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    <title>Der Ostcast</title>
    <description>Verspielt Putin seine Macht? Darf man noch Puschkin lesen? Und wie korrupt ist die Ukraine heute noch? Alice Bota und Michael Thumann schreiben seit Jahrzehnten für DIE ZEIT über Osteuropa – und in diesem Podcast sprechen sie darüber. Über Freude und Abscheu beim Berichten über die Region. Über den Krieg, aber auch über das Leben, die kleinen Freiheiten und die großen russischen Gefängnisse – und über Berlin als neue Hauptstadt des Exils.

Alice Bota, geboren Ende 1979 in Polen, ist seit 2007 außenpolitische Redakteurin der ZEIT, war 2009 das erste Mal in der Ukraine und hat von 2015 bis Ende 2020 als Korrespondentin der ZEIT aus Moskau berichtet.

Michael Thumann, geboren Ende 1962, ist seit 1992 bei der ZEIT, war schon als Student in der Sowjetunion, berichtete als ZEIT-Korrespondent aus Russland und seinen Nachbarländern von 1996 bis 2001, 2014/15 – und seit 2021 wieder vom Standort Moskau.

Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo</description>
    <copyright>ZEIT ONLINE</copyright>
    <language>de</language>
    <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 07:35:50 +0000</pubDate>
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      <title>Der Ostcast</title>
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Alice Bota, geboren Ende 1979 in Polen, ist seit 2007 außenpolitische Redakteurin der ZEIT, war 2009 das erste Mal in der Ukraine und hat von 2015 bis Ende 2020 als Korrespondentin der ZEIT aus Moskau berichtet.

Michael Thumann, geboren Ende 1962, ist seit 1992 bei der ZEIT, war schon als Student in der Sowjetunion, berichtete als ZEIT-Korrespondent aus Russland und seinen Nachbarländern von 1996 bis 2001, 2014/15 – und seit 2021 wieder vom Standort Moskau.

Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo</itunes:summary>
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      <title>Zeit, Russland zu verstehen</title>
      <description><![CDATA[Dieser Winter droht für die Ukraine besonders hart zu werden. Russland
hat aufgerüstet und gerade darf Wladimir Putin guter Dinge sein – Donald
Trump hat sich mit ihm auf einen Diesel-Deal geeinigt, der die russische
Kriegskasse füllt. Die Ukraine wiederum wird von Trump gegängelt – noch
ist unklar, ob es noch nur eine Laune ist oder schon Politik, die im
schlimmsten Falle dazu führen könnte, dass Russland seinen imperialen
Krieg für sich entscheidet. 

Neu wäre das nicht: Russland, argumentiert der Historiker Martin Schulze
Wessel, habe eine imperiale Tradition. Schulze Wessel lehrt
Osteuropäische Geschichte in München und hat zahlreiche Bücher über die
Ukraine und über Russland geschrieben. Gerade hat er beim C. H.
Beck-Verlag ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: »Warum Russland nicht
aufhören wird. Sieben Thesen.« 

Über die Jahrhunderte hat das Land seinen Großmachtstatus über
territoriale Annexionen oder seine Hegemonie ausgebaut. Dass Russland am
Ende dank einer Großmacht seinen Einflussbereich ausbreiten könnte, ist
keine unbekannte Situation. Es gebe Vorbilder dafür in der Geschichte,
erklärt Schulze Wessel im Gespräch mit Alice Bota und Michael
Thumann. Russland konnte immer dann seinen Machtanspruch in Europa
durchsetzen, wenn die anderen es nicht zu verhindern suchten, meint
Schulze Wessel. Aus der Geschichte  sollten die Europäer für die
gegenwärtigen Situation lernen.

Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft
der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 07:35:50 +0000</pubDate>
      <author>podcast@zeit.de (Alice Bota, Michael Thumann, Martin Schulze Wessel)</author>
      <link>https://www.zeit.de/russland-podcast</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Winter droht für die Ukraine besonders hart zu werden. Russland hat aufgerüstet und gerade darf Wladimir Putin guter Dinge sein – Donald Trump hat sich mit ihm auf einen Diesel-Deal geeinigt, der die russische Kriegskasse füllt. Die Ukraine wiederum wird von Trump gegängelt – noch ist unklar, ob es noch nur eine&nbsp;Laune ist oder schon Politik, die im schlimmsten Falle dazu führen könnte, dass Russland seinen imperialen Krieg für sich entscheidet.&nbsp;</p><p>Neu wäre das nicht: Russland, argumentiert der Historiker <a href="https://www.zeit.de/autoren/W/Martin-Schulze_Wessel/index" rel="noopener noreferrer">Martin Schulze Wessel</a>, habe eine imperiale Tradition. Schulze Wessel lehrt Osteuropäische Geschichte in München und&nbsp;hat zahlreiche Bücher über die Ukraine und über Russland geschrieben. Gerade hat er beim C. H. Beck-Verlag ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: »Warum Russland nicht aufhören wird. Sieben Thesen.«&nbsp;</p><p>Über die Jahrhunderte hat das Land seinen Großmachtstatus über territoriale Annexionen oder seine Hegemonie ausgebaut.&nbsp;Dass Russland am Ende dank einer Großmacht seinen Einflussbereich ausbreiten könnte, ist keine unbekannte Situation. Es gebe Vorbilder dafür in der Geschichte, erklärt Schulze Wessel im Gespräch mit <a href="https://www.zeit.de/autoren/B/Alice_Bota/index.xml" rel="noopener noreferrer">Alice Bota </a>und <a href="https://www.zeit.de/autoren/T/Michael_Thumann/index.xml" rel="noopener noreferrer">Michael Thumann</a>.&nbsp;Russland konnte immer dann seinen Machtanspruch in Europa durchsetzen, wenn die anderen es nicht zu verhindern suchten, meint Schulze Wessel. Aus der Geschichte&nbsp; sollten die Europäer für die gegenwärtigen Situation lernen.</p><p>Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.</p>
<p><p><a href="https://cmk.zeit.de/cms/articles/15599/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen"><strong>[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER</strong></a><strong>.</strong></p><p><strong>[ANZEIGE] </strong>Mehr hören? Dann testen Sie unser <strong>Podcast-Abo</strong> mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. <a href="https://premium.zeit.de/bestellung/4000032#start" target="_blank">Jetzt 4 Wochen kostenlos te<strong>sten</strong></a><strong>.</strong> Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt <strong>4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. </strong><a href="https://abo.zeit.de/podcast/?icode=01w0151k1100angaudall2312&amp;utm_medium=audio&amp;utm_source=podcast&amp;utm_campaign=podcast_shownotes&amp;utm_content=01w0151k1100angaudall2312&amp;wt_zmc=audall.Int.zabo.podcast.podcast_shownotes.x" target="_blank"><strong>Hier geht's zum Angebot</strong></a><strong>. </strong></p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Wladimir Putins Vorgehen hat Vorbilder in der Geschichte. Es hilft, sie zu kennen.</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Wladimir Putins Vorgehen hat Vorbilder in der Geschichte. Es hilft, sie zu kennen.</itunes:subtitle>
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      <title>Nah dran an Moskau</title>
      <description><![CDATA[Wenn die Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue
Landtage wählen, dann steht auch die Russlandpolitik der Bundesregierung
mit zur Abstimmung. Denn gerade in Ostdeutschland scheinen Parteien wie
die AfD und das BSW mit einer russlandfreundlichen Politik auf
Stimmenfang zu gehen. Und trotz des Anschlagsversuchs auf dem Leipziger
Flughafen, den die Bundesregierung dem russischen Regime zuschreibt,
scheint das Kalkül zumindest bei einem Teil der Bevölkerung aufzugehen.
Die Bedrohung wird abgetan und der Bundesregierung vorgeworfen, Russland
ohne Beweise zu beschuldigen.

Zumindest ein Teil der Wählerinnen und Wähler scheint sich davon
überzeugen zu lassen. Denn noch immer ist im Osten Deutschlands eine
große Nähe zu Russland ausgeprägt. Oft kann man in Gesprächen hören, man
dürfe das große Land ja nicht reizen, und die Menschen in Ostdeutschland
hätten Russland schon immer besser verstanden als jene im Westen.

