrast-zur-salzburger-hochkultur-141961414" target="_blank"><i>Pestspiele, die halt dann auch ein Kontrast sind zu den Festspielen in Salzburg</i></a><i>.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 4. August, besucht uns Kerstin Govekar, die Obfrau der "WheelChairDancers Salzburg" und Verantwortliche im Österreichischen Behindertensportverband für die Sportart Rollstuhltanzen. Einfach reinhören!</i></p>
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      <itunes:summary>Bunte Haare sind nicht alles, gehören aber sicherlich dazu: Im heutigen Sonntagstalk erzählt uns ein Salzburger Punk, wie Menschen ihren Weg in diese Szene finden, wie es ist, als Punk zu leben und was sich in den vergangenen 30 Jahren so verändert hat.</itunes:summary>
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      <title>Sonntagstalk mit Astrologin Daniela Hruschka</title>
      <description><![CDATA[<p>Sie beschäftigt sich mit Sternenkonstellationen, Zeitqualitäten und Horoskopen: Seit über zehn Jahren ist die Salzburgerin Daniela Hruschka als Astrologin tätig. Dafür schmiss ihre Karriere in der Hotellerie über den Haufen und orientierte sich beruflich komplett neu. Sie berät Privatpersonen, aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer. Außerdem verfasst sie regelmäßig Wochen-, Monats- und Jahreshoroskope für SALZBURG24.</p><p>Die Astrologie ist für Hruschka nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Leidenschaft, die sie durch ihr Leben begleitet. „Ein bisschen Astrologie gibt es nicht. Entweder ganz oder gar nicht“, führt sie im Sonntagstalk aus. Welche Begegnungen sie besonders geprägt haben, was ein kleiner Post-it-Zettel damit zu tun hat und wieso Astrologie „gar nichts“ mit Wahrsagerei zu tun hat, erzählt sie im Podcast. Hört rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Daniela Hruschka: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Mit Helmut Windhager war bereits ein Astronom vor zwei Wochen bei uns im Sonntagstalk zu Gast. Astronomie und Astrologie – das wird ja ganz gerne mal ein bisschen verwechselt. Was bedeutet denn Astrologie genau?</strong></p><p><i>DANIELA HRUSCHKA: Die Astronomen haben nicht die größte Freude mit uns Astrologen. Man muss aber sagen, dass die Astrologie schon eine Wissenschaft ist, mit der wir uns schon seit langer Zeit beschäftigen. Ich würde sagen im Vergleich zur Astronomie geht es um die Sprache der Sterne. Wir analysieren, wir befassen uns damit, was uns die Energien der Sterne zu sagen haben und wie wir diese Energie am besten umsetzen können.</i></p><p><strong>Wie viel hat das Ganze mit selbsterfüllenden oder selbstzerstörenden Prophezeiungen zu tun?</strong></p><p><i>Da würde ich das Wort Prophezeiungen gleich einmal wegstreichen. Wir sind auch nicht hier, um Prophezeiungen zu tätigen. Also auch das wäre nicht ganz richtig. Man muss sich das so vorstellen: In dem Moment, in dem wir hier geboren werden, gibt es eine Sternenkonstellation. Und diese Sternenkonstellation ist ein bisschen dein persönlicher Fahrplan, wie dein Drehbuch. Und da sind natürlich Talente drinnen, da sind Schwierigkeiten drinnen, da sind Herausforderungen drinnen. Und da kann der Astrologe gut helfen, dass man über diese Qualität spricht, damit du dich ganz gut erkennst. Es ist schön, sich schon ein Kinderhoroskop anzusehen, denn man würde einem Kind – das muss ich schon ehrlich sagen – einige Sackgassen ersparen, wenn man zum Beispiel schon die richtige Schule wählt. Da kann man schon auf alle Fälle tätig sein. Und dann geht man mit diesem Fahrplan ins Leben und die Sterne wandern weiter und fangen an, wie eine Energie zu arbeiten. Das ist dann die Energie, mit der du persönlich arbeiten kannst.</i></p><p><strong>Wo lässt du dich selber astrologisch beraten oder kann man das selbst machen?</strong></p><p><i>Bei sich selbst schaut man sich manche Aspekte vielleicht ein bisschen schonend an. Ich habe ganz liebe Bekannte, die auch Astrologen sind. Manchmal rufen wir uns zusammen und fragen: „Wie würdest du das jetzt interpretieren?“ Und sie fragen dann: „Hast du dir das vielleicht schon genauer angeschaut?“ Es ist schon lustig und man hat für sich selber vielleicht manchmal den blinden Fleck. Entweder man sieht es zu schonend oder vielleicht manchmal zu dramatisch.</i></p><p><strong>Die Menschen kommen ja vermutlich doch mit recht persönlichen Geschichten zu dir. Wie gehst du damit um?</strong></p><p><i>Ich habe schon als Kind Geschichten geliebt. Ich höre mir unglaublich gerne Geschichten von Menschen an. Mir ist das so wichtig, weil jeder Mensch so unterschiedlich ist. Manchmal gehe ich durch die Stadt und denke mir, dass jeder eine Geschichte mit sich trägt. Ich fange in meinen Beratungen lieber selber zu reden an. Da sage ich immer ganz klassisch: „Ich würde jetzt gerne in das Horoskop eintauchen. Ich gehe dann ganz bewusst in die Vergangenheit, um einen roten Faden zu finden und dann entsteht ja etwas. Das weiß auch mein Gegenüber in dem Moment nicht, sie lassen sich wirklich ein. Und da entstehen dann diese Geschichten, glaube ich, auch für mein Gegenüber oft anders, als sie es selber gesehen haben. Es kommt dann schon etwas in Gestaltung. In dem Moment, in dem man bei mir reinkommt, geht etwas in Gestaltung und nimmt eine andere Dynamik an.</i></p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag, 28. Juli, erzählt uns ein Salzburger Punk, wie sich die Szene in den vergangenen Jahrzehnten verändert und weiterentwickelt hat – auch was das Image und das Selbstverständnis angeht. Einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sun, 21 Jul 2024 10:39:15 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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      <title>Christine Gappmayer: „Funktioniert nur, wenn die ganze Familie Football-affin ist“</title>
      <description><![CDATA[<p>Nachdem die Kampfmannschaft der Salzburg Ducks den Einzug in die Playoffs verpasst haben, sind die Männer bereits in der Sommerpause. Anders sieht das bei Obfrau der Salzburger Footballer, Christine Gappmayer, aus. Denn die Ladies spielen mindestens noch ein Spiel in der heurigen Saison und außerdem sind Sommercamps vorzubereiten. Eine kurze Auszeit nimmt sich die 59-jährige Powerfrau dennoch.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 erinnert sich Christine Gappmayer an die Gründung des Salzburger Football-Vereins und blickt auf viele persönliche Highlights, aber auch Herausforderungen zurück. Ob sie bereits ans Aufhören denkt? Hört selbst!</p><h2>Sonntagstalk mit Christine Gappmayer: Ein Auszug zum Nachlesen</h2><p><strong>SALZBURG24: Du hast die Ducks vor rund zehn Jahren gegründet. Kannst du dich für uns an die ersten Schritte und an deine Gedanken daran zurückerinnern?</strong></p><p><i>Christine Gappmayer: Ja, ich habe mir das leichter vorgestellt und mit weniger Zeitaufwand, denn das waren rund 30 Nachwuchsspieler. Da waren aber die Eltern und die Trainer schon mitberechnet. Und ich habe mir gedacht, das ist ein kleiner Verein, das passt für die Jugend, da nimmt man sich gerne Zeit. Und dann ist das explodiert. Irgendwann hat man das Rad dann nicht mehr stoppen können. So wie ein Schneeball, der wird auch immer größer, wenn er runterrollt.</i></p><p><i>Und die ersten Eindrücke waren in Liefering, auf einem fast schon Acker, wo wir trainiert haben. Wo wir vorher die Maulwurfhügel niedergetreten haben, dass sich die Spieler nicht verletzen. Also so war der Start der Salzburg Ducks.