In dieser »Ostcast«-Folge beleuchten Alice Bota und Michael Thumann, was
es mit der vermeintlichen Nähe zu Russland im Osten auf sich hat. Warum
nutzen Parteien das Thema für Wahlen aus? Wie hat sich das Verhältnis zu
Moskau in der Sowjetzeit entwickelt, wie ist daraus bei manchen nach dem
Mauerfall Verklärung geworden und was geschah nach dem russischen
Überfall auf die Ukraine 2022? Ist das Verständnis für Putin ein
ostdeutsches Phänomen oder sind die ostdeutschen Bundesländer nicht eher
ein Frühwarnsystem für etwas, das sich in der gesamten Gesellschaft
verschiebt?

Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft
der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

 

Shownotes:

Opitz, Friedrich W.: DGAP-Bericht: Seismograph Sachsen. Die
(Anti-)Zeitenwende in Transformationsregionen, Berlin, August 2026.

Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Umfrage zu den ZEIT-Podcasts
teilnehmen, die bis Ende September geht. Sie ist zu finden unter
www.zeit.de/befragung-podcast.

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      <pubDate>Thu, 3 Sep 2026 07:42:20 +0000</pubDate>
      <author>podcast@zeit.de (DIE ZEIT)</author>
      <link>https://www.zeit.de/russland-podcast</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landtage wählen, dann steht auch die Russlandpolitik der Bundesregierung mit zur Abstimmung. Denn gerade in Ostdeutschland scheinen Parteien wie die AfD und das BSW mit einer russlandfreundlichen Politik auf Stimmenfang zu gehen. Und trotz des Anschlagsversuchs auf dem Leipziger Flughafen, den die Bundesregierung dem russischen Regime zuschreibt, scheint das Kalkül zumindest bei einem Teil der Bevölkerung aufzugehen. Die Bedrohung wird abgetan und der Bundesregierung&nbsp;vorgeworfen, Russland ohne Beweise zu beschuldigen.</p>
<p>Zumindest ein Teil der Wählerinnen und Wähler scheint sich davon überzeugen zu lassen. Denn noch immer ist im Osten Deutschlands eine große Nähe zu Russland ausgeprägt. Oft kann man in Gesprächen hören, man dürfe das große Land ja nicht reizen, und die Menschen in Ostdeutschland hätten Russland schon immer besser verstanden als jene im Westen.</p>
<p>In dieser »Ostcast«-Folge beleuchten <a href="https://www.zeit.de/autoren/B/Alice_Bota/index.xml" rel="noopener noreferrer">Alice Bota</a> und <a href="https://www.zeit.de/autoren/T/Michael_Thumann/index.xml" rel="noopener noreferrer">Michael Thumann</a>, was es mit der vermeintlichen Nähe zu Russland im Osten auf sich hat. Warum nutzen Parteien das Thema für Wahlen aus? Wie hat sich das Verhältnis zu Moskau in der Sowjetzeit entwickelt, wie ist daraus bei manchen nach dem Mauerfall Verklärung geworden und was geschah nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022? Ist das Verständnis für Putin ein ostdeutsches Phänomen oder sind die ostdeutschen Bundesländer nicht eher ein Frühwarnsystem für etwas, das sich in der gesamten Gesellschaft verschiebt?</p>
<p>Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast«&nbsp;über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Shownotes:</strong></p>
<p>Opitz, Friedrich W.: DGAP-Bericht: <i>Seismograph Sachsen. Die (Anti-)Zeitenwende in Transformationsregionen</i>, Berlin, August 2026.</p>
<p>Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Umfrage zu den ZEIT-Podcasts teilnehmen, die bis Ende September geht. Sie ist zu finden unter <a href="http://www.zeit.de/befragung-podcast" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><strong>www.zeit.de/befragung-podcast</strong></i></a>.</p>
<p><p><a href="https://cmk.zeit.de/cms/articles/15599/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen"><strong>[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER</strong></a><strong>.</strong></p><p><strong>[ANZEIGE] </strong>Mehr hören? Dann testen Sie unser <strong>Podcast-Abo</strong> mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. <a href="https://premium.zeit.de/bestellung/4000032#start" target="_blank">Jetzt 4 Wochen kostenlos te<strong>sten</strong></a><strong>.</strong> Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt <strong>4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. </strong><a href="https://abo.zeit.de/podcast/?icode=01w0151k1100angaudall2312&amp;utm_medium=audio&amp;utm_source=podcast&amp;utm_campaign=podcast_shownotes&amp;utm_content=01w0151k1100angaudall2312&amp;wt_zmc=audall.Int.zabo.podcast.podcast_shownotes.x" target="_blank"><strong>Hier geht's zum Angebot</strong></a><strong>. </strong></p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Bei den Wahlen im Osten Deutschlands verstehen es AfD und BSW, die Haltung zu Russland auszunutzen. Warum verfängt dieses Vorgehen?</itunes:summary>
      <itunes:subtitle>Bei den Wahlen im Osten Deutschlands verstehen es AfD und BSW, die Haltung zu Russland auszunutzen. Warum verfängt dieses Vorgehen?</itunes:subtitle>
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      <title>Gefährliche Erinnerungen</title>
      <description><![CDATA[Die Gegenwart zwischen Polen und der Ukraine wird von der Vergangenheit
eingeholt. Ukrainische Nationalisten verübten im Zweiten Weltkrieg
Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Galizien.
Polnische Kämpfer übten ihrerseits Vergeltung an ukrainischen
Zivilisten. Diese historischen Traumata wurden nie aufgearbeitet und
brechen nun wieder auf. Denn der ukrainische Präsident Wolodymyr
Selenskyj hat eine Armeeeinheit geehrt, deren Name an eine Organisation
erinnert, die für Verbrechen an der polnischen Bevölkerung steht: die
Ukrainische Aufständische Armee (UPA). In der Ukraine werden deren
Kämpfer als Freiheitshelden verehrt, in Polen gelten sie als Verbrecher.
Längst hat der Streit die Politik beider Länder erfasst und greift auf
die Gesellschaften über. Im Verhältnis Polens zur Ukraine droht etwas zu
kippen. Rechte Politiker befeuern den Konflikt.