</i></p><p><strong>Seither hat sich ja viel getan. Inwiefern haben sich deine Aufgaben als Obfrau verändert?</strong></p><p><i>Na ja, es ist halt ganz viel auch Management dahinter, dass man alles einteilt, dass jeder zur richtigen Zeit da ist. Und der große Unterschied ist, in einer Firma sagst du, kannst du bitte diese Aufgabe erledigen? Der ist angestellt, der kriegt dafür bezahlt, der macht das auch mit 98 Prozent.</i></p><p><i>In einem Verein kannst du sagen, bitte sei so nett, kannst du uns helfen? Und wenn der aber eine Viertelstunde vorher sagt, tut mir leid, ich kann heute doch nicht kommen... Da musst du halt ständig irgendwo variieren und spontan sein. Und ja, es ist eine große Herausforderung, aber wir schaffen es immer wieder.</i></p><p><i>Am Anfang sind wir teilweise noch selber im Foodtruck gestanden und haben da die Burger verkauft. Das würde sich jetzt nicht mehr ausgehen. Da sind jetzt einfach mehr Helfer und das Ganze ist einfach größer worden. Anders sind auch die Veranstaltungsgenehmigungen, es ist ein Unterschied, ob du mit 30 Leuten zuschaust oder mit 1.500.</i></p><p><strong>Diese zehn Jahre, das ist doch eine lange Zeit. Was ist dir als Obfrau am meisten in Erinnerung geblieben?</strong></p><p><i>Die Touchdowns, die gefangenen Bälle und vielleicht auch Wahnsinns-Tackles meiner Kinder. Die Erfolge, die Silver Bowl, das war unglaublich. Unsere Jugendspieler, die wir entwickelt haben, wenn man den Noah Touré anschaut, der ist jetzt einer der besten ELF-Spieler (European Football League, Anm.).</i></p><p><i>Der hat bei uns angefangen, da war er, glaube ich, elf Jahre alt. Der Alexander Reischl, der Quarterback jetzt spielt bei den Vikings in der ELF. Die haben unsere Ducks-Akademie besucht.</i></p><p><strong>Du hast einmal gesagt, du hast beinahe kein Football-freies Wochenende im Jahr. Wie bekommst du das neben deiner Selbstständigkeit und den familiären Aufgaben unter einen Hut?</strong></p><p><i>Na ja, meine Kinder sind ja schon groß, die studieren oder sind auch schon fertig. Wir haben 41 fixe Veranstaltungen im ganzen Jahr. Und das funktioniert nur deshalb, wenn die ganze Familie Football-affin ist. Das ist ein Teil der Familie. So wie andere vielleicht ein Gasthaus haben, wo auch die ganze Familie mithilft, ist bei uns das halt Football. Das würde sonst eh nicht funktionieren, wenn nicht mein Mann und ich ein gemeinsames Ziel haben und einen gemeinsamen Traum gehabt haben.</i></p><p><strong>Apropos Familie, deine ist weiterhin und auch durch und durch im Football-Fieber. Du und dein Mann, zwei deiner Kinder haben selber gespielt und deine Tochter ist Schiedsrichterin. Geht es bei euch am Küchentisch dann auch immer um Football oder hat das Ei dann einmal Pause?</strong></p><p><i>Nein, wir bemühen uns natürlich, dass das Ei dann einmal Pause hat, weil es ist ja wichtig, wie es den Kindern geht. Die erste ist jetzt mit dem Studium fertig. Wohin sie auf Urlaub hinfahren, wie es mit dem Partner geht.</i></p><p><i>Bei uns ist zu Hause immer wahnsinnig viel los. Wir haben kürzlich mit 18 Leute gebruncht und da ist es nur kurz um Football gegangen und dann über private Sachen, man muss der Familie Zeit geben und es geht viel ums Ei, aber nicht nur.</i></p><p><strong>Das Familiäre scheint dir auch am Feld und im Verein allgemein wichtig zu sein, wie man am Beispiel vom Team-Motto "One Family" sieht. Welche Rolle hat das Familiäre gespielt, als ihr den langjährigen Headcoach Nick Johansen entlassen habt? Was waren da so deine Gedanken?</strong></p><p><i>Das war sehr schwer, weil Nick Johansen sechs Jahre bei uns war. Und ich denke, es war die beste Entscheidung, ihn dazumal zu holen. Und die zweitbeste war, dass wir uns zu dem Zeitpunkt trennen.</i></p><p><i>Ein Trainer-Dasein ist halt meist nicht für die Ewigkeit. Im Nachhinein gesehen war es die richtige Entscheidung. Es waren aber schon einige Tage, wo wir gesagt haben, schauen wir mal. Aber es war die richtige Entscheidung. Man hat dann gesehen, wie das Team die Saison beendet hat. Und ich glaube, alle 50 Spieler waren beim letzten Spiel da, die alles gegeben haben. Die Tribüne hat wirklich gebebt.</i></p><p><i>Das ist dann der Lohn für solche Stunden, wo man sich überlegt, was machen wir jetzt? Wem übergibt man welche Aufgaben? Funktioniert das dann? Haben wir das richtig gemacht? Die Zweifel sind weg. Ja, wir haben es richtig gemacht und ja, es war eine schwere Entscheidung, aber ist halt so. Manchmal muss man Entscheidungen treffen. Das Schlechteste ist, keine Entscheidungen zu treffen.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 14 Jul 2024 08:00:27 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
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Kannst du dich für uns an die ersten Schritte und an deine Gedanken daran zurückerinnern?</strong></p><p><i>Christine Gappmayer: Ja, ich habe mir das leichter vorgestellt und mit weniger Zeitaufwand, denn das waren rund 30 Nachwuchsspieler. Da waren aber die Eltern und die Trainer schon mitberechnet. Und ich habe mir gedacht, das ist ein kleiner Verein, das passt für die Jugend, da nimmt man sich gerne Zeit. Und dann ist das explodiert. Irgendwann hat man das Rad dann nicht mehr stoppen können. So wie ein Schneeball, der wird auch immer größer, wenn er runterrollt.</i></p><p><i>Und die ersten Eindrücke waren in Liefering, auf einem fast schon Acker, wo wir trainiert haben. Wo wir vorher die Maulwurfhügel niedergetreten haben, dass sich die Spieler nicht verletzen. Also so war der Start der Salzburg Ducks.</i></p><p><strong>Seither hat sich ja viel getan. Inwiefern haben sich deine Aufgaben als Obfrau verändert?</strong></p><p><i>Na ja, es ist halt ganz viel auch Management dahinter, dass man alles einteilt, dass jeder zur richtigen Zeit da ist. Und der große Unterschied ist, in einer Firma sagst du, kannst du bitte diese Aufgabe erledigen? Der ist angestellt, der kriegt dafür bezahlt, der macht das auch mit 98 Prozent.</i></p><p><i>In einem Verein kannst du sagen, bitte sei so nett, kannst du uns helfen? Und wenn der aber eine Viertelstunde vorher sagt, tut mir leid, ich kann heute doch nicht kommen... Da musst du halt ständig irgendwo variieren und spontan sein. Und ja, es ist eine große Herausforderung, aber wir schaffen es immer wieder.</i></p><p><i>Am Anfang sind wir teilweise noch selber im Foodtruck gestanden und haben da die Burger verkauft. Das würde sich jetzt nicht mehr ausgehen. Da sind jetzt einfach mehr Helfer und das Ganze ist einfach größer worden. Anders sind auch die Veranstaltungsgenehmigungen, es ist ein Unterschied, ob du mit 30 Leuten zuschaust oder mit 1.500.</i></p><p><strong>Diese zehn Jahre, das ist doch eine lange Zeit. Was ist dir als Obfrau am meisten in Erinnerung geblieben?</strong></p><p><i>Die Touchdowns, die gefangenen Bälle und vielleicht auch Wahnsinns-Tackles meiner Kinder. Die Erfolge, die Silver Bowl, das war unglaublich. Unsere Jugendspieler, die wir entwickelt haben, wenn man den Noah Touré anschaut, der ist jetzt einer der besten ELF-Spieler (European Football League, Anm.).</i></p><p><i>Der hat bei uns angefangen, da war er, glaube ich, elf Jahre alt. Der Alexander Reischl, der Quarterback jetzt spielt bei den Vikings in der ELF. Die haben unsere Ducks-Akademie besucht.</i></p><p><strong>Du hast einmal gesagt, du hast beinahe kein Football-freies Wochenende im Jahr. Wie bekommst du das neben deiner Selbstständigkeit und den familiären Aufgaben unter einen Hut?</strong></p><p><i>Na ja, meine Kinder sind ja schon groß, die studieren oder sind auch schon fertig. Wir haben 41 fixe Veranstaltungen im ganzen Jahr. Und das funktioniert nur deshalb, wenn die ganze Familie Football-affin ist. Das ist ein Teil der Familie. So wie andere vielleicht ein Gasthaus haben, wo auch die ganze Familie mithilft, ist bei uns das halt Football. Das würde sonst eh nicht funktionieren, wenn nicht mein Mann und ich ein gemeinsames Ziel haben und einen gemeinsamen Traum gehabt haben.</i></p><p><strong>Apropos Familie, deine ist weiterhin und auch durch und durch im Football-Fieber. Du und dein Mann, zwei deiner Kinder haben selber gespielt und deine Tochter ist Schiedsrichterin. Geht es bei euch am Küchentisch dann auch immer um Football oder hat das Ei dann einmal Pause?</strong></p><p><i>Nein, wir bemühen uns natürlich, dass das Ei dann einmal Pause hat, weil es ist ja wichtig, wie es den Kindern geht. Die erste ist jetzt mit dem Studium fertig. Wohin sie auf Urlaub hinfahren, wie es mit dem Partner geht.</i></p><p><i>Bei uns ist zu Hause immer wahnsinnig viel los. Wir haben kürzlich mit 18 Leute gebruncht und da ist es nur kurz um Football gegangen und dann über private Sachen, man muss der Familie Zeit geben und es geht viel ums Ei, aber nicht nur.</i></p><p><strong>Das Familiäre scheint dir auch am Feld und im Verein allgemein wichtig zu sein, wie man am Beispiel vom Team-Motto "One Family" sieht. Welche Rolle hat das Familiäre gespielt, als ihr den langjährigen Headcoach Nick Johansen entlassen habt? Was waren da so deine Gedanken?</strong></p><p><i>Das war sehr schwer, weil Nick Johansen sechs Jahre bei uns war. Und ich denke, es war die beste Entscheidung, ihn dazumal zu holen. Und die zweitbeste war, dass wir uns zu dem Zeitpunkt trennen.</i></p><p><i>Ein Trainer-Dasein ist halt meist nicht für die Ewigkeit. Im Nachhinein gesehen war es die richtige Entscheidung. Es waren aber schon einige Tage, wo wir gesagt haben, schauen wir mal. Aber es war die richtige Entscheidung. Man hat dann gesehen, wie das Team die Saison beendet hat. Und ich glaube, alle 50 Spieler waren beim letzten Spiel da, die alles gegeben haben. Die Tribüne hat wirklich gebebt.</i></p><p><i>Das ist dann der Lohn für solche Stunden, wo man sich überlegt, was machen wir jetzt? Wem übergibt man welche Aufgaben? Funktioniert das dann? Haben wir das richtig gemacht? Die Zweifel sind weg. Ja, wir haben es richtig gemacht und ja, es war eine schwere Entscheidung, aber ist halt so. Manchmal muss man Entscheidungen treffen. Das Schlechteste ist, keine Entscheidungen zu treffen.</i></p>
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      <itunes:summary>Für die Kampfmannschaft der Salzburg Ducks steht nach den verpassten Playoffs erst einmal die Sommerpause an. Nicht aber für ihre Obfrau, Christine Gappmayer – zumindest noch nicht. Wann sich die Salzburger Powerfrau eine Auszeit nimmt und wo sie ihre Kraft für die vielen Football-Einsätze tankt, erzählt sie uns im heutigen Sonntagstalk.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Für die Kampfmannschaft der Salzburg Ducks steht nach den verpassten Playoffs erst einmal die Sommerpause an. Nicht aber für ihre Obfrau, Christine Gappmayer – zumindest noch nicht. Wann sich die Salzburger Powerfrau eine Auszeit nimmt und wo sie ihre Kraft für die vielen Football-Einsätze tankt, erzählt sie uns im heutigen Sonntagstalk.</itunes:subtitle>
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      <title>Toby Romeo: &quot;Die Musik ist mein Lebenswegbegleiter&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Bei Toby Romeo geht es seit einigen Jahren steil bergauf. Schon im Jugendalter sammelte der Tennengauer Erfahrung bei DJ-Contests, im zarten Alter von 13 Jahren stand er bereits beim Donauinselfest auf der Bühne. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, seit einigen Jahren ist er etwa beim Electric Love Festival nicht mehr wegzudenken. Seine wohl prägendste Show absolvierte Toby Romeo im Jahr 2019 als Warm-Up-Act für den deutschen Künstler Felix Jaehn, über den der Salzburger letztlich bei Universal unterkam.</p><p>Seitdem spielt der Musiker Show auf der ganzen Welt und arbeitet bei Kollaborationen mit namhaften Kollegen zusammen. Und dennoch wirkt der 23-jährige Gollinger unglaublich bodenständig. Wie ihm das gelingt, was sein bislang außergewöhnlichster Auftritt war und warum er sich bereits Gedanken für seine Zeit nach der Musik macht, hat uns Toby Romeo unter anderem im Sonntagstalk erzählt: </p><p>Sonntagstalk mit Toby Romeo: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Lieber Tobi, du bist auf der ganzen Welt unterwegs und spielst jede Menge Shows. In wenigen Tagen steht dann aber ein Heimspiel an, und zwar beim Electric Love Festival (ELF). Ich kann mir gut vorstellen, dass das ELF für dich einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt – was genau bedeutet das Festival für dich?</strong></p><p><i>Toby Romeo: Das Festival ist definitiv das Highlight des Jahres und wird es wohl auch immer bleiben, ganz egal, was da noch für Festivals dazukommen mögen. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, weil du halt einfach weißt, dass alle deine Freunde in der Crowd sind, deine ganze Family da ist.</i></p><p><i>Letztes Jahr war sogar meine Oma mit dabei, die ist 84 Jahre alt und hat sich das Electric Love Festival angeschaut. Es ist ein besonderes Ereignis, auf das man am stolzesten ist und ich glaube, das wird sich nie ändern. </i></p><p><strong>Du hast ja aber natürlich einen langen Werdegang hinter dir und bist nicht einfach von heute auf morgen am ELF aufgetreten, zuvor hast du an mehreren DJ-Contests teilgenommen. Wie wichtig waren diese Bewerbe für deinen doch sehr steilen Einstieg ins DJ-Business? </strong></p><p><i>Die waren tatsächlich essentiell. Mein allererster Contest damals war „Rock The Island“, der war vom Donauinselfest aus. Da habe ich mich qualifiziert für eine Show am Donauinselfest, das war quasi mein erster Auftritt. Das glaubt mir oftmals keiner, aber ich mache das jetzt auch schon zehn Jahre lang. Dann habe ich an weiteren Contests teilgenommen, unter anderem am Electirc Love im Jahr 2016. </i></p><p><i>Und ja, es war ausschlaggebend für meine Karriere, weil so hast du einfach in kurzer Zeit ein Netzwerk aufbauen können, Veranstalter kennenlernen können, die Möglichkeit gehabt, dass du dich beweist auf der Stage. Es war also wirklich essentiell, um den Ball, sag ich mal, ins Rollen zu kriegen.</i></p><p><strong>International für Aufsehen gesorgt hat aber deine Zusammenarbeit mit Felix Jaehn. Wie blickst du auf diese Zeit zurück und wie wichtig ist ein, sagen wir unter Anführungszeichen, Türöffner wie Felix Jaehn?</strong></p><p><i>Ich blicke sehr, sehr positiv auf die Zeit zurück. Die Geschichte kennen sicher einige Leute noch nicht, deswegen hole ich da gerne jetzt mal ein bisschen weiter raus: Das war im Jahr 2019 in Südtirol. Ich war als Warm-Up-Act gebucht, Felix Jaehn war der Headliner. Und jeder, der sich so mit elektronischer Musik und Festivals befasst, weiß, dass so ein Abend eigentlich eine klare Dramaturgie vom Energie-Level her braucht. Die Warm-Up-Acts spielen natürlich ein bisschen softer und der Headliner knallt dann drauf und hat quasi die Möglichkeit zu glänzen.