In diesem »Ostcast« befassen sich Michael Thumann und Alice Bota damit,
wie Erinnerungen politisch instrumentalisiert werden, warum historische
Traumata bis in die Gegenwart wirken und die Macht haben, die Zukunft zu
prägen. Sie beleuchten, warum die Nationalisten des Zweiten Weltkriegs
heute ein so hohes Ansehen in der Ukraine genießen und wie die polnische
Seite den Ukrainern zu Recht vorwirft, geschichtsvergessen zu sein, sich
aber gleichzeitig nicht den eigenen historischen blinden Flecken stellt.
Denn Täterschaft und Opferschaft existierten damals oft parallel. Wer
Täter war, konnte zum Opfer werden und umgekehrt.

Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft
der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

Literatur:

-   Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. C. H. Beck, 2024.
-   Martin Schulze Wessel: Die übersehene Nation. Deutschland und die
    Ukraine seit dem 19. Jahrhundert. C.H. Beck, 2025.

Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Unter ostcast@zeit.de
erreichen Sie das Team per Mail.

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      <pubDate>Thu, 13 Aug 2026 03:55:00 +0000</pubDate>
      <author>podcast@zeit.de (DIE ZEIT)</author>
      <link>https://www.zeit.de/russland-podcast</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Gegenwart zwischen Polen und der Ukraine wird von der Vergangenheit eingeholt. Ukrainische Nationalisten verübten im Zweiten Weltkrieg Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Galizien. Polnische Kämpfer übten ihrerseits Vergeltung an ukrainischen Zivilisten. Diese historischen Traumata wurden nie aufgearbeitet und brechen nun wieder auf. Denn der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Armeeeinheit geehrt, deren Name an eine Organisation erinnert, die für Verbrechen an der polnischen Bevölkerung steht: die Ukrainische Aufständische Armee (UPA). In der Ukraine werden deren Kämpfer als Freiheitshelden verehrt, in Polen gelten sie als Verbrecher. Längst hat der Streit die Politik beider Länder erfasst und greift auf die Gesellschaften über. Im Verhältnis Polens zur Ukraine droht etwas zu kippen. Rechte Politiker befeuern den Konflikt.</p>
<p>In diesem »Ostcast« befassen sich <a href="https://www.zeit.de/autoren/T/Michael_Thumann/index.xml" rel="noopener noreferrer">Michael Thumann</a> und <a href="https://www.zeit.de/autoren/B/Alice_Bota/index.xml" rel="noopener noreferrer">Alice Bota</a> damit, wie Erinnerungen politisch instrumentalisiert werden, warum historische Traumata bis in die Gegenwart wirken und die Macht haben, die Zukunft zu prägen. Sie beleuchten, warum die Nationalisten des Zweiten Weltkriegs heute ein so hohes Ansehen in der Ukraine genießen und wie die polnische Seite den Ukrainern zu Recht vorwirft, geschichtsvergessen zu sein, sich aber gleichzeitig nicht den eigenen historischen blinden Flecken stellt. Denn Täterschaft und Opferschaft existierten damals oft parallel. Wer Täter war, konnte zum Opfer werden und umgekehrt.</p>
<p>Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<ul>