</i></p><p><i>Und ich hab‘ halt meinen Job des Warm-up-Acts damals noch nicht so richtig ernst genommen und hab gedacht, ich bin der Headliner und hab dementsprechend energetisch gespielt, was nicht so gut angekommen ist. Nach 20 Minuten hat mich Felix Jaehn von der Bühne geworfen. </i></p><p><i>Beim Rausgehen habe ich ihn getroffen und die Möglichkeit genutzt, mit ihm in Kontakt zu treten. Er hat sich entschuldigt und mir das nochmal erklärt, was der Job eines Warm-Up-Acts ist. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm nicht böse bin, wenn er mir 20 Minuten seiner Zeit schenkt, wenn ich ihm ein paar Demos vorspielen kann. Und dann habe ich schon seine Nummer gehabt. </i></p><p><i>Wir sind in Kontakt geblieben und haben uns Songs hin und her geschickt. Schlussendlich habe ich die Ehre gehabt, an einigen seiner Produktionen als Co-Produzent mitzuwirken und er ist bei mir so ein bisschen in die Mentorenrolle geschlüpft.</i></p><p><strong>Bei all diesen mitunter wohl doch sehr hektischen Jetset-Live, das du führst, wie gelingt es dir, wieder runterzukommen und diesen bodenständigen Charakter zu wahren?</strong></p><p><i>Ich glaube, die Antwort ist Golling. Sobald ich daheim die Tür aufspüre, weiß ich, ich bin in meiner Safe Zone, da geht's mir gut. Ich wohne nach wie vor bei meinen Eltern daheim, habe mein eigenes Stockwerk, aber das ist schon irgendwie cool, nach Hause zu kommen. Das passiert ohnehin nicht zu oft aktuell, aber wenn ich daheim bin, dann genieße ich das sehr. Golling ist für mich so ein Ort der Balance irgendwie.</i></p><p><strong>Du warst bereits an vielen erfolgreichen Kollaborationen beteiligt und hast bereits jede Menge Preise und Auszeichnungen abgestaubt. Gibt es etwas, das du noch unbedingt erreichen willst?</strong></p><p><i>Da gibt es noch einige Sachen, die Liste ist lang. Ich glaube, das klischeehafteste DJ-Ziel ist natürlich, einmal am Tomorrowland zu spielen. Das wäre noch definitiv ein Ziel und man sollte seine Ziele ja immer hochstecken. Ich meine, so ein Grammy wäre schon cool, also – „Fingers crossed“.</i></p><p><i>Aber ja, das größte Ziel von allem ist einfach, das so lange wie möglich machen dürfen. Man weiß ja nie, wie lange so eine Karriere dauert.</i></p><p><strong>Und wenn es dann einmal nicht mehr so läuft, dann würdest du dich vielleicht um den Nachwuchs kümmern?</strong></p><p><i>Genau. Also ich glaube, die Musik ist mein Lebenswegbegleiter.</i></p>
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      <pubDate>Mon, 8 Jul 2024 14:24:51 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/toby-romeo-die-musik-ist-mein-lebenswegbegleiter-_j4tZ_yS</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Bei Toby Romeo geht es seit einigen Jahren steil bergauf. Schon im Jugendalter sammelte der Tennengauer Erfahrung bei DJ-Contests, im zarten Alter von 13 Jahren stand er bereits beim Donauinselfest auf der Bühne. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, seit einigen Jahren ist er etwa beim Electric Love Festival nicht mehr wegzudenken. Seine wohl prägendste Show absolvierte Toby Romeo im Jahr 2019 als Warm-Up-Act für den deutschen Künstler Felix Jaehn, über den der Salzburger letztlich bei Universal unterkam.</p><p>Seitdem spielt der Musiker Show auf der ganzen Welt und arbeitet bei Kollaborationen mit namhaften Kollegen zusammen. Und dennoch wirkt der 23-jährige Gollinger unglaublich bodenständig. Wie ihm das gelingt, was sein bislang außergewöhnlichster Auftritt war und warum er sich bereits Gedanken für seine Zeit nach der Musik macht, hat uns Toby Romeo unter anderem im Sonntagstalk erzählt: </p><p>Sonntagstalk mit Toby Romeo: Ein Auszug zum Nachlesen</p><p><strong>SALZBURG24: Lieber Tobi, du bist auf der ganzen Welt unterwegs und spielst jede Menge Shows. In wenigen Tagen steht dann aber ein Heimspiel an, und zwar beim Electric Love Festival (ELF). Ich kann mir gut vorstellen, dass das ELF für dich einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt – was genau bedeutet das Festival für dich?</strong></p><p><i>Toby Romeo: Das Festival ist definitiv das Highlight des Jahres und wird es wohl auch immer bleiben, ganz egal, was da noch für Festivals dazukommen mögen. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, weil du halt einfach weißt, dass alle deine Freunde in der Crowd sind, deine ganze Family da ist.</i></p><p><i>Letztes Jahr war sogar meine Oma mit dabei, die ist 84 Jahre alt und hat sich das Electric Love Festival angeschaut. Es ist ein besonderes Ereignis, auf das man am stolzesten ist und ich glaube, das wird sich nie ändern. </i></p><p><strong>Du hast ja aber natürlich einen langen Werdegang hinter dir und bist nicht einfach von heute auf morgen am ELF aufgetreten, zuvor hast du an mehreren DJ-Contests teilgenommen. Wie wichtig waren diese Bewerbe für deinen doch sehr steilen Einstieg ins DJ-Business? </strong></p><p><i>Die waren tatsächlich essentiell. Mein allererster Contest damals war „Rock The Island“, der war vom Donauinselfest aus. Da habe ich mich qualifiziert für eine Show am Donauinselfest, das war quasi mein erster Auftritt. Das glaubt mir oftmals keiner, aber ich mache das jetzt auch schon zehn Jahre lang. Dann habe ich an weiteren Contests teilgenommen, unter anderem am Electirc Love im Jahr 2016. </i></p><p><i>Und ja, es war ausschlaggebend für meine Karriere, weil so hast du einfach in kurzer Zeit ein Netzwerk aufbauen können, Veranstalter kennenlernen können, die Möglichkeit gehabt, dass du dich beweist auf der Stage. Es war also wirklich essentiell, um den Ball, sag ich mal, ins Rollen zu kriegen.</i></p><p><strong>International für Aufsehen gesorgt hat aber deine Zusammenarbeit mit Felix Jaehn. Wie blickst du auf diese Zeit zurück und wie wichtig ist ein, sagen wir unter Anführungszeichen, Türöffner wie Felix Jaehn?</strong></p><p><i>Ich blicke sehr, sehr positiv auf die Zeit zurück. Die Geschichte kennen sicher einige Leute noch nicht, deswegen hole ich da gerne jetzt mal ein bisschen weiter raus: Das war im Jahr 2019 in Südtirol. Ich war als Warm-Up-Act gebucht, Felix Jaehn war der Headliner. Und jeder, der sich so mit elektronischer Musik und Festivals befasst, weiß, dass so ein Abend eigentlich eine klare Dramaturgie vom Energie-Level her braucht. Die Warm-Up-Acts spielen natürlich ein bisschen softer und der Headliner knallt dann drauf und hat quasi die Möglichkeit zu glänzen.</i></p><p><i>Und ich hab‘ halt meinen Job des Warm-up-Acts damals noch nicht so richtig ernst genommen und hab gedacht, ich bin der Headliner und hab dementsprechend energetisch gespielt, was nicht so gut angekommen ist. Nach 20 Minuten hat mich Felix Jaehn von der Bühne geworfen. </i></p><p><i>Beim Rausgehen habe ich ihn getroffen und die Möglichkeit genutzt, mit ihm in Kontakt zu treten. Er hat sich entschuldigt und mir das nochmal erklärt, was der Job eines Warm-Up-Acts ist. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm nicht böse bin, wenn er mir 20 Minuten seiner Zeit schenkt, wenn ich ihm ein paar Demos vorspielen kann. Und dann habe ich schon seine Nummer gehabt. </i></p><p><i>Wir sind in Kontakt geblieben und haben uns Songs hin und her geschickt. Schlussendlich habe ich die Ehre gehabt, an einigen seiner Produktionen als Co-Produzent mitzuwirken und er ist bei mir so ein bisschen in die Mentorenrolle geschlüpft.</i></p><p><strong>Bei all diesen mitunter wohl doch sehr hektischen Jetset-Live, das du führst, wie gelingt es dir, wieder runterzukommen und diesen bodenständigen Charakter zu wahren?</strong></p><p><i>Ich glaube, die Antwort ist Golling. Sobald ich daheim die Tür aufspüre, weiß ich, ich bin in meiner Safe Zone, da geht's mir gut. Ich wohne nach wie vor bei meinen Eltern daheim, habe mein eigenes Stockwerk, aber das ist schon irgendwie cool, nach Hause zu kommen. Das passiert ohnehin nicht zu oft aktuell, aber wenn ich daheim bin, dann genieße ich das sehr. Golling ist für mich so ein Ort der Balance irgendwie.</i></p><p><strong>Du warst bereits an vielen erfolgreichen Kollaborationen beteiligt und hast bereits jede Menge Preise und Auszeichnungen abgestaubt. Gibt es etwas, das du noch unbedingt erreichen willst?</strong></p><p><i>Da gibt es noch einige Sachen, die Liste ist lang. Ich glaube, das klischeehafteste DJ-Ziel ist natürlich, einmal am Tomorrowland zu spielen. Das wäre noch definitiv ein Ziel und man sollte seine Ziele ja immer hochstecken. Ich meine, so ein Grammy wäre schon cool, also – „Fingers crossed“.</i></p><p><i>Aber ja, das größte Ziel von allem ist einfach, das so lange wie möglich machen dürfen. Man weiß ja nie, wie lange so eine Karriere dauert.</i></p><p><strong>Und wenn es dann einmal nicht mehr so läuft, dann würdest du dich vielleicht um den Nachwuchs kümmern?</strong></p><p><i>Genau. Also ich glaube, die Musik ist mein Lebenswegbegleiter.</i></p>
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      <itunes:summary>Mit fast zwei Millionen monatlichen Hörer:innen auf Spotify ist der Gollinger DJ und Musikproduzent Toby Romeo einer der erfolgreichsten Musiker des Landes. Im Sonntagstalk haben wir mit dem 23-Jährigen über sein Jetset-Life, das Electric Love Festival und seine Heimat als Ruhepol gesprochen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Mit fast zwei Millionen monatlichen Hörer:innen auf Spotify ist der Gollinger DJ und Musikproduzent Toby Romeo einer der erfolgreichsten Musiker des Landes. Im Sonntagstalk haben wir mit dem 23-Jährigen über sein Jetset-Life, das Electric Love Festival und seine Heimat als Ruhepol gesprochen.</itunes:subtitle>
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      <title>Helmut Windhager im Sonntagstalk: &quot;Es ist völlig unmöglich, dass wir alleine im Weltraum sind&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Wenn Astronomie das Thema in Salzburg ist, dann geht wohl kein Weg an Helmut Windhager vorbei. Der Leiter der Arbeitsgruppe Astronomie im Haus der Natur hat den Bau der Vega-Sternwarte in Nußdorf am Haunsberg (Flachgau) maßgeblich vorangetrieben, die 2018 eröffnet wurde und von 32 Ehrenamtlichen betrieben wird. Führungen sind rasch ausgebucht und die hauseigenen Astrofotografen stellten ihr Können schon international unter Beweis. Die Salzburger Sternwarte besitzt das drittgrößte Teleskop Österreichs, das gleichzeitig auch eines der größten öffentlich zugänglichen Teleskope in ganz Europa ist. Kurz gesagt: Es ist eine Erfolgsgeschichte.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 erinnert sich Helmut Windhager an die alte Sternwarte aus Holz am Voggenberg und blickt auf einen denkwürdigen Anruf aus einer Badewanne zurück, der die Vega-Sternwarte wohl erst möglich gemacht haben dürfte. Außerdem bewertet der Salzburger aktuelle Raumfahrtbestrebungen und erklärt, warum außerirdisches Leben rein theoretisch möglich sein müsste.</p><p>Sonntagstalk mit Helmut Windhager: Auszug zum Nachlesen</p><p>SALZBURG24: Wann haben Sie das erste Mal bewusst in den Sternenhimmel über uns geschaut?</p><p>HELMUT WINDHAGER Ich habe als Bub Raumfahrtbücher verschlungen. Das war meine Welt. Und ich bin hinausgegangen, habe zum Himmel geschaut und mir gedacht, jetzt muss doch endlich so ein Kugelraumschiff auftauchen. Und dabei sieht man natürlich auch die Sterne.</p><p>Ich hatte einen guten Freund, der hat zu Weihnachten ein Teleskop bekommen bekommen – ich hatte leider keins. Und wir haben dann geschaut und wir haben es schon allerhand gefunden. Wir konnten nicht zu den Sternen hinschauen, aber anschauen konnten wir sie. Und das war der Start für die Liebe zur Astronomie.</p><p>Auf welche astronomischen Highlights können wir uns demnächst freuen?</p><p>Das, was jetzt in Kürze kommt und wozu wir keine Sternwarte brauchen, sind die Perseiden. Das ist der Sternschnuppenstrom um den 12. August. Das kann jeder anschauen. Man braucht nur klaren Himmel und möglichst dunkle Umgebung. Warm anziehen, denn auch im August wird es abends kalt. Wenn man länger schauen will, am besten auf einer Campingliege. Und dann schaut man am besten, wo der große Wagen ist – den wird fast jeder kennen. Und ein bisserl rechts davon schaut man herum.</p><p>Wobei die Perseiden praktisch über den ganzen Himmel fliegen. Nach Süden würde ich nicht schauen, das ist vergebene Lebensmüh. Aber von Westen über Norden bis Osten kann man die überall sehen. Es ist dann schon toll. Und der Profi weiß, man darf sich ja was wünschen. Und gescheiterweise wünscht man sich, dass man noch eine sieht. Dann hört es nicht auf.</p><p>Wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen in der Raumfahrt?</p><p>Also ich finde die Entwicklung sehr, sehr toll und bei allem, unsere Multimillionäre der Welt sind alle ein bisschen exzentrisch, das ist so. Aber man muss ihnen zugestehen, sie stecken ihre Milliarden in Dinge wie Raumfahrt und Forschung und nicht in schwere Autos und leichte Mädchen.</p><p>Also sind wir froh, dass wir solche Milliardäre haben, die sagen, ich möchte, dass wir zum Mars kommen. Das ist ein anderes Denken, eine andere Herangehensweise, dass sich nicht scheuen vor dem Scheitern. Die starten eine Rakete und gehen davon aus, dass es jetzt nicht funktionieren wird. Und dann wird der Teil, der nicht funktioniert hat, verbessert. Damit bekommt man am Ende eine leichte, billige Rakete, die funktioniert. Die Denkweise der NASA war ganz andere.</p><p>Wir können wirklich sehr zufrieden sein und ich erwarte auch sehr viel. Der Mars ist ja nicht allzu weit weg und ist nahezu in der habitablen Zone, also nicht weit davon entfernt, lebensnotwendige Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Das ist schon ein tolles Ziel. Alle anderen Planeten werden wir – wenn Einstein recht hat und es schaut so aus – nicht erreichen.</p><p>Sind wir alleine im Weltraum oder wartet da oben jemand auf uns?</p><p>Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind wir nicht alleine – das ist meine persönliche Meinung, also die ist nicht wissenschaftlich fundiert. Es ist völlig unmöglich, dass wir alleine im Weltraum sind. Und das ganze Theater nur für uns, das wäre schon ein bisschen eine Verschwendung. Die zweite Frage, ob wir auf sie treffen, muss man leider oder Gott sei Dank ganz klar mit Nein beantworten.</p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Christine Gappmayer von den Footballern der Salzburg Ducks bei uns zu Gast – einfach reinhören!</i></p>