 <li>Andreas Kappeler: <a href="https://www.chbeck.de/kappeler-kleine-geschichte-ukraine/product/36097403" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kleine Geschichte der Ukraine</a>. C. H. Beck, 2024.</li>
 <li>Martin Schulze Wessel: <a href="https://www.chbeck.de/schulze-wessel-uebersehene-nation/product/36959121" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die übersehene Nation. Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert</a>. C.H. Beck, 2025.</li>
</ul>
<p>Alle Folgen des Podcasts finden Sie <a href="https://www.zeit.de/serie/der-ostcast" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>. Unter <a href="mailto:ostcast@zeit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ostcast@zeit.de</a> erreichen Sie das Team per Mail.</p>
<p><p><a href="https://cmk.zeit.de/cms/articles/15599/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen"><strong>[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER</strong></a><strong>.</strong></p><p><strong>[ANZEIGE] </strong>Mehr hören? Dann testen Sie unser <strong>Podcast-Abo</strong> mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. <a href="https://premium.zeit.de/bestellung/4000032#start" target="_blank">Jetzt 4 Wochen kostenlos te<strong>sten</strong></a><strong>.</strong> Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt <strong>4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. </strong><a href="https://abo.zeit.de/podcast/?icode=01w0151k1100angaudall2312&amp;utm_medium=audio&amp;utm_source=podcast&amp;utm_campaign=podcast_shownotes&amp;utm_content=01w0151k1100angaudall2312&amp;wt_zmc=audall.Int.zabo.podcast.podcast_shownotes.x" target="_blank"><strong>Hier geht's zum Angebot</strong></a><strong>. </strong></p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Polen und Ukraine sind enge Verbündete. Eigentlich. Aber ihre gemeinsame Geschichte belastet das Verhältnis. Kann die Vergangenheit stärker sein als die Zukunft?</itunes:summary>
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      <title>Nach fünf Jahren in belarussischer Haft: &quot;Ich war physisch begrenzt, aber im Geist frei&quot; (Live aus München)</title>
      <description><![CDATA[Was ist der Preis der Freiheit? Und wie können wir sie retten? Mehr als
fünf Jahre lang hat die belarussische Oppositionsführerin und Musikerin
Maria Kalesnikava aus politischen Gründen in Haft gesessen, die meiste
Zeit in einer Einzelzelle. Kurz nach ihrer Freilassung durch das
belarussische Regime ist sie in München mit dem großen
Osteuropa-Historiker Karl Schlögel zusammengetroffen und hat mit ihm
über den Wert der Freiheit, die Bedrohung durch Putin und ihre
Erfahrungen in der Isolation gesprochen. Sie sagt: "Ich war physisch
begrenzt, aber im Geist frei".

Aufgezeichnet kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion
in der Ukraine, wurde die persönliche Begegnung von Kalesnikava und
Schlögel zu einem bewegenden Gespräch über persönlichen Mut, die
Unbeugsamkeit eines Menschen – und die existenziellen Gefahren für die
westliche Demokratie. "Demokratie ist keine Tablette, die man nehmen
kann," sagt Kalesnikava. "Für Demokratie muss man kämpfen."