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      <pubDate>Sat, 6 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/helmut-windhager-im-sonntagstalk-es-ist-vollig-unmoglich-dass-wir-alleine-im-weltraum-sind-oJS8hRfz</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Astronomie das Thema in Salzburg ist, dann geht wohl kein Weg an Helmut Windhager vorbei. Der Leiter der Arbeitsgruppe Astronomie im Haus der Natur hat den Bau der Vega-Sternwarte in Nußdorf am Haunsberg (Flachgau) maßgeblich vorangetrieben, die 2018 eröffnet wurde und von 32 Ehrenamtlichen betrieben wird. Führungen sind rasch ausgebucht und die hauseigenen Astrofotografen stellten ihr Können schon international unter Beweis. Die Salzburger Sternwarte besitzt das drittgrößte Teleskop Österreichs, das gleichzeitig auch eines der größten öffentlich zugänglichen Teleskope in ganz Europa ist. Kurz gesagt: Es ist eine Erfolgsgeschichte.</p><p>Im Sonntagstalk mit SALZBURG24 erinnert sich Helmut Windhager an die alte Sternwarte aus Holz am Voggenberg und blickt auf einen denkwürdigen Anruf aus einer Badewanne zurück, der die Vega-Sternwarte wohl erst möglich gemacht haben dürfte. Außerdem bewertet der Salzburger aktuelle Raumfahrtbestrebungen und erklärt, warum außerirdisches Leben rein theoretisch möglich sein müsste.</p><p>Sonntagstalk mit Helmut Windhager: Auszug zum Nachlesen</p><p>SALZBURG24: Wann haben Sie das erste Mal bewusst in den Sternenhimmel über uns geschaut?</p><p>HELMUT WINDHAGER Ich habe als Bub Raumfahrtbücher verschlungen. Das war meine Welt. Und ich bin hinausgegangen, habe zum Himmel geschaut und mir gedacht, jetzt muss doch endlich so ein Kugelraumschiff auftauchen. Und dabei sieht man natürlich auch die Sterne.</p><p>Ich hatte einen guten Freund, der hat zu Weihnachten ein Teleskop bekommen bekommen – ich hatte leider keins. Und wir haben dann geschaut und wir haben es schon allerhand gefunden. Wir konnten nicht zu den Sternen hinschauen, aber anschauen konnten wir sie. Und das war der Start für die Liebe zur Astronomie.</p><p>Auf welche astronomischen Highlights können wir uns demnächst freuen?</p><p>Das, was jetzt in Kürze kommt und wozu wir keine Sternwarte brauchen, sind die Perseiden. Das ist der Sternschnuppenstrom um den 12. August. Das kann jeder anschauen. Man braucht nur klaren Himmel und möglichst dunkle Umgebung. Warm anziehen, denn auch im August wird es abends kalt. Wenn man länger schauen will, am besten auf einer Campingliege. Und dann schaut man am besten, wo der große Wagen ist – den wird fast jeder kennen. Und ein bisserl rechts davon schaut man herum.</p><p>Wobei die Perseiden praktisch über den ganzen Himmel fliegen. Nach Süden würde ich nicht schauen, das ist vergebene Lebensmüh. Aber von Westen über Norden bis Osten kann man die überall sehen. Es ist dann schon toll. Und der Profi weiß, man darf sich ja was wünschen. Und gescheiterweise wünscht man sich, dass man noch eine sieht. Dann hört es nicht auf.</p><p>Wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen in der Raumfahrt?</p><p>Also ich finde die Entwicklung sehr, sehr toll und bei allem, unsere Multimillionäre der Welt sind alle ein bisschen exzentrisch, das ist so. Aber man muss ihnen zugestehen, sie stecken ihre Milliarden in Dinge wie Raumfahrt und Forschung und nicht in schwere Autos und leichte Mädchen.</p><p>Also sind wir froh, dass wir solche Milliardäre haben, die sagen, ich möchte, dass wir zum Mars kommen. Das ist ein anderes Denken, eine andere Herangehensweise, dass sich nicht scheuen vor dem Scheitern. Die starten eine Rakete und gehen davon aus, dass es jetzt nicht funktionieren wird. Und dann wird der Teil, der nicht funktioniert hat, verbessert. Damit bekommt man am Ende eine leichte, billige Rakete, die funktioniert. Die Denkweise der NASA war ganz andere.</p><p>Wir können wirklich sehr zufrieden sein und ich erwarte auch sehr viel. Der Mars ist ja nicht allzu weit weg und ist nahezu in der habitablen Zone, also nicht weit davon entfernt, lebensnotwendige Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Das ist schon ein tolles Ziel. Alle anderen Planeten werden wir – wenn Einstein recht hat und es schaut so aus – nicht erreichen.</p><p>Sind wir alleine im Weltraum oder wartet da oben jemand auf uns?</p><p>Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind wir nicht alleine – das ist meine persönliche Meinung, also die ist nicht wissenschaftlich fundiert. Es ist völlig unmöglich, dass wir alleine im Weltraum sind. Und das ganze Theater nur für uns, das wäre schon ein bisschen eine Verschwendung. Die zweite Frage, ob wir auf sie treffen, muss man leider oder Gott sei Dank ganz klar mit Nein beantworten.</p><p><i>Den Sonntagstalk auf SALZBURG24 gibt's ab sofort wieder jede Woche. Am kommenden Sonntag ist Christine Gappmayer von den Footballern der Salzburg Ducks bei uns zu Gast – einfach reinhören!</i></p>
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      <itunes:summary>Gibt es außerirdisches Leben? Das fragen wir den Salzburger Astronomen Helmut Windhager im heutigen Sonntagstalk, der sich an einen Anruf aus einer Badewanne erinnert, der die Vega-Sternwarte in Nußdorf am Haunsberg wohl erst möglich gemacht hat. Außerdem spricht er über aktuelle Raumfahrtbestrebungen und gibt Beobachtungstipps für Sternschnuppen und faszinierende Polarlichter, die wir am Himmel über Salzburg beobachten können.</itunes:summary>
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      <title>Bernhard Auinger: &quot;Der S-Link wird noch einmal richtig polarisieren&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Am 3. März 2020 ist auf SALZBURG24 der bislang letzte Sonntagstalk erschienen – mit dem Titel „Uns schmeißt so schnell nichts aus den Socken – Salzburgs Krisenmanager Michael Haybäck im Interview“. Keine zwei Wochen später war das widerlegt. Denn kam Corona samt Lockdown und wir legten die beliebte Serie vorerst auf Eis. Nun wird sie wiederbelebt – und zwar als Podcast. Denn ab sofort veröffentlichen wir wieder jeden Sonntag ein Interview mit Menschen aus Politik, Wirtschaft oder den zahlreichen Bereichen der Gesellschaft. Den Auftakt macht Bernhard Auinger (SPÖ), Bürgermeister der Stadt Salzburg.</p><p>Auinger hat beim dritten Anlauf den Chefsessel erobert und bildet nun mit Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl von der KPÖ, Vizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP) und den Stadträtinnen Anna Schiester (Bürgerliste) und Andrea Brandner (SPÖ) das sogenannte Stadtratskollegium.</p><p>Stimmen gebracht habe ihm mit Sicherheit die klare Position gegen den S-Link. Und dieser ist unter anderem Thema in unserem Gespräch. Hört rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Bernhard Auinger: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Sie haben jetzt gemeinsam mit der neuen Regierung sehr viel vor. Viele Projekte stehen auf der Umsetzungsliste. Und das kostet Geld, sehr viel Geld. Mit Ende 2023 war die Stadt Salzburg quasi schuldenfrei, sie planen bis 2029 ein Rekordbudget von 526 Millionen Euro, damit wird der Schuldenstand natürlich wieder massiv anwachsen. Wie erklären Sie das den Salzburgerinnen und Salzburgern?</strong></p><p><i>BERNHARD AUINGER: Also erstens muss man mal festhalten, dass auch schon letztes Jahr in den mittelfristigen Finanzverhandlungen klar war, dass wir ab 2026 wieder Schulden machen müssen, weil man solche Investitionen wie ins Festspielhaus, in das neue Flughafenterminal, in den Schulbau nicht aus der Portokasse bezahlen kann. Und das Thema ist, dass sich viele Projekte jetzt in den letzten Jahren einfach verzögert haben.