Fast verzweifelt rufen Maria Kalesnikava und Karl Schlögel, zwei
europäische Intellektuelle, deren Biografien sich von unterschiedlichen
Enden aus annähern, ergänzen und in München zum ersten Mal
aufeinandertreffen, gemeinsam zur Unterstützung der Ukraine auf. "Das
Schicksal der Ukraine wird jetzt entschieden", sagt Schlögel, "aber auch
unser Schicksal entscheidet sich mit."

Moderiert von Alice Bota und Heinrich Wefing, aufgezeichnet im
Literaturhaus München, als Kooperation der Münchner Sicherheitskonferenz
mit der ZEIT, bringen wir die berührende Unterhaltung als gemeinsame
Extra-Ausgabe der beiden ZEIT-Podcasts Der Ostcast und Das Politikteil. 

Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die
Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die
Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und
einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und
Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. 

Im Podcast Der Ostcast sprechen Alice Bota und Michael Thumann alle drei
Wochen über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder,
erzählen von ihren Erfahrungen und Begegnungen in Osteuropa, Russland
und den Nachbarländern.

Alice Bota hat viele Jahre lang als ZEIT-Reporterin und Korrespondentin
aus der Ukraine und aus Russland berichtet. 2021 erschien ihr Buch "Die
Frauen von Belarus". Heinrich Wefing leitet gemeinsam mit Tina
Hildebrandt das Politikressort der ZEIT.

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]]></description>
      <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 04:55:00 +0000</pubDate>
      <author>podcast@zeit.de (DIE ZEIT)</author>
      <link>https://www.zeit.de/russland-podcast</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Was ist der Preis der Freiheit? Und wie können wir sie retten? Mehr als fünf Jahre lang hat die belarussische Oppositionsführerin und Musikerin Maria Kalesnikava aus politischen Gründen in Haft gesessen, die meiste Zeit in einer Einzelzelle. Kurz nach ihrer Freilassung durch das belarussische Regime ist sie in München mit dem großen Osteuropa-Historiker Karl Schlögel zusammengetroffen und hat mit ihm über den Wert der Freiheit, die Bedrohung durch Putin und ihre Erfahrungen in der Isolation gesprochen. Sie sagt: "Ich war physisch begrenzt, aber im Geist frei".</p>
<p>Aufgezeichnet kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in der Ukraine, wurde die persönliche Begegnung von Kalesnikava und Schlögel zu einem bewegenden Gespräch über persönlichen Mut, die Unbeugsamkeit eines Menschen – und die existenziellen Gefahren für die westliche Demokratie. "Demokratie ist keine Tablette, die man nehmen kann," sagt Kalesnikava. "Für Demokratie muss man kämpfen."</p>
<p>Fast verzweifelt rufen Maria Kalesnikava und Karl Schlögel, zwei europäische Intellektuelle, deren Biografien sich von unterschiedlichen Enden aus annähern, ergänzen und in München zum ersten Mal aufeinandertreffen, gemeinsam zur Unterstützung der Ukraine auf. "Das Schicksal der Ukraine wird jetzt entschieden", sagt Schlögel, "aber auch unser Schicksal entscheidet sich mit."</p>
<p>Moderiert von Alice Bota und Heinrich Wefing, aufgezeichnet im Literaturhaus München, als Kooperation der Münchner Sicherheitskonferenz mit der ZEIT, bringen wir die berührende Unterhaltung als gemeinsame Extra-Ausgabe der beiden ZEIT-Podcasts <i>Der Ostcast</i> und <i>Das Politikteil</i>. </p>
<p>Im Podcast <i>Das Politikteil</i> sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. </p>
<p>Im Podcast <i>Der Ostcast</i> sprechen Alice Bota und Michael Thumann alle drei Wochen über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder, erzählen von ihren Erfahrungen und Begegnungen in Osteuropa, Russland und den Nachbarländern.</p>
<p>Alice Bota hat viele Jahre lang als ZEIT-Reporterin und Korrespondentin aus der Ukraine und aus Russland berichtet. 2021 erschien ihr Buch "Die Frauen von Belarus". Heinrich Wefing leitet gemeinsam mit Tina Hildebrandt das Politikressort der ZEIT.</p>
<p><p><a href="https://cmk.zeit.de/cms/articles/15599/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen"><strong>[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER</strong></a><strong>.</strong></p><p><strong>[ANZEIGE] </strong>Mehr hören? Dann testen Sie unser <strong>Podcast-Abo</strong> mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. <a href="https://premium.zeit.de/bestellung/4000032#start" target="_blank">Jetzt 4 Wochen kostenlos te<strong>sten</strong></a><strong>.</strong> Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt <strong>4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. </strong><a href="https://abo.zeit.de/podcast/?icode=01w0151k1100angaudall2312&amp;utm_medium=audio&amp;utm_source=podcast&amp;utm_campaign=podcast_shownotes&amp;utm_content=01w0151k1100angaudall2312&amp;wt_zmc=audall.Int.zabo.podcast.podcast_shownotes.x" target="_blank"><strong>Hier geht's zum Angebot</strong></a><strong>. </strong></p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Die belarussische Oppositionsführerin Maria Kalesnikava und der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel treffen aufeinander. Ein Gespräch über Mut, Unbeugsamkeit und Gefahren für die westliche Demokratie.
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      <itunes:subtitle>Die belarussische Oppositionsführerin Maria Kalesnikava und der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel treffen aufeinander. Ein Gespräch über Mut, Unbeugsamkeit und Gefahren für die westliche Demokratie.
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      <title>&quot;Der Ostcast&quot; trifft &quot;OK, America?&quot;</title>
      <description><![CDATA["Ich allein kann es richten." "Wir werden niemandem erlauben, sich in
unsere inneren Angelegenheiten einzumischen."  Wer hat's gesagt,
Wladimir Putin oder Donald Trump? Im Podcast-Club der ZEIT spielen der
Russland-Korrespondent Michael Thumann und die USA-Expertin Rieke
Havertz mit dem Publikum ein "Putin-Trump-Bingo". Und die Hosts von "Der
Ostcast" und "OK, America?" sprechen über autokratische Strukturen von
Moskau bis Washington, D.C.

Diese Aufnahme ist beim ZEIT Podcast-Club am 1.11.2025 in Berlin
entstanden. Einen Videomitschnitt des Auftritts finden Sie hier. 

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      <pubDate>Sat, 8 Nov 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
      <author>podcast@zeit.de (DIE ZEIT)</author>
      <link>https://www.zeit.de/russland-podcast</link>
      <content:encoded><![CDATA[<p>"Ich allein kann es richten." "Wir werden niemandem erlauben, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen."  Wer hat's gesagt, Wladimir Putin oder Donald Trump? Im Podcast-Club der ZEIT spielen der Russland-Korrespondent Michael Thumann und die USA-Expertin Rieke Havertz mit dem Publikum ein "Putin-Trump-Bingo". Und die Hosts von "Der Ostcast" und "OK, America?" sprechen über autokratische Strukturen von Moskau bis Washington, D.C.</p><p>Diese Aufnahme ist beim ZEIT Podcast-Club am 1.11.2025 in Berlin entstanden. Einen Videomitschnitt des Auftritts finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OP4iL5DesrY">hier</a>. </p>
<p><p><a href="https://cmk.zeit.de/cms/articles/15599/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen"><strong>[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER</strong></a><strong>.</strong></p><p><strong>[ANZEIGE] </strong>Mehr hören? Dann testen Sie unser <strong>Podcast-Abo</strong> mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. <a href="https://premium.zeit.de/bestellung/4000032#start" target="_blank">Jetzt 4 Wochen kostenlos te<strong>sten</strong></a><strong>.</strong> Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt <strong>4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. </strong><a href="https://abo.zeit.de/podcast/?icode=01w0151k1100angaudall2312&amp;utm_medium=audio&amp;utm_source=podcast&amp;utm_campaign=podcast_shownotes&amp;utm_content=01w0151k1100angaudall2312&amp;wt_zmc=audall.Int.zabo.podcast.podcast_shownotes.x" target="_blank"><strong>Hier geht's zum Angebot</strong></a><strong>. </strong></p></p>]]></content:encoded>
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      <itunes:author>DIE ZEIT</itunes:author>
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