</i></p><p><i>Ich sehe es aber nicht so dramatisch, denn es geht um Projekte, die unumstritten sind. Wer zu den Festspielen steht, wird das Festspielhaus sanieren müssen. Wer zum Standort Flughafen steht, wird das Terminal bauen müssen. Wir werden in die Schulen weiter investieren und das ein oder andere Seniorenwohnhaus in Angriff nehmen.</i></p><p><i>Wir werden auf jeden Fall darauf schauen, dass die Stabilität der Stadt Salzburg, was die Finanzen betrifft, dass das so, wie es meine Vorgänger gemacht haben, auch weiterhin bestehen bleibt.</i></p><p><strong>Das geplante Budget für die kommenden fünf Jahre ist de facto ohne S-Link – nur eine Rate von 10 Millionen ist eingeplant. Wie sicher sind Sie sich denn, dass sich die Salzburgerinnen und Salzburger am 10. November gegen das Verkehrsprojekt entscheiden?</strong></p><p><i>Wenn man jetzt plötzlich die Befragung insofern so geändert hat, dass in der Stadt Salzburg jeder eine Wahlkarte abgeben kann, egal ob er jetzt in Anif oder in Bergheim wohnt und somit auch das Ergebnis in der Stadt Salzburg natürlich sehr beeinflussbar wird und uns, wenn der Jurist des Landes ausrichtet, dass wir grundsätzlich eigentlich gar nichts zu mitreden haben, weil das Land eisenbahnrechtlich durch uns durchbauen kann – und wir eigentlich nur entscheiden können, ob wir mitzahlen wollen oder nicht – dann glaube ich, dass das Thema nochmals richtig polarisieren wird.</i></p><p><i>In der Stadtbevölkerung habe ich im Wahlkampf massive Ablehnung verspürt und ich halte dieses Projekt aus Sicht der Stadt weiterhin für nicht finanzierbar.</i></p><p><i>Um Summen zu nennen: Mit Zinsen finanziert auf 30 Jahre kostet dieses Projekt der Stadt Salzburg über 400 Millionen Euro. Das sind über 13 Millionen Euro jährlich. Das würde bedeuten, dass wir uns 30 Jahre lang ungefähr ein Sechstel unserer Investitionen an ein einziges Projekt binden, von dem die Stadtbevölkerung sehr eingeschränkt profitieren wird. Das ist die Kritik, die ich habe.</i></p><p><i>Ich werde jetzt mit dem Landeshauptmann eine Finanzierungsvereinbarung verhandeln für den Fall, dass es ein Jahr in der Stadt gibt. Ich gehe aber von einem Nein in der Stadt aus. Und wir werden uns die Wahlkarten auch sehr genau anschauen.</i></p><p><strong>Verkehrslandesrat Stefan Schnöll hat einen Wahlkampf für den S-Link nach der Nationalratswahl angekündigt. Wie schaut Ihr Wahlkampf aus und wie wollen Sie die Menschen im Flachgau und Tennengau erreichen, die ja auch offenbar auch mitstimmen dürfen?</strong></p><p><i>Wir werden keinen Wahlkampf machen. Wir werden eine Agentur beauftragen, die die Chancen, aber auch die Risken dieses Projekts aufzeigt und dementsprechend so die Bürgerinnen und Bürger informiert. Und die Risken sind ganz klar bei der Finanzierung uns bei diversen Auswirkungen durch den Bau. Das sagen mir führende Geologen. Hier gibt es Risken, die zwar technisch durchaus beherrschbar sein können, aber es gibt ein Restrisiko. Von dem redet kein Mensch. Und ich glaube, das müssen wir aufzeigen.</i></p><p><strong>Die Salzburger:innen erleben heuer einen regelrechten Wahlmarathon. In Salzburg hatten wir die Gemeinderatswahlen, die EU-Wahl liegt gerade hinter uns, die Nationalratswahl vor uns. Und jetzt kommt im November auch die Bürgerbefragung zum S-Link dazu. Zum Dauerwahlkampf dazu kommt auch, dass die Sprache in der Politik zunehmend verroht. Wie sehen Sie diese Entwicklung und was macht das Ihrer Meinung nach mit den Menschen?</strong></p><p><i>Ich glaube, wir haben es im Gemeinderatswahlkampf gezeigt und es hat ja in Österreich für sehr viel Aufsehen gesorgt, dass es auch möglich ist, einen sachlichen, fairen Wahlkampf zu führen.</i></p><p><i>Am Ende des Tages muss man nach jeder Wahl zusammenarbeiten und das sollten die Politikerinnen und Politiker einfach nicht vergessen. Wer jetzt Porzellan zerschlägt, muss es nachher erst kleben. Wir müssen nichts kleben und können sofort zu Arbeiten beginnen und das tun wir auch schon die ganze Zeit.</i></p><p><i>Und ich werde diesen Stil auf jeden Fall fortführen und dass der bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommt, zeigt auch das Wahlergebnis der EU-Wahl in der Stadt Salzburg. Wir sind stimmenstärkste Partei mit der SPÖ, das waren wir noch nie.</i></p><p><i>Das heißt, dieser Weg der Zusammenarbeit wird, glaube ich, von der Bevölkerung wirklich honoriert und trägt auch dazu bei, dass vielleicht wieder mehr Leute zur Wahl gehen.</i></p><p><strong>Was kann die Politik sonst noch gegen die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung unternehmen?</strong></p><p><i>Die Streiterei führt nicht nur zu Frust bei den jungen Menschen, ich sage es Ihnen ganz persönlich, es kostet einem selbst extrem viel Energie. Und das ist eigentlich Energie, die man dann nicht mehr verwenden kann, um Lösungen für die Menschen zu suchen.</i></p><p><i>Ich meine, dass sehr viele Politikerinnen und Politiker mittlerweile aus Gesundheitsgründen, aus der Politik ausscheiden, sollte uns grundsätzlich zu denken geben. Wir sollten Vorbilder sein. Wenn man nur das Trennende in den Vordergrund stellt, so wie es manche tun, dann darf man sich nicht wundern, dass die Gesellschaft auch diesen Weg einschlägt.</i></p><p><strong>Was passiert eigentlich mit einem Politiker/einer Politikerin, die Einfühlsamkeit zeigt oder Verständnis für die andere Position? Hat diese Person in der Politik denn überhaupt noch Chancen?</strong></p><p><i>Ja, ich meine schon. Auch wenn vielleicht der eine oder andere Parteistratege das anders sieht, aber warum soll ich nicht etwas eines politischen Gegners wertschätzen, wenn sie oder er bei einem Thema einen guten Job gemacht hat? Ich sage immer, ich werde lieber zweimal enttäuscht, als ich gebe jemanden das Vertrauen nicht und der ist enttäuscht, weil ich ihm das Vertrauen nicht gegeben habe.</i></p><p><strong>Und diese Enttäuschung würden Sie dann auch zeigen?</strong></p><p><i>Ja, selbstverständlich. Natürlich ist man manchmal über Menschen auch in der Politik oder über Kolleginnen und Kollegen enttäuscht. Aber ich bin ein Mensch, ich schlafe drüber und gehe dann am nächsten Tag zur Tagesordnung über. Der Zeitpunkt, wo man darüber reden kann, kommt dann irgendwann.</i></p>
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      <pubDate>Sun, 23 Jun 2024 11:18:14 +0000</pubDate>
      <author>team@salzburg24.at (SALZBURG24)</author>
      <link>https://sonntags-talk.simplecast.com/episodes/bernhard-auinger-der-s-link-wird-noch-einmal-richtig-polarisieren-Mmybs1Zi</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. März 2020 ist auf SALZBURG24 der bislang letzte Sonntagstalk erschienen – mit dem Titel „Uns schmeißt so schnell nichts aus den Socken – Salzburgs Krisenmanager Michael Haybäck im Interview“. Keine zwei Wochen später war das widerlegt. Denn kam Corona samt Lockdown und wir legten die beliebte Serie vorerst auf Eis. Nun wird sie wiederbelebt – und zwar als Podcast. Denn ab sofort veröffentlichen wir wieder jeden Sonntag ein Interview mit Menschen aus Politik, Wirtschaft oder den zahlreichen Bereichen der Gesellschaft. Den Auftakt macht Bernhard Auinger (SPÖ), Bürgermeister der Stadt Salzburg.</p><p>Auinger hat beim dritten Anlauf den Chefsessel erobert und bildet nun mit Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl von der KPÖ, Vizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP) und den Stadträtinnen Anna Schiester (Bürgerliste) und Andrea Brandner (SPÖ) das sogenannte Stadtratskollegium.</p><p>Stimmen gebracht habe ihm mit Sicherheit die klare Position gegen den S-Link. Und dieser ist unter anderem Thema in unserem Gespräch. Hört rein!</p><h1><strong>Sonntagstalk mit Bernhard Auinger: Ein Auszug zum Nachlesen</strong></h1><p><strong>SALZBURG24: Sie haben jetzt gemeinsam mit der neuen Regierung sehr viel vor. Viele Projekte stehen auf der Umsetzungsliste. Und das kostet Geld, sehr viel Geld. Mit Ende 2023 war die Stadt Salzburg quasi schuldenfrei, sie planen bis 2029 ein Rekordbudget von 526 Millionen Euro, damit wird der Schuldenstand natürlich wieder massiv anwachsen. Wie erklären Sie das den Salzburgerinnen und Salzburgern?</strong></p><p><i>BERNHARD AUINGER: Also erstens muss man mal festhalten, dass auch schon letztes Jahr in den mittelfristigen Finanzverhandlungen klar war, dass wir ab 2026 wieder Schulden machen müssen, weil man solche Investitionen wie ins Festspielhaus, in das neue Flughafenterminal, in den Schulbau nicht aus der Portokasse bezahlen kann. Und das Thema ist, dass sich viele Projekte jetzt in den letzten Jahren einfach verzögert haben.</i></p><p><i>Ich sehe es aber nicht so dramatisch, denn es geht um Projekte, die unumstritten sind. Wer zu den Festspielen steht, wird das Festspielhaus sanieren müssen. Wer zum Standort Flughafen steht, wird das Terminal bauen müssen. Wir werden in die Schulen weiter investieren und das ein oder andere Seniorenwohnhaus in Angriff nehmen.</i></p><p><i>Wir werden auf jeden Fall darauf schauen, dass die Stabilität der Stadt Salzburg, was die Finanzen betrifft, dass das so, wie es meine Vorgänger gemacht haben, auch weiterhin bestehen bleibt.</i></p><p><strong>Das geplante Budget für die kommenden fünf Jahre ist de facto ohne S-Link – nur eine Rate von 10 Millionen ist eingeplant. Wie sicher sind Sie sich denn, dass sich die Salzburgerinnen und Salzburger am 10. November gegen das Verkehrsprojekt entscheiden?</strong></p><p><i>Wenn man jetzt plötzlich die Befragung insofern so geändert hat, dass in der Stadt Salzburg jeder eine Wahlkarte abgeben kann, egal ob er jetzt in Anif oder in Bergheim wohnt und somit auch das Ergebnis in der Stadt Salzburg natürlich sehr beeinflussbar wird und uns, wenn der Jurist des Landes ausrichtet, dass wir grundsätzlich eigentlich gar nichts zu mitreden haben, weil das Land eisenbahnrechtlich durch uns durchbauen kann – und wir eigentlich nur entscheiden können, ob wir mitzahlen wollen oder nicht – dann glaube ich, dass das Thema nochmals richtig polarisieren wird.</i></p><p><i>In der Stadtbevölkerung habe ich im Wahlkampf massive Ablehnung verspürt und ich halte dieses Projekt aus Sicht der Stadt weiterhin für nicht finanzierbar.</i></p><p><i>Um Summen zu nennen: Mit Zinsen finanziert auf 30 Jahre kostet dieses Projekt der Stadt Salzburg über 400 Millionen Euro. Das sind über 13 Millionen Euro jährlich. Das würde bedeuten, dass wir uns 30 Jahre lang ungefähr ein Sechstel unserer Investitionen an ein einziges Projekt binden, von dem die Stadtbevölkerung sehr eingeschränkt profitieren wird. Das ist die Kritik, die ich habe.</i></p><p><i>Ich werde jetzt mit dem Landeshauptmann eine Finanzierungsvereinbarung verhandeln für den Fall, dass es ein Jahr in der Stadt gibt. Ich gehe aber von einem Nein in der Stadt aus. Und wir werden uns die Wahlkarten auch sehr genau anschauen.</i></p><p><strong>Verkehrslandesrat Stefan Schnöll hat einen Wahlkampf für den S-Link nach der Nationalratswahl angekündigt. Wie schaut Ihr Wahlkampf aus und wie wollen Sie die Menschen im Flachgau und Tennengau erreichen, die ja auch offenbar auch mitstimmen dürfen?</strong></p><p><i>Wir werden keinen Wahlkampf machen. Wir werden eine Agentur beauftragen, die die Chancen, aber auch die Risken dieses Projekts aufzeigt und dementsprechend so die Bürgerinnen und Bürger informiert. Und die Risken sind ganz klar bei der Finanzierung uns bei diversen Auswirkungen durch den Bau. Das sagen mir führende Geologen. Hier gibt es Risken, die zwar technisch durchaus beherrschbar sein können, aber es gibt ein Restrisiko. Von dem redet kein Mensch. Und ich glaube, das müssen wir aufzeigen.</i></p><p><strong>Die Salzburger:innen erleben heuer einen regelrechten Wahlmarathon. In Salzburg hatten wir die Gemeinderatswahlen, die EU-Wahl liegt gerade hinter uns, die Nationalratswahl vor uns. Und jetzt kommt im November auch die Bürgerbefragung zum S-Link dazu. Zum Dauerwahlkampf dazu kommt auch, dass die Sprache in der Politik zunehmend verroht. Wie sehen Sie diese Entwicklung und was macht das Ihrer Meinung nach mit den Menschen?</strong></p><p><i>Ich glaube, wir haben es im Gemeinderatswahlkampf gezeigt und es hat ja in Österreich für sehr viel Aufsehen gesorgt, dass es auch möglich ist, einen sachlichen, fairen Wahlkampf zu führen.</i></p><p><i>Am Ende des Tages muss man nach jeder Wahl zusammenarbeiten und das sollten die Politikerinnen und Politiker einfach nicht vergessen. Wer jetzt Porzellan zerschlägt, muss es nachher erst kleben. Wir müssen nichts kleben und können sofort zu Arbeiten beginnen und das tun wir auch schon die ganze Zeit.</i></p><p><i>Und ich werde diesen Stil auf jeden Fall fortführen und dass der bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommt, zeigt auch das Wahlergebnis der EU-Wahl in der Stadt Salzburg. Wir sind stimmenstärkste Partei mit der SPÖ, das waren wir noch nie.</i></p><p><i>Das heißt, dieser Weg der Zusammenarbeit wird, glaube ich, von der Bevölkerung wirklich honoriert und trägt auch dazu bei, dass vielleicht wieder mehr Leute zur Wahl gehen.</i></p><p><strong>Was kann die Politik sonst noch gegen die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung unternehmen?</strong></p><p><i>Die Streiterei führt nicht nur zu Frust bei den jungen Menschen, ich sage es Ihnen ganz persönlich, es kostet einem selbst extrem viel Energie. Und das ist eigentlich Energie, die man dann nicht mehr verwenden kann, um Lösungen für die Menschen zu suchen.</i></p><p><i>Ich meine, dass sehr viele Politikerinnen und Politiker mittlerweile aus Gesundheitsgründen, aus der Politik ausscheiden, sollte uns grundsätzlich zu denken geben. Wir sollten Vorbilder sein. Wenn man nur das Trennende in den Vordergrund stellt, so wie es manche tun, dann darf man sich nicht wundern, dass die Gesellschaft auch diesen Weg einschlägt.</i></p><p><strong>Was passiert eigentlich mit einem Politiker/einer Politikerin, die Einfühlsamkeit zeigt oder Verständnis für die andere Position? Hat diese Person in der Politik denn überhaupt noch Chancen?</strong></p><p><i>Ja, ich meine schon. Auch wenn vielleicht der eine oder andere Parteistratege das anders sieht, aber warum soll ich nicht etwas eines politischen Gegners wertschätzen, wenn sie oder er bei einem Thema einen guten Job gemacht hat? Ich sage immer, ich werde lieber zweimal enttäuscht, als ich gebe jemanden das Vertrauen nicht und der ist enttäuscht, weil ich ihm das Vertrauen nicht gegeben habe.</i></p><p><strong>Und diese Enttäuschung würden Sie dann auch zeigen?</strong></p><p><i>Ja, selbstverständlich. Natürlich ist man manchmal über Menschen auch in der Politik oder über Kolleginnen und Kollegen enttäuscht. Aber ich bin ein Mensch, ich schlafe drüber und gehe dann am nächsten Tag zur Tagesordnung über. Der Zeitpunkt, wo man darüber reden kann, kommt dann irgendwann.</i></p>
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